DB Regio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von DB Regio AG)
Wechseln zu: Navigation, Suche
DB Regio AG
Db-bahn.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1. Januar 1999
Sitz Frankfurt am Main, Deutschland

Leitung

  • Manfred Rudhart (Vorsitzender)
  • Marion Rövekamp
  • Kay Euler
  • Michael Hahn
  • Norbert Klimt
Mitarbeiter 22.013 (2013)
Umsatz 6,413 Mrd. EUR (2013)
Branche Transport
Website www.dbregio.de

Die DB Regio AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist Teil des Geschäftsfeldes DB Bahn Regio und 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB Mobility Logistics AG. Neben der DB Regio AG gehören zu diesem Geschäftsfeld die RegioNetz Verkehrs GmbH sowie weitere eigenständige Tochtergesellschaften. Die DB Regio AG als schwerpunktmäßig bundesweit operierendes Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) ist für alle Regionalverkehrsaktivitäten (Schiene und Bus) des DB-Konzerns in Deutschland zuständig. Hierzu zählen auch Verkehre in das benachbarte Ausland. Zur Wartung der Fahrzeugflotte betreibt das Unternehmen eigene Werkstätten.

Geschichte[Bearbeiten]

Regionalleitungen der DB Regio AG (Stand 2002)

Die DB Regio AG ging im Zuge der zweiten Stufe der Bahnreform zum 1. Januar 1999 aus dem Geschäftsfeld Nahverkehr der Deutschen Bahn AG hervor.[1] Ursprüngliche Planungen sahen vor, die DB Regio AG bis 2003 an die Börse zu bringen.[2] Ein Börsengang wurde bis heute aber nicht durchgeführt.

In den Jahren 2001 bis 2002 wurde eine veränderte Managementstruktur im Unternehmen umgesetzt. An Stelle der bislang zentral gesteuerten Gesellschaft traten neun eigenständige Landesgesellschaften, denen wiederum die regionalen Zug- und Busgesellschaften untergeordnet wurden. Ziel der Neustrukturierung war die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Es wurden 400 von 700 Stellen in der DB-Regio-Zentrale bzw. rund 2500 Arbeitsplätze im gesamten Unternehmen eingespart.[3] Der Schienen- und Straßenregionalverkehr wurde ab Januar 2002 neun Regionalleitungen (Nord, Nordost, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Südwest, Südost, Bayern sowie Baden-Württemberg) übertragen. Der Marktanteil von DB Regio am Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Deutschland lag dabei bei 92 Prozent, im übrigen ÖPNV bei sieben.[4]

Von 2004 bis Ende 2010 war die hierfür gegründete Tochtergesellschaft DB Stadtverkehr für den Betrieb des Bus- und Stadtverkehrs zuständig. Am 23. Februar 2010 wurde bekannt gegeben, dass die beiden S-Bahn-Betriebe aus Berlin und Hamburg ab dem 1. März 2010 der DB Regio unterstellt werden.[5] Zum 1. Januar 2011 wurde DB Stadtverkehr aufgelöst. Gleichzeitig wurde ein neues Vorstandsressort Regio Bus geschaffen.[6]

Zum 1. Januar 2015 werden die beiden Regionen Südwest und RheinNeckar zur neuen Region DB Regio Südwest zusammengeführt.[7]

Auslandsaktivitäten[Bearbeiten]

Der erste Auslandsauftrag des Unternehmens war ein Zwei-Stunden-Takt zwischen dem Außerfern und dem Allgäu, der mit fünf Zugpaaren täglich ab 3. Februar 2001 angeboten wurde.[8]

Um sich an Ausschreibungen im skandinavischen Raum beteiligen zu können, wurde 2002 die Tochtergesellschaft DB Regio Sverige AB mit Sitz in Stockholm gegründet.[9]

Die DB AG übernahm im März 2008 von der englischen Investmentfirma John Laing deren Eisenbahnaktivitäten Laing Rail. Dazu zählen zu 100 Prozent die Verkehrsbetriebe Chiltern Railways und zu 50 Prozent Beteiligungen an den Joint Ventures Wrexham, Shropshire & Marylebone Railways Company Ltd (WSMR) und der London Overground Rail Operations Ltd (LOROL). Diese Unternehmensbeteiligungen wurden der DB Regio AG zugeordnet und unter dem Namen DB Regio UK geführt.

