Déi Lénk

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déi Lénk
La Gauche
Die Linken
Logo lenk
Gründung 30. Januar 1999
Haupt­sitz BP 817
2018 Luxembourg
Parlamentsmandate 2 von 60 (Chambre des Députés, 2013)
Europapartei EL
Website www.dei-lenk.lu

Déi Lénk (deutsch Die Linken, französisch La Gauche) sind eine sozialistische Partei in Luxemburg. Die Partei ist Mitglied der Europäischen Linken und mit der EU-Parlamentsfraktion Vereinte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke sowie mit der Europäischen Antikapitalistischen Linken assoziiert. Seit den Parlamentswahlen 2013 sind die Linken mit zwei Abgeordneten im luxemburgischen Parlament vertreten. Im europäischen Parlament sind sie nicht vertreten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Partei wurde am 30. Januar 1999 gegründet, nahm am 13. Juni 1999 an den Parlamentswahlen teil und schaffte mit 4,98 % der Stimmen im südlichen Wahlbezirk, der aus den Kantonen Esch an der Alzette und Capellen besteht, sogleich den Einzug in das luxemburgische Parlament. Bei den Neuwahlen des Gemeinderats der Stadt Esch an der Alzette erzielten die Linken am 30. April 2000 mit 12,78 % ihr bestes Wahlergebnis und stellten mit André Hoffmann erstmals einen stellvertretenden Bürgermeister.

Nach anhaltenden Spannungen mit dem kommunistischen Flügel der Partei spaltete sich das Linksbündnis. Die Kommunistische Partei Luxemburgs trat zu den Parlamentswahlen am 13. Juni 2004 mit einer eigenen Liste an, wodurch aber schließlich beide scheiterten.[1][2]

Bei den Gemeindewahlen am 9. Oktober 2005 erzielten die Linken in Esch-sur-Alzette ein Ergebnis von 7,96 % der abgegebenen Stimmen, das zum Einzug in den Gemeinderat der Stadt ausreichte. In allen anderen Gemeinderäten verloren sie ihr Mandat unter anderem wegen der Gegenkandidatur der KPL.

In einem offenen Brief boten die Linken im Dezember 2007 der KPL eine gemeinsame Kandidatur für die Parlamentswahlen 2009 an.[3] Die KPL lehnte dies ihrerseits jedoch ab und plante mit eigenen offenen Listen zur Wahl anzutreten, was insbesondere bei den Linken für Unverständnis sorgte.[4] Bei den Parlamentswahlen 2009 überraschten die Linken, indem sie auch ohne ein Wahlbündnis mit der KPL in allen Wahlbezirken zulegen konnten. Im Süden erreichten sie 4,1 % (+1,8 %). André Hoffmann zog damit am 8. Juli 2009 erneut in das Parlament ein. Er hatte bereits in der Zeit vom 13. Juli 1999 bis zum 30. Juni 2000 sowie vom 9. Oktober 1990 bis zum 14. April 1994 einen Parlamentssitz inne.[5] Am 15. November 2011 trat er wie angekündigt zurück und machte Platz für seinen Nachfolger Serge Urbany.[6]

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 20. Oktober 2013 konnte déi Lénk wieder in allen Bezirken zulegen. Im Bezirk Zentrum mit 4,75 % (+1,2 %) und im Bezirk Süden 5,73 % (+1,7 %) reichte es jeweils für einen Sitz. Gewählt wurden Serge Urbany und Justin Turpel.

Bei den Gemeindewahlen am 9. Oktober 2011 konnten "déi Lénk" in den Gemeinden, in denen sie antraten, ihre Stimmenanteile fast verdoppeln. Sie erreichten in Esch an der Alzette 10,89 % (zwei Sitze), in Luxemburg-Stadt 6,45 % (zwei Sitze), in Düdelingen 6,85 % (einen Sitz), in Sassenheim 6,63 % (einen Sitz) und in Differdingen 5,29 % (einen Sitz).[7]

Jugendorganisation[Bearbeiten]

Logo der Jugendorganisation Jonk Lénk

Die Jugendorganisation der luxemburgischen Linken, die "Junge Linke" (lux. Jonk Lénk), wurde im Juli 2008 gegründet.

Quellen[Bearbeiten]

  1. D'Lëtzebuerger Land: „Prinzip Hoffnung“
  2. D'Lëtzebuerger Land: „Im Land der roten Erde“
  3. déi Lénk: „Wir sind für eine gemeinsame linke Liste“
  4. déi Lénk: „Wir arbeiten weiter an einheitlichen linken Listen“
  5. André Hoffmann: Soziale Stimme mit Tiefgang Tageblatt, 15. November 2011.
  6. André Hoffmann gibt Mandat auf. Luxemburger Wort, 29. Oktober 2011.
  7. Kommunalwahlen 2011, Resultate/ Renée Wagener: Konjunktur für Links. Woxx, 13. Oktober 2011.

Weblinks[Bearbeiten]