Dąbrowa (Powiat Opolski)

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Dąbrowa
Wappen von Dąbrowa
Dąbrowa (Polen)
Dąbrowa
Dąbrowa
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Oppeln
Fläche: 8,68 km²
Geographische Lage: 50° 41′ N, 17° 45′ O50.68333333333317.748888888889Koordinaten: 50° 41′ 0″ N, 17° 44′ 56″ O
Einwohner: 1045 (5. Dez, 2007 [1])
Postleitzahl: 49-120
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK46 KłodzkoSzczekociny
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Fläche: 131,00 km²
Einwohner: 9597
(31. Dez. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 73 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1609022
Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindevorsteher: Marek Leja
Adresse: ul. Ks. prof. J. Sztonyka 56
49-120 Dąbrowa
Webpräsenz: www.gminadabrowa.pl

Dąbrowa (deutsch Dambrau) ist ein Dorf im Powiat Opolski in Polen in der Woiwodschaft Opole und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde.

Geografie[Bearbeiten]

Dąbrowa liegt rund 10 Kilometer westlich von Opole und 65 km südöstlich von Breslau, im Westen der historischen Region Oberschlesien.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss
Pfarrkirche
Schloss Niewodnik um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Schloss Dambrau um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Im Jahre 1449 wurde das Dorf als Dambrawa erwähnt und war zu diesem Zeitpunkt Teil des Herzogtums Oppeln, das ein Lehen Böhmens war. Der Ort ist aber wesentlich älter – so ist die Existenz der Parochie Dambrau bereits für das Jahr 1305 belegt.[3]

1742 wurde Dambrau preußisch und 1818 dem Landkreis Falkenberg O.S. zugeordnet – ursprünglich hatte der Ort dem Oppelner Land angehört. Bis 1945 bestand ein Amtsbezirk Dambrau.

1843 erhielt Dambrau mit dem Bahnhof im angrenzenden Ort Scheppelwitz Anschluss an die Eisenbahnstrecke Oppeln–Brieg. Heute trägt die Station den Namen Dąbrowa Niemodlińska.

Als Teil des Landkreises Falkenberg befand sich Dambrau nicht im Abstimmungsgebiet der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921. Infolge des Zweiten Weltkrieges wurde Dambrau als Dąbrowa Teil Polens und 1950 der Woiwodschaft Opole angeschlossen.

Da nur ein Teil der angestammten Bewohner geflohen war oder vertrieben wurde, konnte sich in der Gegend eine deutschstämmige Minderheit halten. So gehören laut der letzten polnischen Volkszählung von 2002 17,19 % der Gemeindebevölkerung der deutschen Minderheit an, weitere 3,44 % bezeichneten sich als „Schlesier“.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen von Dambrau:[5]

Jahr Einwohner
1844 591
1855 667
1861 694
1910 904
1933 1.063
1939 1.020

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius ist ein Bau der Spätrenaissance aus dem 17. Jahrhundert mit Frontturm, zweiachsigem Langhaus und einachsigem, dreiseitig geschlossenem Chor. Den Abschluss des niedrigen Glockenturms, der im letzten Geschoss in einen achteckigen Grundriss übergeht, bildet eine Barockhaube mit Laterne. Im 19. Jahrhundert erfuhr die Kirche mehrere Umbauten, aus dieser Zeit stammen auch die klassizistischen Altäre. Die Kanzel ist ein Werk des Rokoko aus dem 18. Jahrhundert.
  • Auch das Schloss ist ein Spätrenaissancebau. Es wurde von 1615 bis 1617 für den damaligen Grundherrn Joachim Graf von Tschentschau-Mettich mit dem heutigen Torturm mit Zwiebelhelm errichtet. Grundlegend umgestaltet wurde die Vierflügelanlage des Schlosses von 1894 bis 1897 im Stil der Neorenaissance. Der Außenbau wurde mit vielen Zwerchgiebeln versehen und an der Nordwestecke ein Rundturm errichtet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dąbrowa umfasst ein Gebiet von 130,84 km² mit 9597 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) und gliedert sich in folgende Ortsteile:

  • Chróścina (Chrosczinna; 1934–45: Reisern)
  • Ciepielowice (Scheppelwitz; 1936–45: Steffansgrund)
  • Dąbrowa (Dambrau)
  • Karczów (Schönwitz)
  • Lipowa (Neuleipe)
  • Mechnice (Muchenitz; 1936–45: Moosdorf)
  • Narok (Norok; 1936–45: Wolfsgrund O. S.)
  • Niewodniki (Niewodnik; 1936–45: Fischbach O. S.)
  • Nowa Jamka (Deutsch Jamke; 1936–45: Mittenwalde O. S.)
  • Prądy (Brande)
  • Siedliska (Schedliske; 1936–45: Waldsiedel)
  • Skarbiszów (Karbischau)
  • Sławice (Slawitz; 1936–45: Preisdorf)
  • Wrzoski (Wreske; 1936–45: Heidefelde)
  • Żelazna (Zelasno; 1934–45: Eisenau)

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dąbrowa (Dambrau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://www.parafiadabrowa.org.pl/o-parafii.html
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.
  3. Vgl. parafiadabrowa.org.pl; abger. am 6. Dezember 2008
  4. Vgl. Polnisches Haupt-Statistikamt (GUS)
  5. Quellen der Einwohnerzahlen:
    1844: [1] – 1855, 1861: [2] – 1933, 1939: [3] – 1910: [4]