Curcuma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Curcuma
Kurkuma oder Gelbwurz (Curcuma longa), Illustration.

Kurkuma oder Gelbwurz (Curcuma longa), Illustration.

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Ingwerartige (Zingiberales)
Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)
Unterfamilie: Zingiberoideae
Gattung: Curcuma
Wissenschaftlicher Name
Curcuma
L.

Curcuma ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Ihr gehört auch die Kurkuma oder indische Gelbwurz (Curcuma longa), als auch der javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza), (zur Unterscheidung von Gelbwurz) als wichtige Gewürzpflanze an. Die traditionell aus der Pflanze gewonnene Substanz Curcumin dient außer als Geschmacksträger auch als gelber Farbstoff, unter anderem zur Färbung von Lebensmitteln. Es gibt etwa 90 taxonomisch anerkannte Arten, die meist aus Süd- und Südostasien stammen, vom tropischen Asien bis Nordaustralien verbreitet sind und in den Tropen vielfach kultiviert werden.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Curcuma-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden verzweigte, fleischige, aromatische Rhizome, an denen oftmals Knollen zu finden sind. Die meist grundständigen Laubblätter sind meist lanzettlich, länglich oder selten fast linear.

Oftmals vor der Ausbildung von Blättern treiben direkt aus dem Rhizom an Pseudotrieben oder separate Trieben, die endständigen, ährigen Blütenstände aus. Am aufrechten Blütenstand befinden sich Brakteen, die an der Spitze oftmals eine andere Farbe besitzen. Die unteren Hälften der Brakteen sind miteinander verwachsen, während die oberen Hälften sich verbreitern. Den so gebildeten Taschen stehen Wickel aus zwei bis sieben Blüten entgegen.

Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Der meist kurze, röhrenförmige Kelch ist auf einer Seite gespalten, ist zwei- oder dreilappig oder -gezähnt. Die Krone ist trichterförmig, die Kronblätter eiförmig oder länglich, nahezu gleich lang oder mit einem deutlich größeren zentralen Kronblatt, die Kronblattspitzen sind stark zugespitzt. Die äußeren Staminodien sind kronblattartig geformt, an der Basis mit den Staubfäden und dem Labellum verwachsen. Das Labellum besteht aus einem inneren, verdicktem Bereich und äußeren, dünneren Lappen, die die Staminodien teilweise überlappen. Die Staubfäden sind kurz und breit, die Antheren vielgestaltig, an der Basis für gewöhnlich angespornt.

Die Kapselfrucht ist meist ellipsoid, besteht aus drei Kammern und springt bei Reife auf.

Systematik[Bearbeiten]

Unter den etwa 80 der Gattung zugeordneten Arten ist die Kurkuma oder Gelbwurz (C. longa) sicher die bekannteste, da aus ihr das bekannte Küchengewürz gewonnen wird. Curcuma alismatifolia ist eine südostasiatische Zierpflanze. Bei Curcuma mangga ist die Beschreibung von Valeton & van Zijp und damit der Artstatus derzeit nicht anerkannt; die Pflanze findet in der südindischen Küche Verwendung; sie wird sauer eingelegt.

Hier eine Auflistung der anerkannten Arten[1], wobei neben dem botanischen Autorkürzel die Veröffentlichung mit Erscheinungsjahr der Erstbeschreibung angegeben ist:

Kurkuma (Curcuma longa), Zeichnung
Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria) mit Blüte
  • Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria (Christm.) Roscoe), Trans. Linn. Soc. London 8: 354 (1807).
  • Curcuma zedoaroides A.Chaveerach & T. Tanee, J. Syst. Evol. 46(1): 80 (2008).

Quellen[Bearbeiten]

Einzelreferenzen[Bearbeiten]

  1. Artenliste bei Kew Checklists (Curcuma in der Suchbox eingeben); abgerufen am 7. April 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Curcuma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien