Düren

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Düren (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Düren
Düren
Deutschlandkarte, Position der Stadt Düren hervorgehoben
50.86.4833333333333125Koordinaten: 50° 48′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 85 km²
Einwohner: 88.768 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1044 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 52349, 52351, 52353, 52355
Vorwahl: 02421
Kfz-Kennzeichen: DN, JÜL
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 008
Stadtgliederung: 15 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kaiserplatz 2–4
52349 Düren
Webpräsenz: www.dueren.de
Bürgermeister: Paul Larue (CDU)
Lage der Stadt Düren im Kreis Düren
Kreis Düren Nordrhein-Westfalen Rhein-Erft-Kreis Kreis Euskirchen Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Stadt Aachen Städteregion Aachen Belgien Heimbach Kreuzau Nideggen Vettweiß Düren Jülich Langerwehe Titz Merzenich Aldenhoven Hürtgenwald Nörvenich Inden Niederzier LinnichKarte
Über dieses Bild

Düren ist mit etwa 89.000 Einwohnern eine große Mittelstadt[2] am Nordrand der Eifel zwischen Aachen und Köln in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises und Mitglied der Euregio Maas-Rhein. Die von der Rur durchflossene Stadt nennt sich Das Tor zur Nordeifel. Sie ist geprägt von mehr als 1300 Jahren wechselvoller Geschichte und ihrer modernen Industrie.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt zwischen Rhein und Maas am Nordrand der Eifel. In nördlicher Richtung erstreckt sich die fruchtbare Jülicher Börde als Teil der Niederrheinischen Bucht. Im Südwesten liegt die Rureifel mit Deutschlands zweitgrößter Talsperre, der Rurtalsperre, und dem Nationalpark Eifel. Von Süden (Lendersdorf) nach Norden (Merken) durchfließt die Rur das Stadtgebiet. Dürens höchster Punkt liegt mit 225 m ü. NN auf der Abraumhalde Beythal an der Bundesstraße 399 in der Gemarkung Berzbuir-Kufferath, der niedrigste Punkt mit 105 m ü. NN an der Rur bei Merken.

Geologie[Bearbeiten]

Während im südlichen Stadtgebiet bei Berzbuir Schichten mit Konglomeratgestein des Devons und Karbons zu Tage treten, wird die Jülicher Börde im nördlichen Stadtgebiet aus einer mächtigen Lößplatte gebildet, unter der Kiese und Sande aus der letzten Eiszeit anstehen, die Rhein und Maas angelagert haben. Zahlreiche tektonische Verwerfungen aus dem Tertiär mit bis zu 400 Meter Höhenunterschied sind nachgewiesen. Die Jülicher Scholle ist der nördliche Teil einer kleinen Scholle zwischen Rur- und Erftscholle und gegenüber der Rurscholle angehoben aber gegenüber der Erftscholle abgesunken. Dazwischen liegen mächtige Braunkohlenflöze aus dem Tertiär. Düren gehört zum Erdbebengebiet der Kölner Bucht. Siehe dazu Erdbeben bei Düren am 18. Februar 1756.

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der gemäßigten Klimazone, die hier vom atlantischen Golfstrom im Übergang zwischen ozeanischem und kontinentalem Klima geprägt wird. Westwinde herrschen vor und Niederschläge gibt es das ganze Jahr hindurch. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 617 mm. Dabei sind Juni und Juli die niederschlagsreichsten, Februar und September die niederschlagsärmsten Monate des Jahres. Die Sommer sind warm und die Winter mild. Im Juli liegt die mittlere Temperatur bei 17 °C, im Januar bei 2 °C. Den meisten Sonnenschein gibt es im Juli, den wenigsten im Dezember.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Düren
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 2,1 2,6 5,4 8,5 12,9 15,7 17,3 16,9 14,1 10,4 5,8 3,1 Ø 9,6
Niederschlag (mm) 44,1 39,4 51,2 49,8 60,2 63,3 63,3 58,2 41,5 44,8 51,2 50,8 Σ 617,8
Sonnenstunden (h/d) 1,6 2,8 3,5 4,9 6,0 5,9 6,1 5,9 4,7 3,7 2,2 1,5 Ø 4,1
T
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p
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
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h
l
a
g
44,1
39,4
51,2
49,8
60,2
63,3
63,3
58,2
41,5
44,8
51,2
50,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Niederschlag: Deutscher Wetterdienst; andere Werte: Forschungszentrum Jülich, jeweils 1961–1990

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Düren liegt im Zentrum des Kreises, zu dem auch alle Nachbargemeinden gehören. Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Düren; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Inden
8,27 km
Niederzier
8,31 km
Langerwehe
9,59 km
Nachbargemeinden Merzenich
6,55 km
Hürtgenwald
8,18 km
Kreuzau
9,13 km
Nörvenich
14,62 km

Ausdehnung des Stadtgebietes und Flächennutzung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 85 km². Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt maximal 12,5 km, in Ost-West-Richtung maximal 10 km. Die Stadtgrenze ist etwa 50 km lang. Den größten Anteil der Fläche beanspruchte Ende 2007 die Landwirtschaft, die mit 4205 Hektar fast das halbe Stadtgebiet nutzte. Während sich die Gebäude- und Freiflächen sowie die landwirtschaftlich genutzte Fläche seit 1996 verringerten, ist die Waldfläche um 35 % gestiegen.[2][3]

Fläche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
Gebäude-, Frei-
und Betriebsfläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Grünfläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 42,05 9,55 19,55 7,90 1,71 3,52 0,72
Anteil an Gesamtfläche 49,50 % 11,20 % 23,00 % 9,30 % 2,00 % 4,10 % 0,90 %

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Übersicht der Stadtteile von Düren
Stadtteil Einwohner Postleitzahl
Altes Stadtgebiet 51041 52349–52351
Arnoldsweiler 3289 52353
Berzbuir 504 52355
Birgel 1906 52355
Birkesdorf 8116 52353
Derichsweiler 2749 52355
Echtz-Konzendorf 2196 52353
Gürzenich 5681 52355
Hoven 1854 52353
Krauthausen 324 52355
Kufferath 349 52355
Lendersdorf 3810 52355
Mariaweiler 2603 52353
Merken 3269 52353
Niederau 2484 52355

(Zum alten Stadtgebiet gehören Düren-Süd, -Ost, -Nord, Rölsdorf und Grüngürtel)

Die inneren Stadtbezirke sind nach den Himmelsrichtungen bezeichnet, also Düren-Nord, Düren-Ost (mit der Satellitenstadt und Distelrath), Düren-Süd und Düren-West (Rölsdorf). Hinzu kommt die Innenstadt. Der Grüngürtel ist ein großes Siedlungsgebiet aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts im nordöstlichen Bereich des Stadtgebietes. Am 1. Januar 1972 wurden auf Grund des Aachen-Gesetzes 15 ehemals selbstständige Orte eingegliedert. Dieses sind Arnoldsweiler, Berzbuir, Birgel, Birkesdorf, Derichsweiler, Echtz, Gürzenich, Hoven, Konzendorf, Krauthausen, Kufferath, Lendersdorf, Mariaweiler, Merken und Niederau.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung durch das Köln-Gesetz lehnte die Stadt aus kommunalpolitischen Gründen eine Eingemeindung von Merzenich ab, was ein Novum in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Gemeindeumstrukturierung darstellte. Mit Merzenich hätte Düren eine Einwohnerzahl von mehr als 100.000 erreicht und damit die Grenze zur Großstadt überschritten.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Chronik der Stadt Düren

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Besiedlung im Dürener Stadtgebiet gehört eine jungsteinzeitliche Siedlung mit Kastenbrunnen und mehreren Häusern, die auf die Zeit um 5100 v. Chr. datiert wird und seit Januar 2009 zwischen Arnoldsweiler und Ellen freigelegt wurde. Zu der Siedlung gehört außerdem ein Gräberfeld mit mehr als 200 Skeletten, die nach dem Neandertaler und einem Doppelgrab in Düsseldorf-Oberkassel die ältesten bekannten Exemplare im Rheinland sind. Beide Funde belegen, dass die aus dem Osten kommenden Menschen damals schon westlich des Rheins Ackerbau betrieben. Siedler aus der Bronzezeit errichteten hier 3000 Jahre später eine Erdbefestigung und weitere Funde, darunter Gräber, stammen aus römischer Zeit.[4][5]

Jungsteinzeitliche Pfeilspitzen aus Feuerstein und eine steinerne Streitaxt wurden bei Berzbuir gefunden.[6] Aus römischer Zeit sind auch Siedlungsplätze bei Berzbuir, Distelrath, Mariaweiler und Teile einer römischen Wasserleitung in Lendersdorf bekannt. Römische Ziegel und ein römischer Tempel fanden sich bei Hoven.

Bei der Ankunft des römischen Feldherrn Julius Caesar im fünften Jahr des Kriegs gegen Gallien, im Jahre 54 v. Chr., siedelte zwischen Rhein und Maas der keltische Stamm der Eburonen unter seinem Anführer Ambiorix mit dem in der Mitte des Gebietes gelegenen Hauptort Aduatuca, wo Cäsar eine empfindliche Niederlage erlitt. Dass er die Eburonen bei seinem Rachefeldzug im Jahr darauf tatsächlich vernichtet haben soll, wie er selbst angibt,[7] wird überwiegend in Zweifel gezogen. In den nachfolgenden 460 Jahren hielten die Römer das Land besetzt und siedelten zum Schutz der Rheingrenze germanische Stämme von rechts des Rheines als Foederaten an, die sich dann mit der keltischen Urbevölkerung vermischten.

Ortsname[Bearbeiten]

Der römische Historiker Tacitus berichtet, dass die im Kölner Raum siedelnden germanischen Ubier im Winter 69/70 n. Chr. in einem Kampf gegen rechtsrheinische Germanen bei „Marcodurum“ (Merken) unterlegen waren. Das Suffix „-durum“ in dieser Ortsbezeichnung geht aus der keltischen Wurzel „-duor“ zum gallischen Wort „duron“ hervor, das sich in vielen gallischen Ortsnamen findet und Tür, Tor (englisch: door) bedeutet. Damit waren durch Umwallung und Tore befestigte Handels- und Verwaltungsorte gemeint, weswegen bereits antike Schriftsteller gallisches „duron“ mit lateinischem „forum“ übersetzten, was Markt, Handelsplatz heißt.[8] Zwar liegen aus der Dürener Kernstadt keine antiken Zeugnisse vor, aber die jetzt bei Arnoldsweiler gemachten Funde lassen auf einen uralten Siedlungsplatz schließen, der Namensgeber der heutigen Stadt Düren war. Dem lang ausgesprochenen u in dem Wortbestandteil „Durum“ wurde später zur Kenntlichmachung ein Dehnungs-i hinzugefügt (Duirum), woraus sich schließlich die heutige Schreibweise „Düren“ entwickelte.[9]

Mittelalter[Bearbeiten]

Nachdem in der Völkerwanderungszeit am letzten Tag des Jahres 406 n. Chr. Vandalen, Alanen und Sueben auf ihrem Zug nach Westen in gewaltigen Scharen über den zugefrorenen Rhein in das Römische Reich geströmt waren und es zur Aufgabe der Rheingrenze gezwungen hatten, drangen von Norden sich aus mehreren Stämmen zum Volk der Franken vereinende Germanen in das Rheinland vor.[10] Die Ortsnamen auf -weiler im Stadtgebiet geben Zeugnis von dieser frühen fränkischen, merowingischen Siedlungsperiode, während die Ortsnamen auf –hausen, –rath und –dorf der späteren fränkischen, karolingischen Siedlungsperiode um die Mitte des 8. Jahrhunderts zuzurechnen sind. Fränkische Siedlungsspuren wurden in Birkesdorf und Distelrath gefunden.

Ühledömche (Eulendom)

Wie Ausgrabungen ergaben, hatte um das Jahr 700 in Düren eine fränkische Saalkirche bestanden. Der karolingische König Pippin der Kleine (714–768), Vater des späteren Kaisers Karl der Große (~747–814), machte die Ansiedlung zu einem Königshof, einer Pfalz. Sie befand sich dort, wo heute die Annakirche steht. Villa Dura (Duria) wurde zum ersten Mal in den Fränkischen Reichsannalen (und dann in den Metzer Annalen) für das Jahr 747 urkundlich genannt. In den Jahren 761, 775 und 779 fanden dort Reichstage statt; auf den beiden letzten Reichstagen wurden Feldzüge gegen die Sachsen beschlossen.[11] Auch Karl der Große nutzte die Pfalz Villa Dura und weitere Pfalzen, die er entlang der Aachen–Frankfurter Heerstraße in Aachen, Sinzig, Ingelheim und Frankfurt hatte anlegen lassen. Die Straße trug auch den Namen Krönungsstraße, weil auf ihr 600 Jahre lang die deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Aachen zogen. Diese Landstraße war nicht nur die kürzeste Verbindung zwischen den Königssitzen, sondern es entwickelte sich auf ihr auch reger Verkehr, der in Düren schon bald eine Reihe von Märkten entstehen ließ (Kornmarkt, Viehmarkt, Holzmarkt, Hühnermarkt und Buttermarkt), die zum Wachstum Dürens beitrugen.

Der "Dicke Turm" und weitere Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, dahinter Gebäude des Stiftischen Gymnasiums
Der "Grönjansturm" auf dem Gelände des Stiftischen Gymnasiums

In den Jahren 881 und 882 verwüsteten Normannen, die über Rhein und Maas in das Land eingedrungen waren, den Ort. Kaiser Otto III. bestätigte ihn im Jahre 1000 als Freie Reichsstadt und 1124 wurde mit dem Bau der Dürener Stadtmauer begonnen.[12] Zur Stadtmauer gehörten zwölf Türme und fünf Tore, die in den vier Himmelsrichtungen lagen, im Norden das Philippstor und das Wirteltor, im Osten das Kölntor, im Süden das Obertor und im Westen das Holztor. Von ihnen bestehen noch Ruinen. Heute steht noch ein großes Stück der Stadtmauer an der Wallstraße.

Als Kaiser Friedrich II. 1241 die Stadt an Graf Wilhelm IV. von Jülich verpfändete, verlor sie die Reichsunmittelbarkeit und kam unter die Herrschaft der Grafen und späteren Herzöge von Jülich. Das älteste erhaltene mittelalterliche Bauwerk in Düren ist der Turm des „Ühledömche“ (Eulendom), einer Kapelle im Stadtteil Distelrath, aus dem 11./12. Jahrhundert. 1459 wurde eine zweite Kirche in der Innenstadt genannt, die heutige Marienkirche.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Der Steinmetz Leonhard entwendete im Jahre 1501 einen Schrein mit einer Kopfreliquie der Heiligen Anna, dem sogenannten Annahaupt, aus der Mainzer Stiftskirche St. Stephan und brachte ihn nach Düren. Der daraufhin entbrannte Streit um den Besitz der Reliquie wurde vor Kaiser und Papst ausgetragen, bis Papst Julius II. ihn 1506 zugunsten Dürens entschied. Die Gegenstände wurden in der Martinskirche, die schon 1505 in Annakirche umbenannt worden war, aufbewahrt. Möglicherweise hat die Kirche aber auch erst sehr viel später den neuen Namen erhalten, denn noch im 19. Jahrhundert war die Rede von der Pfarrkirche zum Heiligen Martinus.

Schon kurz nach der Ankunft der Reliquie setzte eine Wallfahrtsbewegung zur Dürener Pfarrkirche ein, die Pilger aus ganz Europa nach Düren führte. Die Heilige Anna wurde Schutzpatronin Dürens, und auch heute noch feiert man jedes Jahr eine Woche lang den Namenstag der Heiligen Anna (26. Juli) mit der Annaoktav, einer kirchlichen Feier, und der Annakirmes, einem der größten Volksfeste Deutschlands.

Nachdem 1538 das Herzogtum Geldern an Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg gefallen war, Kaiser Karl V. das Land aber für sich beanspruchte, was ihm 1541 auf dem Reichstag zu Regensburg auch zugebilligt wurde, ließ der Kaiser im dritten Geldrischen Erbfolgekrieg 1543 mit einem 30.000 Mann starken Heer auf einem Kriegszug in die Niederlande die Stadt erstürmen, plündern und in Brand setzen. Mehr als 600 Gebäude, darunter das Rathaus und die Annakirche, wurden zerstört. Der Wiederaufbau nahm einige Jahre in Anspruch, 1563 stand die Annakirche wieder.

Die Spanier unter Ambrosio Spinola nahmen die Stadt 1614 ein. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1642 von hessischen Truppen zerstört und verwüstet.[11] Als der Krieg 1648 beendet war, suchte die Pest die Stadt heim und forderte zahlreiche Menschenleben. Eine zweite Epidemie brach 1665 aus. Durch verschiedene Angriffe auf die geschwächte Stadt wurde Düren 1679 erneut teilweise zerstört. In dieser Zeit ging auch Miesheim für immer unter.

Gegen Ende des Jahres 1755 begann in der Gegend von Düren und Aachen eine Serie von Erdbeben, die am 18. Februar 1756 bei Düren ihren Höhepunkt mit einem Beben der Stärke 8 nach der Mercalliskala (dies entspricht in etwa 6,5 der Richterskala) erreichte und das stärkste bis dahin bekannte Erdbeben in Deutschland war. Die Stadtmauer bekam große Risse.[13] Zu dieser Serie von Erdbeben, die ganz Europa erfasste, zählte auch das Erdbeben von Lissabon.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Plastik im Hoeschpark

Nachdem französische Revolutionstruppen 1794 die linksrheinischen Länder besetzt hatten, war Düren von 1798 bis 1814 Hauptort des gleichnamigen Kantons im Arrondissement d’Aix-la-Chapelle des Départements de la Roer. Nach dem Niedergang Napoléons wurde der König von Preußen aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 neuer Landesherr in der späteren Rheinprovinz.

Seit 1837 erschloss die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft das Rheinland und das Ruhrgebiet mit einem Eisenbahnnetz und legte Düren als Knotenpunkt an zwischen den vier Städten Aachen im Westen, Neuss, Köln und Bonn im Osten den Rhein entlang. Es siedelte sich Industrie an, die rasch wuchs, vor allem mit der Papierherstellung.

Am Ende des Jahrhunderts (1880) zählte die Stadt 17.368 Einwohner, darunter 1.408 Evangelische und 252 Juden. Sie besaß fünf katholische und zwei evangelische Kirchen, eine Synagoge, ein katholisches Gymnasium, ein evangelisches Realprogymnasium, eine katholische Bürgerschule, eine paritätische und eine katholische höhere Töchterschule, eine gewerbliche Zeichenschule, eine Stadtbibliothek, die Provinzial-Blindenanstalt Düren, eine Irrenanstalt und ein Hospital. Es gab 93 fabrikmäßige Betriebe, insbesondere mehrere Papierfabriken, drei Tuchfabriken, eine Flachsspinnerei/ Leinenweberei, Eisengießereien, Maschinenfabriken. In der Stadt wurden Nadeln, Zucker (siehe Zuckerfabrik Düren), Glas (siehe Peill & Putzler), Kunstwolle und Teppiche produziert. Außerdem gab es eine Bierbrauerei, Töpfereien, Braunkohlentagebau und Galmeigruben.[11] Um 1900 galt Düren als eine der wohlhabendsten Städte Deutschlands und als zweitreichste Stadt in Preußen. Dort wohnten 42 Millionäre.

Notgeld der Stadt Düren über 20 Billionen Mark, Ausgabe 10. November 1923

Während des Ersten Weltkrieges wurde 1915 südlich von Distelrath ein Flughafen für Zeppeline gebaut, die Luftschiffhalle Düren, von der aus man zu Frontfahrten nach Frankreich und England startete. Da in diesem Krieg die Bürger zu Rüstungszwecken alles Metall, Gold und Silber und die Kirchen einen Teil ihrer Glocken hergeben mussten und zudem die Goldwährung durch Papiergeld ersetzt worden war, führte das nach dem verlorenen Krieg und der Besetzung des Ruhrgebietes in das Inflationsjahr 1923. In diesem wurde auch die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Düren beeinträchtigt, und es wurde versucht, mit eigenem Notgeld die Krise zu meistern.

Nach Hitlers Machtergreifung im Jahre 1933 zwangen die Nationalsozialisten den amtierenden Oberbürgermeister Ernst Overhues aus dem Amt und nannten Straßen und Plätze nach ihren Parteigrößen. Schon zu dieser Zeit organisierte die NSDAP Boykotte gegen jüdische Geschäfte. Während der Novemberpogrome kam es wie überall im Deutschen Reich 1938 schließlich zu antijüdischen Gewalttaten, bei denen die Synagoge zerstört, Juden grundlos verhaftet und ihre Geschäfte geplündert und verwüstet wurden.

Als im Zweiten Weltkrieg die Alliierten im Juni 1944 in der Normandie gelandet waren, begannen im Juli 1944 die ersten großen alliierten Luftangriffe auf das grenznahe Gebiet. Anfang September 1944 näherten sich die Anglo-Amerikaner der deutschen Westgrenze, so dass ein großer Flüchtlingsstrom ostwärts über den Rhein einsetzte. Mitte September begann die planmäßige Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem Grenzgebiet, viele aber wollten bleiben und hofften auf das baldige Ende der Nazidiktatur und des Krieges. Im Oktober 1944 fiel Aachen.

Ungefähr 22.000 Menschen befanden sich zu dieser Zeit noch in der inzwischen weiter gewachsenen Stadt und lebten vor dem nahenden Artilleriebeschuss schutzsuchend zu 16 und 20 Personen in Kellern. Am 16. November 1944 warfen 474 Bomber der Royal Air Force in einem 36 Minuten dauernden Angriff 2751 Tonnen Bomben ab.[14] Bei diesem schwersten und verheerendsten von insgesamt 51 nachgewiesenen Luftangriffen auf Düren der Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt völlig zerstört. Von fast 10.000 Häusern blieben nur einzelne unversehrt. 3106 Menschen starben im Bombenhagel und unter den Trümmern: 2392 Dürener Bürger, 394 auswärtige Personen, 220 Soldaten und 100 Unbekannte.[15] Mit 99,2 % zerstörten Wohnungen war Düren die am stärksten betroffene Stadt Deutschlands.[16] Rund 1,6 Millionen Kubikmeter Trümmer bedeckten den Dürener Boden.[17] Das Leben in den Ruinen war nicht mehr möglich. Die Überlebenden mussten ihre Heimat verlassen und wurden nach Mitteldeutschland evakuiert, nur vier Menschen blieben in der Stadt.

Flug über die zerstörte Stadt (März 1945)

Nachfolgend lag Düren im Hauptabschnitt des alliierten Truppenaufmarschs gegen die Rurfront, die die deutsche Wehrmacht nördlich der Eifel entlang der Rur aufgestellt hatte. Am 25. Februar 1945 überquerten amerikanische Truppen nach heftigen Kämpfen den Fluss in der Nähe Dürens und errichteten eine Militärregierung mit Sitz im Dürener Amtsgerichtsgebäude. Anfang März ernannten sie den Heizungsmonteur Alfred Stiegler, einen der wenigen in der Stadt verbliebenen Einwohner, zum Bürgermeister. Wenige Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht übernahmen die Briten im Mai 1945 das Kommando.

