Démocratie Libérale

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Démocratie Libérale war eine französische Mitte-Rechts Partei, die von 1997 bis 2002 existierte.

Die DL entstand am 24. Juni 1997 aus der rechtsliberalen Parti républicain, die als Vorgängerpartei gilt. Alain Madelin wurde zum Vorsitzenden, was er bis zur Auflösung der DL blieb. Die Partei gehörte zunächst der zentristischen Union pour la démocratie française an, verließ diese jedoch am 16. Mai 1998. Am 25. Mai folgte der Austritt von 30 Abgeordneten der Nationalversammlung aus der UDF-Fraktion. Sie gründeten unter dem Namen Démocratie Libérale et Indépendant (DLI) eine eigene Fraktion. Bei den Europawahlen 1999 bildete die Partei eine Allianz mit dem konservativen Rassemblement pour la République. Trotz dieses Bündnisses mit der Partei von Präsident Jacques Chirac kündigte Madelin im November 2000 seine Kandidatur bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen an. Im Vorfeld der Wahl verweigerten 33 der 43 Abgeordneten der Partei ihrem Kandidaten hingegen die Unterstützung und forderten zu einer Wahl Chriracs auf. Madelin erreichte beim ersten Durchgang der Wahl im April 2002 insgesamt 3,9 % der Wählerstimmen. Nach der Gründung der UMP am 23. April desselben Jahres unterstützten 39 von 43 Abgeordneten in einer Erklärung die Gründung des konservativen Parteienbündnisses, unter dessen Name die Kandidaten der DL bei den Parlamentswahlen im Juni antraten. Mit Jean-Pierre Raffarin ernannte Chirac im Mai 2002 einen Politiker der DL zum Ministerpräsidenten. Allerdings stimmten im September 84,3 % der Mitglieder für eine Auflösung der Partei, was deren Integration in die UMP, die im November 2002 zur offiziellen Partei wurde, zur Folge hatte.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronologie de Démocratie Libérale DL, france-politique.fr