Cupriavidus metallidurans

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Cupriavidus metallidurans
Systematik
Abteilung: Proteobacteria
Klasse: Betaproteobacteria
Ordnung: Burkholderiales
Familie: Burkholderiaceae
Gattung: Cupriavidus
Art: Cupriavidus metallidurans
Wissenschaftlicher Name
Cupriavidus metallidurans
(Goris et al. 2001) Vandamme & Coenye 2004

Cupriavidus metallidurans ist eine Bakterien-Art aus der Familie der Burkholderiaceae. Synonyme Namen sind Ralstonia metallidurans bzw. Wautersia metallidurans [1]. Das Artepitheton metallidurans weist darauf hin, dass dieses Bakterium hohe Schwermetallkonzentrationen überlebt.

Merkmale[Bearbeiten]

Es sind gram-negative, stäbchenförmige, einzellige Bakterien, die einzeln, in Paaren oder in kurzen Ketten auftreten. Sie haben einen Durchmesser von 0,8 µm und eine Länge von 1,2 bis 2,2 µm. Sie bewegen sich durch peritriche Geißeln. Auf einem Nährmedium bilden sie innerhalb von 24 Stunden Brutzeit bei 30 °C runde, glatte, flache, konvexe und transparente Kolonien von ca. 0,5 mm Durchmesser. An der Luft vermehren sich diese Bakterien zwischen 20 °C und 37 °C, aber nicht bei 4 °C und bei 41 °C[2].

Lebensweise[Bearbeiten]

Der Referenzstamm CH34 wurde erstmals 1974 im Abwasser einer Zinkfabrik in Belgien isoliert[3]. Das Bakterium kommt in der Natur in Sedimenten und in Böden mit einem hohen Schwermetallgehalt vor und wurde auch auf Goldnuggets gefunden.

Nutzung[Bearbeiten]

Das Bakterium findet ein besonderes Interesse, weil es imstande ist, aus einer hochgiftigen wässrigen Gold(III)-tetrachlorid-Lösung metallisches Gold herzustellen[4]. Die dabei wirkenden Mechanismen wurden von Reith u.a. untersucht [5].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. P. Vandamme und T. Coeyne: Taxonomy of the genus Cupriavidus: a tale of lost and found. International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology Band 54, 2004, Seite 2285-2289 [1]
  2. Mario Vaneechoutte, Peter Kämpfer, Thierry De Baere, Enevold Falsen and Gerda Verschraegen: Wautersia gen. nov., a novel genus accommodating the phylogenetic lineage including Ralstonia eutropha and related species, and proposal of Ralstonia [Pseudomonas] syzygii (Roberts et al. 1990) comb. nov. International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology Band 54, 2004, Seite 317–327 [2]
  3. Genome Portal
  4. Frank Reith, Stephen L. Rogers, D. C. McPhail, und Daryl Webb: Biomineralization of Gold: Biofilms on Bacterioform Gold. Science Band 313, 2006, Seite 233-236 [3]
  5. Reith u.a., Mechanisms of gold biomineralization in the bacterium Cupriavidus metallidurans

Weblinks[Bearbeiten]

Spiegel online 13. Oktober 2009 Das Bakterium als Goldesel