Département de la Sarre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karte des Department Sarre
Lage des Department Saare

Das Département de la Sarre (dt. Saardepartement) ist ein ehemaliges französisches Département, das nach der Eroberung der linksrheinischen deutschen Territorien durch die französischen Revolutionsarmeen (1794) im Jahre 1798 eingerichtet wurde: Völkerrechtlich erfolgte die Abtretung durch den Frieden von Lunéville am 9. Februar 1801. Es erstreckte sich von der Nordeifel bei Blankenheim bis in das heutige Saarland. Der größte Teil des 4935 Quadratkilometer umfassenden Gebietes gehörte zuvor zum Kurfürstentum Trier. Die Einwohnerzahl betrug 273 569 Einwohner (1809).

Administration[Bearbeiten]

Die Präfektur des Département de la Sarre befand sich in Trier. Es war gegliedert in die Arrondissements

Liste der Präfekten[Bearbeiten]

  • 1800–1803: Joseph Bexon d'Ormschwiller
  • 1803–1810: Maximilien Xavier Képler (deutsche Alternativschreibweise: Keppler; seit 1808 Chevalier Képler, seit 1810 Baron Képler)
  • 1810–1813: Alexandre François de Bruneteau de Sainte Suzanne (seit 1812 de Bruneteau, Baron de Sainte Suzanne)

Auflösung des Départements[Bearbeiten]

Nach der Vertreibung der Franzosen zu Beginn des Jahres 1814 im Lauf der Befreiungskriege und endgültig nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Saardepartement fast gänzlich an das Königreich Preußen. Indessen fiel der Kanton Kusel an das Königreich Bayern (1816), große Teile des Arrondissements Birkenfeld als Fürstentum Birkenfeld an das Großherzogtum Oldenburg (1817), die Kantone Sankt Wendel und Baumholder (zunächst unter der Bezeichnung „Herrschaft Baumholder“ (1816), später in Fürstentum Lichtenberg umbenannt nach der Burg Lichtenberg) an Sachsen-Coburg-Saalfeld und der Kanton Meisenheim als Oberamt Meisenheim (1816) an die Landgrafschaft Hessen-Homburg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Großen im Jahre 1812. Ein historisches-Handbuch, Erste Abteilung, Osnabrück bey Johann Gottfried Kißling, 1813, Seite 447

Weblinks[Bearbeiten]