Cuenca (Spanien)

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Cuenca
Panorama der Altstadt
Panorama der Altstadt
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Cuenca
Cuenca (Spanien) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-La Mancha
Provinz: Cuenca
Koordinaten 40° 4′ N, 2° 8′ W40.071758333333-2.1352527777778946Koordinaten: 40° 4′ N, 2° 8′ W
Höhe: 946 msnm
Fläche: 911,06 km²
Einwohner: 56.107 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 61,58 Einw./km²
Postleitzahl: 16000
Gemeindenummer (INE): 16078 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Juan Manuel Ávila Francés (PSOE)
Website: www.cuenca.es

Cuenca (ˈkweŋka) ist eine Stadt in der spanischen Autonomen Region Kastilien-La Mancha und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Cuenca. Der Ort ist mit einem Standort der Universität Kastilien-La Mancha eine Universitätsstadt.

Blick auf Cuenca

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt zwischen Madrid (Entfernung: ca. 180 km) und Valencia (Entfernung: ca. 206 km) in der autonomen Region Castilla-La Mancha. Cuenca ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Sie ist neben Albacete, Ciudad Real, Guadalajara und Toledo einer der fünf Teile der autonomen Region Kastilien-La Mancha.

„Hängende Häuser“ (casas colgadas)

Geographisch gesehen liegt Cuenca auf dem Übergang zwischen der Cuenca-Gebirgsregion und der La-Mancha-Ebene. Das historische Zentrum der Stadt besitzt eine außerordentlich pittoreske Lage auf einem Felsplateau zwischen den Schluchten der beiden Flüsse Júcar und Huécar.

Das Klima ist aufgrund der zentralen Lage auf der iberischen Halbinsel kontinental geprägt.

Kulturelle Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Cuenca findet jedes Jahr zu Ostern ein „Festival der religiösen Musik“ (spanisch: Festival Semana de Música Religiosa) statt, im Jahr 2012 fand das 51. Festival statt. Für das Festival werden auch Werke in Auftrag gegeben, ein „Artist in Residence“ wird eingeladen.[2][3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Region Cuenca war während der Römerzeit kaum besiedelt, erst als die Mauren Anfang des 8. Jahrhunderts die Region eroberten, erkannten diese sofort die strategisch günstige Lage und erbauten dort die Festung unter dem Namen „Kunka“. Noch heute ist der arabische Einfluss in der Stadt sichtbar. Die berühmten „hängenden Häuser“ (las casas colgadas) sind die faszinierendste Sehenswürdigkeit der Stadt. Insgesamt ist das Bild der Altstadt durch die Jahrhunderte geprägt worden von der durch die zwei Schluchten bedingten Knappheit an Wohnraum. Dementsprechend finden sich in der Altstadt vor allem enge, steile und kurvige Gässchen.

Der Ort ist aufgeteilt in Altstadt und Neustadt. Die Letztere besteht vor allem aus modernen Wohngebäuden. Sie liegt weiter unten im Tal des Júcar. Die Altstadt ist mit ihrer malerischen Lage auf dem Felsplateau wohl eine der interessantesten Städte Spaniens mit vielen spektakulären Aussichtspunkten. 1996 wurde die Innenstadt von Cuenca von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Kathedrale in Cuenca

König Alfons VIII. nahm im Zuge der Rückeroberung (reconquista) die Stadt im Jahr 1177 den Mauren ab, die Spanien seit 711 beherrscht hatten. Kurz danach war Baubeginn für die gotische Kathedrale der Stadt. Weitere wichtige Bauwerke sind die Stadtverwaltung aus dem 18. Jahrhundert, der Bischofspalast und die Burg, die als Erweiterung einer arabischen Festung aus dem 10. Jahrhundert entstanden ist.

Museen[Bearbeiten]

  • Cuenca beherbergt seit 1966 das bedeutende Museum für Abstrakte Spanische Kunst (Museo de Arte Abstracto Español), eine spektakuläre Sammlung abstrakter Kunst. Dieses bedeutende Museum verfügt über eine ständige Ausstellung mit Hunderten von Gemälden und Skulpturen bedeutender Vertreter der abstrakten spanischen Kunst aus den 50er und 60er Jahren.[4]
    Cuenca, Bel Toren
  • Das Museo de Cuenca befindet sich in der sogenannten Straße Casa del Curato und zeigt archäologische Funde und die Geschichte der gesamten Provinz Cuenca, seit dem Paläolithikum bis zur Moderne. Besonders bemerkenswert ist seine Münzsammlung. [5]
  • Die Fundación Antonio Pérez liegt im alten Kloster der Karmeliten (17. Jahrhundert) und ist ein bekannter Schauort zeitgenössischer Kunst. Es beherbergt unter anderem Werke von Millares, Gordillo, Torner, Antonio Saura, Zóbel, Canogar, Brossa und Warhol.
  • Das Wissenschaftsmuseum La Mancha (Museo de las Ciencias de Castilla-La Mancha) ist in einem ehemaligen Obdachlosenheim (Antiguo Asilo de Ancianos Desamparados) untergebracht. Es ist in 4 Säle und ein Planetarium aufgeteilt, die in didaktischer und dynamischer Weise eine Vielzahl von wissenschaftlichen Themen behandeln. [6]
  • Das Museum Ars Natura hat die Einzigartigkeit und Biodiversität der Region Castilla – La Mancha zum Thema. Gelegen auf dem Hügel Molina, besteht es aus zwei Teilen. Der erste ist das Museumsgebäude selbst, das die neun natürlichen Einheiten von Castilla-La Mancha thematisiert. Der zweite Teil besteht aus einem botanischen Garten um das Gebäude herum. [7]

Weitere Museen in Cuenca sind:[8]

  • Tesoro Catedralicio
  • Museo Diocesano de Arte Religioso
  • Fundación Antonio Saura-Casa Zavala
  • Museo Internacional de Electrografía
  • Espacio Torner
  • Museo de la Semana Santa

Verkehr[Bearbeiten]

Cuenca verfügt über einen Bahnhof. Im Jahr 2010 wurde eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke errichtet, die Madrid-Atocha und Valencia verbindet. Ein Teil der Verbindungen macht Halt in Cuenca-Fernando Zobel und bietet damit den Besuchern Cuencas täglich Verbindungen nach Madrid (166km, 50 min) und Valencia (200km, 1h).[9] Daneben besteht auch Busverkehr durch den Betreiber Auto Res nach Madrid (2- 2,5 h). Die Autobahn A-40 verbindet die Stadt mit der A-3 in Tarancon.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. siehe Homepage http://www.smrcuenca.es/DesktopDefault.aspx?tabID=8514
  3. Paul Ingendaay: Hier pocht Leidenschaft : Entstauber: Das Festival der religiösen Musik in Cuenca, in: Frankfurter Allgemein Zeitung, 11. April 2012, Seite 27
  4. Museo de Arte Abstracto Español de Cuenca.Abgerufen am 12. September 2014.
  5. Museo de Cuenca. Patrimonio Histórico CLM. Abgerufen am 12. September 2014.
  6. Museo de las Ciencias de Castilla - La Mancha. Abgerufen am 12. September 2014.
  7. Ars Natura. Home. – Biografie. Abgerufen am 12. September 2014.
  8. Turismo en Cuenca – Biografie.Abgerufen am 12. September 2014.
  9. NYTimes.com: Cuenca, Spain, and Its Thriving Art Scene Abgerufen am 1. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cuenca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Cuenca – Reiseführer