DAX

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dax aufgeführt.
Logo des DAX'
Performanceindex
ISIN DE0008469008
WKN 846900
Symbol DAX
RIC .GDAXI
Bloomberg-Code DAX <Index>
Kursindex
ISIN DE0008467440
WKN 846744
Symbol DAXK
RIC .GDAXIP
Bloomberg-Code DAXK Index

Der DAX (eine Abkürzung für Deutscher Aktienindex)[1][2] ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen (bezogen auf Streubesitz-Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz) wider, die im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind. Seit dem 21. Juni 1999 wird der Index-Stand nur noch anhand der Xetrakurse ermittelt.

Zunächst war der DAX nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den anderen etablierten deutschen Aktienindizes gedacht. Inzwischen hat er diese an Bekanntheit hinter sich gelassen und ist als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt national und international etabliert.

Der DAX wurde gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt und am 1. Juli 1988 eingeführt. Er setzt den Index der Börsen-Zeitung fort, dessen Geschichte bis ins Jahr 1959 zurückgeht. Für den 31. Dezember 1987 ist er auf 1.000 Indexpunkte normiert worden.

Der DAX wird sowohl als Performance- als auch als Kursindex veröffentlicht. Übliche Konvention ist, dass unter der umgangssprachlichen Bezeichnung DAX der Performanceindex verstanden wird. Anders z. B. der EURO STOXX 50 Aktienindex europäischer Standardwerte, bei dem üblicherweise vom Kursindex die Rede ist. Beim Performanceindex werden die Dividenden aus den im DAX enthaltenen Titeln in den Index reinvestiert, während sie beim Kursindex unberücksichtigt bleiben.

Der DAX ist ein Produkt und eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.[3]

Weitere DAX-Indizes[Bearbeiten]

Im Frühjahr 1994 wurde der sogenannte DAX 100 eingeführt. Dieser Index sollte die Wertentwicklung der 100 liquidesten Werte des Aktienmarkts dokumentieren. Mit Einführung des MDAX 1996 umfasste er die 30 Werte des DAX und die 70 des MDAX. Durch die Änderung des MDAX auf 50 Werte trat an die Stelle des DAX 100 der HDAX. Der CDAX umfasst dagegen alle in Frankfurt gehandelten Aktien. Der SDAX umfasst 50 kleinere Werte hinter dem MDAX.

Als sogenannten Strategie-Index gibt es u. a. den ShortDAX.[4] Er ist umgekehrt proportional zur täglichen Entwicklung des DAX und ermöglicht so Anlegern, die nur Long-Positionen eingehen können, die Partizipation an negativen Kursentwicklungen. Verliert beispielsweise der DAX an einem Tag 5 %, dann legt der ShortDAX um eben soviel Prozent zu. Dadurch haben z. B. Indexanbieter die Möglichkeit, ein Produkt zu offerieren, das bei negativer Entwicklung des DAX steigt und dem „Käufer“ Möglichkeiten eröffnet, auch an negativen Kursentwicklungen teilzuhaben.

Daneben gibt es auch Branchenindizes wie seit 2007 den ÖkoDAX für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder Strategieindizes wie den DivDAX für dividendenstarke Unternehmen. Zu den wichtigsten deutschen Indizes gehört auch der TecDAX, der 30 der größten Technologiewerte beinhaltet.

Die implizite Volatilität, also die erwartete Schwankungsbreite des DAX für den Zeitraum der nächsten 30 Tage misst der VDAX-NEW, ein ebenfalls von der Deutschen Börse AG veröffentlichter Volatilitätsindex. Sein Vorgänger, der VDAX, gibt die implizite Volatilität des DAX über 45 Tage auf Grundlage eines anderen methodischen Ansatzes an. Beide Volaindizes werden in annualisierter Form notiert.

Die Eurex bietet Optionen (ODAX) und Futures (FDAX) auf den DAX an.

Berechnung[Bearbeiten]

DAX-Kurstafel in der Frankfurter Wertpapierbörse

Zur Indexberechnung, die auf der Indexformel von Étienne Laspeyres basiert, werden Kurse von ausgewählten Aktien der DAX-Gesellschaften unterschiedlich gewichtet. Es zählt hierbei nur die Marktkapitalisierung der sich in Streubesitz befindlichen Aktien (d. h. alle Aktien, die sich nicht im Besitz eines Eigentümers befinden, der über 5 % der Aktien besitzt). Ist das Kapital einer Gesellschaft in mehrere Aktientöpfe (z. B. Stammaktie und Vorzugsaktie) unterteilt, so wird die in der Berechnung zu berücksichtigende Aktienart anhand der Liquidität bestimmt; hierbei werden auch Sonderfälle berücksichtigt, so wie 2011/2012 die zum Umtausch gehandelten Aktien der Deutsche Börse AG.

Der Index basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems Xetra. Seine Berechnung beginnt börsentäglich ab 9:00 Uhr MEZ/MESZ, sobald für alle 30 DAX-Unternehmen eine Kursnotierung vorliegt, spätestens jedoch um 9:03 Uhr. Solange für einzelne Aktien keine Eröffnungskurse vorliegen, werden die jeweiligen Schlusskurse des Vortages zur Berechnung herangezogen. Er endet mit den Kursen der Xetra-Schlussauktion, die um 17:30 Uhr MEZ startet. Bis zum 31. Dezember 2005 wurde der DAX so im 15-Sekunden-Takt berechnet, seit 1. Januar 2006 jede Sekunde.

Vor Handelsbeginn und nach der Schlussauktion berechnet die Deutsche Börse AG minütlich den L/E-DAX (Late/Early DAX). Er ist ein Indikator für die Marktentwicklung außerhalb der Xetra-Handelszeiten, Basis für die Berechnung sind die Preise von Xetra Frankfurt. Der L/E-DAX entspricht in seiner Zusammensetzung dem DAX und wird börsentäglich von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr, sowie zwischen 17:45 Uhr und 20:00 Uhr berechnet. Der L/E-DAX ist der Nachfolger des L-DAX (Late-Index), der 2003 als Indikator für die Marktentwicklung nach Xetra-Handelsschluss eingeführt worden war. Seit dem 1. Juni 2011 nimmt die Deutsche Börse den Handel schon um 8:00 Uhr auf, sodass nun auch eine Early-Indikation für den Dax berechnet wird.

Noch wichtiger als der L/E-DAX ist allerdings der X-DAX, der börsentäglich von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr und von 17:45 Uhr bis 22:00 Uhr berechnet wird. Basis sind die Preise des an der Terminbörse Eurex gehandelten DAX-Future mit der geringsten Restlaufzeit sowie die offiziellen Euribor-Zinssätze der EZB. Der X-DAX ist ein relativ sicherer vor- und nachbörslicher Indikator für die DAX-Entwicklung, da die US-Märkte vollständig zeitlich abgedeckt werden.

Unternehmen im DAX[Bearbeiten]

Auswahlkriterien[Bearbeiten]

Damit ein Unternehmen in den DAX aufgenommen wird, muss es im Prime Standard gelistet sein, fortlaufend in Xetra gehandelt werden und mindestens einen Streubesitz von 10 % aufweisen (bis Oktober 2008 lag diese Grenze bei 5 %). Außerdem muss das Unternehmen einen Sitz in Deutschland haben oder den Schwerpunkt seines Handelsumsatzes an Aktien in Frankfurt und einen Sitz in der EU haben. Als Sitz des Unternehmens kann sowohl der juristische Sitz als auch das operative Hauptquartier, also der Sitz der Geschäfts- beziehungsweise Verwaltungsführung gelten.

Unter den Unternehmen, welche diese Grundvoraussetzungen erfüllen, erfolgt die weitere Auswahl anhand folgender zwei Merkmale:

Eine Anpassung des DAX findet nach folgenden vier Regeln statt:

Fast-Exit (45/45)
Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien (Börsenumsatz oder Marktkapitalisierung) nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber bei der Marktkapitalisierung mindestens Rang 35 und beim Börsenumsatz mindestens Rang 45 erreicht.
Fast-Entry (25/25)
Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 25 größten Unternehmen zählt. Aus dem DAX scheidet dann jener Wert aus, welcher in mindestens einem der beiden Kriterien einen Rang schlechter als 35 (falls ein solcher existiert) ist und die niedrigste Marktkapitalisierung aufweist.
Regular-Exit (40/40)
Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien nicht mehr zu den 40 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber in beiden Kriterien mindestens Rang 35 erreicht.
Regular-Entry (30/30)
Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 30 größten Unternehmen zählt und sofern ein Indexwert existiert, der nach mindestens einem Kriterium nicht mehr zu den 35 größten Unternehmen zählt.

Nur jeweils zum ordentlichen Anpassungstermin im September werden alle vier Regeln angewendet. Die Fast-Exit- und Fast-Entry-Regel finden dagegen auch an den außerordentlichen Anpassungsterminen im März, Juni und Dezember Anwendung. Außerordentliche Aktualisierungen werden außerdem im Fall von Insolvenzen eines Unternehmens vorgenommen oder falls ein Unternehmen die anfangs genannten Grundvoraussetzungen nicht mehr erfüllt.

Zudem kann in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel kurzfristig angekündigte Übernahmen oder signifikante Veränderung des Freefloat, der Vorstand der Deutsche Börse AG in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Aktienindizes von diesen Regeln abweichen.

Gewichtung[Bearbeiten]

Die Werte im DAX werden entsprechend ihrer Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet. Maßgeblich ist also nicht der gesamte Börsenwert oder das gesamte Kapital eines Unternehmens, sondern nur der Wert der frei handelbaren Aktien (engl. free float) der im DAX vertretenen Aktiengattung. Festbesitz, das ist der Besitz von Großaktionären, welche 5 % oder mehr dieser Aktien halten, bleibt für die Gewichtung unberücksichtigt. Zum Festbesitz zählen auch eigene Aktien, welche das herausgebende Unternehmen selbst hält, unabhängig von der Höhe des Anteils.

Aufgrund von Änderungen beim Aktienbesitz, aber vor allem aufgrund von Kursveränderungen ändert sich die tatsächliche Streubesitz-Marktkapitalisierung fortwährend. Die Gewichtung wird dabei bei jeder sekündlichen Neuberechnung des DAX auf Basis der aktuellen Kurse ebenfalls neu berechnet. Änderungen des Streubesitz-Anteils werden dagegen von der Deutschen Börse nur zu den vierteljährlichen Anpassungsterminen erfasst und fließen erst dann in die Gewichtung ein. Dies führte zu Situationen, in denen sich ein Aktienkurs in Echtzeit einem veränderten Freefloat anpasst, dem aber in der Gewichtung erst zeitverzögert entgegenwirkend Rechnung getragen wird. Auf die Kapriolen der Volkswagen Stammaktie hin führte die Deutsche Börse im November 2008 zusätzliche Regeln ein, um derartigen extremen Verzerrungen entgegenzuwirken. Ein Wert kann demnach zwischen Anpassungsterminen aus dem Index genommen werden, falls seine Gewichtung 10 % überschreitet und die historische 30-Tages-Volatilität des Aktienkurses 250 % übersteigt.[5]

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Unternehmen im DAX (Stand: 23. Juni 2014)[6]

Name Branche Logo Indexgewichtung in % (Letzte) Aufnahme Sitz
Adidas Bekleidung Adidas-group-logo-fr.svg 1,92 22. Juni 1998 Herzogenaurach
Allianz Versicherungen Allianz.svg 6,90 01. Juli 1988 München
BASF Chemie BASF-Logo bw.svg 9,82 01. Juli 1988 Ludwigshafen am Rhein
Bayer Chemie und Pharma Bayer-Logo.svg 10,10 01. Juli 1988 Leverkusen
Beiersdorf Konsumgüter Beiersdorf Logo.svg 0,86 22. Dez. 2008 Hamburg
BMW Automobilproduktion BMW.svg 3,63 01. Juli 1988 München
Commerzbank Banken Commerzbank (2009).svg 1,34 01. Juli 1988 Frankfurt am Main
Continental Automobilzulieferer Continental AG logo.svg 2,26 24. Sep. 2012 Hannover
Daimler Automobilproduktion Daimler AG.svg 8,54 21. Dez. 19981 Stuttgart
Deutsche Bank Banken Deutsche Bank logo without wordmark.svg 3,50 01. Juli 1988 Frankfurt am Main
Deutsche Börse Börsen Deutsche Börse Group Logo.svg 1,25 23. Dez. 2002 Frankfurt am Main
Deutsche Post Transport Deutsche Post.svg 3,06 19. Mär. 2001 Bonn
Deutsche Telekom Telekommunikation Telekom Logo 2013.svg 4,75 18. Nov. 1996 Bonn
E.ON Energieversorgung EON Logo.svg 3,52 19. Juni 20001 Düsseldorf
Fresenius Medical Care Medizintechnik Fresenius Medical Care 20xx logo.svg 1,22 20. Sep. 1999 Hof an der Saale
Fresenius Medizintechnik Fresenius.svg 1,73 23. Mär. 2009 Bad Homburg vor der Höhe
HeidelbergCement Baustoffe (Zement) HeidelbergCement Logo.svg 1,08 21. Juni 2010 Heidelberg
Henkel Konsumgüter Henkel-Logo.svg 1,79 01. Juli 1988 Düsseldorf
Infineon Technologies Halbleiter Infineon-Logo.svg 1,25 21. Sep. 2009 Neubiberg
K+S Chemie Ks logo.svg 0,51 22. Sep. 2008 Kassel
Lanxess Chemie LanXess-Logo.svg 0,50 24. Sep. 2012 Köln
Linde Industriegase und Anlagenbau TheLindeGroup-Logo.svg 3,35 01. Juli 1988 München
Lufthansa Luftfahrt Lufthansa-Logo.svg 0,88 01. Juli 1988 Köln
Merck Chemie und Pharma Merck-Logo.svg 1,01 18. Juni 2007 Darmstadt
Munich Re Versicherungen Münchener Rück logo.svg 3,09 23. Sep. 1996 München
RWE Energieversorgung Logo RWE Claim.svg 1,87 01. Juli 1988 Essen
SAP Standardsoftware SAP 2011 logo.svg 6,31 18. Sep. 1995 Walldorf (Baden)
Siemens Elektrotechnik Siemens-logo.svg 9,42 01. Juli 1988 Berlin und München
ThyssenKrupp Stahl ThyssenKruppLogo.svg 1,10 25. Mär. 1999 Duisburg und Essen
Volkswagen Automobilproduktion VWAG-Logo.svg 3,42 01. Juli 1988 Wolfsburg

1) Daimler, E.on und ThyssenKrupp waren durch ihre Vorgängerunternehmen seit dem 1. Juli 1988 im DAX vertreten.

Zusammensetzungshistorie[Bearbeiten]

Seit der Einführung des DAX am 1. Juli 1988 wurden zahlreiche Anpassungen an seiner Zusammensetzung vorgenommen. Ursprünglich waren folgende Werte Bestandteil des Index, die mit * gekennzeichneten Unternehmen sind bis heute ununterbrochen im DAX vertreten, die mit (*) gekennzeichneten Aktiengesellschaften sind durch Nachfolgeunternehmen bis heute ununterbrochen im DAX vertreten:

Ausgehend von dieser anfänglichen Zusammensetzung wurden folgende Veränderungen vorgenommen:[7]

Datum Ausgeschiedene
Unternehmen
Aufgenommene
Unternehmen
Ursache / Anmerkung
03.09.1990 Feldmühle Nobel Metallgesellschaft Übernahme von Feldmühle Nobel durch Stora Enso
Nixdorf Preussag (heute TUI) Nixdorf geht in Siemens-Nixdorf auf
18.09.1995 Deutsche Babcock SAP höhere Marktkapitalisierung von SAP
22.07.1996 Kaufhof Metro Zusammenschluss von Kaufhof und Metro Cash & Carry
23.09.1996 Continental Munich Re Abstieg in den MDAX wegen zu geringer Marktkapitalisierung[8]
18.11.1996 Metallgesellschaft Deutsche Telekom Börsengang der Telekom
22.06.1998 Bayerische Hypotheken-
und Wechselbank
adidas Zusammenschluss von Vereinsbank und Hypobank zur HypoVereinsbank
Bayerische Vereinsbank HypoVereinsbank
21.12.1998 Daimler-Benz DaimlerChrysler
(heute Daimler)
Zusammenschluss von Daimler-Benz mit Chrysler
22.03.1999 Degussa Degussa-Hüls
(heute Evonik Degussa)
Verschmelzung der Degussa AG auf die Hüls AG und Umbenennung in Degussa-Hüls AG
25.03.1999 Thyssen ThyssenKrupp Zusammenschluss von Thyssen und Krupp
20.09.1999 Hoechst Fresenius Medical Care Zusammenschluss von Hoechst und Rhône-Poulenc zu Aventis
14.02.2000 Mannesmann Epcos Übernahme von Mannesmann durch Vodafone
19.06.2000 Veba E.ON Zusammenschluss von Veba und Viag zu E.ON
VIAG Infineon
18.12.2000 Degussa-Hüls Degussa Verschmelzung der Degussa-Hüls AG und der SKW Trostberg AG auf die neue Degussa AG
19.03.2001 KarstadtQuelle Deutsche Post Börsengang der Deutschen Post
23.07.2001 Dresdner Bank MLP Vz. Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz
23.09.2002 Degussa Altana Zu geringe Marktkapitalisierung der Degussa AG nach weitgehender Annahme des Übernahmeangebots durch die RAG AG
23.12.2002 Epcos Deutsche Börse Fast-Exit von Epcos, da Epcos bei der Marktkapitalisierung nur Rang 52 belegt[9]
22.09.2003 MLP Continental Regular-Exit von MLP, da MLP sowohl beim Handelsumsatz als auch bei der Marktkapitalisierung nicht mehr die DAX-Kriterien erfüllte; Continental ist das erste Unternehmen, dem die Wiederaufnahme in den DAX gelingt
31.01.2005 Lanxess Lanxess wird von Bayer abgespalten. Um Verzerrungen in der DAX-Berechnung zu vermeiden, umfasste der DAX am 31. Januar 2005 erstmalig 31 Werte. Mit dem Schlusskurs von Lanxess wurde die Gewichtung von Bayer zum 1. Februar 2005 neu berechnet und Lanxess wurde wieder aus dem DAX genommen.
01.02.2005 Lanxess
19.12.2005 HypoVereinsbank Hypo Real Estate Übernahme der HypoVereinsbank durch die UniCredit
18.09.2006 Schering Postbank Übernahme von Schering durch Bayer
18.06.2007 Altana Merck Nach dem Verkauf der Pharmasparte an Nycomed, zu geringe Marktkapitalisierung von Altana[10]
22.09.2008 TUI K+S Fast-Entry von K+S, niedrige Marktkapitalisierung von TUI[11]
22.12.2008 Continental Beiersdorf Fast-Exit von Continental durch geringe Freefloat-Marktkapitalisierung nach der Akquisition durch die Schaeffler Gruppe
22.12.2008 Hypo Real Estate Salzgitter Fast-Exit von Hypo Real Estate durch geringe Freefloat-Marktkapitalisierung nach der Teilakquisition durch den US-Investor J. Christopher Flowers sowie herbe Verluste im Rahmen der Finanzkrise ab 2007
23.03.2009 Deutsche Postbank Fresenius höhere Marktkapitalisierung
23.03.2009 Infineon Hannover Rück Höhere Marktkapitalisierung; Infineon wurde am 21. September 2009 als zweites Unternehmen erneut in den DAX aufgenommen
21.09.2009 Hannover Rück Infineon Regular-Exit der Hannover Rück, da sie beim Handelsumsatz nicht mehr die DAX-Kriterien erfüllte[12]
23.12.2009 Volkswagen Stammaktien Volkswagen Vorzugsaktien Streubesitz unter 10 % gesunken[13]
21.06.2010 Salzgitter HeidelbergCement HeidelbergCement mit über 50 % Kursgewinn seit 2009; Salzgitter AG mit über 10 % Kursverlust, während der DAX 30 Prozent gewann[14]
24.09.2012 MAN Continental MAN: Streubesitz zu stark gesunken; Metro: niedrige Marktkapitalisierung[15]
Metro Lanxess
08.07.2013 Osram Osram wird von Siemens abgespalten. Um Verzerrungen in der DAX-Berechnung zu vermeiden, umfasste der DAX am 8. Juli 2013 zum bisher zweiten Mal 31 Werte. Mit dem Schlusskurs von Osram wurde die Gewichtung von Siemens zum 9. Juli 2013 neu berechnet und Osram wurde wieder aus dem DAX genommen.
09.07.2013 Osram

Geschichte[Bearbeiten]

Rückrechnung[Bearbeiten]

CDAX-Kursindex 1840–2011

Der DAX wird von der Deutschen Börse seit dem 1. Juli 1988 berechnet und startete bei 1163,52 Punkten. Die Indexbasis liegt bei 1000 Punkten per 31. Dezember 1987. Da Investoren nicht nur an der aktuellen Performance des Deutschen Aktienindexes Interesse haben, sondern auch an der historischen, wurde dieser 1988 von Frank Mella, damals Redakteur bei der Börsen-Zeitung und Erfinder des DAX, auf täglicher Basis exemplarisch bis 1959 zurückgerechnet.

Mella verkettete den DAX am 30. Dezember 1987 mit den 30 Aktienwerten im Index der Börsen-Zeitung (BZ-Index), der wiederum aus einer Verknüpfung mit den 24 Werten im Hardy-Index des Bankhauses Hardy & Co. zum 1. April 1981 hervorgegangen ist und bis zum 28. September 1959 zurückreicht. Anders als im DAX und im BZ-Index berücksichtigte der Hardy-Index keine Dividenden. Hardy- und BZ-Index wurden viermal am Tag (um 12:00 Uhr, 12:30 Uhr, 13:00 Uhr und 13:30 Uhr) ermittelt. Die von Mella erzeugte Zeitreihe wird von der Deutschen Börse als offizielle Rückrechnung des DAX verwendet.

