Cynthia McLeod

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Cynthia McLeod signiert ein Buch in Miami, Florida, 2005

Cynthia Henri McLeod (* 4. Oktober 1936 in Paramaribo, Suriname) ist eine surinamische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Cynthia wurde als Tochter des Gouverneurs und ersten Staatspräsidenten von Suriname Johan Henri Eliza Ferrier und Eugenie Lionarons geboren. Eine Halbschwester ist die niederländischen Politikerin Kathleen Gertrud Ferrier. Sie absolvierte in Suriname die Mittelschule und reiste anschließend zur weiteren Ausbildung als Kinderpädagogin in die Niederlande. Nach ihrer Rückkehr nach Suriname und dem Niederländischstudium unterrichtete sie von 1969 bis 1978 Niederländisch an der Realschule in Paramaribo. Ihr Ehemann Donald McLeod wurde 1978 zum Botschafter von Suriname in Venezuela ernannt. Danach folgten Posten in Belgien und den Vereinigten Staaten. In dieser Zeit hatte sie die Möglichkeit, verschiedene Archive aufzusuchen und die dort vorhandenen Unterlagen über die koloniale Vergangenheit zu studieren. Die erworbenen Kenntnisse waren Unterbau für ihre späteren historischen Romane.

1987 erschien dann ihr erster Roman mit dem Titel Hoe duur was de suiker? (Wie teuer war der Zucker?). Der historische Roman beschreibt die Zeit des 18. Jahrhunderts in Suriname, der Zeit der Zuckerrohrplantagen, mit seinen europäischen, jüdischen Pflanzern und der Sklaverei. Die erste Ausgabe des Verlegers Vaco in Paramaribo war bereits innerhalb weniger Monate ausverkauft. Dieser Roman wurde auch ins Deutsche übersetzt und 1996 unter dem Titel "Surinam" herausgegeben. Das Buch wird z.Zt. mit dem Titel Hoe duur was de suiker verfilmt. Die Film-Premiere ist im September 2013[1]

Sie schrieb weitere historische Romane über die Zeit des 19. Jahrhunderts und eine Studie über Elisabeth Samson, eine im Suriname des 18. Jahrhunderts frei geborene Afro-Surinamerin. Diese historische Studie verarbeitete sie später zu einem Roman. Ihr zuletzt veröffentlichter Roman beschreibt die Zeit der Militärdiktatur ab Februar 1980. Er ist unter dem Titel …die revolutie niet begrepen! (… die Revolution nicht verstanden!) erschienen.

In Suriname organisiert Cynthia McLeod Stadtwanderungen durch das historische Paramaribo. Außerdem besitzt sie ein Boot, die Sweet Merodia, mit dem Fahrten für Touristen über den Suriname und den Commewijne zu den alten Plantagen angeboten werden. Mit den Einnahmen finanziert sie für Schulklassen die gleiche Tour, um hiermit den Kindern ein Stück surinamischer Geschichte wahrnehmbar zu machen.

Werke[Bearbeiten]

  • Hoe duur was de suiker? (1987), ISBN 90-5429-048-X
  • Surinam; Deutsche Ausgabe von Hoe duur was de suiker?, Verlag Nymphenburger, München (1996), ISBN 3-485-00744-7
  • Elisabeth Samson; een vrije zwarte vrouw in het achttiende-eeuwse Suriname (studie) (1993)/(1996), ISBN 90-5429-054-4
  • Ma Rochelle Passée Welkom El Dorado (1996), ISBN 90-5429-061-7
  • Tweemaal Mariënburg (1997), ISBN 90-5429-086-2
  • De vrije negerin Elisabeth (2000), ISBN 90-5429-077-3
  • … die revolutie niet begrepen!… (2005), ISBN 90-5429-201-6
  • Paramaribo, stad van harmonische tegenstellingen (2007), ISBN 978-90-5429-237-1. Cynthia McLeod und NOS Journalistin Hennah Draaibaar schrieben gemeinsam das Buch über Historisches (McLeod) und Alltägliches (Draaibaar) der Stadt Paramaribo; in Niederländisch im Verlag Conserve erschienen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.filmfestival.nl/publiek/nieuws/hoe-duur-was-de-suiker-opent-het-33e-nederlands-film-festival/ Film-Festival: Hoe duur was de suiker.