Cubieboard

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Cubieboard
Ein Rechencluster aus acht Cubieboards, gesteuert mit der Software Apache Hadoop.

Das Cubieboard ist ein Einplatinencomputer, der als Open-Source-Projekt im September 2012 vorgestellt wurde und seit Oktober 2012 verkauft wird.[1] Eine Besonderheit des Systems ist sein (in dieser Leistungsklasse ungewöhnlicher) SATA-Anschluss.[2] Als Betriebssystem ist Android im Flash-Speicher vorinstalliert, alternativ können verschiedene angepasste Linux-Distributionen verwendet werden.

Das Konzept ist im Hinblick auf die verwendeten ARM-Prozessoren mit 1 GHz Taktfrequenz, die Speicher- und Schnittstellenausstattung leistungsfähiger als der verbreitete, vergleichbare Raspberry Pi. Der Rechner ist jedoch erst deutlich kürzere Zeit auf dem Markt, weshalb die Software-Verfügbarkeit noch geringer ist.[3] Es gibt bereits drei Versionen, Cubieboard, Cubieboard2 und Cubieboard3 (auch Cubietruck genannt), die mit aufsteigender Zahl leistungsfähiger bzw. besser ausgestattet sind. Das Cubieboard3 bietet im Gegensatz zu den anderen Modellen auch Gigabit-Ethernet, WLAN, Bluetooth, einen optischen TOSLINK-Audioausgang, einen VGA-Anschluss und eine Echtzeituhr.

Die verwendeten Ein-Chip-Systeme vom Typ Allwinner vereinen jeweils einen Mikroprozessor (beim Allwinner A20 mit zwei Prozessorkernen) mit ARM-Architektur sowie zwei Grafik-Einheiten (GPU und VPU). Diese sind so leistungsfähig, dass Videosignale nach dem neuen Ultra HD-Standard (2160p, auch als 4K bezeichnet) dekodiert werden können, was der vierfachen Auflösung des gegenwärtig aktuellen Full HD (1080p) entspricht.

Spezifikationen[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die Spezifikationen der Cubieboards auf:

Cubieboard Cubieboard2 Cubietruck (Cubieboard3)
Größe: 10 cm x 6 cm Abmessungen: 11 cm × 8 cm
CPU: Allwinner A10 SoC (ARM-Cortex A8-Kern mit 1 GHz Taktfrequenz) Allwinner A20 SoC (2 ARM-Cortex A7-Prozessorkerne mit 1 GHz Taktfrequenz)
Grafik: Mali-400MP-GPU und CedarX-VPU; kann 2160p-Video dekodieren (Ultra HD)
Arbeitsspeicher: 512MB (Test) oder 1GB (Produktion) DDR3 2 GB DDR3 SDRAM mit 480 MHz
Anschlüsse: 2x USB Host, 1x USB On-the-go, 1x CIR, 1x SATA-Anschluss 2x USB Host, 1x USB On-the-go, 1x CIR, 1x SATA 2.0 Anschluss
Videoausgabe: HDMI-1080p-Ausgabe
Audioausgang: S/PDIF, Kopfhörer- und HDMI-Audio-Ausgang
Audioeingang: Mikrophone und Line-Eingang
Nicht-flüchtiger Speicher: 4 GB NAND-Flash, 1x MicroSD-Steckplatz 8 GB NAND-Flash, 1x MicroSD Steckplatz
Netzwerk: 10/100-Ethernet-Anschluss 10/100/1000 RTL8211E Ethernet PHY, WLAN und Bluetooth onboard via PCB-Antenne (Chip: Broadcom BCM4329/BCM40181)
Debug-Schnittstellen: 96 Anschlusspins einschließlich I²C, SPI, LVDS 54 Anschlusspins einschließlich I²C und SPI, kein LVDS mehr
Stromaufnahme: maximal 2A bei 5V, wenn beide USB-Ports mit jeweils 500mA versorgt sind und eine 2,5 Zoll Festplatte angeschlossen ist maximal 2.5A bei 5V

Leistung[Bearbeiten]