Nach Kriegsende kehrten schon im Sommer 1945 viele evakuierte Dürener in ihre zerstörte Stadt zurück. Im Juni waren wieder 3806 Bürger in Düren. In den folgenden Monaten nahmen zahlreiche Ämter und Organisationen wieder ihre Arbeit auf.[18] Nach der Beseitigung der Trümmer begann der Wiederaufbau der völlig zerstörten Gebäude. Während die Alliierten eine Neugründung der Stadt südlich der Trümmerberge favorisierten, waren die Dürener entschlossen, ihre Stadt am bisherigen Standort wieder aufzubauen. Die Dürener Innenstadt ist heute noch in hohem Maße von der Architektur der 1950er Jahre geprägt.

1961 wurde bei Ausschachtungsarbeiten ein Schatz, bestehend aus 402 Münzen und vielen Schmuckteilen geborgen. Er muss um 1541 verborgen worden sein, und zwar in einem alten Brunnen. Die Fundstücke befinden sich im LVR-Landes-Museum in Bonn.[19]

Durch die umgebaute Pleußmühle und das Haus der Stadt, die beide 1991 eröffnet wurden, ergaben sich neue kulturelle Möglichkeiten. Mit diversen Partnerschaften entwickelten sich internationale Beziehungen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der kommunalen Neugliederung vergrößerte sich das Stadtgebiet am 1. Januar 1972 erheblich. Die bis dahin selbständigen Gemeinden Arnoldsweiler, Birgel, Birkesdorf, Derichsweiler, Echtz-Kontzendorf, Gürzenich, Mariaweiler-Hoven und Merken sowie große Teile von Lendersdorf und Niederau wurden eingegliedert.[20]

Einwohnerzahlen der Stadt Düren

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahl wuchs im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam und ging aufgrund der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1805 erst 4563 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 27.168. Bis 1939 stieg die Einwohnerzahl auf über 45.000, sank dann aber durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs bis Juni 1945 auf nur noch 3806. Nach dem Bombenangriff vom 16. November 1944 lebten am 1. März 1945 nur noch vier deutsche Einwohner in der Stadt, mit Zwangsarbeitern etc. waren es 21 Personen. Am 1. April war die Einwohnerzahl auf 180 gestiegen und am 1. Mai 1945 waren es bereits 1218 Personen. Im Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl auf 25.000 Einwohner und 1958 waren es mit 45.000 wieder so viele wie vor dem Krieg. Durch Eingemeindungen mehrerer Orte in der Umgebung wuchs Einwohnerzahl der Stadt am 1. Januar 1972 um 35.522 auf 89.087. Am 31. Dezember 2007 erreichte sie mit 92.945 ihren historischen Höchststand.

Der Anzahl der Nichtdeutschen in der Bevölkerung hat sich in den Jahren 1975–2005 ungefähr verdreifacht, der Anteil beträgt heute 17 %. Die Todesfälle weisen gegenüber den Geburten seit 2001 einen Überschuss auf, insbesondere in den Jahren 2002 (-124 und -119) und 2007 war der Unterschied besonders deutlich. Bei der Analyse der Zu- und Fortgezogenen ist zu erkennen, dass junge Menschen – gegen den Trend in anderen großen Mittelstädten – besonders gerne nach Düren kommen. Insgesamt ziehen seit 2001 (außer im Jahr 2006) immer mehr Menschen zu als weg. Trotzdem zeigt sich auch in Düren die allgemeine demographische Entwicklung, wonach der Anteil der älteren Menschen steigt. Die meisten Neubürger kommen aus der Nachbargemeinde Kreuzau, aus Niederzier und den benachbarten Großstädten Aachen und Köln. Diese Orte stehen auch bei den Zielen der aus Düren Weggezogenen an erster Stelle.[2]

Religionen[Bearbeiten]

Siehe Liste der Kirchengebäude in Düren

Katholiken[Bearbeiten]

Marienkirche

Die Katholiken bilden die bedeutendste Glaubensgemeinschaft in Düren. Sie gehören zum Bistum Aachen. Mitte des 15. Jahrhunderts gründeten die Franziskaner ein Kloster, das später zur Marienkirche wurde.[21] Die Annuntiatinnen und die Jesuiten kamen 1628 hinzu. Heute sind vier Ordensgemeinschaften in Düren ansässig. Die Eucharistiner haben dort eine von insgesamt drei Gemeinden in Deutschland.[22] Die Karmelitinnen kamen aus den Niederlanden in ihr Dürener Kloster an der Kölner Landstraße. Die Cellitinnen von der Hl. Gertrud haben ihren Sitz im Marienkloster in Niederau und widmen sich im angrenzenden Seniorenheim und einem weiteren Heim in der Innenstadt ihrer pflegerischen Arbeit.[23] Die Ursulinen kümmerten sich um das Schulwesen. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts vorübergehend aus der Stadt vertrieben.[24]

Protestanten[Bearbeiten]

Da die Reformation in Düren nicht von Landesherren durchgesetzt wurde, hatte sie zunächst nur geringen Einfluss. Die ersten reformierten Prediger übernahmen presbyteriale Prinzipien von calvinistischen Flüchtlingen aus Frankreich und den Niederlanden. Im Zuge der Reformation trat in Düren zeitweise die Gemeinschaft der Täufer auf, die dort nach ihrem Anführer Lancelot von Kettig auch als Kettisten bezeichnet wurden. In ihrer religiösen Überzeugung standen sie zwischen den Katholiken und den Anhängern Martin Luthers. Mit ihrer Forderung auf Eigentumsverzicht gewannen sie Sympathien bei den armen Menschen und bereiteten der Obrigkeit Ärger.[25]

Nachdem die Herzogtümer Jülich und Kleve an die Kurpfalz gefallen waren gewährte der neue evangelische Landesherr mit dem „Dürener Reversal“ 1609 Religionsfreiheit. Seit 1572 sind reformierte Christen in Düren belegt, 1609 wurde die Gemeinde somit offiziell anerkannt. Es bildeten sich in der Folgezeit eine reformierte und eine lutherische Gemeinde.[26] 1837 übernahmen beide Gemeinden im Kirchenkreis Jülich das Unierte Bekenntnis, wie es in Preußen bereits 1817 eingeführt worden war. 1887 vereinigten sich beide Gemeinden zur „Evangelischen Gemeinde zu Düren“. Sie umfasst ein Gebiet, das weit über die Stadt Düren hinausreicht und die Kommunen Kreuzau, Nideggen, Nörvenich, Vettweiß, Buir, Niederzier, Schlich, Kleinhau u. a. m. miteinschließt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte sogar Frechen zur Dürener evangelischen Gemeinde. Nachdem am 16. November 1944 die Lutherkirche (Steinweg) und die (reformierte) Auferstehungskirche (Schenkelstraße, heute: Peter-Beier-Platz) zerstört worden sind, wurde nach dem Krieg eine Kirche im Stadtzentrum wiederaufgebaut: Die Christuskirche wurde 1954 in Dienst gestellt. Heute gehören – infolge verschiedener Flüchtlingsbewegungen – über 23.000 Mitglieder zur Gemeinde. Sie ist damit die Mitgliederstärkste in der Evangelischen Kirche im Rheinland und mit neun Pfarrstellen eine der größten deutschlandweit.

Des Weiteren sind mehrere Freikirchen in der Stadt vertreten, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten).

Sonstige Bekenntnisse[Bearbeiten]

  • Die Neuapostolische Kirche betreibt ein Gemeindezentrum im Stadtteil Düren-Süd an der Euskirchener Straße gelegen. Die Gemeinde wurde 1921 gegründet und hat im Jahr 2009 etwa 200 Mitglieder.[27]
  • Die Apostolische Gemeinschaft hat ihr Gemeindezentrum seit den 1960er Jahren auf der Bücklersstraße im Stadtzentrum. Düren ist das Zentrum des gleichnamigen Bezirks zu dem auch Gemeinden in Aachen, Eschweiler, Euskirchen und Übach-Palenberg zählen.[28]
  • In Düren-Nord, befindet sich seit den 1980er Jahren eine Gemeinde der DITIB oder Türkisch-Islamischen Union. Die Fatih-Moschee (dt. „Eroberer Moschee“) ist das Gemeindezentrum und das wichtigste muslimische Gotteshaus der Stadt.
  • Die Juden haben seit der Pogromnacht keine eigene Gebetsstätte mehr in Düren. Sie sind bisher in der Jüdischen Gemeinde Aachen organisiert.
  • Ferner sind die Zeugen Jehovas in Düren vertreten.

Politik[Bearbeiten]

Am 21. Oktober 2010 wurde der Stadt Düren von der Bundesregierung der Titel „Ort der Vielfalt“ verliehen.

Stadtrat und Verwaltung[Bearbeiten]

Das Dürener Rathaus
Sitzverteilung im Stadtrat
3
16
5
3
1
2
20
16 20 
Von 50 Sitzen entfallen auf:
Wahl des Dürener Stadtrats 2014
Wahlbeteiligung: 42%
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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Dem Dürener Stadtrat gehören neben dem Bürgermeister 50 Mitglieder an. Derzeit sind sieben Parteien im Rat vertreten. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014[29] erhielt die CDU 20 Sitze. Die zweitstärkste Fraktion bildet die SPD mit 16 Sitzen vor den Grünen mit fünf Sitzen. Die Linke und die neu im Stadtrat vertretene AfD sind mit drei Abgeordneten vertreten, die FDP hat zwei Sitze. Die Bürger für Düren haben ein Mandat. Die politische Arbeit findet in elf Bezirks- und 15 Fachausschüssen sowie drei Beiräten (Behinderte, Feuerwehr, Senioren) statt.[30]

Bei den Kommunalwahlen ist seit 1989 ein deutlicher Trend zugunsten der CDU zu erkennen. Die Union konnte ihren Stimmenanteil von rund 35 % auf mehr als 50 % steigern, fiel jedoch 2009 auf 46,3 % zurück, während die Anteile der SPD von der absoluten Mehrheit auf unter 30 % sanken. Bei den Landtagswahlen gibt es eine ähnliche, aber nicht so deutliche Entwicklung und bei den Ergebnissen der Bundestagswahlen liegt die SPD seit 1994 immer vor der CDU.[2] Für die letzte Ratswahlperiode von 2009 bis 2014 bildeten CDU und FDP eine Koalition.

Der Bürgermeister Paul Larue ist gleichzeitig Leiter der Verwaltung mit vier Dezernaten. Zu dem Dezernat I gehören die Bereiche Personal, Jugend, Schule, Kultur und Integration. Für die Bereiche Allgemeine Verwaltung, Finanzen und Soziales ist der Erste Beigeordnete und Kämmerer zuständig. Der technische Beigeordnete leitet das Dezernat III (Bauen), das auch für die Stadtentwässerung und den Dürener Service-Betrieb (DSB) zuständig ist, der als Dienstleistungsunternehmen für die Stadtreinigung sowie die Grünflachen und Friedhöfe sorgt. Das Dezernat IV ist verantwortlich für Recht und Ordnung. Zu diesem Dezernat gehört als Teil des Bürgerbüros auch das Standesamt.

Bürgermeister und Stadtdirektoren[Bearbeiten]

Alle Amtsinhaber sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Düren aufgeführt.

Johann Heinrich Flügel wurde 1798 zum Präsidenten der Munizipalität des Kantons Düren ernannt und 1814/1815 erster preußischer Bürgermeister der Stadt Düren. Die nächsten drei Bürgermeister übten ihre Tätigkeit nebenberuflich aus. Hubert Jakob Werners war der erste hauptberufliche Amtsträger. In der Zeit von 1943 bis 1952 gab es sieben verschiedene Amtsinhaber.

Von 1893 bis 1976 gab es in Düren den Titel Oberbürgermeister. Von 1976 bis 1997 war der Bürgermeister ein ehrenamtlich tätiger Bürger, der auch dem Rat vorstand. Die Verwaltung wurde in dieser Zeit gemäß der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen von einem Oberstadtdirektor beziehungsweise Stadtdirektor geleitet. Seit 1994 ist der Bürgermeister gleichzeitig Vorsitzender des Stadtrats und Leiter der Verwaltung. Der gegenwärtige Bürgermeister Paul Larue ist seit 1999 im Amt.

Wappen der Stadt Düren

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Das Wappen der Stadt Düren ist geteilt und zeigt oben in Gold einen rot bewehrten schwarzen Adler, unten in Gold einen schreitenden rot gezungten schwarzen Löwen. Der Adler erinnert an die alte Königs- und spätere freie Reichsstadt. Der Löwe im unteren Feld symbolisiert die Jülicher Herrschaft. Zuvor gab es bereits ein Siegel, das den König mit der Stadtmauer zeigt und eine lateinische Aufschrift trägt: HOC EST REGALE SIGILLVM OPIDI DVRENSIS („Dies ist das königliche Siegel der Stadt Düren“).

Das Wappen ist auch oben rechts im Logo der Stadt Düren enthalten, das in den gleichen Farben (schwarz, rot, gold) gestaltet ist. Unter dem Namen der Stadt steht das heutige Motto „lebendig, offen, mittendrin“.[31]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Ort Region Land Beginn
Altmünster Gmunden OsterreichÖsterreich Österreich 1971
Cormeilles Haute-Normandie FrankreichFrankreich Frankreich 1970
Ereğli Zonguldak TurkeiTürkei Türkei 2009
Gradačac Tuzla Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 2001
Jinhua Zhejiang China VolksrepublikChina Volksrepublik China 2002
Lechbruck am See Ostallgäu DeutschlandDeutschland Deutschland 2012
Stryj Lwiw UkraineUkraine Ukraine 2001
Valenciennes Nord-Pas-de-Calais FrankreichFrankreich Frankreich 1959
Gedenkstein am Europaplatz

Düren hat acht Partnerstädte. Die ersten Beziehungen knüpfte die Stadt im Jahre 1959 mit dem französischen Valenciennes und leistete damit einen Beitrag zur Versöhnung der beiden Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Noch heute pflegen viele Vereine Kontakte mit der rund 250 Kilometer entfernten Stadt im Département Nord und es gibt einen regelmäßigen Schüleraustausch. Cormeilles wurde im Juni 1970 die zweite Partnerstadt aus dem Nachbarland. Der Kontakt kam durch eine Tanzgruppe des TV Arnoldsweiler zustande. Die Menschen aus Arnoldsweiler laden die Gäste aus der Normandie jedes Jahr zum Karneval ein und besuchen ihre Partner zu Christi Himmelfahrt. Am 23. Dezember 1971 unterzeichnete der Dürener Bürgermeister eine Partnerschaftsurkunde mit der österreichischen Marktgemeinde Altmünster am Traunsee. Der Männergesangverein aus Niederau blickt auf eine langjährige Freundschaft mit dem Musikverein Neukirchen zurück und drei Straßen in dem Stadtteil sind nach den österreichischen Orten benannt. Die Schüler aus Niederau und Altmünster besuchen sich jedes Jahr abwechselnd in ihrer Heimat.

Im 21. Jahrhundert richtete sich der Blick in Richtung Osten. Im August 2001 wurde die Partnerschaft mit der bosnischen Stadt Gradačac besiegelt, die wie Düren unter den Auswirkungen eines Krieges zu leiden hatte und nun einen Stadtteil nach dem deutschen Partner benannt hat. Die Dürener beherbergten Mitte der 1990er Jahre Kriegsflüchtlinge von dort und leisteten anschließend Hilfe beim Wiederaufbau. Außerdem gibt es Begegnungen beim Dürener Stadtfest und ähnlichen Veranstaltungen in Gradačac. Einen Monat nach der Partnerschaft mit den Bosniern kam die ukrainische Stadt Stryj hinzu, wo Mitarbeiter des Lendersdorfer St.-Augustinus-Krankenhauses medizinische Hilfe leisteten. Heute kommt die Partnerschaft unter anderem jungen Ukrainern zugute, die in Dürener Betrieben Praktika absolvieren können. Seit Oktober 2002 ist das chinesische Jinhua die am weitesten entfernte Partnerstadt Dürens. Die Kontakte entstanden nach einem Auftritt eines Dürener Jugend-Jazz-Orchesters in der 400 Kilometer südlich von Shanghai gelegenen Stadt.

Am 17. September 2009 wurde mit einer Urkunde die jüngste Städtepartnerschaft besiegelt. Partner ist die türkische Stadt Ereğli, die am Schwarzen Meer liegt und etwa 95.700 Einwohner hat.

Am 28. Juni 2012 hat der Stadtrat von Düren den Abschluss eines Partnerschaftsvertrages zwischen dem Stadtteil Lendersdorf und der Gemeinde Lechbruck am See im Ostallgäu beschlossen.

Patenschaften[Bearbeiten]

Am 22. April 1959 wurde in Cuxhaven das Minensuchboot M 1079 auf den Namen Düren getauft. Es war bis zum 20. Dezember 1979 im Dienst, wurde dann in ein Hohlstablenkboot umgebaut und zum 1. April 1989 unter gleichem Namen in Wilhelmshaven wieder in Dienst gestellt. Nach dem Ende der Nutzung am 28. September 2000 wurde es über die Verwertungsgesellschaft für ausgesondertes Wehrmaterial (VEBEG) an die Marine von Südafrika verkauft, wo es zum Küstenschutz eingesetzt wird.

Ein Nachfolger für eine Patenschaft wurde gesucht. Eine Anfrage bei dem Luftfahrtunternehmen zeigte die Möglichkeit zu einer Patenschaft über einen modernen Langstrecken-Airbus.

Die Frau des Dürener Bürgermeisters Paul Larue, Marion Larue, taufte am 9. September 2002 auf dem Flughafen Frankfurt am Main einen Airbus des Typs A 340-300 der Lufthansa auf den Namen „Düren“.

Seit diesem Tag ist das Flugzeug als „fliegender Botschafter“ Dürens in aller Welt, hauptsächlich aber in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien unterwegs. Der 63,60 m lange und 60,30 m breite Airbus kann bis zu 247 Personen befördern und nonstop z. B. von Frankfurt nach Hongkong fliegen. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 870 km/h und die Reichweite bei 9.100 km.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Leopold-Hoesch-Museum

Museen[Bearbeiten]

Das bekannteste Museum der Stadt Düren ist das nach dem Vater seines Stifters benannte Leopold-Hoesch-Museum. Das 1905 im Neobarock errichtete Gebäude zeigt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, unter anderem mit expressionistischen Gemälden. Seit 1986 sind dort auch Kunstwerke der internationalen Biennale PaperArt zu sehen. Bei dieser Ausstellung kooperiert das Leopold-Hoesch-Museum mit dem benachbarten Papiermuseum Düren. Dort wird seit 1990 die Geschichte und Herstellung des Papiers, die in der industriellen Entwicklung der Stadt seit dem 16. Jahrhundert eine große Rolle spielt, demonstriert. Die Besucher können selbst Papier schöpfen und sich zusätzlich eine große Sammlung an Wasserzeichen ansehen. Dass die Dürener gerne Karneval feiern, lässt sich nicht nur in der „fünften Jahreszeit“ beobachten. Seit 2006 gibt es im ehemaligen Schwesternwohnheim des St.-Augustinus-Krankenhauses im Stadtteil Lendersdorf ein Karnevalsmuseum, das schon 1994 von der Dürener Regionalgruppe des Bundes Deutscher Karneval gegründet worden und zuvor in Niederzier untergebracht war. Es wird von vielen Karnevalsgesellschaften der Region genutzt. Das jüngste Museum der Stadt ist das 2009 gegründete Stadtmuseum Düren in der Arnoldsweilerstraße. Dieses Museum widmet sich in seiner chronologisch entwickelten ständigen Ausstellung der Stadtgeschichte.

Stadttheater Düren

Theater und Musik[Bearbeiten]

Das ehemalige Stadttheater Düren wurde im Januar 1907 gegenüber dem Leopold-Hoesch-Museum eröffnet. In dem Jugendstil-Gebäude traten viele bekannte Ensembles auf. Bei den Bombenangriffen am 16. November 1944 wurde das Theater fast vollständig zerstört. Heute finden solche kulturellen Aufführungen meistens im Haus der Stadt statt. Dieser Mehrzweckbau in der Nähe des Bahnhofs ist seit 1991 Nachfolger der an der Bismarckstraße gelegenen Stadthalle. Als Veranstaltungsort für große Konzerte dient seit 2004 die multifunktionale Arena Kreis Düren, die rund 2000 Zuschauern Platz bietet. Im kleineren Rahmen bietet das Jugend- und Kulturzentrum Komm mehrmals pro Woche Musik, Kabarett und Theater. Das Komm-Zentrum befindet sich in der Pleußmühle, einer alten Getreidemühle mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert. Theateraufführungen gibt es an mehreren Schulen in Düren, unter anderem vom Jungen Theater des Gymnasiums am Wirteltor und von der Theater-AG des Burgau-Gymnasiums.

In der ehemaligen Fabrik der Dürener Metallwerke ist seit mehr als 25 Jahren die EndArt beheimatet. Hier finden Partys für Jugendliche und Anhänger der Musik der 1970er bis 90er Jahre und diverse Konzerte statt. Alle drei Jahre vergibt der gemeinnützige Verein einen vielbeachteten Musikpreis für lokale Bands. Seit 1991 finden jährlich die Dürener Jazztage mit Konzerten, einer „Kneipentour“ und einer Parade am Sonntag statt. 1998 entstand die Brass Band Düren, die als eine von insgesamt elf deutschen Brass Bands in original englischer Besetzung spielt.[32]

In Düren gab es früher viele Kinos, siehe dazu Kinos in Düren

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Burgau
Annasäule

Am Rand des Stadtwaldes im Stadtteil Niederau liegt das Schloss Burgau. Das Wasserschloss wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch die Grafen von Heinsberg bewohnt und anschließend als Lehen an Wilhelm von Burgau gegeben. Nachdem es 1944 zerstört wurde, blieb es bis zum Jahr 1979 Ruine, ehe sich die Schützenbruderschaft für eine Restaurierung engagierte, die erst 1998 endete. Das Schlosscafé ist ein Anziehungspunkt im Naherholungsraum Stadtwald. Zudem werden im Schloss Theater, Ausstellungen und Konzerte veranstaltet und es sind dort standesamtliche Hochzeiten möglich.

Im Theodor-Heuss-Park findet man das 1892 entstandene Bismarck-Denkmal zur Erinnerung an den bekanntesten Ehrenbürger der Stadt. Am Altenteich wurde 1882 zu Ehren des Dechant Vaßen ein Denkmal mit der heiligen Anna und dem Marienkind errichtet.[33] Der Altenteich war einst ein Handelsplatz für verschiedene Produkte. Neben dem Stiftischen Gymnasium sieht man heute noch den Dicken Turm, der zur Dürener Stadtmauer gehörte.

Eine architektonische Besonderheit ist die 1930 eingeweihte und heute denkmalgeschützte Dreigurtbrücke. Die Brücke, auf der die Eisenbahn die Rur überquert, war damals die weltweit erste ihrer Art.

Das Rathaus wurde 1959[34] eingeweiht und steht heute als Beispiel der Baukunst der 1950er Jahre unter Denkmalschutz.

