Curtis Institute of Music

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Das Gebäude des Curtisinstiuts am Rittenhouse Square in Philadelphia

Das Curtis Institute of Music ist ein Konservatorium in Philadelphia, USA. Es wurde 1924 von Mary Louise Curtis Bok gegründet und erhielt seinen Namen zu Ehren ihres Vaters, Cyrus Curtis. 1928 vereinbarten Józef Hofmann und Mary Louise Curtis Bok, die Unterrichtskosten von $500 fallen zu lassen. Mrs. Bok fügte $12 million zu den $500,000 der Schenkung hinzu, um ein volles Stipendium zu unterstützen. Die Aufnahme der Studenten erfolgte jetzt nach Talent – „wir wollen die besten“ sagte Hofman.

Josef Hofmann dirigierte das Eröffnungskonzert für den „Casimir-Saal“ mit 250 Sitzen, der nach seinem Vater benannt wurde. Der Saal wurde später umbenannt in Curtis Saal und danach in Field Concert Hall.

1929 kamen zwei bekannte Geiger aus St. Petersburg an das Institut: Leopold von Auer und Efrem Zimbalist, dessen ehemaliger Schüler.

Am 8. März 1929 debütierte das „Curtis orchestra“ in der Carnegie Hall unter der Leitung von Artur Rodzinski. Einige Konzerte wurden landesweit von Columbia Broadcasting System und the National Broadcasting Company übertragen. Von 1942-47 wurde es aufgelöst, da viele Studenten zum Kriegsdienst einberufen waren. 1949 spielte es zur 25-Jahr-Feier mit Efrem Zimbalist und Gregor Piatigorsky als Solisten. Alexander Hilsberg dirigierte und Mitglieder des Philadelphia Orchestra verstärkten das Studenten-Orchester.

In der Music Hall der the Library of Congress trat das „Curtis Quartet“ auf, bestehend aus Mitgliedern der Fakultät in der Zusammensetzung mit Carl Flesch, Emanuel Zetlin (Violine), Louis Bailly (Violia), Felix Salmond. Die Pädagogen spielten Haydn, Beethoven und Bach.

Louis Bailly gründete das Studenten-Orchester “The Swastika Quartet”.

1933 wurde das „Curtis String Quartet“ gegründet, das erste Quartett, das aus in Amerika ausgebildeten Streichern bestand. Sie wurden von Präsident und Mrs. Franklin D. Roosevelt in das Weiße Haus eingeladen und spielten dort am 12. Februar 1934.

1943 konnte die Fakultät weitere bedeutende Musiker als Pädagogen gewinnen: den Pianisten Mieczyslaw Horszowski, die Geiger Ivan Galamian und William Primrose sowie den Cellisten Gregor Piatigorsky.

Das Curtis Institute dient hauptsächlich der Ausbildung von Orchestermusikern, steht aber auch Solokünstlern und Komponisten offen. Das Institut hat immer nur zwischen 150 und 170 Studenten, da die Aufnahmebedingungen als besonders schwer gelten und es damit eine der niedrigsten Akzeptanzraten weltweit hat.

Direktoren[Bearbeiten]

Künstlerische Leiter (seit 1995 mit dem Titel Präsident)

  • Johann Grolle, 1924-25
  • William E. Walter, 1925-27
  • Josef Hofmann, 1927-38
  • Randall Thompson, 1939-41
  • Efrem Zimbalist, 1941-68
  • Rudolf Serkin, 1968-76
  • John de Lancie, 1977-85
  • Gary Graffman, 1986-2006
  • Roberto Diaz, 2006-heute

Derzeitiger Dirigent des Curtis Symphony Orchestra ist Otto-Werner Mueller.

Bekannte Absolventen[1][Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Absolventen des Curtis Institute of Music 1924–1974