Längerfristige Rückrechnungen des deutschen Aktienindex stützen sich vor allem auf den Index des Statistischen Bundesamtes, von dem bis 1948 zurückreichende monatliche Kurse zur Verfügung stehen, den Aktienindex des Statistischen Reichsamtes, der von 1922 bis 1943 ermittelt wurde und den Index des Institutes für Konjunkturforschung, deren Zeitreihen bis in das Jahr 1840 zurückgehen.[16][17]

Indexentwicklung[Bearbeiten]

Am 20. Juni 1985 schloss der DAX rechnerisch mit 1007,18 Punkten erstmals über der Marke von 1000 Punkten. Am 19. Oktober 1987 verbuchte der Index einen Tagesverlust von 9,39 Prozent. Grund war der Schwarze Montag an der New York Stock Exchange, als der Wert des Dow Jones Industrial Average um 22,6 Prozent einbrach. Am Montag, den 16. Oktober 1989, erlitt der DAX den größten Tagesabsturz seiner Geschichte. Er brach um 12,81 Prozent ein. Am Freitag zuvor war in den USA die Finanzierung der Fluggesellschaft UAL gescheitert. Am 19. August 1991 verbuchte der DAX einen Tagesverlust von 9,40 Prozent. Es war eine Reaktion auf den später gescheiterten Putsch gegen den sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow.

Am 20. März 1998 schloss der Index mit 5001,55 Punkten zum ersten Mal über der Marke von 5000 Punkten. Am 7. März 2000 erreichte der DAX mit 8136,16 Punkten im Handelsverlauf und mit 8064,97 Punkten auf Schlusskursbasis seine bis dahin höchsten Werte. Diese wurden erst mehr als sieben Jahre später, im Sommer 2007, übertroffen. Nach dem Platzen der Spekulationsblase im Technologiesektor (Dotcom-Blase) sank der DAX bis zum 12. März 2003 auf einen Schlussstand von 2202,96 Punkten. Tiefer schloss der Index letztmals am 24. November 1995. Das war ein Rückgang um 72,7 Prozent gegenüber seinem Höchststand vom 7. März 2000.

Der 12. März 2003 markiert den Wendepunkt der Talfahrt. Ab dem Frühjahr 2003 war der DAX wieder auf dem Weg nach oben. Im Juli 2007 wurden neue Höchststände erreicht.

Im Dezember 2007 waren erstmals die 30 größten deutschen börsennotierten Konzerne mehrheitlich im Besitz ausländischer Investoren. Gegenüber 2005 war ihr Anteil um 20 auf nunmehr 53 Prozent gestiegen.[18]

Im Verlauf der internationalen Finanzkrise, die im Sommer 2007 in der US-Immobilienkrise ihren Ursprung hatte, begann der DAX wieder zu sinken. Ab Herbst 2008 wirkte sich die Krise zunehmend auf die Realwirtschaft aus. Infolgedessen brachen die Aktienkurse weltweit ein. Am 9. Oktober 2008 schloss der DAX mit 4887,00 Punkten erstmals seit dem 4. November 2005 unter der Grenze von 5000 Punkten. Am 13. Oktober 2008 erlebte der DAX mit 11,40 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.[19] Zwei Wochen später, am 28. Oktober 2008, beendete der Index den Handel 11,28 Prozent höher als zum Vortagsschluss. Es war eine Reaktion auf die Rettungspläne der US-Regierung für die US-amerikanische Finanzbranche. Einen neuen Tiefststand erzielte der Index am 6. März 2009, als er den Handel mit 3666,41 Punkten beendete. Seit dem Allzeithoch vom 16. Juli 2007 entspricht das einem Rückgang um 54,8 Prozent. Der 6. März 2009 bedeutete das Ende der Talfahrt. Ab dem Frühjahr 2009 war der DAX wieder auf dem Weg nach oben. Bis zum 2. Mai 2011 stieg er um 105,3 Prozent auf einen Schlussstand von 7527,64 Punkten.

Die Abschwächung der globalen Konjunktur und die Verschärfung der Eurokrise ließen den deutschen Leitindex erneut einbrechen. Am 12. September 2011 beendete der DAX den Handel bei 5072,33 Punkten. Der Verlust seit dem Höchststand am 2. Mai 2011 betrug 32,6 Prozent. Die Ankündigungen neuer Anleihekaufprogramme der Europäischen Zentralbank[20][21] und der US-Notenbank[22][23] in grundsätzlich unbegrenztem Umfang führten anschließend wieder zu einer Erholung der Kurse am Aktienmarkt. Die monetären Impulse spielten eine größere Rolle bei der Kursbildung als die weltweite Wirtschaftsabkühlung und die Lage der Unternehmen. Im Mai 2013 konnten die bis dahin höchsten Stände vom Juli 2007 erstmals übertroffen werden: Am 22. Mai 2013 schloss der Index erstmals in seiner Geschichte über 8500 bei 8530,89 Punkten und damit um 68,18 Prozent höher als beim letzten Tiefpunkt am 12. September 2011. Nach einem Rücksetzer in den Sommermonaten erreichte er ab September 2013 immer neue Allzeithochs auf Schlusskursbasis. Am 29. Oktober 2013 schloss der DAX erstmals in seiner Geschichte über 9000 bei 9022,04 Punkten. Die Marke von 9500 Punkten wurde zwei Monate später, am 27. Dezember 2013 mit einem Schlusskurs von 9589,39 Punkten durchbrochen. Am 5. Juni 2014 um 14:32 Uhr sprang der Index im Handelsverlauf erstmals über 10 000 Punkte.[24] Zwei Handelstage später, am Pfingstmontag, dem 9. Juni 2014, erzielte der DAX erstmals einen fünfstelligen Stand (nämlich 10 008,63 Punkte) auch auf Schlusskursbasis.

