Curtiss Aeroplane and Motor Company

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Die Curtiss Aeroplane and Motor Company Incorporated war ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich mit der Herstellung von Flugzeugen und Flugzeugausrüstungsteilen beschäftigte. Sie wurde 1910 in Hammondsport (New York) von Glenn Curtiss gegründet.

Eugene Ely kurz nach dem Start von der USS Birmingham

Das Unternehmen lieferte den Doppeldecker Typ Curtiss D, mit dem Eugene B. Ely 1910 der erste Start von einem Schiff gelang.

Nach diesem Erfolg bestellte die US-Marine weitere Flugzeuge bei Curtiss, die ihrerseits auf die besonderen Wünsche der Marine einging. Auch andere Luftwaffen wurden auf die Curtiss-Maschinen aufmerksam und so begann der Export, so nach Russland, Japan, Deutschland und England. Man nahm die Produktion von Schwimmerflugzeugen, Amphibienflugzeugen und schließlich von Flugbooten auf.

Insbesondere auf diesem Gebiet leistete das Unternehmen Grundlagenforschung, indem nach umfangreichen Versuchen der gestufte Rumpf als die ideale Lösung für hohe Überwassergeschwindigkeiten entwickelt werden konnte.

Die zweimotorige Curtiss America sollte als erstes Flugzeug den Atlantik überfliegen, jedoch brach noch vor diesem Flug 1914 der Erste Weltkrieg aus, und so wurde dieses Muster in einer kleinen Serie als erstes U-Jagd-Flugzeug eingesetzt.

Während des Krieges baute man neben der Curtiss JN-4, einem in Großserie gefertigtem Schulflugzeug, das zum Teil bis in die 1930er Jahre eingesetzt wurde, auch Flugmotoren wie den Curtiss OX-5, einen wassergekühlten V-8 mit 67 KW Leistung.

Durch die umfangreichen Aufträge wurde das Unternehmensgelände zu klein und so wechselte man 1916 in den neuen Unternehmenssitz nach Buffalo, dessen Gebäude jedoch bald nochmals erweitert werden mussten. Ein Zweigsitz wurde in Toronto eröffnet. In diesem Jahr ging man auch an die Börse. Insgesamt beschäftigte Curtiss zu diesem Zeitpunkt etwa 21000 Menschen und stellte den größten Flugzeughersteller der Welt dar.

1917 begannen die Arbeiten an einem Flugboot, das den Atlantik einsatzmäßig überqueren konnte. Bevor das Projekt abgeschlossen werden konnte, endete jedoch der Erste Weltkrieg. Trotzdem wurden zunächst vier Maschinen des Typs Curtiss NC gebaut und mit einer dieser Flugzeuge gelang auch die Atlantiküberquerung von New York nach Lissabon im Mai 1919.

Mit Ende des Krieges stand Curtiss vor dem wirtschaftlichen Ruin. Es gelang jedoch das Unternehmen zu retten und man wandte sich neuen Gebieten zu. Weltweite Bekanntheit errang man durch die Herstellung von Flugzeugen der CR-Serie, die Geschwindigkeitsweltrekorde aufstellten. Dies gelang in den Schneider-Luftrennen. Angetrieben wurden diese Maschinen durch selbstentwickelte Flugmotoren wie den Curtiss D-12, mit dem Chefkonstrukteur Arthur Nutt den Ahnherr aller späteren V-Flugmotoren geschaffen hatte.

Durch die beständigen Erfolge in den damals so populären Luftrennen wurde wiederum das Militär auf Curtiss aufmerksam und man bestellt die Curtiss P-1, der erste Typ der langen Serie von Hawk- Flugzeugen von Curtiss.

1929 fusionierten Curtiss und die Wright Aeronautical Corporation zur Curtiss-Wright Corporation.

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