Dürscheid

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Dieser Artikel behandelt den Ortsteil von Kürten in Nordrhein-Westfalen. Zur deutschen Linguistin siehe Christa Dürscheid.

51.0094444444447.2177777777778170Koordinaten: 51° 0′ 34″ N, 7° 13′ 4″ O

Dürscheid
Gemeinde Kürten
Höhe: 170 m
Fläche: 4,86 km²
Postleitzahl: 51515
Vorwahl: 02207

Dürscheid ist ein Ortsteil der Gemeinde Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Geschichte[Bearbeiten]

Dürscheid war seit ältesten Zeiten eine Filiale von Herkenrath und gleichzeitig mit diesem Ort der Malteser Komturei in Herrenstrunden untertan. Um 700 beschenkten Pipin von Heristal und Plektrudis das freiadelige Damenstift von St. Maria im Kapitol unter anderem mit dem Hof Dursten (auch Dursen), aus dem das heutige Dürscheid hervorging. 1217 bestätigt Graf Adolf III. von Berg, dass aus seinem Besitz die Mühle zu Dürscheid an den Johanniterorden gelangen soll. Um 1250–1300 wurde der heute noch stehende Kirchturm gebaut. Das Lehnsgericht am Hof Dursen hatte 1555 100 lehnspflichtige Höfe. Das Lehnsgericht wurde 1809 durch eine Verordnung von Napoleon aufgehoben. Im Jahr 1816 wurde Dürscheid eine selbständige Pfarre.[1]

Durch die Gebietsreform wurde aufgrund des Köln-Gesetzes die damalige Stadt Bensberg am 1. Januar 1975 aufgelöst. Dürscheid wurde in die Gemeinde Kürten eingegliedert.[2]

Bauwerke[Bearbeiten]

Bergbau[Bearbeiten]

Schon im 18. Jahrhundert hat man in der Umgebung von Dürscheid, besonders im Grubenfeld Katharinaglück in größerem Umfang Bergbau betrieben.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Hasbach: 150 Jahre selbständige Pfarre Dürscheid, in: Rheinisch-Bergischer Kalender 1966, Heimatjahrbuch für den Rheinisch-Bergischen Kreis, 36. Jahrgang, bergisch Gladbach o.J., S. 29 f.
  2.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  3. Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Hans Dieter Hilden, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde, Bergisch Gladbach 2006, S. 55 ff. ISBN 3-932326-49-0

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Bendel, Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen, Köln-Mülheim 1925