Short Squeeze der VW-Aktie 2008[Bearbeiten]

Zu Schwankungen besonderer Art kam es Ende Oktober 2008, als Porsche versuchte, den wesentlich größeren Volkswagen-Konzern zu übernehmen.[25] Porsche war im Oktober 2008 durch Zukäufe bzw. Derivatgeschäfte im Besitz von etwa 42,6 % der Stammaktien und hatte über Kaufoptionen Anspruch auf weitere 31,5 %.[26][27]

Als Porsche dies vier Tage vor der Veröffentlichung des Quartalergebnisses von VW bekannt gab, kam es in den Folgetagen zu einer heftigen Short Squeeze. Einige Marktteilnehmer (darunter auch Hedge-Fonds) hatten die VW-Aktien leerverkauft und mussten sich nun wieder eindecken. Nachdem Porsche etwa 75 % und das Land Niedersachsen weitere 20 % der Aktien hielten (VW-Gesetz), verblieben nur noch knapp 6 % an Streubesitz. Durch dieses knappe Angebot und die zusätzlich erhöhte Nachfrage der Leerverkäufer, schnellte die VW-Aktie bis zum 28. Oktober 2008 zeitweise auf über 1.000 €.[28] Damit übertraf sie kurzzeitig die gesamte Marktkapitalisierung des weltgrößten Unternehmens ExxonMobil.

Durch diesen außerordentlichen Preisanstieg erhöhte sich die Gewichtung der Aktie im DAX von ursprünglich 5,88 % im September auf 27,22 % zu Handelsschluss am 28. Oktober 2008.[29] An diesem Tag kündigte Dow Jones & Company bereits an, den Free-Float-Faktor der VW-Stammaktie in seinen Indizes zum freitäglichen Handelsbeginn hin von 49,63 auf 37,32 Prozent herabzusenken.[30] Die Deutsche Börse handelte zum Stichtag 3. November 2008, indem sie eine außerordentliche DAX-Indexneugewichtung vornahm und dabei das Gewicht der Volkswagenaktie im DAX bei zehn Prozent abriegelte.[31]

Höchststände[Bearbeiten]

Die Übersicht zeigt die Allzeithöchststände des DAX als Performanceindex (mit Dividenden) und als Kursindex (ohne Dividenden).[24]

Index Punkte Datum
Performanceindex im Handelsverlauf 10.050,98 Freitag, 20. Juni 2014
Performanceindex auf Schlusskursbasis 10.029,43 Donnerstag, 3. Juli 2014
Kursindex im Handelsverlauf 6.266,15 Dienstag, 7. März 2000
Kursindex auf Schlusskursbasis 6.266,15 Dienstag, 7. März 2000

Meilensteine[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die Meilensteine des bis 1959 zurückgerechneten DAX.[32]

DAX 1959–2012 (bis 31. März 1981 nur Kursindex)
DAX-Performanceindex (blau) versus DAX-Kursindex (rot) 1987–2012
erster
Schlussstand
über
Schlussstand
in Punkten
Datum
500 503,52 20. Juni 1960
1.000 1.007,18 20. Juni 1985
2.000 2.005,01 8. Oktober 1993
3.000 3.001,37 17. Januar 1997
4.000 4.006,40 8. Juli 1997
5.000 5.001,55 20. März 1998
6.000 6.013,14 8. Juli 1998
7.000 7.173,22 14. Januar 2000
8.000 8.064,97 7. März 2000
9.000 9.022,04 29. Oktober 2013
10.000 10.008,63 9. Juni 2014

Die besten Tage[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die besten Tage des bis 1959 zurückgerechneten DAX.[32]

Rang Datum Schlussstand
in Punkten
Veränderung
in Punkten
Veränderung
in %
1 13. Okt. 2008 5.062,45 518,14 11,40
2 30. Mai  1962 399,60 45,19 11,31
3 28. Okt. 2008 4.823,45 488,81 11,28
4 24. Nov. 2008 4.554,33 426,93 10,34
5 29. Mai  1970 485,85 41,25 9,28
6 29. Juli 2002 3.859,78 280,78 7,85
7 08. Dez. 2008 4.715,88 334,41 7,63
8 17. Jan. 1991 1.422,67 99,99 7,56
9 12. Nov. 1987 1.061,64 73,44 7,43
10 02. Jan. 2003 3.105,04 212,41 7,34

Die schlechtesten Tage[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die schlechtesten Tage des bis 1959 zurückgerechneten DAX.[32]

Rang Datum Schlussstand
in Punkten
Veränderung
in Punkten
Veränderung
in %
1 16. Okt. 1989 1.385,72 −203,62 −12,81
2 19. Aug. 1991 1.497,93 −155,44 −9,40
3 19. Okt. 1987 1.321,61 −136,94 −9,39
4 11. Sep. 2001 4.273,53 −396,60 −8,49
5 28. Okt. 1997 3.567,22 −311,90 −8,04
6 26. Okt. 1987 1.193,31 −99,36 −7,69
7 29. Mai  1962 354,41 −27,56 −7,22
8 21. Jan. 2008 6.790,19 −523,98 −7,16
9 06. Okt. 2008 5.387,01 −410,02 −7,07
10 10. Okt. 2008 4.544,31 −342,69 −7,01