Annakirche (Standort50.8013888888896.4838888888889)

Gotteshäuser[Bearbeiten]

Fatih-Moschee in Düren-Nord
  • Die wichtigste Kirche der Stadt ist die Annakirche. In ihr wird das Annahaupt als Reliquie aufbewahrt. Die Kirche wurde bei den Bombenangriffen am 16. November 1944 vollständig zerstört und in den 1950er Jahren unter der Leitung des Architekten Rudolf Schwarz neu aufgebaut. Die zweite Pfarrgemeinde der Innenstadt gehört zur Marienkirche. In Düren-Süd befindet sich die Pfarrkirche St. Josef. Zu dieser Gemeinde gehört das regelmäßig von Pilgern besuchte Muttergotteshäuschen. Die Kirche Sankt Peter Julian wurde 2003 abgerissenen. Das dazugehörige Kloster der Eucharistiner wurde aber neu aufgebaut. Im gesamten Stadtgebiet gibt es 15 weitere katholische Pfarr- und Kirchengemeinden, unter anderem in Arnoldsweiler.[35]
  • Das wichtigste evangelische Gotteshaus in Düren ist die Christuskirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg die zerstörte Auferstehungskirche ersetzte. Bei ihrer Einweihung 1954[36] besaß sie den höchsten freistehenden Kirchturm Deutschlands. Ein weiterer Treffpunkt für die Protestanten ist das Haus der Evangelischen Gemeinde.
  • Die Muslime beten seit den 1980er Jahren in der Fatih-Moschee (dt. „Eroberer Moschee“) an der Veldener Straße, welche 1992 durch den Bau eines Minarett erweitert wurde und somit zu einem prägenden Bauwerk für den Stadtteil Düren-Nord geworden ist. Hinzu kommt die in den letzten Jahren errichtete Hicret Moschee in der Kölner Landstraße, welche jedoch über kein Minarett verfügt.

Friedhöfe[Bearbeiten]

Grabmal der Familie Peill auf dem Neuen Friedhof Düren Ost

In Düren gibt es 16 städtische Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von etwa 555.000 m², auf denen jährlich rund 1000 Verstorbene beigesetzt werden. Neben der traditionellen Erdbestattung ist eine Urnenbestattung in Stelen sowie Friedgärten und ähnlichen Einrichtungen möglich. Der Hauptfriedhof Neuer Friedhof Düren-Ost befindet sich im Osten der Stadt neben der Kirche St. Bonifatius an der Friedenstraße und ist Hauptsitz der Dürener Friedhofsverwaltung einer Abteilung des Dürener Service Betriebs. Die anderen katholischen Friedhöfe liegen in den einzelnen Ortsteilen.[38] Der Friedhof der evangelischen Gemeinde an der Kölnstraße existiert seit 1825. Er wurde von dem Ehepaar Rudolph und Lucia Schenkel (geb. Schoeller) gestiftet und gilt als wichtiges Kulturdenkmal der Stadt.[39] Der alte jüdische Friedhof an der Arnoldsweilerstraße existierte seit mindestens 1551. Die letzten Beerdigungen gab es im Jahr 1888. Der neue Friedhof liegt an der Binsfelder Straße, in der Nähe des katholischen Hauptfriedhofs Düren-Ost. Er gehört heute zur jüdischen Gemeinde Aachen.[40]

Siehe auch[Bearbeiten]

Parks und Naherholung[Bearbeiten]

Sonnenuntergang am Badesee in Gürzenich

Rund um das Schloss Burgau erstreckt sich der Burgauer Wald, das größte Naherholungsgebiet der Stadt. Direkt in der Dürener Innenstadt findet man fünf weitläufige Parkanlagen den Willy-Brandt-Park oder auch Stadtpark genannt, den Theodor-Heuss-Park, den Hoesch-Park, den Konrad-Adenauer-Park und den Park Holzbenden. Weitere Grünanlagen findet man entlang der Rur und in den einzelnen Stadtteilen. Im Sommer können die Dürener ihre Freizeit an zwei Badeseen in Gürzenich und Echtz verbringen. Beide Badeseen entstanden aus ehemaligen Tagebau-Gruben der Rheinbraun im Westrevier des Rheinischen Braunkohlereviers. Der Dürener Badesee im Stadtteil Gürzenich entstand in den 1960er Jahren aus dem Tagebau Düren. Er besitzt eine Wasserfläche von etwa 350.000 m² und eine maximale Tiefe von 11 m. Die Kapazität des Badesees liegt bei etwa 10.000 Badegästen. Der Badesee wird von den Dürenern jedoch nicht nur als Freibad genutzt, vor allem in den Sommermonaten ist die Seeanlage auch Veranstaltungsort für verschiedenste Musikveranstaltungen. 2009 fand dort zum ersten Mal das Tag am See Open Air statt, welches nationale Musikgrößen nach Düren lockte. Eine Fortsetzung war für die Folgejahre geplant.[41][42]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Blick vom Riesenrad auf den südlichen Teil der Annakirmes

Die Annakirmes findet jedes Jahr Ende Juli bis Anfang August statt und entwickelte sich mit rund einer Million Besuchern zu einem der größten Volksfeste in Deutschland. Während des neuntägigen Spektakels werden neben zahlreichen Fahrgeschäften und Imbissbuden Veranstaltungen wie die Weltmeisterschaft im Kirsch-Kern-Weitspucken und die Wahl der Miss Annakirmes präsentiert.

Die Annakirmes entstand aus einem Jahrmarkt von Schaustellern, der sich an Pilger richtete, die zur Verehrung des Annahauptes nach Düren kamen. Noch heute bezeichnet sich Düren gerne als „Stadt der Märkte“. Neben dem Wochenmarkt und jahreszeitlichen Angeboten wie Mai-, Herbst- und Weihnachtsmarkt stehen als Marktobjekte diverse Produkte wie Geranien, Bier oder gar Kartoffeln im Mittelpunkt des Interesses.[43] Eine größere thematische Vielfalt bietet das Stadtfest, das die IG City seit 1979 alljährlich im September veranstaltet.

Wie im gesamten Rheinland wird in Düren der Karneval gefeiert. Die Prinzengarde wurde 1954 gegründet. Am Karnevalssonntag bewegt sich der Karnevalsumzug mit dem Prinzenpaar durch die Innenstadt. Viele Stadtteile haben eigene Karnevalsgesellschaften, die Sitzungen und Umzüge veranstalten.

Mahnmale[Bearbeiten]

Stele vor dem Amtsgericht

Da Düren im Zweiten Weltkrieg eine der am stärksten zerstörten Städte in Deutschland war, erinnern seit dem Wiederaufbau in den 1950er Jahren diverse Mahnmale an die Zeit des Nationalsozialismus und der Weltkriege. Vor dem Rathaus dient der von Adolf Wamper entworfene „Flammenengel“ zum Gedenken an die verheerenden Fliegerangriffe vom 16. November 1944 und an alle Toten der beiden Weltkriege.[44] Seit März 1954 sammelt die Stadtverwaltung in einem Verzeichnis die Namen aller Opfer des 16. November 1944. An die Kriegstoten aus dem damaligen Landratsamt erinnert seit November 1961 eine von Jaekel entworfene Bronzetafel im Kreishaus. Das Bild zeigt, wie der Erzengel Michael über der brennenden Stadt gegen einen Drachen kämpft.[45]

Zwischen 1988 und 1990 schuf Ulrich Rückriem mit den nach ihm benannten Stelen ein dezentrales Mahnmal. An den zehn Skulpturen finden am Jahrestag der Reichspogromnacht Mahnstunden statt. Am 26. Juni 2005 verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig in Düren die ersten Stolpersteine. Diese Pflastersteine erinnern mit einer kleinen Gedenkplatte an die in der Zeit des Nationalsozialismus deportierten jüdischen Mitbürger. Die ersten beiden Steine wurden in der Schenkelstraße (Familie Horn) und in der Hohenzollernstraße (Familie Leven) verlegt. Bis zum 20. Oktober 2008 erhöhte sich die Anzahl auf 61 Stolpersteine.

Ehemaliges Kriegerdenkmal

Für die Toten des Ersten Weltkriegs arbeitete ein eigens gegründeter Verein an der Errichtung eines Ehrenmals am Fuchsberg. Das Projekt wurde vom beginnenden Zweiten Weltkrieg aufgehalten und nie vollendet. 1975 wurde der Turm zu Gunsten anderer Baumaßnahmen abgerissen. Ebenfalls nicht mehr existent ist das Dürener Kriegerdenkmal, das an die Opfer der Kriege 1866 und 1870/71 erinnerte. Es befand sich in der Nähe des ehemaligen Realgymnasiums auf der Kreuzung zwischen August-Klotz-, Tivoli- und Schenkelstraße und wurde 1949 abgerissen.[45]

Sport[Bearbeiten]

Der im Jahr 2012 erfolgreichste Verein der Stadt ist evivo Düren. Die Mannschaft, die aus der Volleyball-Abteilung des Dürener TV hervorgegangen ist, konnte sich in der Bundesliga etablieren und erreichte von 2005 bis 2007 dreimal in Folge das Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den VfB Friedrichshafen. In dieser Zeit konnten die Dürener auch internationale Erfahrungen in der Champions League sammeln. Seit 2002 veranstaltet der Kreis Düren auf dem Kaiserplatz den DKB Beach Cup, an dem jedes Jahr Beachvolleyball-Nationalspieler teilnehmen. Außerdem gibt es an der Dr.-Overhues-Allee die Beachvolleyball-Anlage Rurbeach 47. Das für die Volleyball-Abteilung des GFC Düren 09 spielende Duo Susanne Lahme / Danja Müsch nahm an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teil.

Der Badminton-Mannschaft des 1. BC Düren gelangen seit 2002 fünf Aufstiege. In der Saison 2009/10 spielte sie zum ersten Mal in der zweiten Bundesliga und erreichte sofort den dritten Platz in der Tabelle.

Die erfolgreichen Zeiten der Dürener Fußballvereine liegen schon länger zurück. Die SG Düren 99 spielte in der Oberliga und ist mit fünf Mittelrheinmeisterschaften immer noch einer der erfolgreichsten Amateurvereine am Mittelrhein. Der ebenfalls in Düren geborene Nationalspieler Karl-Heinz Schnellinger begann seine Karriere bei Düren 99. Der spätere Vizeweltmeister Harald (Toni) Schumacher begann seine Karriere bei Schwarz-Weiß Düren. Aktuell (2011) sind die Viktoria 08 Düren-Arnoldsweiler in der Mittelrhein-Liga und der FC Düren-Niederau 08,[46] und der GFC Düren 09 in der Landesliga die besten Fußballvereine der Stadt. Am 1. April sind die Vereine SG Düren 99 und GFC Düren 09 zum neuen Verein GFC Düren 99 fusioniert. Im Oktober 2008 wurde die Dürener Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ mit dem Julius-Hirsch-Preis des DFB ausgezeichnet.[47]

Die Schwimmer des Dürener TV waren durch die Damen-Mannschaft bereits in der zweiten Bundesliga vertreten und nehmen regelmäßig an den deutschen Meisterschaften teil. Florian Moll erreichte bei den Sommer-Paralympics 2008 jeweils das Finale über 100 Meter Brust und 400 Meter Freistil.[48] Der Boxring Düren, den Heinz Jäger 1955 im Grüngürtel gründete, wurde durch den Europameister Ernst Müller bekannt.[49]

In Düren existiert eine Football Mannschaft, die Aachen-Düren Demons. Die Herren- und Jugendmannschaft des Vereins befindet sich im Ligaspielbetrieb.[50]

1996 konnte Düren in einer ungewöhnlichen Sportart einen Weltmeister im Bumerangwerfen feiern. Heinz-Willi Dammers erreichte bei den Bumerangweltmeisterschaften 1996 in Neuseeland Christchurch in der Königsdisziplin „Australische Runde“ mit der Mannschaft den Weltmeistertitel.[51] Außerdem wurde er im Einzel in Disziplin „MTA“ Vizeweltmeister. In den Jahren 1995, 2000 und 2003 konnte er jeweils einen Deutschen Meistertitel nach Düren holen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Papiermuseum

