cusanus trägergesellschaft trier

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cusanus trägergesellschaft trier
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Rechtsform GmbH[1]
Gründung 1987 als e. V.
Sitz Trier
Leitung Thomas Thiel (Sprecher der Geschäftsführung)[1], Dr. Tania Masloh, Vera Bers[1]
Mitarbeiter 3.514,7 Vollkräfte (2009)[1]
Umsatz 241 Mio. Euro (2009)[1]
Branche Gesundheits- und Sozialwesen
Website www.ctt-trier.de
Stand: 31. Dezember 2009 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2009
Die ctt-Zentrale in Trier

Die cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt) ist ein kirchlicher Gesundheitskonzern mit Sitz in Trier. Mit seinen über 5000 Mitarbeitern[1] unterhält der kirchliche Träger derzeit 32 Einrichtungen (Krankenhäuser, Reha-Kliniken, eine Jugendhilfeeinrichtung und Altenhilfeeinrichtungen) in drei Bundesländern (der Schwerpunkt liegt in Rheinland-Pfalz und im Saarland). Die ctt mbH ist korporatives Mitglied des Caritasverbandes für die Diözese Trier und ein Unternehmen der Hildegard-Stiftung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Unternehmen wurde im Jahr 1987 auf Initiative des Trierer Bischofs Hermann Josef Spital († 2007) als caritas trägergesellschaft trier e.V. gegründet. Die ctt war bis Juni 2009 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Im Juni 2009 wurde der e.V. in eine GmbH überführt und heißt seitdem cusanus trägergesellschaft trier mbH, wobei die Abkürzung ctt beibehalten wurde.[2]

[Bearbeiten] „Doerfert-Affäre“

Unter dem Manager Hans-Joachim Doerfert entstand innerhalb eines Jahrzehntes ein Konzern mit 42 Institutionen, 9.000 Mitarbeitern und 500 Mio. Euro Jahresumsatz. Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Betrugs und Untreue in 58 Fällen wurde Doerfert 1999 verhaftet und zunächst vom Landgericht Koblenz zu sieben Jahren, dann vom Landgericht München zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Durch die kriminellen Machenschaften der Konzernspitze gingen 50 Mio. Euro verloren. Dadurch geriet der Gesundheitskonzern in eine wirtschaftliche Schieflage.

In der Folge der „Doerfert-Affäre“ und der strafrechtlichen Verfolgung der damaligen Vorstandsmitglieder wurde die Vereinssatzung des ctt e.V. geändert. Die geänderte Satzung beinhaltete nun effektivere Kontrollmöglichkeiten durch einen Aufsichtsrat mit weitgehenden Kompetenzen. Der Verein wurde nach der neuen Satzung durch einen dreiköpfigen Vorstand geführt, der durch die Mitgliederversammlung für die Dauer von fünf Jahren berufen wurde.

Die durch die „Doerfert-Affäre“ entstandene finanzielle Schieflage konnte ein Bündnis kirchlicher Träger beseitigen. Das Bündnis kirchlicher Einrichtungsträger (Franziskanerinnen von der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln, Barmherzige Brüder von Maria Hilf Trier u.a.) setzte sich ab 2003 für die Stabilisierung der ctt ein, deren Abschluss 2009 die formwechselnde Umwandlung in eine GmbH bildete.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d e f Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 im elektronischen Bundesanzeiger
  2. Aus stürmischer See in ruhigere Gewässer volksfreund.de, 21. April 2009
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