DAX
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Der Auswahlindex DAX, ursprünglich auch als Deutscher Aktienindex bezeichnet[1], ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Der DAX ist eine Kennziffer, die über Entwicklung und Stand der deutschen Aktienkurse der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse Auskunft gibt. Er bildet damit das Marktsegment der deutschen Blue Chips ab und ist der Leitindex für den deutschen Aktienmarkt.
Der DAX wurde gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt und am 11. Januar 1988 eingeführt. Zunächst war der DAX nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den anderen etablierten deutschen Aktienindizes gedacht, inzwischen hat er diese an Bekanntheit aber hinter sich gelassen und den Charakter eines offiziellen Index des deutschen Aktienmarktes gewonnen.
In die Berechnung des DAX fließen neben den Kursen auch die meist jährlich erfolgenden Dividendenzahlungen ein. Der DAX wird deshalb als Performanceindex, also als Aktienindex, der neben der Wertsteigerung der Aktien auch die Kapitalvermehrung durch Dividenden nachzeichnet (Dividenden werden reinvestiert), wie auch als Kursindex berechnet.
Der DAX ist ein Produkt und eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Weitere DAX-Indices: DAX100, HDAX, CDAX, MDAX, ÖkoDAX, DivDAX, ShortDAX
Im Frühjahr 1994 wurde der so genannte DAX 100 eingeführt. Dieser Index sollte die Wertentwicklung der 100 liquidesten Werte des Aktienmarkts dokumentieren. Mit Einführung des MDAX 1996 umfasste er die 30 Werte des DAX und die 70 des MDAX. Durch die Änderung des MDAX auf 50 Werte trat an die Stelle des DAX 100 der HDAX. Der CDAX umfasst dagegen alle in Frankfurt gehandelten Aktien. Der SDAX umfasst 50 kleinere Werte hinter dem MDAX.
Als sogenannten Strategy Indice gibt es u.a. den ShortDAX. Er ist umgekehrt proportional zur Entwicklung des DAX und ermöglicht so die Partizipation an negativen Kursentwicklungen. Verliert beispielsweise der DAX 5 Prozent, dann legt der ShortDax um eben soviel Prozent zu. Dadurch haben z.B. Indexanbieter die Möglichkeit, ein Produkt anzubieten, das leicht nachvollziehbar negative Entwicklungen des DAX berücksichtigt und dem Anbieter die Möglichkeit eröffnet, auch an negativen Kursentwicklungen teilzuhaben.
Daneben gibt es auch Branchenindizes wie seit 2007 den ÖkoDAX für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder Strategieindizes wie den DivDAX für dividendenstarke Unternehmen.
Die Eurex bietet Optionen (ODAX) und Futures (FDAX) auf den DAX an.
[Bearbeiten] Berechnung
Zur Indexberechnung, die auf der Indexformel von Étienne Laspeyres basiert, werden die DAX-Gesellschaften unterschiedlich gewichtet. Es zählt hierbei nur die Marktkapitalisierung der sich in Streubesitz befindlichen Aktien (d. h. alle Aktien, die sich nicht im Besitz eines Eigentümers befinden, der über 5 % der Aktien besitzt).
Der Index basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems XETRA. Seine Berechnung beginnt börsentäglich ab 9:00 Uhr MEZ/MESZ, sobald mindestens 20 der 30 DAX-Unternehmen eine Kursnotierung haben. Er endet mit den Kursen der XETRA-Schlussauktion, die um 17:30 Uhr MEZ startet. Bis zum 31. Dezember 2005 wurde der DAX so im 15-Sekunden-Takt berechnet, seit 1. Januar 2006 jede Sekunde.
Nach der Schlussauktion berechnet die Deutsche Börse AG den L-DAX (Late DAX). Er ist ein Indikator für die Wertentwicklung des DAX nach Xetra Handelsschluss. Basis ist der Parketthandel an der Frankfurter Wertpapierbörse. Der L-DAX wird börsentäglich zwischen 17:45 Uhr und 20:00 Uhr MEZ berechnet.
Noch wichtiger als der L-DAX ist allerdings der X-DAX, der börsentäglich von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr und von 17:45 Uhr bis 22:00 Uhr berechnet wird. Basis sind die Preise der an der Terminbörse Eurex gehandelten DAX-Future mit der geringsten Restlaufzeit sowie die offiziellen Euribor-Zinssätze der EZB. Der X-DAX ist ein relativ sicherer vor-und nachbörslicher Indikator für die DAX-Entwicklung, da die US-Märkte vollständig zeitlich abgedeckt werden.
[Bearbeiten] Unternehmen im DAX
[Bearbeiten] Auswahlkriterien
Damit ein Unternehmen in den DAX aufgenommen wird muss es im Prime Standard gelistet sein, fortlaufend in Xetra gehandelt werden und mindestens einen Streubesitz von 5 % aufweisen. Außerdem muss das Unternehmen einen Sitz oder den Schwerpunkt seines Handelsumsatzes an Aktien in Deutschland haben. Als Sitz des Unternehmens kann sowohl der juristische Sitz als auch das operative Hauptquartier, also der Sitz der Geschäfts- beziehungsweise Verwaltungsführung gelten. Der Schwerpunkt des Börsenumsatzes gilt als erreicht, wenn mindestens 33 % des Gesamtumsatzes der Aktien der AG über die Frankfurter Wertpapierbörse abgewickelt wurden.
Unter den Unternehmen, welche diese Grundvoraussetzungen erfüllen, erfolgt die weitere Auswahl anhand folgender zwei Merkmale:
- Orderbuchumsatz in Xetra und im Frankfurter Parketthandel
- Streubesitz-Marktkapitalisierung (Freefloat-Marktkapitalisierung)
Eine Anpassung des DAX findet nach folgenden vier Regeln statt:
- Fast-Exit (45/45): Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien (Börsenumsatz oder Marktkapitalisierung) nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber in beiden Kriterien (Börsenumsatz und Marktkapitalisierung) mindestens Rang 35 erreicht
- Fast-Entry (25/25): Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 25 größten Unternehmen zählt. Aus dem DAX scheidet dann jener Wert aus, welcher in mindestens einem der beiden Kriterien einen Rang schlechter als 35 aufweist (falls ein solcher existiert) und die niedrigste Marktkapitalisierung aufweist.
- Regular-Exit (40/40): Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien nicht mehr zu den 40 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber in beiden Kriterien mindestens Rang 35 erreicht
- Regular-Entry (30/30): Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 30 größten Unternehmen zählt sofern ein Index-Wert existiert, der nach mindestens einem Kriterium nicht mehr zu den 35 größten Unternehmen zählt.
Nur jeweils zum ordentlichen Anpassungstermin im September werden alle vier Regeln angewendet. Die Fast-Exit- und Fast-Entry-Regel finden dagegen auch an den außerordentlichen Anpassungsterminen im März, Juni und Dezember Anwendung. Außerordentliche Aktualisierungen werden außerdem im Fall von Insolvenzen eines Unternehmens vorgenommen oder falls ein Unternehmen die anfangs genannten Grundvoraussetzungen nicht mehr erfüllt.
Zudem kann in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel kurzfristig angekündigte Übernahmen oder signifikante Veränderung des Freefloat, der Vorstand der Deutsche Börse AG in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Aktienindizes von diesen Regeln abweichen.
[Bearbeiten] Derzeitige Zusammensetzung und Gewichtung
Die folgende Tabelle zeigt die dem DAX-Index zugeordneten Unternehmen und ihre Gewichtung im DAX (Performance-Index) mit Stand vom 20. März 2008.[2] Die Tabelle enthält die Daten, wie sie von der Deutschen Börse veröffentlicht werden und maßgebend für die Gewichtung im DAX sind. Insbesondere ist die Marktkapitalisierung nur auf den von der Deutschen Börse festgestellten Streubesitz bezogen, nicht auf die Gesamtzahl der Aktien. Die Marktkapitalisierung entspricht hier also nicht dem Börsenwert aller Aktien des Unternehmens, sondern nur dem Börsenwert des Streubesitzes.
| Name | Gewichtung im DAX |
Anzahl der Aktien in Streubesitz |
Streubesitz- Marktkapitalisierung in Mio. € |
Aktienverteilung |
|---|---|---|---|---|
| adidas AG | 1,28 % | 203.644.960 | 7.981 | Streubesitz 100 % |
| Allianz SE | 8,21 % | 452.350.000 | 51.034 | Streubesitz 100 % |
| BASF AG | 6,37 % | 473.015.000 | 39.606 | Streubesitz 100 % |
| Bayer AG | 5,93 % | 764.341.920 | 36.872 | Streubesitz 100 % |
| BMW AG St | 1,77 % | 601.995.196 | 11.004 | Johanna Quandt 16,70 % Stefan Quandt 17,40 % Susanne Klatten 12,50 % Streubesitz 53,40 % |
| Commerzbank AG | 1,67 % | 657.168.541 | 10.386 | Assicurazioni Generali 8,65 % Streubesitz 91,35 % |
| Continental AG | 1,53 % | 161.720.583 | 9.495 | Streubesitz 100 % |
| Daimler AG | 8,00 % | 1.013.888.396 | 49.753 | Kuwait Investment Authority 7,22 % Streubesitz 92,78 % |
| Deutsche Bank AG | 5,68 % | 530.522.991 | 35.330 | Deutsche Bank 5,23 % (hält eigene Aktien) Streubesitz 94,77 % |
| Deutsche Börse AG | 3,15 % | 200.000.000 | 19.570 | Streubesitz 100 % |
| Deutsche Lufthansa AG | 1,18 % | 457.937.572 | 7.364 | Streubesitz 100 % |
| Deutsche Post AG | 2,58 % | 1.208.019.549 | 160.276 | KfW 30,5 % Streubesitz 69,5 % |
| Deutsche Postbank AG | 0,77 % | 164.000.000 | 4.764 | Deutsche Post AG 50,0 % Streubesitz 50,0 % |
| Deutsche Telekom AG | 4,70 % | 4.361.319.993 | 29.207 | KfW 16,87 % Bundesrepublik Deutschland 14,83 % Blackstone 4,4 % Streubesitz 63,9 % |
| E.ON AG | 10,00 % | 548.731.674 | 62.155 | E.ON 5,3 % Streubesitz 94,7 % |
| Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA St |
0,92 % | 292.786.583 | 5.707 | Fresenius SE 36,44 % Streubesitz 63,59 % |
| Henkel KGaA Vz | 0,82 % | 178.162.875 | 5.124 | Streubesitz 100 % |
| Hypo Real Estate Holding AG | 0,43 % | 201.108.262 | 2.679 | Streubesitz 100 % |
| Infineon Technologies AG | 0,49 % | 749.742.085 | 3.059 | Streubesitz 100 % |
| Linde AG | 2,01 % | 166.393.460 | 12.515 | Commerzbank AG 9,9 % Deutsche Bank AG 6,5 % Allianz SE 6 % Streubesitz 77,6 % |
| MAN AG St | 1,35 % | 140.974.350 | 8.385 | Volkswagen AG 29,90 % Streubesitz 70,10 % |
| Merck KGaA | 0,83 % | 64.613.126 | 5.141 | Streubesitz 100 % |
| METRO AG St | 0,83 % | 324.109.563 | 5.166 | Otto Beisheim 18,46 % Franz Haniel & Cie. 34,24 % Familie Schmidt-Ruthenbeck 15,77 % Streubesitz 31,53 |
| Münchener Rück AG | 3,85 % | 217.888.670 | 23.931 | Münchener Rück 5,27 % Streubesitz 94,73 % |
| RWE AG St | 5,37 % | 523.405.000 | 33.383 | RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH 16,09 % Streubesitz 83,91 % |
| SAP AG | 4,48 % | 1.246.575.084 | 27.828 | Klaus Tschira 9,18 % Hasso Plattner 10,35 % Dietmar Hopp 9,33 % Streubesitz 71,14 % |
| Siemens AG | 9,31 % | 914.203.421 | 57.842 | Familie Siemens 5,58 % Streubesitz 94,42 % |
| ThyssenKrupp AG | 1,89 % | 514.489.044 | 11.746 | Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung 25,10 % ThyssenKrupp 5,09 % Streubesitz 74,90 % |
| TUI AG | 0,49 % | 251.245.575 | 3.024 | Luis und Carmen Riu Güell 5,10 % Caja de Ahorros del Mediterráneo 5,00 % Greenwich Holdings 5,12 % Teck Capital Management 5,00 % S-Group Travel Holding 5,02 % Streubesitz 74,76 % |
| Volkswagen AG St | 4,10 % | 291.361.077 | 25.479 | Porsche Automobil Holding SE 30,97 % Land Niedersachsen 20,35 % Streubesitz 49,06 % |
| Gesamt | 100,00 % | 17.875.714.550 | 621.553 |
Da der DAX nach Marktkapitalisierung gewichtet ist, ändert sich die Gewichtung der einzelnen Aktien mit jeder Neuberechnung des DAX. Allerdings wird die Anzahl der Aktien sowie der Streubesitz-Anteil nur vierteljährlich aktualisiert.
