Cyberanthropologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Cyberanthropology)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Cyberanthropologie (englisch cyber als Kurzform für „Kybernetik“, altgriechisch ánthrōposMensch“, und -logie) ist ein neueres Forschungsfeld und Fachgebiet der Ethnologie (Völkerkunde) oder Sozialanthropologie und untersucht transnational zusammengesetzte Online-Gemeinschaften unter Berücksichtigung kybernetischer Perspektiven, sowie allgemein den menschlichen Umgang mit Computertechnologien. Dabei wird der virtuelle Cyberspace („Datenraum“) als soziokultureller Raum menschlicher Interaktionen verstanden (siehe auch Netzkultur, Netnographie, Internetsoziologie).

Im angelsächsischen Raum wird die Cyberanthropologie als Teil der digital anthropology gesehen, zusammen mit techno-anthropology, digital ethnography und virtual anthropology. In Großbritannien gehört sie zur social anthropology, in den USA zur cultural anthropology. Im deutschsprachigen Raum war einer ihrer Vorreiter der österreichische Ethnologe Manfred Kremser (1950–2013), aktuell beschäftigt sich der deutsche Ethnologe Alexander Knorr im Anschluss an den kolumbianisch-amerikanischen Anthropologen Arturo Escobar (* 1952) mit der Erschließung des Cyberspace als Forschungsthema der Ethnologie.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]