Bereits die Leistung des ursprünglichen Cubieboards ist – im Vergleich zu Raspberry Pi (Modell B) und der Arduino Due – höher. Der – verglichen mit der SD-Karte – schnellere interne Flash-Speicher und ein GByte Hauptspeicher führen zusammen mit der Cortex-A8-CPU mit 1 GHz Takt zu einer höheren Rechenleistung.[2]

Betriebssystem[Bearbeiten]

Standardmäßig ist in dem internen NAND-Flashspeicher ein Android-Betriebssystem vorinstalliert. Alternativ kann man in diesen Flashspeicher auch ein anderes Betriebssystem wie Lubuntu installieren, des weiteren besteht die Möglichkeit des Einsetzens einer MicroSD-Karte mit einem entsprechenden Betriebssystem. Dabei kann man zwischen Android, Lubuntu und Cubian wählen, einer Debian-Distribution.[4] [5]

Nachfolgemodelle[Bearbeiten]

Das Cubieboard wird vom Cubieboard-Projekt laufend weiterentwickelt; als Nachfolgemodell ist seit Juni 2013 das Cubieboard2 verfügbar, seit Oktober 2013 wird auch das Cubieboard3 (Cubietruck) vertrieben.[6]

Cubieboard2[Bearbeiten]

Cubieboard2

Seit Juni 2013 ist das Cubieboard2 verfügbar, das sich durch einen schnelleren Prozessor von der ersten Version unterscheidet.[7] Der AllWinner A20 enthält zwei ARM-Cortex-A7-Kerne und den verbesserten Mali-400P2-Grafikprozessor, der OpenGL ES 2.0/1.1 beherrscht. Ansonsten ist das Board unverändert.

Cubietruck / Cubieboard3[Bearbeiten]

Das Cubietruck (auch Cubieboard3) ist eine verbesserte Variante des Cubieboard, die im September 2013 erprobt wurde[8] und seit Ende Oktober 2013 verkauft wird.[6] Als Zubehör wird ein Acryl-Gehäuse inkl. Schrauben, SATA-Kabel und USB-Kabel mitgeliefert.

Das Cubietruck basiert ebenfalls auf der Allwinner-A20-CPU (Dual-Core mit jeweils 1GHz Taktfrequenz, Mali-400MP2 GPU), kommt aber mit bis zu 2 GB RAM, WLAN, Bluetooth, VGA-Anschluss, RTC, SPDIF über TOSLINK und einem Gigabit-Ethernet-Port. Es besitzt nur noch 54 Anschlusspins gegenüber den 96 der Vorgängermodelle, dabei entfiel LVDS.[9]

Cubieboard8[Bearbeiten]

Das Cubieboard8 ist eine verbesserte Version des Cubietruck und wurde im Mai 2014 angekündigt. Es basiert auf einem Allwinner A80 Octa-SoC (mit vier ARM Cortex-A15- und vier Cortex-A7-Prozessorkernen mit jeweils 2 GHz Taktfrequenz und einer PowerVR G6230-Grafikeinheit). Auch hat es nun USB-3.0-Anschlüsse.[10]

Alternativen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ready to ship (deutsch: bereit zum Versand). Cubieboard.org, 30. September 2012.
  2. a b Mathias Wilhelm: Angetestet: Cubieboard Raspberry-Pi-Konkurrent genauer betrachtet. heise.de, 6. August 2013.
  3. OpenPCTV on Cubietruck/Cubieboard2. Cubieboard-Homepage, abgerufen am 20. Januar 2014
  4. Cubieboard.org :Cubieboard.org (englisch)
  5. Cubian : Cubian.org (englisch)
  6. a b Cubieboard3: Cubietruck is all ready (englisch) bei cubieboard.org, 30. Oktober 2013.
  7. Linuxgizmos.com: Cubieboard2 open SBC ships, Cubietruck model revealed (englisch), abgerufen am 2. September 2013.
  8. Cubietruck (englisch) bei cubieboard.org, abgerufen am 10. Oktober 2013.
  9. Cubietruck, Hardware Specs bei docs.cubieboard.org, 11. November 2013.
  10. CubieTech Will Promote A80 High-performance Mini PC (englisch) bei cubieboard.org, 22.Mai.2014.