Dürnstein
| Dürnstein | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Krems-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | KR | |
| Fläche: | 16,71 km² | |
| Koordinaten: | 48° 24′ N, 15° 31′ O48.39555555555615.520277777778209Koordinaten: 48° 23′ 44″ N, 15° 31′ 13″ O | |
| Höhe: | 209 m ü. A. | |
| Einwohner: | 867 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3601 | |
| Vorwahl: | 02711 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 13 04 | |
| NUTS-Region | AT124 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dürnstein 25 3601 Dürnstein |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Johann Schmidl (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (15 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Dürnstein im Bezirk Krems-Land | ||
Blick auf Dürnstein vom Vogelbergsteig (Nordwestansicht) |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Dürnstein ist eine Stadt mit 867 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.
In Verbindung mit der landschaftlichen und architektonischen Schönheit der Wachau ist der Ort eines der bekanntesten touristischen Ziele in Österreich geworden.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Dürnstein liegt an der Donau in der Wachau, die das Waldviertel vom Dunkelsteinerwald trennt. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 16,81 Quadratkilometer. 59,61 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
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Gliederung
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Geschichte[Bearbeiten]
- 20. November 860: Große Landschenkung König Ludwig des Deutschen an das Erzstift Salzburg im Donautal. Erste Nennung von Loiben.[1]
- 1002: Kaiser Heinrich II., "Der Heilige" , schenkte dem Kloster Tegernsee 2 Huben bei Liupna (Loiben) zwischen Watstein und Holinstein in der Mark des Babenbergers Heinrich I. Die Schenkung wurde 1019 bestätigt. [2]
- 1050: Azzo von Kuenring erster Vogt des Klosters Tegernsee. Mit dem Tode Leuthold v. Kuenring am 4. August 1355 erlosch die Linie Kuenring-Dürnstein im Mannesstamm. Die Herrschaft Dürnstein kam an die Herren vom Maissau, dann an Herzog Albrecht, nachher an Ulrich v. Eitzing L und 1609 an die Herren von Zelking.[2] Nach deren Aussterben erbten die Zinzendorfer das neue Schloss, die es 1663 an das Haus Starhemberg verkauften, in deren Besitz es bis 1936 blieb.[3]
- Mitte 12. Jahrhundert: wurde die Burg Dürnstein von den Kuenringern errichtet.[4]
- 1192: wurde der Name Dürnstein erstmals erwähnt.[2]
- Dezember 1192 bis März 1193: wurde Richard Löwenherz auf der Burg Dürnstein gefangen gehalten[4], wobei nicht mehr festzustellen ist, ob er in der heutigen Ruine Dürnstein, im Tal oder auf einer nicht mehr existierenden Nebenburg gefangengehalten wurde.
- 1347: Erstmalige Erwähnung der Stadt Dürnstein.[2]
- 1476: erhielt Dürnstein von Kaiser Friedrich III. das Recht, die Ansicht der Stadt als Wappen zu verwenden.[2]
- 1477 und 1485: Eroberung Dürnsteins durch die Ungarn unter Matthias Corvinus.[2]
- 1551: Brand verwüstete die ganze Stadt.[2]
- 1645: Sprengung der Burg Dürnstein durch die Schweden unter General Torstenson.[2]
- 13. September 1683: Kaiser Leopold I. erhielt in Dürnstein durch den jungen Grafen Auersperg die Nachricht von der Befreiung Wiens von den Türken.[2]
- 1803: Infolge der Säkularisierung wurde Loiben Staatsherrschaft, Ende der Herrschaft von Kloster Tegernsee.[5]
- 11. November 1805: Schlacht bei Loiben-Dürnstein.
- 1811: Loiben wurde an Graf Alois Geniceo für 158.400 Gulden versteigert.[5]
- 1902: Eröffnung der Dampfschiffstation.[2]
- 1906: Erbauung einer modernen Hochquellwasserleitung in Dürnstein.[2]
- 1909: Bau der Wachauerbahn.[2]
- 1925: Großbrand in Dürnstein.[2]
- 19. Oktober 1958: Eröffnung der Wachau-Donauuferstraße zwischen Krems und Emmersdorf. [1]
- 1968: Zusammenlegung der Gemeinden Oberloiben und Unterloiben[2]
- 1971: Zusammenlegung der Gemeinde Loiben zu Dürnstein[2]
1994 Verleihung des Europadiploms. 2000 wird die Stadt gemeinsam mit der Wachau zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
Dürnstein ist auf der Rückseite der 100-Schilling Banknote von 1954 abgebildet. Mit 9. Oktober 2009 wird eine Sammlermünze zu 10 Euro von der Münze Österreich mit dem Motiv: "Richard Löwenherz in Dürnstein" aus der Serie "Sagen und Legenden in Österreich" herausgegeben. [6]
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
in Dürnstein:
- Ruine Dürnstein
- Stift Dürnstein mit beeindruckendem blauen Turm der Stiftskirche.
- Kunigundenkirche: erste Erwähnung 1289 (davon besteht nur mehr der Turm)
- Karner: aus dem 13. Jhdt., geweiht dem Hl Michael
- Rathaus
- ehemalige Clarissinnenkirche: gestiftet 1289
- Schloss Dürnstein
- Kellerschlössel
in Loiben:
- Pfarrkirche St. Quirin
- Schlachtdenkmal
Bevölkerung[Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
Gemäß Statistik Austria [7] zeigt Dürnstein folgende Einwohnerentwicklung:

Politik[Bearbeiten]
- Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Johann Schmidl, Amtsleiter Günther Eggharter.
- Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung:
Liste ÖVP 10, SPÖ 2, FPÖ 3, andere keine Sitze.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Der Wachauer Wein und mit ihm die Heurigenlokale und der Tourismus spielen eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Das bekannteste österreichische Weingut, die Domäne Wachau, hat ihre Kellereien vor den Stadtmauern von Dürnstein.
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 53, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 127. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 428. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,47 Prozent.
Verkehr[Bearbeiten]
Straße und Bahn: Dürnstein liegt an der Donauuferbahn und besitzt gemeinsam mit Oberloiben einen Bahnhof östlich des Ortes.
Schiff: Dürnstein ist zentraler Punkt der Donauschifffahrt in der Wachau
Motorfähre Dürnstein–Rossatz[Bearbeiten]
In Dürnstein quert eine Motorfähre die Donau, nach Rossatz. Sie transportiert nur Fußgänger und Radfahrer und verkehrt nur in der Sommersaison.[8]
Freizeit[Bearbeiten]
- Kuenringerbad: Beliebt ist das Kuenringerbad vor den Toren der Stadt, wobei es sich hierbei um eine Badeanlage mit Schwimmteich (mit Nichtschwimmerbereich), Liegewiese und verschiedenen sportlichen Bereichen handelt.
Vereine[Bearbeiten]
- Eisstocksportverein Dürnstein/Wachau
- Freiwillige Feuerwehr Dürnstein
- Kuenringer Aktiv
- Tennisclub Dürnstein
- Volleyballclub Dürnstein
- Wachauer Trachtengruppe Dürnstein (Musikkapelle, Gemischter Chor)
- Wassersportunion Wachau (Rudern)
- Inlinehockeyclub Dürnstein (IHC)
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Personen mit Beziehung zur Stadt
- Blondel de Nesle (um 1155–1160 - nach 1200), einer der frühesten nordfranzösischen Trouvères; nach der Blondelsage fand er den auf der Burg Dürnstein inhaftierten Richard Löwenherz
- Hadmar I. von Kuenring († 27. Mai 1138), österreichischer Ministerialadeliger, gründete die Burg Dürnstein
- Hadmar II. von Kuenring (1140–1218), österreichischer Ministerialadeliger, im Jahre 1192 hielt er Richard Löwenherz, König von England, auf Burg Dürnstein gefangen
- Richard Löwenherz (1157–1199), König von England von 1189 bis 1199; 1192 auf der Burg Dürnstein gefangen. Es steht heute nicht mehr fest, ob Richard Löwenherz oben auf der Burg in der heutigen Ruine Dürnstein, im Tal oder auf einer Nebenburg, die heute nicht mehr existiert, gefangengehalten wurde
- Hans Ranzoni der Ältere (1868–1956), österreichischer Maler, lebte ab 1944 in Dürnstein
- Johann Heinrich Freiherr von Schmitt (1744–1805), österreichischer Feldmarschallleutnant und Chef des Generalquartiermeisterstabes (Generalstabes), einer der Befehlshaber der Schlacht von Dürnstein, in der er auch fiel
- Barbara Schwarz, niederösterreichische Landesrätin und früher Bürgermeisterin von Dürnstein
- Emil Strecker (1841–1925), deutscher Kunstmaler, lebte in Dürnstein
- Maximilian Suppantschitsch (1865–1953), österreichischer Maler, lebte ab 1944 in Dürnstein
- Carl Vaugoin (1873–1949), österreichischer christlichsozialer Politiker, verbrachte seine letzten Lebensmonate im Stift Dürnstein
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Franz Eppel: Die Wachau. Nibelungen- und Strudengau. Ihre Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. Salzburg 1975, ISBN 3-900173-02-8
- Rupert Feuchtmüller, Stadtgemeinde Dürnstein (Hrsg.): Dürnstein. Geschichte und Kunst. Katalog der Ausstellung Stift Dürnstein. 22. Mai bis 1. November 1976. Verlag Faber, Krems 1976
- Irmgard Ameseder, Anton Bodenstein, Gerhard Tribl: 1000 Jahre Loiben. 1002–2002. Betrachtungen. Stadtgemeinde Dürnstein 2002
- Hofmann: „Dünstein“, Krems 1952
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Webpräsenz der Stadt Dürnstein
- Eintrag über Dürnstein in der Datenbank „Gedächtnis des Landes“ zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Landesmuseum Niederösterreich)
- Gemeindedaten von Dürnstein. In: Statistik Austria.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ a b Homepage des Niederösterreichischen Landesmuseums, Stichwort: Dürnstein, Stand 29. Mär. 2009
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o Homepage der Stadt Dürnstein, Stand 29. Mär. 2009
- ↑ Hofmann: „Dürnstein“
- ↑ a b Kleindel: „Österreich, Zahlen – Daten - Fakten“, Sonderausgabe A&M 2004, ISBN 3-902397-49-7
- ↑ a b Ameseder u.a.: „1000 Jahre Loiben“
- ↑ Amtsblatt der Wiener Zeitung vom 25. August 2009
- ↑ Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria (PDF; 35 kB)
- ↑ Donaufähren Wachau, wachauerbahn.at (pdf)
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