Cystatin C

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Cystatin C
Cystatin C
nach PDB 1R4C
Vorhandene Strukturdaten: 1g96, 1r4c, 1tij
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 120 aa; 13,26 kDa
Sekundär- bis Quartärstruktur Homodimer
Bezeichner
Gen-Name CST3
Externe IDs
Inhibitorklassifikation
MEROPS I25.004
Vorkommen
Homologie-Familie HBG244398
Übergeordnetes Taxon Chordatiere
Orthologe
Mensch Maus
Entrez 1471 13010
Ensembl ENSG00000101439 ENSMUSG00000027447
UniProt P01034 Q3U5K7
Refseq (mRNA) NM_000099 NM_009976
Refseq (Protein) NP_000090 NP_034106
Genlocus Chr 20: 23.56 – 23.57 Mb Chr 2: 148.56 – 148.57 Mb
PubMed-Suche 1471 13010

Cystatin C (auch: CysC) ist ein körpereigenes Protein, das in der Nierendiagnostik zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) verwendet wird.

Die Serum-Normalwerte beim Menschen liegen für beide Geschlechter zwischen 0,53 und 0,95 mg/l. Erhöhte Werte finden sich bei eingeschränkter glomerulärer Filtrationsrate (GFR).

Cystatin C ist Mitglied der Cystatin-Familie der Cysteinproteasen-Inhibitoren. Cystatin C wird von den meisten kernhaltigen Zellen in relativ konstanter Rate produziert; die Produktion scheint auch bei entzündlichen Prozessen und anderen pathologischen Zuständen gleich zu bleiben. Seltene Mutationen im CST3-Gen können erbliche Amyloidose und Makuladegeneration verursachen.

Cystatin C wird in der Niere filtriert, wahrscheinlich auch tubulär sezerniert, zu 99 % im proximalen Tubulus reabsorbiert und dann abgebaut. Erst geringste Mengen nicht verstoffwechselten Cystatin C werden im Urin ausgeschieden.[1]

Klinische Anwendung[Bearbeiten]

Ungeklärt sind inwieweit Faktoren außer der GFR die Cystatin-C-Plasmakonzentration beeinflussen. In Menschen mit chronischer Nierenerkrankung, Senioren, Kindern und Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen weicht der Plasmaspiegel eher von der GFR ab. Ebenso steht noch keine mathemische Formel zur Verfügung die genauer die GFR abschätzen als die bestehenden Formeln für Kreatinin. Kombinationen aus der Messung und Verrechnung von Cystatin C und Kreatinin haben bei Nierenkranken eine höhere Sensititivität erzielt als die bestehenden Methoden.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Lesley A. Stevens, Shani Shastri, Andrew S. Levery :Assessment of Renal Function in Jürgen Floege, Richard J Johnson, John Feehally : Comprehensive Clinical Nephrology, 4. Auflage, St. Louis, 2010 S. 36f