Hellerhof (Düsseldorf)

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Wappen der Landeshauptstadt Duesseldorf.svg
Düsseldorf Hellerhof
Wappen der Landeshauptstadt Duesseldorf.svg
Lage im Stadtgebiet
Basisdaten [1]
Geograph. Lage   51° 8′ N, 6° 54′ O51.1323756.90814438.0Koordinaten: 51° 8′ N, 6° 54′ O
Höhe   38,0 m ü. NN
Fläche   1,95 km²
Einwohner   6.462 (Stand 31. Oktober 2007)
Bevölkerungsdichte   3.314 Einwohner je km²
Eingemeindet   1. August 1929
Stadtbezirk   Stadtbezirk 10
Stadtteilnummer   102
Verkehrsanbindung
Autobahn   A59
Bundesstraße   B8
S-Bahn   S 6 S 68
Buslinie   789

Hellerhof ist der südlichste Stadtteil der Landeshauptstadt Düsseldorf und wird überwiegend durch Wohnnutzung in Einfamilienhäusern geprägt. Es ist der Stadtteil mit der jüngsten Bevölkerung. Hellerhof hat 6.462 Einwohner und gehört zum Stadtbezirk 10.

Geographie[Bearbeiten]

Im Süden grenzt Hellerhof an den Kreis Mettmann mit den Städten Monheim, (Stadtteil Monheim-Baumberg) sowie Langenfeld. Nördlich liegen die Düsseldorfer Stadtteile Garath und Urdenbach.

Verkehrswege[Bearbeiten]

Der S-Bahnhof Düsseldorf-Hellerhof

Die Autobahn A 59 (über eine schallgeschützte Brücke) sowie die Bundesstraße 8 verlaufen mitten durch Hellerhof und trennen diesen Stadtteil in zwei Hälften, Hellerhof-Ost, wo neben der Wohnbebauung auch Gewerbebetriebe existieren und das durch eine Brücke für Fußgänger und Radfahren, die über die B 8 führt an den S-Bahnhof angebunden ist, und Hellerhof-West, wo nur Wohnbebauung und das Einkaufszentrum vorhanden sind. Von der S-Bahnhaltestelle Hellerhof-S fahren die S-Bahnen der Linie S6 in Richtung Essen (über Düsseldorf Hauptbahnhof) – die Innenstadt von Düsseldorf ist mit der Bahn in 19 Minuten zu erreichen – sowie in die Gegenrichtung nach Köln über Langenfeld und Leverkusen. An vier Bushaltestellen verkehren Busse der Linie 789 in Richtung Monheim und Düsseldorf-Holthausen, eine fünfte – „Eichsfelder Straße“ verbindet das Industriegebiet Hellerhof-Ost mit Monheim.

S-Bahn-Haltepunkt[Bearbeiten]

Der S-Bahn-Haltepunkt Düsseldorf-Hellerhof (51° 7′ 59″ N, 6° 54′ 30″ O51.1329444444446.9082777777778) liegt etwa 14 Kilometer südlich des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Er befindet sich an der Bahnstrecke Köln–Duisburg und gehört zur Bahnhofskategorie 4.

Der Bahnhof liegt in zentraler Lage im Stadtteil Düsseldorf-Hellerhof. Er befindet sich in Hochlage oberhalb des Hellerhofwegs.

Er besitzt einen Mittelbahnsteig mit Zugängen zum Hellerhofweg.

Zurzeit wird der Bahnhof von zwei Linien der S-Bahn, der S6 und S68, und den Buslinie 789 und 795 angefahren.

Linien
Garath S-Bahn S6
K–DU
Langenfeld-Berghausen

Geschichte[Bearbeiten]

Fußgängerbrücke über den Hellerhofweg

Da Hellerhof erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus dem südöstlichen Drittel des damaligen Stadtteils Garath gebildet wurde, hat dieser Stadtteil keine ältere Geschichte. Allerdings hat neben Garath auch ein großer Bauernhof auf dem Gebiet von Hellerhof eine lange und ältere Geschichte. Dieser Hof wurde bereits 1447 in einer Urkunde als „Hoff zum Hellendaill“ erwähnt. Der Name leitet sich vom Tal des Garather Baches ab, dessen Ufer im Bereich des Hofes schluchtartig steil abfällt. Das Tal wurde Höllental genannt und ist damit der Namensgeber.[2]

In der bereits angeführten Urkunde von 1447 wurde der Hof durch Vererbung Eigentum des damaligen Eigentümers von Haus Garath. In einer weiteren Urkunde wird der Hof auch 1503 erwähnt. Weil der Hof zu dieser Zeit an der Durchgangsstraße von Düsseldorf nach Mülheim (Köln) lag, wurde er im Dreißigjährigen Krieg durch häufiger durchziehende Gruppen von Landsknechten völlig verwüstet.[2] Die Straße wurde 1670 um etwa 500m nach Osten verlegt. Der Hof lag ab diesem Zeitpunkt abseits der Straße und wurde wieder aufgebaut und verpachtet. 1676 wurde erstmals der Name eines Pächters in einem Kirchenbuch angeführt. 1788 wurde der Hof an Gottfried Klein verkauft und war nun ein selbstständiges Bauerngut. Später wurde unter Zukauf von Ländereien der Hof in die zwei Höfe Neu- und Althellerhof aufgeteilt. Die Gebäude des Neuhellerhofes wurden im 19. Jahrhundert auch Haus an der Chaussee genannt. Um 1850 erwarb Fürst Peter von Arenberg den Neuhellerhof und verpachtete diesen 1895. 1909 übernahm Paul Poensgen, der bereits 1890 Haus Garath erworben hatte, auch den Neuhellerhof. 1936 endete das Pachtverhältnis des Althellerhofes. Nach der Aufhebung des Pachtvertrages des Neuhellerhofes 1939 wurden Neu- und Althellerhof wieder zu einem Gut zusammengelegt.[3] Der letzte Besitzer des Hofes aus der Familie von Burgsdorff verkaufte 1962/1971 Flächen auf beiden Seiten der Koblenzer Straße an die Stadt Düsseldorf für eine Bebauung.[3] Der Name des Stadtteils leitet sich vom als „Musterhof“ bekannten Althellerhof ab.[3]

Da Hellerhof relativ spät gebildet wurde, hat es die bei weitem jüngste Bevölkerung aller Stadtteile von Düsseldorf. Mit der Bebauung des Stadtteils wurde vor Anfang der Achtziger Jahre begonnen. Es gibt in der Regel meist Ein- und Zweifamilienhäuser und es sind nur wenige Mehrfamilienhäuser und Hochhäuser gebaut worden, um südlich von Garath eine gut ausgebildete, wohlhabende Bevölkerung, die vor allem aus jungen Familien besteht, ansiedeln zu können, die sonst in die südlichen Nachbarstädte Langenfeld und Monheim am Rhein abgewandert wäre.[4] In den 1980er und 1990er Jahren lautete der Werbeslogan: „Wohnen in Düsseldorf – grünes Hellerhof.“. Das dazugehörige Logo stellte einen rosa Schmetterling im Grünen dar, der früher am Einkaufszentrum als Skulptur aufgestellt war.[5]

Wohnen[Bearbeiten]

In Hellerhof wohnt man sehr ruhig, die Straßen im Viertel sind großteils verkehrsberuhigt durch Bremsschwellen und von den Durchgangsstraßen B 8 und Hellerhofweg sind die Wohnviertel durch Lärmschutzwälle abgeschirmt. Oberhalb der Lärmschutzwälle ist in Hellerhof-West eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer errichtet worden, über die der Hellerhofweg gefahrlos überquert werden kann. Von Hellerhof-Ost führt eine oberhalb des Lärmschutzwalles beginnende Fußgängerbrücke, die die B 8 und ein Fließgewässer überquert, zum S-Bahnhof Hellerhof. Außerdem wurden viele Grünflächen an den Straßen in den Wohngebieten angelegt.

Umgebung[Bearbeiten]

Fußgängerbrücke über den Garather Mühlenbach

Die nahe Baumberger Aue (bzw. Urdenbacher Kämpe), die der Urdenbacher Altrhein durchfließt, umschließt den Stadtteil und wird am Wochenende gerne als Ausflugsziel und zum Sporttreiben, meist Fahrradfahren und Joggen, genutzt. Ein Reiterhof ermöglicht Pferdesport.

Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

Reiterhof Hellerhof

Im Hellerhofer Sportverein e.V. können die Hellerhofer Bürger Sport treiben. Der Verein hat über 500 Mitglieder und bietet u.a. die Sportarten Hockey, Tennis, Volleyball, Beachvolleyball, Bogensport, Walking und Wandern an. Sponsor ist das BWM-Autohaus Hans Brandenburg GmbH, dessen Stammsitz sich in Hellerhof befindet.[6] Für Freizeitsportler wurden zwei Fußballplätze und ein Basketballplatz eingerichtet. Im Oktober 2006 wurde ein neues Tartan-Kleinspielfeld mit vier Basketballkörben und zwei Toren gebaut. Kindergerechte Spielplätze sind in Hellerhof in großer Anzahl vorhanden. Die Kleingartenanlage KGV Am Alten Rhein 1987 e.V. wurde für Naturliebhaber angelegt.

Einkaufsmöglichkeiten[Bearbeiten]

In Hellerhof ist der Einzelhandel durch eine Aldi-Filiale, eine Edeka-Filiale, eine Apotheke und eine Bäckerei vertreten. Zudem existiert eine Reinigung. Die Gastronomie besteht aus einem Schnellimbiss und einer Sport-Kneipe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 102 – Hellerhof
  2. a b In: Schriftreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; Heft, S. 38.
  3. a b c In: Schriftreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; Heft, S. 39.
  4. Der Stadtteil Hellerhof bei düsseldorf.de
  5. Geschichte von Hellerhof
  6. http://www.wochenpost.de/fileadmin/media/zeitungsarchiv/duesseldorf/Duesseldorf-Sued%2018-12.pdf, S. 5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Düsseldorf-Hellerhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien