Cuitláhuac

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Bild des Cuitláhuac auf einer Bilderhandschrift aus dem 16. Jahrhundert

Cuitláhuac (Nahuatl für getrockneter Kot [1]; * um 1470; † 1520) war von Juni bis Oktober 1520 der Herrscher der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán.

Cuitláhuac war der elfte Sohn des Herrschers Axayacatl und der Herrscher von Iztapaplapa. Er folgte seinem Bruder Moctezuma II. nach, der von dem spanischen Konquistador Hernán Cortés gefangengenommen worden war. Cuitláhuac befehligte die aztekischen Truppen in der Schlacht vom 30. Juni 1520, aus der die Azteken siegreich hervorgingen, und die von den Spaniern La Noche Triste, „die traurige Nacht“, genannt wurde. Doch auf Grund der technischen Überlegenheit der spanischen Waffen war dieser Sieg der Azteken ein teuer erkaufter Pyrrhussieg: 400 gefallenen Spaniern standen mehrere tausend getötete Azteken gegenüber.

Während der spanischen Belagerung der Stadt Tenochtitlán starb Cuitláhuac an den von den Spaniern eingeschleppten Pocken. Sein Cousin Cuauhtémoc folgte ihm auf den Thron.

In Veracruz ist eine Gemeinde nach Cuitláhuac benannt, und in der U-Bahn von Mexiko-Stadt gibt es in Miguel Hidalgo eine Haltestelle seines Namens.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Berthold Riese: Das Reich der Azteken. Geschichte und Kultur. C. H. Beck, München 2011, S. 280