Cyriaxweimar

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50.7841666666678.7169444444444217Koordinaten: 50° 47′ 3″ N, 8° 43′ 1″ O

Cyriaxweimar
Stadt Marburg
Höhe: 207–229 m
Fläche: 3,97 km²
Einwohner: 624 (31. Dez. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35043
Vorwahl: 06421
Karte

Lage von Cyriaxweimar in Marburg

Ansicht von Westen

Ansicht von Westen

Cyriaxweimar ist ein südwestlich gelegener Stadtteil der Universitätsstadt Marburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen.

Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 69. Die Grenze zwischen Gladenbacher Bergland und dem Marburger Rücken beschreibt der Cyriaxweimarer Bach, der in südwestlicher Richtung der Allna zustrebt. Die Siedlung von Cyriaxweimar liegt vor allem nördlich des Baches, südlich liegt der Siedlungsteil „Im Winkel“.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Cyriaxweimar im Jahre 1258 als Ciliacis Wymaare. Die erste Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Der heutige Neubau entstand 1963. Seit 1990 ist der Glaubenshof Cyriaxweimar als Einrichtung der sozialtherapeutischen Nachsorge im Ort tätig. Es gibt ferner einen städtischen Kindergarten, eine Grundschule, sowie eine Mehrzweckhalle.

In Cyriaxweimar gibt es seit 1995 eine Mietenkompostanlage mit zunächst 6.500 t Jahreskapazität. Nach Beschwerden über Geruchsemissionen entschloss sich der kommunale Betreiber zur Umrüstung zur Intensivrotte mittels Membranabdeckung mit Biogaserzeugung und einer Kapazitätserhöhung auf 10.000 t pro Jahr. Jeweils im Frühjahr und im Herbst wird ein „Komposttag“ veranstaltet, an dem loser Kompost kostenlos abgegeben wird.

Mehrere Vereine sind im Ortsleben aktiv:

  • Gesangverein „Harmonie“ Cyriaxweimar/Haddamshausen
  • Spielvereinigung „Grün-Weiß“ Haddamshausen
  • Freiwillige Feuerwehr Haddamshausen/Cyriaxweimar

Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Teil der Stadt Marburg.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Steinkreuz an der Kreisstraße

Im nördlichen Teil von Cyriaxweimar liegt das FFH-NaturschutzgebietKleine Lummersbach bei Cyriaxweimar“. Es ging aus einem Teil des Standortübungsplatzes der ehemaligen Tannenberg-Kaserne, aus der das heutige Quartier „Stadtwald“ entstand, hervor.

Am Rande des Schutzgebietes an der Kreisstraße 69 steht ein Steinkreuz, dessen Kreuzungsfeld ein dreieckiges Schild mit drei mit den Spitzen zusammentreffenden herzförmigen Blättern zeigt. Die ehemalige Flurbezeichnung des Standorts war „DER STEINERNE KREUZ ACKER“.[2] Vermutlich stammt es aus dem 14. Jahrhundert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.05.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 387.
  2. LAGIS, Hessische Flurnamen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cyriaxweimar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien