Département Nord

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt das nordfranzösische Department mit der Ordnungsnummer 59. Das gleichnamige Department auf Haiti steht unter Département Nord (Haiti).
Nord
Wappen des Departements Nord
Finistère Côtes-d’Armor Ille-et-Vilaine Morbihan Loire-Atlantique Vendée Manche Mayenne Orne Calvados Maine-et-Loire Sarthe Indre-et-Loire Vienne Deux-Sèvres Indre Loir-et-Cher Eure Eure-et-Loir Seine-Maritime Oise Aisne Somme Pas-de-Calais Nord Ardennes Marne Meuse Meurthe-et-Moselle Haute-Marne Vosges Moselle Haut-Rhin Bas-Rhin Territoire de Belfort Cher Loiret Yonne Aube Côte-d’Or Nièvre Haute-Saône Essonne Yvelines Seine-et-Marne Val-d’Oise Hauts-de-Seine Val-de-Marne Seine-Saint-Denis Paris Doubs Jura Saône-et-Loire Allier Creuse Haute-Vienne Charente Charente-Maritime Corrèze Dordogne Gironde Puy-de-Dôme Loire Rhône Ain Haute-Savoie Cantal Lot Savoie Haute-Loire Isère Ardèche Landes Lot-et-Garonne Hautes-Alpes Drôme Alpes-Maritimes Var Alpes-de-Haute-Provence Vaucluse Bouches-du-Rhône Gard Hérault Lozère Aveyron Tarn Tarn-et-Garonne Gers Pyrènèes-Atlantiques Hautes-Pyrénées Aude Pyrénées-Orientales Haute-Garonne Ariège Haute-Corse Corse-du-Sud Vereinigtes Königreich Andorra Guernsey Jersey Niederlande Belgien Luxemburg Deutschland Liechtenstein Monaco Österreich Schweiz Italien SpanienLage des Departements Nord in Frankreich
Über dieses Bild
Region Nord-Pas-de-Calais
Präfektur Lille
Unterpräfektur(en) Avesnes-sur-Helpe
Cambrai
Douai
Dunkerque
Valenciennes
Einwohner 2.579.208 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 449 Einw. pro km²
Fläche 5.743 km²
Arrondissements 6
Kantone 79
Gemeinden 650
Präsident des
Generalrats
Patrick Kanner[1]
ISO-3166-2-Code FR-59

Das Département Nord [nɔːʀ] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 59. Es liegt in der Region Nord-Pas-de-Calais im Norden des Landes an der belgischen Grenze und ist das bevölkerungsreichste Département Frankreichs.

Geographie[Bearbeiten]

Das Département Nord grenzt an die Départements Pas-de-Calais im Westen, Aisne und wenige Kilometer an Somme im Süden sowie an Belgien im Osten. Im äußersten Nordwesten befindet sich die Küste der Nordsee am Eingang zum Ärmelkanal.

Innerhalb des Départements liegen die Regionen Französisch-Flandern und Hennegau sowie das Gebiet des früheren Bistum Cambrai.

Das Departement Nord ist ungewöhnlich schmal und langgezogen. Es bildet die westliche Hälfte der Landesgrenze zu Belgien. Seine Hauptstadt ist Lille, das zusammen mit Roubaix, Tourcoing und Villeneuve-d’Ascq mit über einer Million Einwohner industriell und ehemals mit seinem Bergbau das Herz der Region bildet. Andere wichtige Städte sind Cambrai, Douai, Dunkerque und Valenciennes.

Die wichtigsten Flüsse sind Lys (Leie), Sambre, Scarpe, Schelde und Yser.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Departement wurde Ende Mai / Anfang Juni 1940 im Rahmen des Westfeldzuges von der Wehrmacht erobert. Im September 1944 wurde es von schnell vorrückenden Truppen der Westalliierten innerhalb weniger Tage befreit.[2] Nachdem die Schlacht um Paris verloren war, war die Wehrmacht in einem überstürzten Rückzug; das erste nennenswerte Geländehindernis östlich der Seine war der Fluss Somme (das Gelände war vielen älteren Soldaten noch aus den Kämpfen des Ersten Weltkriegs bekannt).

Siehe auch

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Gold ein schwarzer rotbewehrter und -gezungter Löwe.

Städte[Bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Nord sind:

Stadt Einwohner
(2011)
Arrondissement
Lille 227.533 Lille
Roubaix 94.186 Lille
Dunkerque 91.386 Dunkerque
Tourcoing 92.018 Lille
Villeneuve-d’Ascq 62.681 Lille
Valenciennes 43.471 Valenciennes
Douai 41.915 Douai
Wattrelos 41.538 Lille
Marcq-en-Barœul 39.591 Lille
Cambrai 32.770 Cambrai

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Das Département Nord gliedert sich in 6 Arrondissements, 79 Kantone und 650 Gemeinden:

Arrondissement Einwohner
(2011)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Avesnes-sur-Helpe 232.680 1.408 165,3 12 151
Cambrai 162.002 902 179,6 7 116
Douai 248.264 477 520,5 7 64
Dunkerque 376.816 1.443 261,1 16 113
Lille 1.209.630 879 1.376,1 28 124
Valenciennes 349.816 635 550,9 9 82

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zunächst der "Frontstaat" der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, im Ersten Weltkrieg aber durch schwere und lang anhaltende Kampfhandlungen stark beeinträchtigt, dann nach dem Zweiten Weltkrieg und seiner "Zweiten Blüte" leidet die Region heute wirtschaftlich, sozial und kulturell unter dem Niedergang des Kohlenbergbaus seit Anfang der 1970er Jahre, nachfolgend auch der Textilindustrie und mittlerweile vermehrt auch unter Umweltproblemen.

Klima[Bearbeiten]

Messstation: Boulogne, Hafen, 73 Meter Höhe (Da das Département Nord nicht über eine eigene Messstation verfügt, wurden die Daten des benachbarten Départements Pas-de-Calais angegeben.)[3]

maritime Klimadaten J F M A M J J A S O N D
mittlere Höchsttemperatur 6 6 9 11 15 17 19 19 18 15 10 7
mittlere Tiefsttemperatur 2 2 3 5 9 11 13 14 12 10 6 3
Anzahl sehr sonnige Tage 1,5 2 2,5 2,5 2 2 2,5 3 2 3 1,5 1,5
Anzahl Tage mit bedecktem Himmel 19 17 15 13 13 11 12 11 12 15 18 19
Anzahl Regentage 11 9 9 8 8 7 7 9 10 10 13 12
Regenmenge in mm 55 46 40 38 42 47 45 54 66 66 83 64
Wassertemperatur in Küstennähe 8 6 7 8 10 13 15 17 17 15 12 9

Tage pro Jahr mit

  • Regenfällen über 1 mm: 115
  • Frost: 32
    • Erster Frost: 22. November
    • Letzter Frost: 23. März
  • Schnee: 13
  • Gewitter: 10
  • Hagel: 4

Stand 1991

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cg59.fr/frontoffice/AfficheArticle.aspx?IdArborescence=15 abgerufen am 1. August 2012
  2. Seite 297
  3. Klimadaten aus: Jean-Noël Darde, Plages et côtes de France, Éditions Balland, Paris 1991

50.6213888888893.0322222222222Koordinaten: 50° 37′ N, 3° 2′ O