Eine aktuelle Rangliste lässt sich zudem auf der Website der Deutschen Börse herunterladen: [1]
[Bearbeiten] Zusammensetzungshistorie
Im Laufe seiner Notierung hat der DAX zahlreiche Anpassungen in der Zusammensetzung erfahren. Als einziger Wert schaffte bisher die Continental AG am 22. September 2003 den Wiedereinstieg in den DAX, nachdem dieses „Gründungsmitglied“ seinen Platz im Jahre 1996 an die Münchener Rück AG verloren hatte.
Bei seiner Einführung am 1. Juli 1988 umfasste der DAX folgende Werte: Allianz, BASF, Bayer, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, Bayerische Vereinsbank, BMW, Commerzbank, Continental, Daimler-Benz, Degussa, Deutsche Bank, Deutsche Babcock, Deutsche Lufthansa, Dresdner Bank, Feldmühle Nobel, Henkel, Hoechst, Karstadt, Kaufhof, Linde, MAN, Mannesmann, Nixdorf, RWE, Schering, Siemens, Thyssen, Veba, Viag, Volkswagen.
Alle bisherigen Zusammensetzungsänderungen sind in folgender Tabelle dargestellt:[3]
| Datum | ausgeschieden | aufgenommen | Ursache |
|---|---|---|---|
| 03.09.1990 | Feldmühle Nobel | Metallgesellschaft | Übernahme von Feldmühle Nobel durch Stora Enso |
| Nixdorf Computer AG | Preussag | Nixdorf geht in Siemens-Nixdorf auf | |
| 18.09.1995 | Deutsche Babcock | SAP | Höhere Marktkapitalisierung von SAP |
| 22.07.1996 | Kaufhof | METRO | Zusammenschluss von Kaufhof und Metro Cash & Carry |
| 23.09.1996 | Continental | Münchener Rück | |
| 18.11.1996 | Metallgesellschaft | Deutsche Telekom | Börsengang der Telekom |
| 22.06.1998 | Bayerische Hypotheken- und Wechselbank |
adidas | Zusammenschluss von Vereinsbank und Hypobank zur HypoVereinsbank |
| Bayerische Vereinsbank | HypoVereinsbank | ||
| 21.12.1998 | Daimler-Benz | Daimler | Zusammenschluss von Daimler-Benz mit Chrysler zur DaimlerChrysler AG (nach dem Verkauf von Chrysler 2007 umbenannt in Daimler AG) |
| 22.03.1999 | Degussa | Degussa-Hüls | Verschmelzung der Degussa AG auf die Hüls AG und Umbenennung in Degussa-Hüls AG |
| 25.03.1999 | Thyssen | ThyssenKrupp | Zusammenschluss von Thyssen und Krupp |
| 20.09.1999 | Hoechst | Fresenius Medical Care | Zusammenschluss von Hoechst und Rhône-Poulenc zu Aventis |
| 14.02.2000 | Mannesmann | Epcos | Übernahme von Mannesmann durch Vodafone |
| 19.06.2000 | Veba | E.ON | Zusammenschluss von Veba und Viag zu E.ON |
| VIAG | Infineon | ||
| 18.12.2000 | Degussa-Hüls | Degussa | Verschmelzung der Degussa-Hüls AG und der SKW Trostberg AG auf die neue Degussa AG |
| 19.03.2001 | KarstadtQuelle | Deutsche Post | Börsengang der Deutschen Post |
| 23.07.2001 | Dresdner Bank | MLP Vz. | Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz |
| 23.09.2002 | Degussa | Altana | Zu geringe Marktkapitalisierung der Degussa AG nach weitgehender Annahme des Übernahmeangebots durch die RAG AG |
| 23.12.2002 | Epcos | Deutsche Börse | |
| 22.09.2003 | MLP Vz. | Continental | |
| 31.01.2005 | Lanxess | Lanxess wird von Bayer abgespalten. Um Verzerrungen in der DAX-Berechnung zu vermeiden, umfasste der DAX am 31. Januar 2005 bisher einmalig 31 Werte. Mit dem Schlusskurs von Lanxess wurde die Gewichtung von Bayer zum 1. Februar 2005 neu berechnet und Lanxess wurde wieder aus dem DAX genommen.[4] | |
| 01.02.2005 | Lanxess | ||
| 19.12.2005 | HypoVereinsbank | Hypo Real Estate | Übernahme der HypoVereinsbank durch die UniCredit |
| 18.09.2006 | Schering | Postbank | Übernahme von Schering durch Bayer |
| 18.06.2007 | Altana | Merck | Nach dem Verkauf der Pharmasparte an Nycomed zu geringe Marktkapitalisierung von Altana[5] |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Historischer Überblick
Der DAX wird von der Deutschen Börse seit dem 1. Juli 1988 berechnet und startete bei 1.163,52 Punkten. Die Indexbasis liegt bei 1.000,00 Punkten per 31. Dezember 1987. Zum Zeitpunkt seiner Einführung wurde er exemplarisch bis 1959 zurückberechnet.