Düren wurde durch seine traditionellen produzierenden Gewerbe zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort. Das Wirtschaftsleben im Dürener Raum wurde seit dem 15. Jahrhundert durch das Textilgewerbe (Tuchmacher),[52] die Papiererzeugung und die Metallverarbeitung bestimmt. Die Papier- und Textilproduktion wurden dabei durch das außergewöhnlich weiche Wasser der Rur begünstigt. Rütger von Scheven errichtete 1710 die erste Papiermühle in Düren, heute Kanzan Spezialpapiere. 1812 gab es in Düren schon 17 Papierfabriken, elf Tuch- und Deckenfabriken, ein Walzwerk und zwei Eisengießereien.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg leistete die wieder aufgebaute Industrie ihren Beitrag dazu, dass sich Düren zu einer großen Mittelstadt mit fast 100.000 Einwohnern entwickelte. Die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten in Düren heute noch in einem verarbeitenden Gewerbe (rund 28 %). Allerdings ist der Anteil dieser Branche gesunken. Einen Beschäftigungszuwachs von rund 23 % gab es in den letzten Jahren im Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialwesen. Noch deutlicher war die Steigerung im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung und Unternehmensdienstleistung, der mit 14,6 % knapp vor Handel, Instandhaltung und Reparatur (12,4 %) liegt. Wie in der gesamten Bundesrepublik ist die Zahl der Teilzeitarbeiter gegenüber den Vollbeschäftigten deutlich gestiegen.[2]

Bereits 1980 wurde in der Stadt Düren, die zum Kammerbezirk der Handwerkskammer Aachen (HWK Aachen) gehört, die zentrale „Berufsbildungs- und Gewerbeförderungseinrichtung“ (BGE) gegründet. Sie ist zuständig für die überbetriebliche Lehrlingsausbildung in den Berufen Metalltechniker, Anlagenmechaniker, Schweißtechniker, Maler und Lackierer sowie Fahrzeuglackierer, wobei für die Berufsfelder Maler und Lackierer sowie Autolackierer Aufstiegsqualifizierungen zum Handwerksmeister angeboten werden.[53] Ferner richtete die HKW Aachen 2003 das „Trainings-Centrum Kraftfahrzeugtechnik“ (TraCK) ein, welches zuständig ist für die Aus- und Weiterbildung im kraftfahrzeugtechnischem Gewerbe.[54]

Heute gibt es drei große Gewerbeflächen in Düren. Das Gewerbegebiet „Im großen Tal“ liegt nördlich von Birkesdorf und hat direkten Anschluss an die A 4 und die B 56. Es bietet knapp 80 Hektar Nutzfläche und beherbergt derzeit 111 Betriebe. Das Gewerbegebiet „Talbenden/Rurbenden“ (34,5 Hektar) in Huchem-Stammeln gehört der Stadt Düren und der Gemeinde Niederzier. Mit der Gemeinde Kreuzau teilt sich Düren das Gewerbegebiet „Stockheimer Landstraße“, das wegen der dort ansässigen Firmen und Händler als „Automeile“ bekannt ist.[55]

Stadtcenter Düren am Max-Oppenheim-Platz

Als „Stadt der Märkte“ profiliert sich Düren auch durch den Handel. Die meisten Einzelhändler haben ihre Geschäftsräume in der Innenstadt, deren Einkaufszone sich von der Wirtelstraße über den Kaiserplatz am Rathaus bis zur Annakirche erstreckt. Zur besseren Vermarktung der Stadt begann Anfang 2003 die Umsetzung des vom Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla entworfenen „Handlungskonzeptes Innenstadt“.[56] Mit dem 2005 eröffneten StadtCenter Düren, einem Einkaufszentrum in der Nähe des Bahnhofs, sollten zusätzliche Kunden angelockt werden, um die wirtschaftliche Kraft der Stadt zu erhöhen. Seit Ende 2005 kümmert sich die CityMa unter der Leitung des City-Managers um das Image der Stadt. Dieser Dachverband, dem unter anderem die früher gegründete IG City angehört, ist auch mitverantwortlich für Veranstaltungen wie die „Dürener WM-Tage“ oder die Aktion „Düren leuchtet“, bei der die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet sind.[57]

Die Stadtwerke Düren versorgen die Stadt und einige benachbarte Gemeinden mit Wasser, Elektrizität und Gas. Die Geschichte der Stadtwerke reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Sie vereinigen heute mehrere früher selbstständige Versorgungseinrichtungen.[58] Das Hauptwasserwerk befindet sich unterhalb des Stausees Obermaubach an der Rur in der Gemeinde Kreuzau. Die Stadtwerke vermarkten ihre Energieversorgung mit Elektrizität und Gas unter dem Namen „evivo“. Danach ist auch die Bundesliga-Mannschaft der Volleyballer benannt. Der Wasserverband Eifel-Rur hat seinen Sitz in Düren. Seine Mitglieder sind im Verbandsgebiet die Kommunen und Kreise, Abwasser ableitende gewerbliche Betriebe und die Trinkwasserversorger. Er betreut auch die Talsperren in der Nordeifel.

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Unternehmen in Düren

Familienunternehmen hatten einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und prägen noch heute das Bild der Stadt.

Zu den ältesten Familienunternehmen gehört das der Familie Schoeller, das sich bereits seit 1550 urkundlich nachweisen lässt.[59] Johann Arnold Schoeller verlegte zur Zeit der napoleonischen Besatzung den Firmensitz von der Eifel-Gemeinde Gemünd nach Düren. Seine Tochter Catharina Schenkel richtete 1852 die Schenkel-Schoellersche Versorgungsanstalt ein, aus der das 1953 nach dem Krieg in Niederau neu aufgebaute Altenheim Schenkel-Schoeller-Stift hervorging.[60] Mehrere Familienmitglieder gründeten im 18. und 19. Jahrhundert Unternehmen, die bis heute erhalten sind. 1784 errichtete Heinrich Wilhelm Schoeller die Papierfabrik Schoellershammer, die sich heute im Stadtteil Krauthausen befindet. Leopold Schoeller gründete 1842 eine Tuchfabrik und 1854 das Teppichkontor (die heutige Firma Anker-Teppichboden in Birkesdorf). Darüber hinaus war er in diversen Projekten auch sozial engagiert.

Leopold Hoesch

Mit Eisen und Stahl beschäftigte sich die Familie Hoesch. Der Monschauer Eberhard Hoesch senior erwarb Mitte des 19. Jahrhunderts neben zwei Eisenwerken in seiner Heimatstadt eine Hütte im Dürener Stadtteil Lendersdorf. Sein Neffe Leopold Hoesch übernahm die Leitung des Unternehmens. Er gründete in Dortmund die Hoesch AG, zu der Fabriken in Düren und der Eifel gehörten. Leopolds Sohn Eberhard Hoesch junior führte die Tradition fort. Außerdem finanzierte er den Bau des Stadttheaters und eines Museums, das nach seinem Vater benannt wurde. Julius Hoesch wandte sich einer anderen Branche zu und wurde 1865 Chemikalienhändler. Der Firmensitz der GmbH befindet sich in Hoven.

In der Nachfolge des von Richard Kufferath 1752 gegründeten Unternehmens stehen seit dem 20. Jahrhundert zwei Firmen in Düren.[61] 1925 entstand die in Mariaweiler ansässige Firma GKD Gebrüder Kufferath, die sich zu einem weltweit erfolgreichen Anbieter von technischen Geweben entwickelt hat. Die Andreas Kufferath GmbH trat in den 1960er Jahren vorübergehend in Konkurrenz zur GKD, konzentrierte sich dann aber wieder auf die Papierindustrie. Im Jahr 2008 wird sie wegen drohender Insolvenz umstrukturiert. Ebenfalls in Mariaweiler ansässig ist die bereits 1811 von Thomas Josef Heimbach gegründete Heimbach Gruppe. Der Hersteller von Papiermaschinenbespannungen und Filtrationselementen produziert heute weltweit an 13 Standorten mit insgesamt mehr als 1800 Mitarbeitern technische Gewebe hauptsächlich für die Papierindustrie.[62] Die Papierindustrie ist auch ein wesentlicher Kunde für die Maschinenfabrik von Carl Krafft. Das Familienunternehmen wurde 1780 als Eisengießerei gegründet und spezialisierte sich später auf die Fertigung von Walzen und Zylindern.[63]

Regionalexpress im Bahnhof Düren
Euregiobahn im Bahnhof Düren

Die von Dürener Ärzten 1991 gegründete Duria eG - dem einzigen genossenschaftlich organisierten Softwarehaus der Ärzte in Deutschland – arbeitet erfolgreich bundesweit als Anbieter von elektronischen Praxisverwaltungssystemen (PVS).

Verkehr[Bearbeiten]

Während in karolingischer Zeit der Fernverkehr auf der Krönungsstraße von Frankfurt nach Aachen verlief, erreicht man Düren heute über die:

Bundesautobahn 4 Aachen - Düren - Köln - Olpe - Kreuztal
Bundesstraße 56 Selfkant - Jülich - Düren - Euskirchen - Bonn
Bundesstraße 264 Aachen - Eschweiler - Düren - Köln-Lindenthal
Bundesstraße 399 Düren - Hürtgenwald - Simmerath - Monschau

Wenn man aus Richtung Jülich anfährt, kann man auch die A 44 nutzen. Zentraler Verkehrsknotenpunkt ist ein großer, mehrspuriger Kreisverkehr, der Friedrich-Ebert-Platz. Radfahrer können unter anderem auf dem Rurufer-Radweg fahren. Der Bahnradweg verläuft entlang den Schienen der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen, hauptsächlich zwischen Düren und Horrem.

→Siehe auch Kölner Landstraße und Liste der Straßen in Düren

Über diese Bahnstrecke ist Düren mit seinem Inselbahnhof seit dem 6. September 1841 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Allerdings hielten hier seit Dezember 2002 keine Fernverkehrszüge, sondern lediglich Züge des Nahverkehrs wie der NRW-Express (RE 1) und der Rhein-Sieg-Express (RE 9). Die Linie S12 der S-Bahn Rhein-Ruhr pendelt zwischen Düren und Au (Sieg). Seit Juli 2009 hält jedoch versuchsweise der ICE in Düren, sodass der Bahnhof wieder an das Fernverkehrsnetz angeschlossen ist. Seit Dezember 2009 ist die Euregiobahn (RB 20) über die so genannte „Talbahnstrecke“ bis nach Düren durchgebunden, somit besteht nun eine zusätzliche Verbindung über den Aachener Hauptbahnhof bis zum Endbahnhof im niederländischen Heerlen. Viele Pendler nutzen außerdem die Bahnstrecke Jülich–Düren bzw. Bahnstrecke Düren–Heimbach (RB 21, „Rurtalbahn“), die zwischen dem Dürener Bahnhof und Linnich beziehungsweise Heimbach verkehrt.

Direkt neben dem Bahnhof befindet sich der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), der außer dem Kaiserplatz am Rathaus der wichtigste Knotenpunkt für die etwa 40 Stadt- und Regionalbuslinien der Dürener Kreisbahn ist.

Neben der Dürener Kreisbahn existierte mit der Dürener Eisenbahn AG (DEAG) lange eine weitere Eisenbahngesellschaft. Sie betrieb ab 1893 eine meterspurige Strecke vom Bahnhof Düren in nordwestlicher Richtung nach Birkesdorf, die später etappenweise bis Inden verlängert wurde. Nachdem der Personenverkehr immer weiter abnahm, erfolgte die Einstellung des Bahnbetriebs 1965, als ein wichtiger Teil des Güterverkehrsaufkommens wegfiel.

Für die Schifffahrt wurde im 19. Jahrhundert der Rhein-Maas-Kanal geplant. Dabei war ein Stichkanal nach Düren vorgesehen. Der Plan gelangte jedoch nie zur Ausführung.