Jährliche Entwicklung[Bearbeiten]

Der DAX wurde bis 1981 als Performanceindex (mit Dividenden) und bis 1948 als Kursindex (ohne Dividenden) zurückgerechnet. Die Zeitreihe basiert auf einer Verkettung des DAX mit dem BZ-Index (1981–1986), dem Hardy-Index (1959–1980) und dem Aktienindex des Statistischen Bundesamtes (1948–1958). Frühere Daten stammen von Professor Richard Stehle, Institut für Bank-, Börsen- und Versicherungswesen, Humboldt-Universität zu Berlin. Stehle hat die Aktienrendite derjenigen Unternehmen berechnet, welche im DAX-Performanceindex enthalten gewesen wären, wenn es das Börsenbarometer bereits ab 1937 gegeben hätte.[16][33]

Das beste Jahr in der Geschichte des DAX war rechnerisch 1949 mit einem Gewinn von 152,13 Prozent, gefolgt von 1951 mit einem Plus von 115,41 Prozent und 1954 mit einem Gewinn von 82,59 Prozent. Das schlechteste Jahr war 1948 mit einem Verlust von 87,35 Prozent, gefolgt von 2002 mit einem Minus von 43,94 Prozent und 2008 mit einem Verlust von 40,37 Prozent. Der Zeitraum von 1948 bis 1954 ist geprägt von der Währungsreform und dem Wirtschaftswunder, der Zeitraum seit 2000 vom Platzen der Dotcom-Blase und den Auswirkungen der Finanzkrise ab 2007.

Die Tabelle zeigt die jährliche Entwicklung des bis 1937 zurückgerechneten deutschen Aktienindex DAX.[34][35][36]

Jahr Schlussstand
in Punkten
Veränderung
in Punkten
Veränderung
in %
1937 56,89
1938 55,47 −1,42 −2,50
1939 63,01 7,54 13,59
1940 84,69 21,68 34,41
1941 91,72 7,03 8,30
1942 102,54 10,82 11,80
1943 106,95 4,41 4,30
1944 110,37 3,42 3,20
1945 89,84 −20,53 −18,60
1946 89,39 −0,45 −0,50
1947 102,18 12,79 14,31
1948 12,93 −89,25 −87,35
1949 32,60 19,67 152,13
1950 30,18 −2,42 −7,42
1951 65,01 34,83 115,41
1952 59,75 −5,26 −8,09
1953 74,09 14,34 24,00
1954 135,28 61,19 82,59
1955 148,81 13,53 10,00
1956 137,80 −11,01 −7,40
1957 144,97 7,17 5,20
1958 232,23 87,26 60,19
1959 417,79 185,56 79,90
1960 534,09 116,30 27,84
1961 489,79 −44,30 −8,29
1962 386,32 −103,47 −21,13
1963 438,95 52,63 13,62
1964 477,89 38,94 8,87
1965 422,36 −55,53 −11,62
1966 333,36 −89,00 −21,07
1967 503,22 169,86 50,95
1968 555,62 52,40 10,41
1969 622,38 66,76 12,02
1970 443,86 −178,52 −28,68
1971 473,46 29,60 6,67
1972 536,36 62,90 13,29
1973 403,88 −132,48 −24,70
1974 401,79 −2,09 −0,52
1975 563,25 161,46 40,19
1976 509,02 −54,23 −9,63
1977 549,34 40,32 7,92
1978 575,15 25,81 4,70
1979 497,79 −77,36 −13,45
1980 480,92 −16,87 −3,39
1981 490,39 9,47 1,97
1982 552,77 62,38 12,72
1983 773,95 221,18 40,01
1984 820,91 46,96 6,07
1985 1.366,23 545,32 66,43
1986 1.432,25 66,02 4,83
1987 1.000,00 −432,25 −30,18
1988 1.327,87 327,87 32,79
1989 1.790,37 462,50 34,83
1990 1.398,23 −392,14 −21,90
1991 1.577,98 179,75 12,86
1992 1.545,05 −32,93 −2,09
1993 2.266,68 721,63 46,71
1994 2.106,58 −160,10 −7,06
1995 2.253,88 147,30 6,99
1996 2.888,69 634,81 28,17
1997 4.249,69 1.361,00 47,11
1998 5.002,39 752,70 17,71
1999 6.958,14 1.955,75 39,10
2000 6.433,61 −524,53 −7,54
2001 5.160,10 −1.273,51 −19,79
2002 2.892,63 −2.267,47 −43,94
2003 3.965,16 1.072,53 37,08
2004 4.256,08 290,92 7,34
2005 5.408,26 1.152,18 27,07
2006 6.596,92 1.188,66 21,98
2007 8.067,32 1.470,40 22,29
2008 4.810,20 −3.257,12 −40,37
2009 5.957,43 1.147,23 23,85
2010 6.914,19 956,76 16,06
2011 5.898,35 −1.015,84 −14,69
2012 7.612,39 1.714,04 29,06
2013 9.552,16 1.939,77 25,48

DAX-Werte: KGV und Summe der Dividendenausschüttungen[Bearbeiten]

Die Summe der Dividendenausschüttungen eines Jahres ist Gegenstand der Berichterstattung und der öffentlichen Wahrnehmung (zum Beispiel sollen 2013 Dividenden in Höhe von 27,6 Milliarden Euro ausgeschüttet werden[37]), ebenso einige Quotienten bzw. Kennzahlen. Oft wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Summe aller im DAX notierten Aktien genannt. Bei dieser Rechnung werden die Aktien gemäß ihrem Gewicht im DAX gewichtet. Auch wird genannt, wie viele DAX-Unternehmen

