Dümpelfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dümpelfeld
Dümpelfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dümpelfeld hervorgehoben
50.44256.9330555555556240Koordinaten: 50° 27′ N, 6° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 11,86 km²
Einwohner:

637 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02695
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 501
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.duempelfeld-ahr.de
Ortsbürgermeister: Udo Stratmann
Lage der Ortsgemeinde Dümpelfeld im Landkreis Ahrweiler
Remagen Grafschaft (Rheinland) Bad Neuenahr-Ahrweiler Sinzig Bad Breisig Brohl-Lützing Gönnersdorf bei Bad Breisig Waldorf (Rheinland-Pfalz) Burgbrohl Wassenach Glees Niederzissen Wehr (Eifel) Galenberg Oberzissen Brenk Königsfeld (Eifel) Schalkenbach Dedenbach Niederdürenbach Oberdürenbach Weibern (Eifel) Kempenich Hohenleimbach Spessart (Brohltal) Heckenbach Kesseling Kalenborn (bei Altenahr) Berg (bei Ahrweiler) Kirchsahr Lind (bei Altenahr) Rech Dernau Mayschoß Altenahr Ahrbrück Hönningen Kaltenborn Adenau Herschbroich Meuspath Leimbach (bei Adenau) Dümpelfeld Nürburg (Gemeinde) Müllenbach (bei Adenau) Quiddelbach Hümmel Ohlenhard Wershofen Aremberg Wiesemscheid Kottenborn Wimbach Honerath Bauler (Landkreis Ahrweiler) Senscheid Pomster Dankerath Trierscheid Barweiler Reifferscheid Sierscheid Harscheid (bei Adenau) Dorsel Hoffeld (Eifel) Wirft Rodder Müsch Eichenbach Antweiler Fuchshofen Winnerath Insul Schuld (Ahr) Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Landkreis Vulkaneifel Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Dümpelfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Ortsgemeinde Dümpelfeld gehören die Ortsteile Niederadenau und Lückenbach, die an den Hauptort Dümpelfeld angrenzen. Außerdem gehört ein Wochenendgebiet im Ommelbachtal mit ca. 60 Häusern, davon ca. 40 fest bewohnt, seit Anfang der 2000er Jahre als Splittersiedlung zu Dümpelfeld. Es liegt 1,5 bis 3 km vom Ortskern entfernt in Richtung Nordosten und entstand zunächst als reines Wochenendgebiet in den 1960er Jahren. Während des dritten Reiches war in der Nähe ein großes militärisches Übungsgebiet. Die Ommelbachstrasse führt in Richtung Norden weiter zu einer Stellung, die mittlerweile ungenutzt ist. Bis etwa 1997 hatte dort das Zivilschutzamt einen Übungsplatz.

[Bearbeiten] Geschichte und Namensursprung

Siedlungsspuren weisen auf die Existenz einer römischen Villa rustica auf dem Gemarkungsgebiet hin. Der Name Dümpelfeld weist mit seinem ersten Bestandteil „Dümpel“ (Tümpel) auf feuchtes Land hin, der zweite Teil „-feld“ (-velt) wurde um die Wende ins zweite christliche Jahrtausend oft für Neugründungen von Wohnplätzen genutzt. Zur Zeit seiner Gründung gehörte das Gebiet zum Besitz des St.-Kunibert-Stifts in Köln.

Dümpelfeld wurde wahrscheinlich erstmals 1153 mit der Nennung eines Beurkundungszeugen mit Namen Karolus de Dumplenvelt schriftlich erwähnt, das zweite Mal 1251 in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden, die in villa, que Dumpinvelt vocatur (im Dorf, das Dümpelfeld genannt wird) ausgestellt wurde.[2]

Ab 1815 gehörte der Ort zum Königreich Preußen und von 1816 an zur Bürgermeisterei Adenau, die zum Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz in der Rheinprovinz (1822). In den folgenden Jahrzehnten wurde Dümpelfeld, wie auch die benachbarten Orte, verstärkt an das Straßennetz angeschlossen. 1886/88 wurde Dümpelfeld mit der Eröffnung der Bahnstrecke Adenau–Altenahr–Ahrweiler an das Schienennetz angeschlossen. 1985, fast 100 Jahre später, wurde auf Beschluss des Bundesverkehrsministeriums die Strecke mit dem Dümpelfelder Bahnhof stillgelegt. Die Beschäftigung bei der Bahn gaben zahlreichen Einwohnern eine stabile Lebensgrundlage.[3] Die beiden, das Bild des Ortskerns von Dümpelfeld prägenden über 100 Jahre alten Bahnbrücken wurden im November 2010 abgerissen.

Am 1. Oktober 1976 wurden die bis dahin selbständigen Ortsgemeinden Lückenbach und Niederadenau nach Dümpelfeld eingemeindet.[4]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

  • 1815 – 440
  • 1835 – 499
  • 1871 – 463
  • 1905 – 536
  • 1939 – 558
  • 1950 – 594
  • 1961 – 611
  • 1970 – 676
  • 1987 – 632
  • 2005 – 693

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Dümpelfeld besteht aus 12 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Kirche St. Cyriakus aus dem 13. Jahrhundert, heute als Friedhofskapelle genutzt, wurde 2003 renoviert. Außerdem ein paar alte Häuser und in der Nähe des Wochenendgebietes (unberechtigterweise von der einheimischen Bevölkerung früher "Millionenhügel" genannt) die Teufelsley, der größte Quarzitfelsen Europas.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Dümpelfeld.

[Bearbeiten] Vereine

In Dümpelfeld gibt es einen Junggesellenverein, einen Sportverein (SC Dümpelfeld) und einen Männergesangsverein (Männergesangsverein Cäcilia Dümpelfeld/Hönningen). Außerdem besteht ein Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und der 'alten Kirche'. Im letzten Jahr hat sich zudem ein Kirchenchor gegründet. Die Vereine richten im August die traditionelle Dümpelfelder Kirmes aus.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Dümpelfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Geschichtsangaben der Gemeinde
  3. Die Ahrtalbahn und kein Ende
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 175 (PDF)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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