DASA (Luft- und Raumfahrtkonzern)

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Die DASA war ein deutscher Luft- und Raumfahrtkonzern, der von 1989 bis 2000 existierte. Er gehörte zur Unternehmensgruppe Daimler-Benz und nach der Fusion mit Chrysler zu DaimlerChrysler.

DASA hieß ursprünglich mit vollem Namen: Deutsche Aerospace Aktiengesellschaft, dann Namensänderung zu: Daimler Benz Aerospace Aktiengesellschaft. Nach der Fusion von Daimler-Benz mit Chrysler wurde das Unternehmen wiederum umbenannt in DaimlerChrysler Aerospace Aktiengesellschaft. Die Abkürzung und das Firmenlogo als Erkennungsmerkmal wurden immer beibehalten.

Heute fungiert die Dasa AG als reine Holdinggesellschaft für die deutschen Anteile an der EADS N.V..

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Deutsche Aerospace AG entstand am 19. Mai 1989 durch die Fusion der zu Daimler-Benz gehörenden Dornier GmbH, der MTU Motoren- und Turbinen-Union München/Friedrichshafen GmbH sowie zweier Teile der AEG AG zur Deutschen Aerospace AG. Die Abkürzung DASA sollte der Name werden unter dem das Unternehmen in der Öffentlichkeit bekannt wurde.

Vorstandsvorsitzender wurde Jürgen Schrempp. Am 6. September 1989 übernahm die DASA MBB-ERNO und wurde damit der mit Abstand größte Luft- und Raumfahrtkonzern Deutschlands. Bei dieser Integration und dem durch eine Dollarschwäche verursachten Kostenreduzierungsprogramm „Dolores“ (Dollar Low Rescue) gingen rund 16.000 Arbeitsplätze verloren. Mehrere Werke im Norden der MBB-ERNO, wie auch bei Dornier wurden geschlossen oder stark verkleinert. Andererseits wurde der niederländische Flugzeugbauer Fokker übernommen. Er sollte zusammen mit der Dornier Luftfahrtsparte (Dornier Luftfahrt GmbH) einen europäischen Regionalflugzeugbau unter dem Dach der DASA bilden. Ein Engagement, das unter hohen Verlusten durch die Aufgabe (Abschreibung) von Fokker für den DASA-Eigner Daimler-Benz wieder beendet wurde.

Nach dem Fall der Mauer engagierte sich die DASA stark in Ostdeutschland. Sie übernahm die volkseigenen Betriebe VEB Flugzeugwerft Dresden sowie das VEB Instandsetzungswerk Ludwigsfelde. Die Dresdner Elbe Flugzeugwerke kamen zur Deutschen Aerospace Airbus. Im November 1991 gründete die DASA gemeinsam mit der Jenoptik GmbH aus Jena die Jena-Optronik GmbH in Thüringen. 1993 wurde die RST Rostock in den Bremer Raumfahrtbereich der DASA integriert.

Am 1. Januar 1995 wurde die Deutsche Aerospace AG in Daimler-Benz Aerospace AG umbenannt, im November 1998 schließlich in DaimlerChrysler Aerospace AG.

Die DASA war bei europäischen Luft- und Raumfahrtprojekten, z. B. von der ESA oder von Airbus, auf deutscher Seite immer das führende Unternehmen. Die DASA wurde deshalb wegen ihrer intensiven Öffentlichkeitsarbeit (Lobbyarbeit) von der Öffentlichkeit sogar oft für die Deutsche Raumfahrtbehörde gehalten.

Nach der Fusion der Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corporation wurde die DASA in "DaimlerChrysler Aerospace" umbenannt. Unter diesem Namen existierte das Unternehmen, bis es im Jahr 2000 mit der französischen Aérospatiale-Matra und der spanischen CASA zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS vereinigt wurde; dabei wurde jedoch die Tochtergesellschaft MTU wieder ausgegliedert, die beim Mutterkonzern DaimlerChrysler verblieb.

Die DASA war der größte Rüstungsexporteur Deutschlands. Ihre Hauptgeschäftsfelder waren jedoch der deutsche Airbus-Anteil und der deutsche Anteil an der erfolgreichen europäischen Trägerrakete Ariane 4. Daneben war sie Haupt- oder Unterauftragnehmer für zahlreiche Forschungssatelliten, Raumsonden und das bemannte Raumlabor Columbus der ESA.

[Bearbeiten] Produktionen bzw. Produktionsbeteiligungen

[Bearbeiten] Aktionärsstruktur

Nach dem Stand vom Dezember 2009 baut sich die Aktionärsstruktur der EADS N.V. wie folgt auf[1]:

  • Vertragliche Partnerschaft der Hauptaktionäre (zusammen 50,40 %):
  • 22,46 % - Dasa AG
  • 66,67 % - Daimler Luft- und Raumfahrt Holding AG (DLRH)
  • 33,33 % - Konsortium von privaten und öffentlichen Investoren (*)
  • 66,67 % - Sogepa (französische Staatsholdinggesellschaft)
  • 33,33 % - Désirade
  • 5,48 % – SEPI (spanische Staatsholding)
  • Frei handelbare Aktien

(*) Konsortium von privaten und öffentlichen Investoren vom 9. Februar 2007:

  • sieben privaten Investoren
  • je 10,00 % für Allianz, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank und Goldman Sachs
  • je 5,00 % für Morgan Stanley und Sal. Oppenheim
  • und acht öffentlichen Investoren

[Bearbeiten] Literatur

  • Niklas Reinke: Geschichte der deutschen Raumfahrtpolitik. Konzepte, Einflussfaktoren und Interdependenzen: 1923–2002. München 2004, ISBN 3-486-56842-6

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Aktionärsstruktur vom Dezember 2009 lt. offiziellen Angaben der EADS [1]
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