Den größten Tagesabsturz erlitt der DAX am 16. Oktober 1989, er brach um 12,81 Prozent ein. Am 29. Juli 2002 erlebte der Index mit 7,85 Prozent den größten Tagesanstieg in seiner Geschichte.
1960 überwand der Index rechnerisch erstmals die Marke von 500 Punkten. Die Stagnation des DAX in den 1960er und 1970er Jahren und die rasante Entwicklung in den 1980er und 1990er Jahren lässt sich an seiner Verdopplungsrate erkennen. 25 Jahre dauerte es, bis sich der Index von 500 Punkte 1960 auf 1.000 Punkte 1985 verdoppelte. Die Verdopplung auf 2.000 Punkte im Jahre 1993 dauerte mehr als acht Jahre. Für die Verdopplung auf 4.000 Punkte 1997 benötigte der DAX knapp vier Jahre, bis auf 8.000 Punkte im Jahre 2000 nur noch knapp drei Jahre.
Am 7. März 2000 erreichte der DAX mit 8.136,16 Punkten im Handelsverlauf und mit einem Schlussstand von 8.064,97 Punkten seine bis dahin höchsten Werte. Diese wurden erst wieder im Sommer 2007 übertroffen (8.151,57 Punkten). Nach dem Höchststand im März 2000 sank der DAX kontinuierlich auf 2.188 Punkte im Handelsverlauf. Er schloss am 12. März 2003 mit 2.202,96 Punkten auf dem Stand vom 27. November 1995. Das war ein Rückgang um 72,7 Prozent (5.862,01 Punkte) gegenüber seinem Höchststand vom 7. März 2000. Der 12. März 2003 markiert den Wendepunkt der Talfahrt. Ab dem Frühjahr 2003 war der DAX wieder auf dem Weg nach oben.
Er schloss am 5. Mai 2003 erneut über der 3.000-Punkte-Marke, am 2. Januar 2004 wieder über der 4.000-Punkte-Marke und am 28. September 2005 erneut über der 5.000-Punkte-Marke. Der DAX stieg auch in den folgenden Jahren weiter. Am 3. April 2006 schloss der Index erstmals seit Juli 2001 über der 6.000-Punkte-Marke und am 21. Februar 2007 erstmals seit November 2000 über der Marke von 7.000 Punkten.[6] Erst im Sommer 2007 konnten die bis dahin höchsten Stände vom März 2000 übertroffen werden: Am 16. Juli 2007 wurde zunächst ein neuer Höchstwert beim Schlussstand erzielt (8.105,69 Punkte),[7] während bereits am 13. Juli 2007 im Handelsverlauf das alte Allzeithoch übertroffen wurde (8.151,57 Punkte).
Im Dezember 2007 sind erstmals die 30 größten deutschen börsennotierten Konzerne mehrheitlich im Besitz ausländischer Investoren. Gegenüber 2005 ist ihr Anteil um 20 auf nunmehr 53 Prozent gestiegen.[8]
[Bearbeiten] Höchststände
Seinen absolut höchsten Stand im Handelsverlauf (Allzeithoch) erreichte der DAX am 13. Juli 2007 mit 8.151,57 Punkten. Den bisher höchsten Tagesschlusswert erzielte er am 16. Juli 2007 bei 8.105,69 Punkten.
[Bearbeiten] Meilensteine
Die Tabelle zeigt die Meilensteine des bis 1959 zurückberechneten DAX[9].

