Czarnków

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Czarnków
Wappen von Czarnków
Czarnków (Polen)
Czarnków
Czarnków
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Czarnków-Trzcianka
Fläche: 9,70 km²
Geographische Lage: 52° 54′ N, 16° 34′ O52.916.566666666667Koordinaten: 52° 54′ 0″ N, 16° 34′ 0″ O
Höhe: 50 m n.p.m
Einwohner: 11.238
(30. Jun. 2013)[1]
Postleitzahl: 64-700
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: PCT
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 174: Drezdenko-Krzyż Wielkopolski
DW 178: Wałcz-Trzcianka
DW 181: Drezdenko-Czarnków;
Schienenweg: Piła-↔ Bzowo Goraj
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 9,70 km²
Einwohner: 11.238
(30. Jun. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 1159 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3002011
Verwaltung
Adresse: ul. Rybaki 3
64-700 Czarnków
Webpräsenz: www.czarnkow.pl

Czarnków [ˈʧarnkuf] (deutsch Czarnikau, 1940–1945 Scharnikau) ist die Kreisstadt des Powiat Czarnkowsko-Trzcianecki (Kreis Czarnikau-Schönlanke) und eine Landgemeinde in Polen. Sie liegt im Norden der Woiwodschaft Großpolen, südlich von Piła (Schneidemühl) an der Netze.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde Czarnków im 10. oder 11. Jahrhundert. 1108 wurde der Ort an Polen angeschlossen. 1244 bis 1407 war er Sitz eines Burgvogtes. Das Stadtrecht erhielt der Ort im Jahre 1369. Vom 13. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts war Czarnków im Besitz der zum Adelsgeschlecht der Nalecz gehörenden Adelsfamilie Czarnkowski. Daher hat die Stadt auch heute noch dasselbe Wappen wie das Adelsgeschlecht der Nalecz. 1647 wurde eine katholische Pfarrschule eröffnet.

1772 kam die Stadt mit dem Netzedistrikt zu Preußen. Sie gehörte bis 1920 zum Deutschen Reich. Czarnikau war Kreisstadt für den Landkreis Czarnikau in der Provinz Posen.

Als Czarnikau 1920 der neugegründeten Zweiten Polnischen Republik zugeschlagen wurde, verblieben die nördlich der Netze gelegenen Häuser, bislang Czarnikau Abbau genannt, bei Deutschland. Sie erhielten den neuen Namen Deutsch Czarnikau und wurden in den neugegründeten Netzekreis in der Grenzmark Posen-Westpreußen eingegliedert.[3] Deutsch Czarnikau wurde 1937 in Scharnikau umbenannt.

1939 bis 1945 war Czarnków südlich der Netze von den Deutschen besetzt, die die Stadt 1940 ebenfalls in Scharnikau umbenannten und in den Reichsgau Wartheland eingliederten.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, am 27. Februar 1945, wurde bereits die Schule wieder eröffnet.

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

Das Kreiskrankenhaus in Czarnków (Czarnikau)

Partnerstadt[Bearbeiten]

Rudolf Pieper (* 1935 nahe Czarnków), Bürgermeister in Gadebusch von 1990 bis 1994, wurde am 23. April 2010 in einer feierlichen Sondersitzung der Stadtvertretung von Czarnków zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Czarnków würdigt damit die Verdienste Piepers für die Verständigung und Freundschaft der mecklenburgischen Stadt Gadebusch mit der polnischen Stadt Czarnków.

Gmina[Bearbeiten]

Das Amtshaus der Gmina Czarnków

Die Landgemeinde Czarnków (zu der die Stadt Czarnków nicht gehört) umfasst eine Fläche von 347,98 km² und nimmt damit 19,23 % der Fläche des Powiat Czarnkowsko-Trzcianecki ein. Die Gemeinde zählt 11.255 Einwohner (Stand 30. Juni 2013).

Nachbargemeinden sind:

Die Landgemeinde Czarnków umfasst folgende Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1919)
deutscher Name
(1939–1945)
Białężyn Belsin Belsin
Brzeźno Briesen 1939–1943 Briesen
1943–1945 Hohenbriesen
Bukowiec Buchwerder Buchwerder
Ciszkowo Ciszkowo
1904–1919 Cischkowo
1939–1943 Cischkowo
1943–1945 Kienrode
Gajewo Putzighauland Putzighauland
Gębice Gembitz Gembitz
Gębiczyn Gembitzhauland Gembitzhauland
Góra nad Notecią Guhren 1939–1943 Guhren
1943–1945 Netzguhren
Grzępy Friedrichsau Friedrichsau
Huta Althütte Althütte
Jędrzejewo Putzig Putzig
Komorzewo Grützendorf Grützendorf
Kuźnica Czarnkowska Hammer bei Schönlanke
1904–1919 Hammer
Hammer
Marunowo Fitzerie Fitzerie
Mikołajewo Mikolajewo
Pianówka Pianowka
Radolinek Floth Floth
Radosiew Radosiew
Romanowo Dolne Romanshof Untergemeinde 1939–1943 Romanshof Untergemeinde
1943–1945 Unterromanshof
Romanowo Górne Romanshof Obergemeinde 1939–1943 Romanshof Obergemeinde
1943–1945 Oberromanshof
Sarbia Sarben Sarben
Sarbka Gutsbezirk Sarben
1910–1919 Neusarben
Neusarben
Śmieszkowo Smieszkowo
1907–1919 Lindenheim
Lindenheim
Średnica Marienbusch Marienbusch
Walkowice Walkowitz 1939–1943 Walkowitz
1943–1945 Walkenschleuse
Zofiowo Sophienberg Sophienberg

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Czarnków – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. November 2013.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. November 2013.
  3. http://www.netzekreis.de/ortschaften/deutsch_czarnikau/deutsch_czarnikau.html