Durch die Stadt führen mehrere Radwanderwege. Der 180 km lange RurUfer-Radweg führt von der Rur-Quelle in den belgischen Ardennen bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Roermond. Die 524 km lange Wasserburgen-Route verbindet mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht. Die Grünroute führt auf 370 km entlang der schönsten Naturgebiete zwischen Beringen in Belgien, Heerlen in den Niederlanden und Düren in Deutschland durch eines der ehemals größten Steinkohlereviere Europas. Die Deutsche Fußballroute NRW führt 800 Kilometer quer durch Nordrhein-Westfalen. Sie ist der bislang einzige unter einem populären und landesübergreifenden Thema angelegte Erlebnisradweg in NRW. Die „Sagenroute des Deutschen Fußballs“ erschließt neben fußballerischen Kultorten wie Veltins-Arena in Gelsenkirchen oder Borusseum in Dortmund auch die touristischen Highlights in NRW. Außerdem liegt Düren an der Die 480 km lange Kaiser-Route. Sie ist nach Kaiser Karl dem Großen benannt, der in Aachen residierte. Der Routenverlauf orientiert sich an der mutmaßlichen Route, die das kaiserliche Heer in Jahr 775 auf seinem Kreuzzug in das Gebiet der Sachsen nahm.

Medien[Bearbeiten]

In Düren erscheinen zwei Tageszeitungen. Seit 1872 gibt es die Dürener Zeitung als regionale Ausgabe der Aachener Zeitung. Bereits einige Monate vor Kriegsende erschien am 24. Januar 1945 die erste Ausgabe der Aachener Nachrichten. Rund zwei Jahre später gab es zum ersten Mal den Dürener Lokalteil. Ein großer Teil der Dürener Zeitung und der Dürener Nachrichten ist identisch; sie unterscheiden sich hauptsächlich im Lokalteil und einigen Seiten des Mantels. Als kostenlose Werbezeitungen werden die DN-Woche (mittwochs) und der Super Sonntag verteilt. Magazine wie die Dürener Illustrierte oder die koubs informieren über lokale Veranstaltungen und Lifestyle-Themen.

Seit September 1992 sendet Radio Rur. Der Lokalsender für den Kreis Düren gehört zum Verbund Radio NRW und hat seine Zentrale in der Pleußmühle. Neben dem vorgegebenen Rahmenprogramm und regelmäßigen Nachrichten gibt es täglich von sechs bis neun und 16 bis 18 Uhr ein lokales Programm, das von 21 bis 22 Uhr durch das Bürgerradio des Ersten Dürener Rundfunkvereins (EDR) ergänzt wird.

Diverse Fabrikgelände und die Rheinische Kliniken dienten bereits mehrmals als Schauplatz für Fernsehproduktionen. Im Birkesdorfer St. Marien-Hospital wird seit April 2007 die RTL-Serie „Die Kinderärzte von St. Marien“ aufgezeichnet.[64]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Wirteltor-Gymnasium
Stadtbücherei im Haus der Stadt

Bildung[Bearbeiten]

In Düren gibt es insgesamt 35 allgemeinbildende Schulen.[65] Für die Primarstufe stehen in der Innenstadt und den Stadtteilen elf katholische Grundschulen und acht Gemeinschaftsgrundschulen zur Verfügung. In der Sekundarstufe besuchen die meisten Dürener Schüler (39 % im Jahr 2007) ein Gymnasium.[2] Das größte Dürener Gymnasium ist das 1828 eröffnete Gymnasium am Wirteltor, das seit 2008 den Titel Europaschule trägt. Das Stiftische Gymnasium ist eng mit der Geschichte Dürens verknüpft und verweist in seiner Tradition auf eine Lateinschule von 1358. Am 13. November 1826 erhielt die Schule den Status eines Gymnasiums. Deutlich jünger ist das 1969 gegründete Burgau-Gymnasium, das sich durch seinen bilingualen Unterricht in Französisch auszeichnet. Auch dieses Gymnasium trägt mittlerweile den Titel Europaschule. Das Rurtalgymnasium war 1880 zunächst eine höhere Töchterschule. Die St. Angela-Schule ist heute noch auf Mädchen beschränkt. Sie umfasst ein Gymnasium und eine Realschule. Außerdem gibt es in Düren die Realschulen Bretzelnweg, Nord und Wernersstraße. Die drei Hauptschulen Burgauer Allee in Düren-Süd, Birkesdorf und Gürzenich sind Gemeinschaftsschulen. Die beiden Gesamtschulen sind nach Anne Frank und Heinrich Böll benannt. Ergänzt wird das Angebot durch die beiden Förderschulen Bürgewald und Cornetzhof.

Zur beruflichen Weiterbildung dienen drei Berufskollegs: die Kaufmännischen Schulen an der Euskirchener Straße, das Nelly-Pütz-Berufskolleg und das Berufskolleg für Technik.[66] Außerdem bietet die Stadt eine Volkshochschule und eine Musikschule an. Blinde und sehbehinderte Menschen werden an der Louis-Braille-Schule (Vorschule bis 10. Klasse) und im Berufsförderungswerk Düren (berufliche Bildung) unterrichtet.

Die Stadtbücherei Düren ist die älteste kommunale Bibliothek im Rheinland. Sie befindet sich im Haus der Stadt und bietet rund 100.000 Bücher und andere Medien.[67]

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Für die medizinische Versorgung der Bevölkerung stehen in Düren vier Kliniken zur Verfügung. Das Krankenhaus Düren an der Roonstraße wird von Stadt und Kreis gemeinsam betrieben. Seine Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1484. Das jetzige Krankenhaus entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und verfügt heute über 525 Betten. Das St. Marien-Hospital in Birkesdorf befindet sich in der Trägerschaft der Caritas. Es wurde ursprünglich von Franziskanern betrieben und nach einem Umbau 1876 unter dem heutigen Namen eröffnet. Überregionale Bekanntheit erlangte es durch die RTL-Serie „Die Kinderärzte von St. Marien“. Das St. Augustinus Krankenhaus in Lendersdorf wurde von Benno Schoeller gestiftet. Mit 294 Betten dient es der Regelversorgung. Die Rheinischen Kliniken sind auf Psychiatrie und Psychotherapie spezialisiert. Als zweitgrößte Fachklinik in Nordrhein-Westfalen erstreckt sich der Einzugsbereich über den Kreis Düren hinaus auf die Städteregion Aachen und den Rhein-Erft-Kreis.

Sportstätten[Bearbeiten]

Seit dem 3. September 2004 ist die Arena Kreis Düren die Heimat des Volleyball-Vizemeisters evivo Düren. Die Arena ist aufgrund der geschlossenen Stadthalle außerdem Veranstaltungsort für kulturelle Aufführungen.

Die Dürener Westkampfbahn hat eine wesentlich längere Geschichte als die Arena. Die an der Mariaweilerstraße gelegene Sportstätte ist heute das Zuhause des 1899 gegründeten Dürener Traditionsvereins SG Düren 99. Die Anlage verfügt über ein Clubhaus, eine Holztribüne und mehrere Anlagen für Fußball, Tennis, Feldhockey und Leichtathletik. Zudem ist hier die Pool-Billard-Abteilung des PBC Phoenix Düren 99 beheimatet

Neben der Kreis Arena befindet sich am Europaplatz das letzte Hallenbad im Dürener Stadtgebiet. Betrieben wird das Hallenbad Jesuitenhof von der Stadtwerke Düren GmbH. Neben dem Hauptschwimmbecken und einem Lehrschwimmbecken findet man dort eine große Saunalandschaft sowie einen Fitnessbereich.

Der Golfplatz[68] im Stadtteil Gürzenich nahm im Juni 1976 seine Anlage mit damals neun Löchern (heute 1–3 und 13–18) in Betrieb und erweiterte sie 1996 auf einen anspruchsvollen Platz mit 18 Spielbahnen. Die ersten drei und die letzten sechs Bahnen sind in eine alte Parklandschaft eingebettet, deren Bild und spielerische Anforderung durch Jahrhunderte alte Eichen geprägt wird. Der Platz zählt mit einer Länge von 6082 m/5271 m und einem Slopewert von 138 (Herren) und 132 (Damen) zu den schwierigsten Plätzen in Deutschland.

Tourismus[Bearbeiten]

Im Fremdenverkehr zählte man 2008 in Düren 63.011 Übernachtungen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Düren betrug 1,7 Tage.[69] Den Gästen stehen zwölf Hotels sowie mehrere private Ferienwohnungen zur Verfügung.[70]

Feuerwehr und Polizei[Bearbeiten]

Feuerwehrhauptwache Düren-Süd
Polizeihauptwache Düren

In Düren gibt es seit 1872 eine Freiwillige Feuerwehr. Die heutige Hauptwache wurde 1981 erbaut und befindet sich in der Brüsseler Straße an der Bundesstraße 56 am südlichen Rand der Innenstadt. Die Feuerwehr besteht zurzeit aus 79 Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes, vier Verwaltungsbeamten und 303 ehrenamtlichen Kräften.[71] In der Innenstadt und den Stadtteilen sind sechs ehrenamtliche Löschzüge bzw. elf Löschgruppen aktiv.

  1. Löschzug 1: Innenstadt
  2. Löschzug 2: Innenstadt
  3. Löschzug 3: besteht aus den Löschgruppen Birkesdorf und Arnoldsweiler
  4. Löschzug 4: besteht aus den Löschgruppen Berzbuir, Lendersdorf und Niederau
  5. Löschzug 5: besteht aus den Löschgruppen Echtz, Mariaweiler und Merken
  6. Löschzug 6: besteht aus den Löschgruppen Birgel, Derichsweiler und Gürzenich[72]

Bei der Dürener Feuerwehr gab es Ende der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre einen von nur sieben jemals hergestellten Falcons. Die Feuerwache Düren verfügt über einen Fuhrpark der 40 aktive und neun historische Einsatzfahrzeuge umfasst. Am 21. Dezember 2011 wurde ein Feuerwachenanbau eingeweiht.

Die Polizeiwache Düren befindet sich an der Aachener Straße. Bei der Aufklärung von Straftaten lag die Dürener Polizei im Jahr 2007 über dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt. Bei den Verkehrstoten war die Anzahl im landesweiten Vergleich relativ gering.[73]

Übrige Behörden[Bearbeiten]

Das Amtsgericht Düren gehört zum Landgerichtsbezirk Aachen und zum Oberlandesgerichtsbezirk Köln.

Das Finanzamt befindet sich in einem Gebäude aus den 1950er Jahren in der Goethestraße. Die Dürener Dienststelle untersteht der Oberfinanzdirektion Rheinland in Köln. Gegenüber dem Finanzamt wurde in den 1960er Jahren für das Finanzbauamt ein neues Bürohaus erbaut. Es steht an der Stelle des ehemaligen Hotels Kaiserhof. Der Eingang des Hotels mit den Steinreliefs wurde in den Neubau integriert. Heute wird das Gebäude vom Finanzamt mitgenutzt.

Das frühere Arbeitsamt, heute Agentur für Arbeit, befindet sich in der Moltkestraße im Hauptgebäude und einigen angemieteten Büroetagen in direkter Nähe. Die Arbeitsagentur Düren ist für den gesamten Kreis Düren zuständig. Eine Geschäftsstelle befindet sich in Jülich. Die Familienkasse wurde nach Aachen ausgelagert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Statue des Ehrenbürgers Bismarck vor der Stadthalle

Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Düren

Die Stadt Düren hat bisher acht Männer zu Ehrenbürgern erklärt. Neben fünf Politikern zählen dazu der Dechant Franz Anton Vaßen und der Heimatdichter Josef Schregel. Außer Paul von Hindenburg und Heinrich Spies sind alle Ehrenbürger in Straßennamen[74] verewigt.

