Dürr AG

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Dürr AG
Logo der Dürr AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005565204
Gründung 1895
Sitz Stuttgart, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 8.142 (Dezember 2013)[1]
Umsatz 2.406,9 Mio (Dezember 2013)[1]
Branche Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer
Website www.durr.com
Stand: 25. Februar 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Die Dürr AG ist ein weltweit tätiger Automobilzulieferer. Das im Jahr 1895 in Cannstatt durch Paul Dürr (1871–1936) gegründete Unternehmen ist seit dem 4. Januar 1990 an der Börse notiert (MDAX). Zu den Kunden der Dürr AG zählen Automobilhersteller. Der registerrechtliche Sitz des Unternehmens ist Stuttgart, während der tatsächliche Standort nach einem Umzug verschiedener Unternehmensbereiche seit dem 1. August 2009 in Bietigheim-Bissingen ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahr 1895 mit der Gründung einer Bauklempnerei in Cannstatt durch Paul Dürr. 1917 wurde der Betrieb auf Blechbearbeitung ausgeweitet. 1932 übergab Paul Dürr das Unternehmen an seinen Sohn Otto Dürr, der ein Konstruktionsbüro einrichtet.

Im Jahr 1950 wurde mit dem Anlagenbau begonnen, es entsteht eine Anlage für die chemische Oberflächenbehandlung. 1963 installiert Dürr im Ford-Werk Genk die erste Anlage zur elektrophoretischen Tauchlackierung. 1964 und 1966 wurden Tochterunternehmen in Brasilien und Mexiko gegründet.

1978 weitete Dürr sein Unternehmen auf die Bereiche Automatisierung und Fördertechnik aus. 1989 geht Dürr an die Börse. 1999 übernahm Dürr das französische Unternehmen Alstom Automation, im Jahr 2000 wird auch der Messtechnik-Konzern Schenck Teil der Dürr-Gruppe. 2003 erhielt Dürr seinen bislang größten Auftrag: General Motors bestellt drei Lackierereien für Nordamerika.

Im Zuge der Neuausrichtung der Konzernstruktur und der Konzentration auf seine Kernkompetenzen im Maschinen- und Anlagenbau veräußerte Dürr 2005 Randaktivitäten, die es als nicht mehr in das Portfolio des Geschäftsmodells mit Fokus auf die Automobilindustrie passend betrachtete.

2008 wurde das Flugzeugtechnikgeschäft (Lackier- und Endmontagetechnik) in einer eigenständigen Geschäftseinheit gebündelt.

Im Sommer 2009 verlagerte Dürr seine Stuttgarter Aktivitäten an den Standort nach Bietigheim-Bissingen.

Die Dürr-Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagwerke für die Automobilindustrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lackauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung.

Das Unternehmen gehört zu den Weltmarktführern mit durchschnittlichen Marktanteilen von jeweils 30 % bis 50 Prozent. Über 80 Prozent des Umsatzes wird im Ausland generiert.[2] Dürr hatte 2013 31 eigene Produktions- und Montagestätten und ein Vertriebs- und Servicenetzwerk mit 48 Standorten in 21 Ländern.[3]

Vorstand[Bearbeiten]

Eigentümerstruktur[Bearbeiten]

Anteil Anteilseigner
25,1 % Heinz Dürr GmbH
71,4 % Institutionelle und private Investoren (einschließlich rund 0,7 % Dürr-Vorstand)
3,5 % Heinz und Heide Dürr Stiftung

Stand: 25. Februar 2014

Geschäftsbereiche[Bearbeiten]

  • Aircraft and Technology Systems
  • Application Technology
  • Balancing and Assembly Products
  • Cleaning and Surface Processing
  • Clean Technology Systems
  • Paint and Final Assembly Systems

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dürr AG: Vorläufige Zahlen 2013. Abgerufen am 19. Februar 2013.
  2. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  3. Dürr Ecoclean Firmenvorstellung