Ende 2009 hatte DB Regio erstmals eine SPNV-Ausschreibung im europäischen Ausland gewonnen. Ab Dezember 2010 führte das Tochterunternehmen DB Regio Sverige AB in der südschwedischen Provinz Östergötland den unter dem Namen Östgötapendeln betriebenen regionalen Bahnverkehr durch. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 10 Jahren.[10] Eingesetzt werden zwischen Jönköping, Linköping und Norrköping 18 Fahrzeuge, die von den Aufgabenträgern ÖstgötaTrafiken und Jönköpings Länstrafik gestellt werden. 2010 kam zu DB Regio Sverige neu die Botniatåg hinzu, ein Joint Venture mit der Schwedischen Staatsbahn SJ, welches Regionalverkehr auf der Botniabahn betreibt.

Die internationalen Nahverkehrsaktivitäten des DB-Konzerns werden seit dem 1. Januar 2011 im Geschäftsfeld DB Arriva gebündelt.[11] Die britischen und schwedischen Unternehmensteile von DB Regio wurden deshalb von DB Arriva übernommen.[12] Dabei wurde DB Regio Sverige AB in Arriva Östgötapendeln AB umbenannt.[13]

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

DB Regio hat im Laufe der Zeit zahlreiche Tochterunternehmen gegründet. Die meisten davon wurden aber mittlerweile wieder aufgelöst. Einen Überblick bietet der obige Artikel.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Firmensitz von DB Regio in Frankfurt am Main
Unternehmensstruktur
DB Regio AG - Sparte Schiene
(Stand 2015)

Die Zentrale von DB Regio in Frankfurt ist verantwortlich für die Geschäftsentwicklung und konzentriert sich auf die Rahmenvorgaben und Servicefunktionen für die regionalen Einheiten beim Abschluss von Verkehrsverträgen und Ausschreibungen. Daneben unterstützt sie die Regionen in den Bereichen Preis- und Erlösmanagement, Marketing sowie bei der Verkehrsplanung.

Die Verkehrsbetriebe der DB Regio und ihrer Tochterunternehmen wickeln den Verkehr in den verschiedenen Regionen vor Ort ab. Die örtlichen Verkehrsunternehmen und Tochtergesellschaften sind den jeweils zuständigen Regionalleitungen zugeordnet. Diese sind unmittelbar dem Vorstand unterstellt und tragen die Ergebnisverantwortung in den Regionen.[14] Die Sparte Regio Schiene besteht aus 11 operativen Regionen und die Sparte Bus aus neun.

Sparte Schiene[Bearbeiten]

  • Region Nordost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern)
    • DB Regio AG – Regionalleitung Nordost (Berlin)
      • Verkehrsbetrieb Berlin
      • Verkehrsbetrieb Cottbus
      • Verkehrsbetrieb Rostock
  • Region NRW (Nordrhein-Westfalen)
    • DB Regio AG - Regionalleitung NRW (Düsseldorf)
      • Verkehrsbetrieb Express-Netz NRW (Düsseldorf)
      • Verkehrsbetrieb Rheinland (Köln)
      • Verkehrsbetrieb S-Bahn Rhein-Ruhr (Essen)
      • Verkehrsbetrieb Westfälische Regionallinien (Dortmund)
  • Region Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
  • Region Hessen (Hessen)
    • DB Regio AG – Regionalleitung Hessen (Frankfurt Main)
  • Region Südwest (Rheinland-Pfalz, Saarland, Teilgebiete von Baden-Württemberg und Hessen)
  • Region Baden-Württemberg (Baden-Württemberg)

Sparte Bus[Bearbeiten]

Zur Sparte Bus gehören 24 Busgesellschaften, die wiederum an weiteren Busgesellschaften Mehrheitsbeteiligungen besitzen. DB Regio zählt mit etwa 725 Millionen Fahrgästen und einer Verkehrsleistung von 8,4 Milliarden Personenkilometern zum größten Anbieter im deutschen Busverkehr. Bundesweit werden rund 13.400 Busse eingesetzt. Der Marktanteil am Linienbusmarkt in Deutschland beträgt etwa 9 Prozent. (Stand 2014)

Fahrzeugpark[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren beschafft die DB Regio für den SPNV Neufahrzeuge, die teilweise – vertraglich abgesichert – von den Aufgabenträgern (mit-)finanziert oder gefördert werden. Hierzu zählen Züge bestehend aus Doppelstockwagen und Elektrolokomotiven der DB-Baureihe 146 für den RegionalExpress sowie Elektrotriebwagen der DB-Baureihen  422, 423, 424, 425/426, 429, 430, 440, 442 sowie Dieseltriebwagen der DB-Baureihen 620, 622, 640, 641, 642, 643, 644, 646, 648, 650, 672 für den S-Bahn- und RegionalBahn-Verkehr.

