Dörrenbach

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Dieser Artikel beschreibt die Ortsgemeinde Dörrenbach in Rheinland-Pfalz. Für andere Bedeutungen siehe Dörrenbach (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dörrenbach
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Dörrenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 5′ N, 7° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Bad Bergzabern
Höhe: 295 m ü. NN
Fläche: 10,14 km²
Einwohner: 959 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76889
Vorwahl: 06343
Kfz-Kennzeichen: SÜW (vorher: BZA)
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 019
Adresse der Verbandsverwaltung: Königstraße 61
76887 Bad Bergzabern
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Ralf Schmitt (CDU)

Dörrenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Dörrenbach, das "Dornröschen der Pfalz" genannt, ist ein staatlich anerkannte Erholungsort und liegt zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein oberhalb von Bad Bergzabern im Pfälzerwald 295 mm.Ü. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Bad Bergzabern hat.

[Bearbeiten] Geschichte

Dörrenbach; links das Rathaus, rechts die Friedhofsbefestigung
Dörrenbach; links das Rathaus, rechts die Friedhofsbefestigung

Erstmalig 992 wird das Dorf als Turrenbach in einer Schenkungsurkunde erwähnt, in der es von Kaiser Otto III. mit den Gütern von Oberotterbach und Niederotterbach am 11. März dem Kloster Seltz im Elsaß übergeben wird. Der Name, der eine Stelle an einem ausgetrockneten Bach bedeutet, wurde später zu Dorrenbach, Thurrenbach, Derrenbach und seit dem 19. Jahrhundert wie in der Gegenwart Dörrenbach.

Anfang des 12. Jahrhunderts bis Ende 13. Jahrhunderts war Dörrenbach Teil der Herrschaft Guttenberg und damit Staufisches Reichsgut. Die Grafen von Leiningen waren Lehnsherren des Reichsguts Guttenburg und von 1379 bis 1463 zu drei Vierteln (die Kurpfalz zu einem Viertel bis 1410) Herren von Dörrenbach. Seit 1463 gehörte der Ort zu Pfalz-Zweibrücken. Die Zugehörigkeit zu Guttenberg endete mit der Zerstörung der Burg 1525. Der Ort wurde Sitz des Amtes Guttenberg, Hochgericht im befestigten Kirchhof.

Von 1680 bis nach 1733 ist Frankreich der Souverän des Ortes. 1789 wird der Ort von den Revolutionstruppen der französischer Herrschaft erneut einverleibt. Nach den Befreiungskriegen kommt das Dorf ab 1816 bis 1946 zum Königreich Bayern. Im 2. Weltkrieg litt das Dorf unter wiederholten Räumungen und Beschuss durch Artilleriefeuer. Dörrrenbach gehört seit 1946 dem neu gegründeten Rheinland-Pfalz an. 1970 wird Dörrenbach staatlich anerkannter Erholungsort.

[Bearbeiten] Religionen

2007 waren 49,2 Prozent der Einwohner evangelisch und 35,1 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[1]

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

  1. CDU 50,6% (+6,1) - 7 Sitze (+2)
  2. WGR 49,4% (+25,5) - 5 Sitze (+2)
  3. Andere 0,0% (-31,6) - 0 Sitze (-4)

[Bearbeiten] Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: Geteilt und oben gespalten, belegt mit einem silbernen Herzschild, darin ein rotbewehrter und -bezungter, goldbekrönter blauer Löwe, oben rechts in Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, oben links von Silber und Blau gerautet, unten in Silber ein grüner Kastanienbaum.

Es wurde 1937 vom bayerischen Reichsstatthalter genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1589.[2]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Baudenkmäler

  • Wehrkirche - Um 1300 wird die Wehrkirche und der befestigte Kirchhof errichtet. Sie wurde um 1510 erweitert, wiederholt zerstört und aufgebaut.
  • Wallfahrtskapelle - Eine weitere Kirche ist die ursprüngliche Wallfahrtskapelle Unsere liebe Frau vom Kolmerberg, die zu den bekanntesten und beliebtesten Wallfahrtskirchen der südlichen Pfalz gehört und in ihrer frühen Geschichte auch eine Einsiedelei war. Es gab einen hölzernen Vorgängerbau. Der steinerne Folgebau entstand zwischen 1285 und 1320. Eine urkundliche Erwähnung ist erstmals für 1470 bekundet. Auch diese Kirche wurde wiederholt zerstört, wieder auf- (z. B. 1719) und ausgebaut. Besonders erwähnenswert ist die Vesperglocke. Sie hat als einzige alle Kriege überlebt und ist nach einer Begutachtung während der Erneuerung des Geläutes nach Kriegsende geschätzte 750 Jahre alt, demnach der Pfalz älteste Glocke. Sie soll zu Friedrich I. Rotbarts Tod geläutet haben und somit die erste Glocke der Kirche sein. Seit der Verfügung des französischen Intendanten vom 21. Dezember 1684 ist sie Simultankirche und dient beiden Konfessionen.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Renaissance Rathaus von 1592; Wehrkirche mit befestigtem Friedhof; Wallfahrtskirche, Kapelle,

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. KommWis, Stand: 30.11.2007
  2. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Dörrenbach – Bilder, Videos und Audiodateien
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