DB Schenker

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Logo von DB Schenker
Zentrale am Flughafen Frankfurt
Entwicklung des Güterverkehrs - Verkehrsleistung (Masse * Entfernung) nur für das Geschäftsfeld DB Schenker Rail verfügbar

Die auf Gottfried Schenker zurückgehende Marke Schenker kam 2002 durch die Übernahme der Stinnes AG in den DB-Konzern. [1] DB Schenker ist seit Dezember 2007, neben DB Bahn und DB Netze, eine der drei Marken der Deutschen Bahn AG [2] und beinhaltet alle Transport- und Logistikdienste der DB-Gruppe.

Das Ressort DB Schenker besteht aus zwei Geschäftsfeldern:

DB Schenker Logistics verfügt über drei Geschäftseinheiten: Land Transport ist für den europäischen Landverkehr, Air/Ocean Freight für globale Luft- und Seefracht und Contract Logistics/SCM für Kontraktlogistik, also langfristige Kooperation mit Industrie und Handel, zuständig.

DB Schenker Rail ist das Geschäftsfeld für den Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn AG, in dem die DB alle nationalen und europäischen Transportaktivitäten auf der Schiene gebündelt hat. DB Schenker Rail gliedert sich in die regional strukturierten Geschäftseinheiten West (Großbritannien, Frankreich, Spanien und Portugal), Central (Deutschland, Niederlande, Dänemark, Schweden, Schweiz und Italien) und East (Polen, Tschechien, Slowakei, Russland und Weißrussland) sowie die Regionen übergreifenden Einheiten Automotive (mit den Gesellschaften DB Schenker Rail Automotive GmbH und Transfesa) sowie Intermodal (für den Kombinierten Verkehr, wobei die lange Strecke auf der Schiene und Vor- und Nachlauf auf der Straße zurückgelegt werden).

In seiner Biografie begründet der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Hartmut Mehdorn die Zukäufe im Ausland mit Anforderungen der Güterverkehrskunden. Eine Analyse habe im Jahr 2000 ergeben, dass die 200 umsatzstärksten Kunden des Unternehmens bis zu 60 Prozent ihrer Fracht ins Ausland lieferten. Da das Kerngebiet der Bahn in Deutschland war, habe man Kunden an Mitbewerber verloren, die dort besser aufgestellt gewesen seien. Für ein eigenständiges Wachstum in diesen Märkten habe die Zeit gefehlt.[3]

2013 erhielt DB Schenker den WorldStar Packaging Award von der World Packaging Organisation für eine besonders sichere Mehrweg-Transportverpackung [4] sowie den Daimler Supplier Award für Kontraktlogistik für überdurchschnittliche Logistik-Leistungen.[5]. Beide Preise werden jährlich vergeben.

Im Juli 2010 fiel die Entscheidung, dass ab 2013 der Vorstandsbereich Transport und Logistik, zu dem DB Schenker gehört, in eine Zentrale am Gateway Gardens in Frankfurt am Main umzieht. Bisher verteilte sich dieser auf Berlin, Essen, Mainz und kleinere Standorte in Frankfurt. Im August 2013 schließlich bezog DB Schenker mit rund 500 Mitarbeitern, die teilweise aus den anderen Standorten umgezogen waren, neun der 15 Stockwerke des Hochhausprojekts Alpha Rotex am Flughafen Frankfurt.[6][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „From the railroad and Gottfried Schenker to DB Schenker“. Abgerufen am 1. September 2014
  2. „Deutsche Bahn ordnet ihre Marken neu“. Abgerufen am 13. Februar 2009
  3. Hartmut Mehdorn: «Diplomat wollte ich nie werden». Hoffmann und Campe, Berlin 2007, ISBN 978-3-455-50047-9, S. 114.
  4. „Security-Box gewinnt den WorldStar Packaging Award“. Abgerufen am 6. April 2013
  5. „Schenker Deutschland AG erhält Daimler Supplier Award für Kontraktlogistik“. Abgerufen am 6. April 2013
  6. „DB Schenker Eine neue Logistik-Zentrale in Frankfurt“, FAZ.net-Artikel vom 19. August 2013, abgerufen am 23. August 2013
  7. DB Schenker „Zentrale von DB Schenker ab 2013 in Frankfurt am Main“, Pressemeldung vom 25. Februar 2011, abgerufen am 4. September 2012