Weiterhin befinden sich noch immer Triebwagen und Lokomotiven aus den Beständen der ehemaligen Deutschen Bundesbahn und Deutschen Reichsbahn im Fahrzeugpark von DB Regio. Hierzu gehören die Dieselloks der Baureihe 218, die Elektroloks der Baureihen 110, 111, 112, 114, 120.2 und 143, die S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 420 sowie Dieseltriebwagen der Baureihen 610, 611 und 628/629.

Außerdem umfasst der Bestand Reisezugwagen der Typen n-Wagen, Halberstädter Mitteleinstiegswagen, Modus-Wagen und x-Wagen. Von DB Fernverkehr wurden auch einige Interregio und InterCity Wagen übernommen.

Des Weiteren befinden sich fast sämtliche Fahrzeuge der Baureihe 612 im Besitz von DB Regio. Zwischen 2009 und 2011 wurden alle 25 Loks der Baureihe 182 von DB Schenker übernommen und dazu mit einem Nahverkehrspaket ausgerüstet.

Neubeschaffung[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 schloss DB Regio einen Rahmenvertrag über die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von bis zu 321 elektrischen Triebzügen der Baureihe 442 (Talent 2) mit Bombardier ab. Der Vertrag hatte einen Wert von 1,2 Mrd. Euro. Bis 2014 wurden alle Fahrzeuge aus dem Vertrag abgerufen.

Im April 2011 wurde mit Bombardier ein Rahmenvertrag über die Lieferung von 200 TRAXX Diesellokomotiven (Baureihe 245) abgeschlossen. Der Vertrag hat einen Wert von 600 Mio. Euro und eine Laufzeit von neun Jahren. Mit Vertragsabschluss wurden die ersten 20 Loks für DB Regio abgerufen.[15]

Ende 2011 vergab das Unternehmen einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 400 Regionaltriebzügen. Der Vertrag wurde jedoch nicht, wie sonst üblich mit einem Hersteller oder Konsortium abgeschlossen, sondern mit drei verschiedenen Lieferanten. Dabei handelt es sich den Berliner Bahnbauer Stadler, die deutsche Tochter des französischen Alstom-Konzerns sowie den spanischen Hersteller CAF. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2018 und einen Wert von bis zu 2 Mrd. Euro.[16]

2012 hat DB Regio zwei Rahmenverträge mit dem polnischen Hersteller Pesa über die mögliche Lieferung von bis zu 470 Diesltriebzügen abgeschlossen. Es handelt sich um ein-, zwei- und dreiteilige Fahrzeuge der Baureihen 631, 632 und 633 (PESA LINK).

2013 wurde erstmals mit dem tschechischen Hersteller Skoda ein Vertrag über die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von 6 Doppelstockzügen abgeschlossen. Die Züge bestehen aus aus einer Lok der Baureihe 102, fünf Mittelwagen und einem Steuerwagen. Die Züge kommen ab Dezember 2016 auf der Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München als NIM-Express zum Einsatz. Das Besondere ist, dass die Züge für eine Geschwindigkeit von 200 Km/h konstruiert sind. Wobei lediglich eine Zulassung für 189 Km/h angestrebt wird.[17][18]

Farbgebung und Design[Bearbeiten]

Die Fahrzeuge von DB Regio sind in der Regel in einem einheitlichen Corporate Design lackiert. Sowohl die Busse als auch die Schienenfahrzeuge sind in Verkehrsrot (RAL-Farbe 3020) lackiert. Bei den Schienenfahrzeugen sind die Türen in lichtgrau (RAL 7035) abgesetzt. Im unteren und oberen Bereich ist jeweils ein schmaler lichtgrauer Streifen vorhanden. Der obere Streifen ist je nach Baureihe, jedoch nicht immer vorhanden. Im unteren Bereich schließt ein breiter Streifen in Basaltgrau (RAL 7012) ab. Alle Wagen und Triebzüge (außer S-Bahnen) tragen außerdem den Markennamen REGIO gefolgt von dem DB Logo. In einigen Regionen ist zusätzlich eine Linienbezeichnung darunter ergänzt, z.B. Mainfrankenbahn. Bei den Bussen findet sich der Markenname DB Bahn in kleiner Ausführung an den Türen. Außerdem tragen die Busse am Heck den Angebotsnamen, z.B. Rheinlandbus.

Bei einigen Ausschreibungen fordern die Aufgabenträger ein eigenes Design. Deshalb sind beispielsweise die Triebzüge von DB Regio bei der S-Bahn Mitteldeutschland in Silber lackiert. In Rheinland-Pfalz werden im RE-Netz Südwest Fahrzeuge mit der Grundfarbe weiß und mit grauen und roten Elementen an den Triebfahrzeugköpfen eingesetzt.

Nahverkehrsprodukte[Bearbeiten]

Das Angebot der DB Regio AG umfasst die Produkte Interregio-Express, Regional-Express und RegionalBahn, die sich untereinander insbesondere hinsichtlich Haltepunkten und Reisegeschwindigkeit unterscheiden. Zusätzlich betreibt die DB Regio AG in den großen Ballungszentren die S-Bahnen.

  • Interregio-Express (IRE)

Der Interregio-Express verbindet mittlere und größere Ballungsräume im Taktfahrplan. Ursprünglich wurde der IRE als von den Ländern finanzierter Interregio-Ersatz eingeführt. Im Laufe der Zeit kamen jedoch auch andere Linien zum IRE-Netz hinzu. Er wird in Süddeutschland in Baden-Württemberg, Bayern und grenzüberschreitend in der Schweiz eingesetzt. In Norddeutschland wurde 2014 die erste IRE-Linie zwischen Hamburg und Berlin eröffnet. Der Interregio-Express ist das schnellste Produkt der DB Regio AG im Nahverkehr und verbindet diesen mit dem Fernverkehr.

  • Regional-Express (RE)

Der Regional-Express verkehrt im Taktfahrplan auf einer durchschnittlichen Streckenlänge von 250 km im gesamten Bundesgebiet. Er unterscheidet sich zur Regionalbahn durch größere Haltestellenabstände und eine höhere Reisegeschwindigkeit. Der Regional-Express bindet die Region an den Fernverkehr sowie die S-Bahn an.

  • Regionalbahn (RB)

Die Regionalbahn stellt das Grundangebot in der gesamten deutschen Fläche dar. Außer im Parallelverkehr zur S-Bahn hält sie an allen Stationen. Dies sichert innerhalb der jeweiligen Region ein vernetztes Angebot und fungiert als Zubringer zum Fernverkehr.

  • S-Bahn (S)

Die S-Bahn bietet hauptsächlich in Ballungsgebieten ein Angebot mit mit vergleichsweise geringen Haltestellenabstand. Die Züge fahren in einen Taktfahrplan mit dichter Zugfolge.

Fahrkartenangebote[Bearbeiten]

Zusätzlich zu den normalen Nahverkehrstarifen hat DB Regio auch Pauschaltickets im Angebot. 1995 wurde mit dem Schönes-Wochenende-Ticket erstmals ein solches Pauschalticket eingeführt. Dabei handelt es sich um ein dauerhaftes Sonderangebot und berechtigt bis zu fünf Personen zu Fahrten in allen Nahverkehrszügen der DB Regio AG im gesamten Bundesgebiet an Samstagen bzw. Sonntagen. Ebenfalls inbegriffen sind Fahrten im ÖPNV in fast allen Verkehrsverbünden.

Als Länder-Ticket werden Pauschalangebote in den einzelnen Regionen bezeichnet. Die Länder-Tickets ermöglichen zu einem Pauschaltarif Fahrten in der gesamten Region. Diese Tickets sind in Single- und Mehrpersonenvarianten erhältlich. Das erste Länderticket wurde 1997 in Bayern eingeführt. Jährlich werden über zehn Millionen Länder-Tickets verkauft.

2009 wurde das Quer-durchs-Land-Ticket eingeführt. Es schließt die Lücke zwischen dem zwar bundesweit, aber nur am Wochenende gültigen Schönes-Wochenende-Ticket und den auch unter der Woche, aber regional begrenzt gültigen Länder-Tickets.

Ausschreibungen[Bearbeiten]

Im Gegensatz zur Konzernschwester DB Fernverkehr AG betreibt die DB Regio AG ihre Züge meist nicht eigenwirtschaftlich, sondern fährt auf Bestellung der Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr. Nach der ersten Stufe der Bahnreform 1994 fuhr die damalige DB AG zunächst bundesweit fast sämtliche SPNV-Leistungen. Aufgrund zunehmender Vergaben von SPNV-Leistungen über Wettbewerbsverfahren wurden nach und nach auch Wettbewerber der DB, wie beispielsweise Veolia Verkehr oder die metronom Eisenbahngesellschaft, mit der Durchführung des Schienenpersonennahverkehrs auf bundesdeutschen Strecken und Linien beauftragt. Die Entscheidung einiger Aufgabenträger, ohne öffentliche Ausschreibung langfristige Verkehrsverträge (über zehn Jahre und mehr) mit der DB Regio AG abzuschließen, wurde vielfach kritisiert.

Das Gesamtvolumen im deutschen SPNV beträgt insgesamt 640 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Nach eigenen Angaben brauche das Unternehmen eine Gewinnquote von 70 Prozent, um seinen Marktanteil stabil zu halten und seine Fixkosten für vorhandene Kapazitäten zu decken.[19]

Siehe auch: Regionalisierungsgesetz

Jahr Ausgeschrieben Gewonnen
Anzahl Mio TrKm Anzahl Mio TrKm  %
2011 81 14 58 72
2012 70 12 36 52
2013 35[20] 108 21 81 75

Sonstiges[Bearbeiten]

Die DB Regio AG vertritt den DB-Konzern als Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: DB Regio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Zweite Stufe der Bahnreform. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 1/2, 1998, ISSN 1421-2811, S. 2.
  2.  Erich Preuß, transpress (Hrsg.): Chronik Deutsche Bahn AG: 1994 bis heute. Motorbuch Verlag, 2013, ISBN 978-3-613-71470-0.
  3.  Neue Struktur für DB Regio. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 3, 2001, ISSN 1421-2811, S. 103.
  4.  DB AG verlagert Verantwortung für Nahverkehr in die Regionen. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 12, 2001, ISSN 1421-2811, S. 522.
  5. Fahrzeugmängel und Managementfehler bei S-Bahn Berlin Ursache für Krise – Konzern zieht umfangreiche Konsequenzen. (Nicht mehr online verfügbar.) Deutsche Bahn, 23. Februar 2010, ehemals im Original, abgerufen am 23. Februar 2010. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.deutschebahn.com
  6. DB strukturiert Ressort Personenverkehr ab 2011 neu. Deutsche Bahn AG, 29. September 2010, abgerufen am 12. Dezember 2014.
  7.  Deutsche Bahn (Hrsg.): Das Beste aus zwei Regionen. In: DB Welt. Dezember 2014, Region Südwest, S. 15.
  8.  DB Regio fährt in Tirol. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 3, 2001, ISSN 1421-2811, S. 130.
  9. DB Regio Geschäftsbericht 2002.
  10. DB Regio Sverige übernimmt S-Bahn-Verkehre in Schweden. DB Mobility Logistics AG, 20. November 2009, abgerufen am 11. September 2013.; sv:Östgötapendeln
  11. DB Regio Geschäftsbericht 2011.
  12. History and growth. Arriva, abgerufen am 12. Dezember 2014 (englisch).
  13. Zusammenstellung der Unternehmen, die mit der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND i.S.d. § 15 AktG verbunden sind. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesministerium der Finanzen, S. 6, ehemals im Original, abgerufen am 31. Dezember 2012 (PDF, Stand: 31. Dezember 2012): „Arriva Östgötapendeln AB, 15. Dezember 2011 Umfirmierung“
  14. Firmenprofil DB Regio AG. Deutsche Bahn, 18. März 2014, abgerufen am 6. November 2014.
  15. Bombardier Transportation schließt Rahmenvertrag mit DB Regio AG über Lieferung von 200 innovativen TRAXX-Mehrmotoren-Diesellokomotiven. Eisenbahn-Webkatalog, 18. April 2011, abgerufen am 17. November 2014 (Pressemeldung von Bombardier Transportation.).
  16. Nikolaus Doll: Milliardendeal: Deutsche Bahn kauft 400 neue Regionalzüge. Berliner Morgenpost, 11. Dezember 2011, abgerufen am 4. November 2014.
  17. MODERNE WENDEZÜGE. Škoda und DB Regio, abgerufen am 12. Dezember 2014 (PDF 1,5 MB).
  18. Lubomíra Černá, Alexander Zach: Ab 2016 fährt in Bayern High Speed Lok von Škoda. Škoda Transportation, 18. Juni 2013, abgerufen am 12. Dezember 2014 (Pressemitteilung).
  19.  Kerstin Schwenn: Bahn verliert jede zweite Ausschreibung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 176, 31. Juli 2013, ISSN 0174-4909, S. 175 (online).
  20. Wettbewerbsbericht 2014. Deutsche Bahn, S. 13, abgerufen am 23. November 2014 (DB Regio hat 21, die Wettbewerber 14 Vergaben gewonnen. Macht zusammen 35): „14 Neuvergaben konnten die Wettbewerber im Regionalverkehr 2013 für sich entscheiden“