  • eine höhere Dividende als im Jahr zuvor zahlen (2013: 18 der 30 DAX-Unternehmen)
  • keine Dividende zahlen (2013 sind es drei Unternehmen: Commerzbank, Lufthansa und ThyssenKrupp)
  • weniger Dividende als im Vorjahr zahlen (2013 sind es sieben)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: DAX – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: DAX – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dax-indices.com/DE/index.aspx?pageID=25&ISIN=DE0008469008
  2. Deutsche Börse Group, DAX-Indices: Factsheet DAX (PDF; 130 kB)
  3. Markenregister
  4. Factsheet ShortDAX (PDF-Datei; 178 kB)
  5. Deutsche Börse: Deutsche Börse ergänzt Leitfaden für Aktienindizes Pressemitteilung vom 31. Oktober 2008
  6. Deutsche Börse: [1]
  7. Deutsche Börse AG: Historische Zusammensetzung der Aktien- und Strategieindizes der Deutschen Börse (englisch), September 2007 (PDF, 103 kB)
  8. Conti und MG bedauern Abstieg in den MDax. In: Welt Online, 18. Juli 1996. Abgerufen am 28. Juni 2013. 
  9. Deutsche Börse: Deutsche Börse ab dem 23. Dezember im DAX Pressemitteilung, 12. November 2002
  10. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Merck ersetzt Altana im DAX
  11. Deutsche Börse: K+S ersetzt TUI in DAX Pressemitteilung, 3. September 2008
  12. Infineon wird in DAX aufgenommen, Pressemitteilung der Deutsche Börse AG vom 3. September 2009, abgerufen am 3. September 2009.
  13. VW-Stämme fliegen aus dem Dax, Pressemitteilung der ftd.de vom 18. Dezember 2009, abgerufen am 18. Dezember 2009.
  14. Dax-Neuordnung: Teure Einkäufe für Indexfonds. In: Wirtschaftswoche. 21. Juni 2010. Abgerufen am 28. Juni 2013.
  15. Continental kehrt wie erwartet wieder in den Dax zurück. börsennews.de. 6. September 2012. Abgerufen am 28. Juni 2013.
  16. a b Humboldt-Universität zu Berlin: Die Rendite deutscher Blue-chip-Aktien in der Nachkriegszeit - Rückberechnung des DAX für die Jahre 1948 bis 1954
  17. Humboldt-Universität zu Berlin: Rückberechnung des DAX für die Jahre 1955 bis 1987 (PDF-Datei; 129 kB)
  18. Handelsblatt: Deutsche Firmen in fremder Hand, vom 16. Dezember 2007
  19. Spiegel online: Dax schafft größtes Tagesplus seiner Geschichte 13. Oktober 2008
  20. Spiegel Online: Aufkauf von Staatsanleihen: Anleger bejubeln Draghis Euro-Versprechen, 26. Juli 2012
  21. Spiegel Online: EZB-Ratssitzung: Draghi kündigt unbegrenzte Anleihekäufe an, 6. September 2012
  22. Spiegel Online: Fed-Chef: Bernanke setzt auf die große Geldflut, 13. September 2012
  23. Spiegel Online: Anleihekauf: US-Notenbank startet neues Konjunkturprogramm, 12. Dezember 2012
  24. a b Yahoo: Historische Kurse des DAX
  25. Übernahmeschlacht um VW: Ermittlungen gegen Porsche-Aufsichtsräte eingeleitet. In: Handelsblatt, 11. Februar 2013. Abgerufen am 28. Juni 2013. 
  26. VW/Porsche: Die VW-Aktie, eine Lachnummer. In: Handelsblatt, 26. Oktober 2008. Abgerufen am 28. Juni 2013. 
  27. Konzern profitiert von Chaos bei VW-Aktie: Porsche besänftigt die Märkte. In: Handelsblatt, 29. Oktober 2008. Abgerufen am 28. Juni 2013. 
  28. VW-Aktie: Porsche erwischt Spekulanten auf dem falschen Fuß. In: Handelsblatt, 28. Oktober 2008. Abgerufen am 28. Juni 2013. 
  29. Gewichtungen + Kennzahlen. Gruppe Deutsche Börse. Archiviert vom Original am 20. Juni 2009. Abgerufen am 28. Juni 2013.
  30. Communiqué (PDF; 48 kB)
  31. Deutsche Börse AG, Medienmitteilung vom 28. Oktober 2008
  32. a b c Wirtschaftsuniversität Wien: DAX-Performanceindex 1959–2007 (täglich)
  33. Richard Stehle, Christian Wulff, Yvett Richter: Die Rendite deutscher Blue-Chip-Aktien in der Nachkriegszeit – Rückberechnung des DAX für die Jahre 1948 bis 1954., Humboldt-Universität zu Berlin, 1998
  34. Börse.de: DAX-Performanceindex 1950–2010 (Version vom 19. Oktober 2010 im Internet Archive)
  35. Deutsche Bundesbank: DAX-Performanceindex ab 1959 (monatlich)
  36. Richard Stehle: Später erstellte Rückrechnungen 1938 bis 1954. In: Wissenschaftliches Gutachten zur Ermittlung des kalkulatorischen Zinssatzes, der den spezifischen Risiken des Breitbandausbaus Rechnung trägt. Humboldt-Universität zu Berlin, 2010, S. 183
  37. Dax-Dividenden so hoch wie nie