Hauptartikel: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Düren

Die Liste der Persönlichkeiten der Stadt Düren besteht zum größten Teil aus Politikern, Sportlern, Künstlern und einigen Unternehmern wie der Familie Hoesch. Die frühesten der in Düren geborenen Persönlichkeiten waren der Kölner Bürgermeister Lambert van Duren und der Terrakotta-Bildhauer Statius von Düren, die beide ihre Herkunft im Namen tragen. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen die Ärzte Johann Clöben (17. Jahrhundert) und Heinrich Mulartz (1688), der Buchhändler Carl Christian Jügel (1738), der Geheimschreiber Arnold Robens (1756) von der Jülichschen Ritterschaft sowie der wohltätige Kaufmann Rudolf Schenkel (1770) hinzu. Der 1805 geborene Mathematiker Dirichlet kam durch Alexander von Humboldt nach Berlin, heiratete eine Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und wurde in Göttingen Nachfolger von Carl Friedrich Gauß. Ein weiterer prominenter Wissenschaftler war der Ökonom Hermann Heinrich Gossen, der Gesetze zum Grenznutzen formulierte. Die Brüder Carl Georg Schillings (1865) und Max von Schillings (1868) machten sich als Tierfotograf beziehungsweise Theaterintendant einen Namen. Aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind unter anderem der Widerstandskämpfer Kurt Bachmann und der NSDAP-Abgeordnete Franz Binz bekannt.

Bekannte Persönlichkeiten der Gegenwart sind der Pianist Lars Vogt, der Comedian Dieter Tappert alias Paul Panzer, der Schauspieler und Synchronsprecher Gudo Hoegel und der Schriftsteller Michael Lentz. Ebenfalls aus Düren stammen die Brüder Roland Peil (Percussionist u. a. bei den Fantastischen Vier) und Florian Peil (Gitarrist und Sänger der Rockband Peilomat). Weiterhin stammt aus Düren Paul J. J. Welfens, der Professor der Makroökonomischen Theorie an der Bergischen Universität Wuppertal ist.

Zu den Persönlichkeiten, die in Düren lebten oder leben, gehören neben Karl dem Großen der Ortsnamensforscher Wilhelm Kaspers und der Eifel-Wanderwart Franz Krawutschke. Der als Märtyrer verehrte Priester Fritz Keller und der Raketentechniker Gerhard Zucker wurden in der NS-Zeit bekannt. Weitere prominente Einwohner der Stadt sind die Sinti Melanie Spitta, der Opernsänger Rudolf Schock, der ehemalige Ärztekammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe, der Ex-Fußballtorwart Harald Schumacher und der DFB-Manager Oliver Bierhoff.

Durch ihre besonderen Eigenheiten erhielten die Dürener Originale einen Platz in der Stadtgeschichte.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Trägerverein Stadtmuseum Düren e.V. (Hrsg.): Dürens Goldene Jahre 1871-1914. Begleitbuch zur III. Abteilung der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte.. Hahne & Schloemer, Düren 2014, ISBN 978-3-942513-22-7.
  •  Alexander Mainz: Das alte Düren im Bild. 5. völlig neu bearbeitete und verbesserte Auflage. Verlagsgruppe Mainz, Aachen 2009, ISBN 978-3-8107-0043-8.
  •  Paul Hartmann, Edmund Renard: Die Kunstdenkmäler des Kreises Düren. Düsseldorf 1910.
  •  Ulrich Coenen: Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Düren. 2 Auflage. Mainz, Aachen 1989, ISBN 3-925714-27-8.
  •  Hans J. Domsta: Siegel und Wappen der Stadt Düren und ihrer Stadtteile. Dürener Geschichtsverein, Düren 1985.
  •  Hans J. Domsta: Zeittafel zur Geschichte Dürens 747–1997. Dürener Geschichtsverein, Düren 1998.
  •  Erwin Gatz: St. Anna in Düren. Kühlen, Mönchengladbach 1972, ISBN 3-87448-074-7.
  •  Josef Geuenich: Geschichte der Papierindustrie im Düren-Jülicher Wirtschaftsraum. Hamel, Düren 1959.
  •  Josef Heinrichs: Dürener Platt. Düren 2001.
  •  Helmut Krebs: Düren. Sutton, Erfurt 2003, ISBN 3-89702-565-5.
  •  Peter Kremer: Wo das Grauen lauert. Sammlung von Spuksagen aus Düren und Umgebung. PeKaDe, Düren 2003, ISBN 3-929928-01-9.
  •  Heike Kussinger-Stankovic: Düren – Gesicht einer Stadt der 1950er Jahre. In: Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes. 27, Dürener Geschichtsverein, Düren 2006, ISSN 0343-2971.
  •  Heinrich Otten: Der Wiederaufbau von Düren. Bonn 1998.
  •  Egon Schiffer: Düren Verzweiflung und Hoffnung. Ein persönlicher Erlebnisbericht über Zerstörung und Wiederaufbau meiner Stadt Düren 1944-1948. Hahne und Schloemer, Düren 2006, ISBN 3-927312-76-2.
  •  Horst Wallraff: Nationalsozialismus in den Kreisen Düren und Jülich. Tradition und „Tausendjähriges Reich in einer rheinländischen Region 1933 bis 1945. 2 Auflage. Düren 2000, ISBN 3-927312-30-4.
  •  Wilhelm Bruell: Chronik der Stadt Düren. mit 12 Holzschn. u. e. lithogr. Stadtplan. Vetter, Düren 1895. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  •  Mathias Michael Bonn: Sammlung von Materialien zur Geschichte Dürens und seiner nächsten Umgegend. Knoll, Düren 1835. Digitalisierte Ausgabe

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. a b c d e f Definition der Gemeindereferenz des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Kommunalprofil der Stadt Düren bei der Landesdatenbank NRW
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLage der Stadt. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  4. Dürener Funde schreiben Geschichte um. Aachener Nachrichten, 1. September 2010, abgerufen am 2. September 2010.
  5. Birgit Ströter: Spektakuläres durch alle Epochen. Landschaftsverband Rheinland, 1. September 2010, abgerufen am 2. September 2010.
  6. Wolfhard Guthausen, Steinzeit im Dürener Land, 1978.
  7. Julius Caesar, De Bello Gallico (Der Gallische Krieg), V 24, VI
  8. Peter Paul Schweitzer: Keltische Namen im Lahngebiet. S. 2, abgerufen am 4. September 2012.
  9. Johannes Heinrichs, Eine römische Siedlung bei Mariaweiler und der vicus Marcodurum, Universität zu Köln, Institut für Altertumskunde
  10. Chronik der Deutschen, Chronik-Verlag, Dortmund 1983, S. 90, 98 ff.
  11. a b c Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage. Band 7, Leipzig und Wien 1890, S. 243.
  12. von Laufenberg, Lennarz, Zeittafel zur Geschichte Dürens 748–1948, Düren 1948
  13. Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen. Abgerufen am 4. September 2012.
  14. Daniel Bechthold u. a., Tod und Zerstörung im Bombenregen. In: Aachener Zeitung vom 24. November 2008
  15. Liste der Toten des 16. November 1944 im Stadtarchiv Düren
  16. Balthasar Schmitz, Verbrannte Erde in der Stunde Null
  17. Dürener Zeitung, Steine für 1700 Häuser aus den Dürener Trümmern, November 1955
  18. Egon Schiffer, Verzweiflung und Hoffnung, 2006, ISBN 3-927312-76-2
  19. Bonner Jahrbücher 1981, S. 496-498, Bonner Jahrbücher 1965 S. 223-224
  20.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSt. Marien in Düren. kirchenmusik-dueren.de, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  22. Wilhelm Heinrichs, Orden und ihre Niederlassungen im alten Düren, Hahne & Schloemer Verlag 2003, ISBN 3-927312-55-X
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFred Schröder: Die Cellitinnen haben in Düren eine lange Geschichte. Dürener Zeitung, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  24. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBernd Hahne und Josef Kreutzer: Nicht die Obrigkeit, der Zeitgeist vertrieb die Ursulinen. Dürener Zeitung, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  25. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatOtto von Fisenne: Die Wiedertäufer-Bewegung in Düren Und Ihr Anführer Lancelot von Kettig. Abgerufen am 7. Oktober 2008.
  26. Karl Ventzke, evangelische Gemeinden in Düren vom 16. Jahrhundert bis 1944, Düren 1986, ISSN 0343-2971, Verlag Carl Hamel, Düren
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGemeinde Düren. NAK-Aachen, abgerufen am 25. September 2009.
  28. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGemeinde Düren. Apostolische Gemeinschaft e.V., abgerufen am 25. September 2009.
  29. Ratswahl Stadt Düren. Regio IT, abgerufen am 28. Mai 2014.
  30. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAusschüsse & Beiräte. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  31. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStadtwappen & Stadtlogo. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  32. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeschichte der Brass Band Düren. Brass Band Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  33. Paul Clemen, Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Düsseldorf 1910, Verlag von L. Schwan
  34. Das alte und neue Rathaus in Düren, Festschrift 1959
  35. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKirchen und religiöse Gemeinschaften. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  36. Festschrift zur Einweihung der evangelischen Kirche in Düren 1954, Selbstverlag des Presbyteriums
  37. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRückriem-Stele Schützenstraße. duereninfo.de, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  38. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie Friedhöfe in Düren – Erinnerung Begegnung. Dürener Service Betrieb, abgerufen am 7. Oktober 2008 (PDF).
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAlexander Müller & Ute Hoffmann: Der Evangelische Friedhof an der Kölnstraße. Evangelische Gemeinde, Juli 2002, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  40. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJüdische Friedhöfe in Düren. Dürener Geschichtswerkstatt, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  41. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatZahlen und Fakten. Badesee Düren, abgerufen am 29. September 2008.
  42. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFestival am See. Ein Tag am See Festival, abgerufen am 29. September 2008.
  43. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStadt der Märkte. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  44. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMahnmal: Der Flammenengel in Düren. Citymap, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  45. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEhrenmale der Stadt Düren. ehrenmale-kreis-dueren.de, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  46. FC Düren-Niederau 1908 e.V. – Hauptverein. Abgerufen am 4. September 2012.
  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDFB zeichnet Projekte in Düren, Leipzig und Bremen aus. 11 Freunde, 20. Oktober 2008, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  48. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFlorian Moll erfolgreich Peking. Dürener TV, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  49. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDüren eine Stadt mit Boxtradition. Boxring Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  50. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formathttp://www.demonsfootball.de/. American Football Düren, abgerufen am 17. April 2011.
  51. Bumerangweltmeister Heinz-Willi Dammers
  52. Siehe Gewandhaus (Düren)
  53. BGE Düren
  54. TraCK Düren
  55. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGewerbeflächen in Düren. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  56. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHamerla-Konzept. Cityma Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008 (PDF, 12 MB).
  57. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCity-Marketing. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  58. Stadtwerke Düren - Geschichte der kommunalen Versorgung, Stadtwerke Düren 1968
  59. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie Familie Schoeller und die Dürener Textilindustrie. Geschichtsbüro, abgerufen am 7. Oktober 2008 (PDF).
  60. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeschichte des Schenkel-Schoeller-Stifts. schenkel-schoeller.de, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  61. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatZwei Kufferaths in einem Ort. Aachener Nachrichten, 10. Juli 2008, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  62. Heimbach Gruppe - Geschichte. Abgerufen am 4. September 2012.
  63. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFirmengeschichte Carl Krafft. krafft-walzen.com, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  64. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDoku-Serie „Die Kinderärzte von St. Marien“. St. Marien-Hospital, 4. April 2007, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  65. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAllgemeinbildende Schulen. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  66. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKaufmännische und Gewerbliche Schulen. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  67. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStadtbücherei Düren. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  68. Golfclub Düren e. V. Webseite des Golfclubs
  69. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFremdenverkehr. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  70. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHotels & Pensionen. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  71. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAmt für Feuer- und Zivilschutz. Stadt Düren, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  72. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFreiwillige Feuerwehr Düren. Abgerufen am 18. September 2009.
  73. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDüren - Zahlen und Fakten. Polizei NRW, abgerufen am 7. Oktober 2008.
  74. Josef Geuenich, Die Dürener Straßennamen, 1965, Verlag Carl Hamel, Düren

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Düren – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Düren – Reiseführer
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Dieser Artikel wurde am 29. November 2008 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.