Département Ardèche

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Ardèche
Wappen des Departements Ardèche
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Über dieses Bild
Region Rhône-Alpes
Präfektur Privas
Unterpräfektur(en) Largentière
Tournon-sur-Rhône
Einwohner 317.277 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 57 Einw. pro km²
Fläche 5.529 km²
Arrondissements 3
Kantone 33
Gemeinden 339
Präsident des
Generalrats
Pascal Terrasse[1]
ISO-3166-2-Code FR-07
Die drei Arrondissements des Départements (vor der Verwaltungsgebietsänderung vom 1. März 2007)

Das Département Ardèche [aʀˈdɛʃ] (offiziell Département de l’Ardèche) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 07. Es liegt im Südosten des Landes in der Region Rhône-Alpes und wurde nach dem Fluss Ardèche benannt.

Geographie[Bearbeiten]

Das Département Ardèche grenzt an die Départements Drôme, Vaucluse, Gard, Lozère, Haute-Loire, Loire und Isère.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Blau sechs Reihen gesäte goldene Lilien von einem goldenen Bord belegt mit acht blauen Schildlein umgeben.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Das Département Ardèche ist in 3 Arrondissements, 33 Kantone und 339 Gemeinden gegliedert. Per Verordnung des Präfekten vom 22. Februar 2007 wechselten mit Wirkung auf den 1. März 2007 die Kantone Antraigues-sur-Volane, Aubenas, Vals-les-Bains und Villeneuve-de-Berg vom Arrondissement Privas zum Arrondissement Largentière.[2]

Arrondissement Einwohner
(2011)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Largentière 96.341 2.511 38,4 14 148
Privas 86.063 1.159 74,3 7 65
Tournon-sur-Rhône 134.873 1.858 72,6 12 126

Siehe auch[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die lokale Weindenomination (Benennung einer Weinregion, hier: Ardèche) hat in den letzten Jahren qualitativ hochwertige Weine hervorgebracht. Die Anbaufläche im Département steigt kontinuierlich.

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Neben einer Bahnstrecke am rechten Rhôneufer, gibt es zwei Museumsstrecken. Zum einen den Chemin de Fer du Vivarais durch das Tal des Doux zwischen Tournon-sur-Rhône und Lamastre. Daneben gibt es den touristischen Schienenbusverkehr Train touristique de l'Ardèche méridionale zwischen Saint-Jean-le-Centenier und Vogüé. Der westliche Teil des Départements hat über die Cevennenbahn in Villefort (Lozère) Anschluss an das Überregionale Schienennetz. Das Département Ardèche ist das einzige in Europa gelegene Département Frankreichs, das keinen von der SNCF betriebenen Bahnhof besitzt.[3]

Tourismus[Bearbeiten]

Aufgrund ihres einmaligen Landschaftsbildes und ihrer Flora und Fauna ist die Ardèche Ziel von naturliebenden und ruhesuchenden Touristen. Zumindest im letzten Punkt wird die Ardèche jedoch ihrem Ruf nicht immer gerecht, da das französische Militär in diesem Gebiet Übungen abhält. Es kommt dabei vor allem zu sehr starkem Flugverkehr, was Fluglärm verursacht, insbesondere in der Gegend von Ajoux.

Natur und Klima[Bearbeiten]

Bei Thueyts

Die Ardèche zeigt eine Natur, die in Europa nur noch in kleinen Teilen vorzufinden ist. Tiere, vor allem Insekten, finden hier ihre perfekte Umgebung. Eine Fläche von etwa 180.000 Hektar ist im Regionalen Naturpark Monts d’Ardèche unter besonderen Schutz gestellt. Das Département Ardèche ist landschaftlich zweigeteilt. Der nördliche Teil besteht aus einer Gebirgslandschaft, die bis 1700 m. ü. M. liegt. Der südliche Teil ist durch die Gorges de l’Ardèche geprägt, die Berge und Hochplateaus liegen hier auf maximal 500 m.

Nördlicher Teil der Ardèche[Bearbeiten]

Dieser obere Teil hat ein raues Klima, das heißt im Winter kühl und windig und im Sommer heiß. Hier oben lebt man hauptsächlich von Viehzucht und Landwirtschaft, weswegen dieser Teil der Ardèche das Butterland genannt wird. Man könnte es mit einer Wüste vergleichen, aber nicht endlos an Sand sondern endlos an Gras. Anders als im Süden der Ardèche gibt es hier sehr große Tannenwälder. Außerdem entspringt hier die Loire und man findet das älteste Gebirge der Welt, das im Norden noch bis 1700m hoch aber gegen den Süden hin immer kleiner wird, bis es nur noch etwa 180m hoch ist. Im Sommer sind die meisten kleinen Flüsse ausgetrocknet; nur die größten Flüsse führen noch Wasser.

Südlicher Teil der Ardèche[Bearbeiten]

Im südlichen Teil herrscht mildes Klima mit moderaten Winter und Sommerperioden. Es kann im Wechsel mit mehrwöchiger Trockenheit zu kurzen aber heftigen Gewittern kommen, die große Überschwemmungen verursachen. Daher werden im Süden Wein, Oliven und Früchte wie Pfirsich, Kirschen und so weiter angebaut. Weiterhin ist der Süden gekennzeichnet durch abrupte Täler mit steilen, bewaldeten Wänden. Hier gibt es keine Tannenwälder, aber große und viele Eichenwälder und Wildschweine. Es gibt keine hohen Berge sondern nur flache, bewaldete Hügel. Tropfsteinhöhlen sind in großen Mengen vorzufinden, große und kleine. Ganz im Süden findet man immer noch Reste der keltischen Kultur, zum Beispiel die sogenannten Dolmen. Es gibt sowohl im Süden als auch im Norden viele Burgen und Ruinen im Romanischen Baustil.

Römische Ruine

Mittlerer Teil der Ardèche[Bearbeiten]

Die größte Seidenproduktion Europas lag bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in dieser Region, bis Importseide aus China die französische Seide zunehmend von den Märkten verdrängte. Trotzdem gibt es in diesem Gebiet heute noch immer sehr viele Maulbeerbäume. Viele Kastanienplantagen, ob gepflegt oder verwildert, bedecken die Hügel. Die Ardècheregion ist der Hauptproduzent von Edelkastanien in Europa.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Département Ardèche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ardeche.fr/Le_territoire__l_institution/L_institution/conseil-general/elus abgerufen am 31. August 2012
  2. Insee
  3. Richard Deiss: Flügelradkathedrale und Zuckerrübenbahnhof. Kleine Geschichte zu 200 europäischen Bahnhöfen. Bonn 2010, S. 55.

44.7354.5977777777778Koordinaten: 44° 44′ N, 4° 36′ O