Cuba Libre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cuba Libre

Cuba Libre (spanisch für „Freies Kuba“) ist ein alkoholhaltiger Longdrink auf Rum-Basis, der um 1900 in Kuba erfunden wurde. Eine andere Version dieses Longdrinks ist der so genannte Cubata, der mit braunem anstatt mit weißem Rum gemixt wird.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Name kommt daher, dass nach Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges amerikanische Soldaten mit der Kombination aus Coca-Cola, Rum und Limettensaft auf die Befreiung Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft anstießen (Viva Cuba libre, zu dt.: „Es lebe das freie Kuba“), auf die allerdings de facto eine Unterwerfung unter die Interessen der USA folgte.

In Anspielung auf das gegenwärtige Regierungssystem unter Fidel und Raúl Castro seit der Kubanischen Revolution wird das Getränk insbesondere von Exilkubanern auch Mentirita (spanisch für „kleine Lüge“) genannt.

Der Drink gewann in Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an Popularität, als der Gassenhauer Rum and Coca-Cola der Andrews Sisters im Radio gespielt wurde. Nach der kubanischen Revolution und der Flucht vieler kubanischer Gegner Fidel Castros nach Florida gewann die Kombination wieder an politischer Brisanz, u. a. da kubanischer Rum in den USA bis heute illegal ist und US-amerikanische Cola wegen der Wirtschaftsblockade nicht nach Kuba ausgeführt werden durfte. Auf Kuba wird aber die eigene Marke tuKola vertrieben. Pepsi und Coca-Cola, meist aus mexikanischer Abfüllung, sind in größeren kubanischen Städten im Handel.

In vielen Bars mischt man Cuba Libre mit hellem Havana Club (3 Años) Rum. So wird er auch in der bekannten Bodeguita Del Medio Bar in Havanna ausgeschenkt.

[Bearbeiten] Zusammensetzung

Wie bei nahezu jedem Cocktail gibt es auch beim Cuba Libre viele verschiedene und anerkannte Varianten (Art des Rums, Limette oder Zitrone, Marke der Cola). Dabei fällt auch die Differenzierung zum Longdrink Rum-Cola sehr schwer.

Eine Meinung ist, dass ein kubanischer Rum zur Herstellung eines Cuba Libres verwendet werden muss. Eine andere Meinung besagt, dass der Cuba Libre nur mit Limetten angeboten werden darf.

[Bearbeiten] Regionale Abwandlungen

Speziell in Venezuela gibt es noch eine regionale Version, genannt Cuba libre preparado mit einem Schuss Gin und einem Spritzer Angosturabitter.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hannes Bertschi, Marcus Reckewitz: Von Absinth bis Zabaione - Wie Speisen und Getränke zu ihrem Namen kamen und andere kuriose Geschichten, 2004, Fischer-Verlag, ISBN 978-3596155897

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Cuba libre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen