DB Fernverkehr

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DB Fernverkehr AG
Db-bahn.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Frankfurt am Main, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 15.312[3] (Mitte 2010)
Umsatz 3,353 Mrd. EUR (2009)[4]
Branche Eisenbahn
Website DB Fernverkehr AG

Die DB Fernverkehr AG ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) für den Schienenpersonenfernverkehr. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DB Mobility Logistics AG.[5]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Organisation

Die Zentrale von DB Fernverkehr ist in Frankfurt am Main. Daneben gibt es fünf Regionalbereiche:

Die Regionalbereiche verantworten das operative Geschäft vor Ort und sind in ihrem Gebiet für Produktion, Finanzen und Personalwesen zuständig.[5]

[Bearbeiten] Produkte

Die DB Fernverkehr erbringt nationale und europaweite Fernverkehrsleistungen. Zuggattungen, die von der DB Fernverkehr betrieben werden, sind die ICE, InterCity- und EuroCity-Züge.[6] Das Unternehmen betreibt 1317 Züge (Stand: September 2011).[7]

[Bearbeiten] Fuhrpark

Um diese Züge fahren zu können, besitzt DB Fernverkehr einen umfangreichen Fuhrpark. Neben 2187 Reisezugwagen[6] stehen folgende Fahrzeugbaureihen zur Verfügung:

ICE 3, Flaggschiff des DB Fernverkehrs

Elektrolokomotiven:

Zudem kommen auch Loks der DB-Baureihe 180 oder auch seltener Loks der DB-Baureihe 115 vor Intercityzügen oder auch vor Eurocityzügen zum Einsatz.

Diesellokomotiven:

Daneben werden Loks der Baureihe 218 von DB Regio und Loks der DB-Baureihe 234 oder Baureihe 232 von DB Schenker Rail Deutschland verwendet, um IC oder EC-Züge zu bespannen.

ICE und elektrische Triebzüge:

Dieseltriebwagen:

[Bearbeiten] Tochtergesellschaften

Für den Betrieb von Auto- und Nachtreisezügen, wurde die Tochtergesellschaft DB AutoZug GmbH gegründet.

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Lage

Entwicklung des Geschäftsfelds Fernverkehr

Im Gegensatz zu ihrer Konzernschwester DB Regio arbeitet DB Fernverkehr eigenwirtschaftlich.

In Deutschland gibt es nur wenige Unternehmen, die Fernverkehrszüge auf eigene Rechnung betreiben, so dass DB Fernverkehr nahezu ohne Konkurrenz arbeiten kann. Zurzeit gibt es im innerdeutschen Personenfernverkehr nur drei weitere Unternehmen, die einen regelmäßigen Fernverkehr anbieten:

(Stand: 2009)

Im Fahrplan 2006 (Dezember 2005 bis Dezember 2006) erbrachten diese drei Wettbewerber eine Leistung von 820.000 Zugkilometern (Vorjahr: 690.000 Zug-km).[8]

[Bearbeiten] Kundenstruktur

Geschäftsreisende unternehmen jährlich rund 10,7 Millionen Reisen mit DB Fernverkehr. Ihr Anteil am Gesamtumsatz liegt bei rund 20 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens nahm der Umsatz mit Geschäftsreisenden im Jahr 2007 um zehn Prozent zu.[9]

[Bearbeiten] Geschichte

Das Unternehmen ging als DB Reise & Touristik AG zum 1. Januar 1999 im Rahmen der zweiten Stufe der Bahnreform aus dem Unternehmensbereich Fernverkehr der Deutschen Bahn AG hervor.[10] Das Unternehmen firmierte bis 2003 unter dieser Bezeichnung.

Im Verkehr zur Expo 2000 nutzten statt erwarteten fünf nur 2,2 Millionen Reisende die Fernverkehrszüge. Statt erwarteten 400 Millionen DM wurden nur 125 Mio. DM erwirtschaftet.[11] In den ersten neun Monaten des Jahres 2000 ging die Zahl der Fahrgäste im Jahresvergleich dabei um 2,7 Prozent, auf 108 Millionen, zurück.[12] Ursprünglich hatte das Unternehmen damit gerechnet, im Jahr 2000 aufgrund der EXPO seine Erlöse im Jahresvergleich um zehn Prozent zu erhöhen.

Mitte Januar 2001 kündigte das Unternehmen an, mit Investitionen in Höhe zwei Milliarden DM einen einheitlichen Komfort- und Qualitätsstandard auf ICE-Niveau schaffen zu wollen. Dazu wurden unter anderem 28 zusätzliche ICE T (rund 800 Mio. DM) und 13 weitere ICE 3 (rund 500 Mio. DM) beschafft sowie die Modernisierung von 117 lokbespannten IC-Garnituren (500 Mio. DM) angekündigt.[13]

Nach Angaben des VCD sei im Jahr 2001 nahezu jeder dritte Fernzug des Unternehmens bei Ankunft mehr als fünf Minuten verspätet gewesen; 83 Prozent aller Anschlüsse im Fernverkehr seien erreicht worden. Im Vorjahr sei jeder fünfte Fernzug verspätet angekommen, bei einer Anschlusssicherheit von 87 Prozent. Die DB widersprach diesen Angaben und sprach von 90 Prozent Pünktlichkeit und 97 Prozent Anschlusssicherheit im Fernverkehr.[14]

Nach der Einführung des neuen Preissystems im Dezember 2002 gingen die Umsätze des Unternehmens in den Folgemonaten im Jahresvergleich um mehr als zehn Prozent zurück.

Im 1. Halbjahr 2010 nahm die Reisendenzahl im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 um 1,9 Prozent auf 60,2 Millionen zu. Die Verkehrsleistung stieg im gleichen Zeitraum um 3,8 Prozent auf 17,289 Milliarden Personenkilometer zu. Die Auslastung stieg von 43,8 auf 46,9 Prozent. Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf 1,828 Milliarden Euro.[3]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Neue Vorstände der DB Fernverkehr AG. Abgerufen am 12. November 2010.
  2. Meldung: Huber ist neuer Fernverkehrschef. In: DB Welt, Ausgabe 12/2010, S. 1.
  3. a b DB Mobility Logistics AG (Hrsg.): Zwischenbericht Januar–Juni 2010 (PDF-Datei, 2,3 MB), S. 17
  4. Deutsche Bahn AG: Geschäftsbericht 2009.
  5. a b Deutsche Bahn AG: Firmenprofil DB Fernverkehr AG
  6. a b Deutsche Bahn AG: Daten und Fakten 2006.
  7. Das macht die Deutsche Bahn für Sie – jeden Tag!. In: mobil. September 2011, S. 38 f.
  8. Deutsche Bahn AG: Wettbewerbsbericht 2007 (PDF, 6,6 MB), S. 14 f.
  9. Das 300 Stundenkilometer schnelle Büro. In: DB Welt, Ausgabe November 2008, S. 3
  10. Meldung Zweite Stufe der Bahnreform. In: Eisenbahn-Revue International, Ausgabe 1/2, 1998, ISSN 1421-2811, S. 2
  11. Meldung EXPO-Bilanz. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2000, ISSN 1421-2811, S. 530.
  12. Meldung Fahrgast-Bilanz 2000. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2001, ISSN 1421-2811, S. 98.
  13. Meldung Investitionsoffensive für den Fernverkehr. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2001, ISSN 1421-2811, S. 98.
  14. Meldung VCD-Studie zur Pünktlichkeit der Deutschen Bahn AG. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 7/2002, ISSN 1421-2811, S. 306.
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