Dąbrowa Chełmińska

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Dąbrowa Chełmińska
Wappen von Dąbrowa Chełmińska
Dąbrowa Chełmińska (Polen)
Dąbrowa Chełmińska
Dąbrowa Chełmińska
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Bydgoszcz
Geographische Lage: 53° 10′ N, 18° 18′ O53.16666666666718.3Koordinaten: 53° 10′ 0″ N, 18° 18′ 0″ O
Höhe: 97 m n.p.m
Einwohner: 1400
Postleitzahl: 86-070
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CBY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: BydgoszczChełmża
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 23 Ortschaften
13 Schulzenämter
Fläche: 124,62 km²
Einwohner: 8023
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0403022
Verwaltung (Stand: 2009)
Gemeindevorsteher: Zbigniew Łuczak
Adresse: ul. Bydgoska 21
86-070 Dąbrowa Chełmińska
Webpräsenz: www.dabrowachelminska.lo.pl

Dąbrowa Chełmińska (deutsch vor 1866 Dombrowken, 1866–1942 Damerau, 1942–1945 Kulmischdamerau) ist eine Ortschaft in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern im Powiat Bydgoski. Der etwa 1.400 Einwohner zählende Ort ist Sitz der Landgemeinde Dąbrowa Chełmińska und historisch betrachtet ein Teil des Kulmer Lands.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde der Ort 1285 als Damerowe erwähnt und war bis 1505 preußisch. Danach war er unter dem Namen Dombrowka bis 1772 Teil Polens. Nach der Ersten Teilung Polens war der Ort dann wieder preußisch. Nach dem Tilsiter Frieden im Juli 1807 wurde Dąbrowa Teil des Herzogtum Warschau unter Friedrich August III.. Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel es dann wieder an Preußen, um dann ab 1920 wieder in polnischem Gebiet zu liegen. Nach dem deutschen Polenfeldzug 1939 war der Ort durch die Wehrmacht besetzt. Im Januar und Februar 1945 wurde Dąbrowa von deutschen und sowjetischen Truppen umkämpft und dabei teilweise zerstört. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die deutschstämmige Bevölkerung vertrieben.

Da Dąbrowa Chełmińska nur 20 km von der Innenstadt von Bydgoszcz entfernt ist, entwickelt sich die Gemeinde zu einem beliebten Wohnort, vor allem für Pendler. Außerdem ist die Gemeinde wegen ihrer Lage inmitten von Waldgebieten, die fast die Hälfte der Gemeindefläche einnehmen, ein beliebtes Naherholungsgebiet. Deshalb wurden in und um die Gemeinde auch zahlreiche Naturschutzgebiete angelegt.

Die Kirche von Dąbrowa Chełmińska

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Dąbrowa Chełmińska besteht aus der namensgebenden Ortschaft, sowie 13 Ortsteilen (Sołectwo), denen noch 23 Dörfer untergeordnet sind. Die Ortsteile der Gemeinde Dąbrowa Chełmińska:

polnischer Name deutscher Name
(1815–1920)
deutscher Name
(1939–1945)
Bolumin Groß Bolumin 1939–1942 Groß Bolumin
1942–1945 Großbolmen
Boluminek Klein Bolumin 1939–1942 Klein Bolumin
1942–1945 Kleinbolmen
Borki Borken Borken
Czarże Czarze
1876–1920 Scharnese
1939–1942 Scharnese
1942–1945 Scharse
Czemlewo Czemlewo
1876–1920 Schemlau
Schemlau
Dąbrowa Chełmińska Dombrowken
1866–1920 Damerau
1939–1942 Damerau
1942–1945 Kulmischdamerau
Dębowiec Dembowitz 1939–1942 Dembowitz
1942–1945 Dembau
Gzin Gzin
1866–1920 Kisin
1939–1942 Kisin
1942–1945 Kiesen
Janowo Janowo 1939–1942 Janowo
1942–1945 Kulmischjanau
Mała Kępa Klein Kämpe Kleinkämpe
Mozgowina Mosgowin 1939–1942 Mosgowin
1942–1945 Moschenhang
Nowy Dwór Neuhof Neuhof
Ostromecko Ostrometzko 1939–1942 Ostrometzko
1942–1945 Ostermetz
Otowice Ottowitz Ottowitz
Pień Pien Pien
Rafa Raffa 1939–1942 Raffa
1942–1945 Raffen
Reptowo Reptowo 1939–1942 Reptowo
1942–1945 Reptau
Słończ Schlonz Schlonz
Strzyżawa Strzyzawa
1876–1920 Striesau
Striesau
Wałdowo Królewskie Königlich Waldowo
1865–1920 Königlich Waldau
Königlichwaldau
Wielka Kępa Groß Kämpe Großkämpe

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Albrecht Duwe: Damerau: Dorf u. seine Umgebung im Fordoner Weichselbogen, Schicksal von Land u. Leuten durch d. Zeiten, Essen, 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 6. Dezember 2014.