Czarna Białostocka

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Czarna Białostocka
Wappen von Czarna Białostocka
Czarna Białostocka (Polen)
Czarna Białostocka
Czarna Białostocka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Podlachien
Landkreis: Białystok
Fläche: 14,28 km²
Geographische Lage: 53° 18′ N, 23° 17′ O53.323.283333333333Koordinaten: 53° 18′ 0″ N, 23° 17′ 0″ O
Einwohner: 9671
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 16-020
Telefonvorwahl: (+48) 85
Kfz-Kennzeichen: BIA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: SokółkaBiałystok
Schienenweg: WarschauBiałystokKuźnica (Grenze)–Hrodna(–VilniusSt. Petersburg unterbrochen)
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 17 Schulzenämter
Fläche: 206,54 km²
Einwohner: 11.763
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2002023
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Tadeusz Matejko
Adresse: ul. Traugutta 2
16-020 Czarna Białostocka
Webpräsenz: www.czarnabialostocka.pl

Czarna Białostocka ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Podlachien. Sie ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Białostocki.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 20 Kilometer nord-östlich von Białystok. Etwa 35 Kilometer östlich von Czarna Białostocka verläuft die Grenze zu Weißrussland. Die Stadt ist von dichten Wäldern, der Puszcza Knyszyńska, umgeben.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt gehören folgende Siedlungen: Zielone, Wschód, Starówka, Centrum, Tartaczne, Wiosenne, ZOR, Pierekały und Buksztel.

Geschichte[Bearbeiten]

Wann genau der Ort gegründet wurde, ist nicht gesichert. Man nimmt an, dass eine feste Siedlung 1862 angelegt wurde, dem Jahr, in welchem die Warschau-Petersburger Eisenbahn hier errichtet wurde. Der Name lautete zu dieser Zeit Czarna Wies (Schwarzes Dorf). Aber bereits zuvor siedelten hier vermutlich Menschen. Durch die Lage auf einer Lichtung mitten in einem großen Waldgebiet entwickelte sich langsam die Holzindustrie. Die Entwicklung schritt nach der Dritten Teilung Polens 1795, als die Gegend unter preußische Herrschaft kam, schneller voran. Um die Holzvorräte der Wälder zu nutzen, wurden die Holzindustrie verstärkt und unter anderem zahlreiche Sägewerke errichtet. Gleichzeitig mit der wirtschaftlichen Verstärkung stieg auch die Zahl der Einwohner. Im Verlauf des Ersten Weltkrieges wurden alle Sägewerke des Ortes zerstört. Erst 1921 begann die Holzindustrie sich wieder in Czarna Wies anzusiedeln. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde auch die erste Schule errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort, gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt, von der Sowjetunion besetzt. 1941 besetzte dann die Wehrmacht das Dorf. Am 29. Juli 1941 marschierte die Rote Armee erneut in das Dorf ein. Mit dem Ende des Krieges wurde Czarna Białostocka Teil Polens. 1962 erhielt der Ort das Stadtrecht und erhielt seinen heutigen Namen Czarna Białostocka. Bei einer Verwaltungsreform der Volksrepublik Polen wurde die Stadt 1975 Teil der neu gegliederten Wojewodschaft Białystok. Seit deren Auflösung ist die Stadt seit 1999 Teil der Wojewodschaft Podlachien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eine Kirche in Czarna Białostocka

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es eine Grundschule (Szkoła Podstawowa Nr 2) sowie die Realschule „Johannes Paul II.“ (Gimnazjum im. Jana Pawła II). Weiterhin gibt es einen Schulkomplex (Zespół Szkół), in dem hauptsächlich das Gymnasium untergebracht ist. Im zur Gemeinde gehörenden Dorf Czarnej Wsi Kościelnej gibt es einen weiteren Schulkomplex, in dem eine Grundschule und eine Realschule untergebracht sind.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Czarna Białostocka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.