Dänische Kronjuwelen

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Die dänischen Kronjuwelen; 1. (Bildmitte) Krone Christians IV. von 1595/96, 2. (oben) Krone Christians V., 1670/71, 3. (unten links) Königinnenkrone, 1731, 4. Reichszepter, 1648, 5. Krönungsdegen Friedrichs III., 1643, 6. Reichsapfel, 1648.

Die dänischen Kronjuwelen sind die Symbole der dänischen Monarchie. Die Kronjuwelen des Dänischen Königshauses bestehen aus einer Krone, dem Zepter als Symbol geistlicher und dem Reichsapfel als dem Symbol weltlicher Autorität, dem Staatsschwert und der Ampulla, aus der das Öl für die königliche Salbung gegossen wird.

Ursprünglich trugen die Wahlkönige die Juwelen zu ihrer Krönung, als Geistliche und Adel die Krone auf dem Kopf des Königs platzierten. Mit der Einführung des Absolutismus 1660 wurde der Krönungsakt durch eine Salbung ersetzt. Der König trug die Krone bereits, wenn er die Kirche betrat, und wurde durch die Salbung geweiht. Für die Salbung Christians V. wurde eine neue Krone (die sogenannte Absolute Krone) und ein Thron aus Narwal-Zähnen angefertigt.

In der Schatzkammer im Kopenhagener Schloss Rosenborg werden neben den Regalien weitere Kostbarkeiten aufbewahrt, etwa der Diamant Christians IV., perlen- und goldverzierte Sättel, Elfenbeinschnitzereien, Kristalle und Edelsteine sowie Broschen in Form fantastischer Tiere. Das älteste Stück ist das Schwert Christians III. von 1551.

Die Verfassung von 1849 schaffte Krönung und Salbung des Monarchen ab. Seitdem kamen die Kronjuwelen nur noch am königlichen castrum doloris zum Einsatz, indem die Krone auf den Sarg aufgesetzt wurde.

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