DDR-Eishockeymeisterschaft 1966/67

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
DDR-Meisterschaft
◄ vorherige Saison 1966/67 nächste ►
Meister: SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin
• Oberliga  |  Gruppenliga

Die DDR-Eishockeymeisterschaft 1966/67 brachte keine neuen Überraschungen. Während der SC Dynamo Berlin seinen Meistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte, wurde der schärfste Konkurrent aus Weißwasser erneut mit nur einem einzigen Punkt Rückstand Zweiter. Der drittplatzierte Armeesportklub aus Crimmitschau wies bereits ein negatives Punktekonto auf. Die sportliche Diskrepanz innerhalb der Oberliga setzte sich auch zwischen den Spielklassen fort. So setzte sich das Team des SC Einheit Dresden – mit einem Sieg aus 25 Begegnungen chancenloser Oberliga-Letzter – in der Relegation problemlos gegen den Gruppenliga-Meister aus Boxberg durch. Mit 28 Teams war der Zuspruch für die zweite Spielklasse ähnlich hoch wie in der Vorsaison.

Meistermannschaft[Bearbeiten]

Logo
SC Dynamo Berlin
Dieter Pürschel – Wolfgang Plotka, Jürgen Schmutzler, Werner Thomas, Dieter Voigt, Horst Heinze, Joachim Ziesche, Hartmut Nickel, Bernd Karrenbauer, Wilfried Rohrbach, Peter Prusa, Gerhard Klügel, Werner Künstler, Bernd Hiller, Horst Schläger, Dieter Janke, Henry Nadollek

Oberliga[Bearbeiten]

Vorrunde[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. SC Empor Rostock 16 13 1 2 82:043 27:05
2. TSC Berlin 16 10 2 4 75:050 22:10
3. SC Karl-Marx-Stadt 16 7 1 8 84:077 15:17
4. SC Turbine Erfurt 16 6 2 8 71:071 14:18
5. SC Einheit Dresden 16 1 - 15 40:121 02:30
Für die Finalrunde qualifiziert
Abstiegsrunde

Finalrunde[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. SC Dynamo Berlin (M) 15 10 3 2 65:31 23:07
2. SG Dynamo Weißwasser 15 9 4 2 70:33 22:08
3. ASK Vorwärts Crimmitschau 15 5 1 9 55:58 11:19
4. SC Empor Rostock 15 2 - 13 32:99 04:26

Die drei Erstplatzierten aus der Vorsaison waren für die Finalrunde gesetzt.

Abstiegsrunde[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
5. TSC Berlin 25 16 4 5 120:075 36:14
2. SC Karl-Marx-Stadt 25 12 2 11 121:113 26:24
3. SC Turbine Erfurt 25 11 3 11 123:105 25:25
4. SC Einheit Dresden 25 1 - 24 068:199 02:48

Die Wertungen aus der Vorrunde wurden inklusive der Begegnungen gegen Rostock mit in die Abstiegsrunde übernommen.

DDR-Meister
Relegation gegen Meister der Gruppenliga
(M) Titelverteidiger

Relegation (Oberliga – Gruppenliga)[Bearbeiten]

SC Einheit Dresden SG Boxberg 7:2007:3
(Oberliga-Letzter) (Meister der Gruppenliga)

Der SC Einheit Dresden verblieb damit in der Oberliga.

Gruppenliga[Bearbeiten]

Gruppenliga-Meisterschaft[Bearbeiten]

Die Staffelsieger SG Dynamo Malchin, ASG Vorwärts Crimmitschau und BSG Motor Weimar verzichteten auf eine Teilnahme an den Meisterschaftsspielen.

Finale
BSG Chemie Leuna SG Boxberg 3:9
(Sieger Staffel 2) (Sieger Staffel 4)

Leuna verzichtete auf das Rückspiel
Die SG Boxberg vertrat damit die Gruppenliga in der Relegation gegen den Letztplatzierten der Oberliga.

Vorrunde – Staffel 1[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. SG Dynamo Malchin 3 3 - - 43:01 06:00
2. BSG Traktor Dargun (N) 3 1 1 1 05:13 03:03
3. BSG Einheit Teterow (N) 3 1 - 2 04:19 02:04
4. BSG Traktor Schönebeck (N) 3 - 1 2 03:22 01:05

Vorrunde – Staffel 2[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. BSG Chemie Leuna 10 10 - - 87:16 20:00
2. HSG Wissenschaft KMU Leipzig 10 6 1 3 57:37 13:07
3. BSG Einheit Ballenstedt 10 6 - 4 26:25 12:08
4. SG Dynamo Schierke 10 4 - 6 30:33 08:12
5. HSG TH Chemie Merseburg1 10 1 2 7 21:69 04:16
6. WSG Rudolf Harbig Dessau 10 1 1 8 11:52 03:17

Vorrunde – Staffel 3[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. ASG Vorwärts Crimmitschau 6 6 - - 70:06 12:00
2. BSG Aufbau Schönheide 6 3 - 3 34:24 06:06
3. SG Dynamo Klingenthal 6 3 - 3 22:33 06:06
4. BSG Traktor Eibenstock 6 - - 6 06:69 00:12

Vorrunde – Staffel 4[Bearbeiten]

Gruppe A

Die als weiterer Teilnehmer vorgesehene BSG Aktivist Knappenrode-Lohsa hatte vor Saisonbeginn zurückgezogen.

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. SG Boxberg 7 7 - - 132:12 14:00
2. BSG Traktor Groß Düben 6 3 - 3 030:46 06:06
3. BSG Motor Bad Muskau 7 3 - 4 052:39 06:08
4. BSG Stahl Eisenhüttenstadt 4 1 - 3 007:36 02:06
5. BSG Stahl Rietschen (N) 4 - - 4 004:92 00:08

Es wurden keine weiteren Spiele ausgetragen.

Gruppe B

Die als weitere Teilnehmer vorgesehenen SG Drespo Dresden, BSG Einheit Geising und BSG Einheit Görlitz hatten vor Saisonbeginn zurückgezogen.

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. SG Dynamo Zittau2 13 1 - - 07:03 02:00
2. SG Dynamo Zittau II4 (N) 2 1 - 1 11:10 02:02
3. BSG Einheit Niesky (N) 13 - - 1 03:08 00:02

3Das in der Tabelle fehlende Spiel zwischen SG Dynamo Zittau und BSG Einheit Niesky (17:1) wurde wegen schlechter äußerer Bedingungen als Freundschaftsspiel gewertet.

Im Finale um den Staffelsieg gewann SG Boxberg gegen SG Dynamo Zittau 5:1 und 6:3. Dabei wurde das Rückspiel vorzeitig abgebrochen, weil sich der Zittauer Torwart verletzt hatte.

Vorrunde – Staffel 5[Bearbeiten]

Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte
1. BSG Motor Weimar 3 2 - 1 24:06 04:02
2. ASG Vorwärts Oberhof 1 1 - - 05:02 02:00
3. BSG Einheit Oberhof (N) 1 1 - - 04:03 02:00
4. BSG Stahl Brotterode 1 - - 1 02:05 00:02
5. BSG Lok Meiningen 1 - - 1 01:10 00:02
6. BSG Empor Ilmenau 1 - - 1 01:11 00:02

Es wurden keine weiteren Spiele ausgetragen.

Für die Gruppenliga-Meisterschaft qualifiziert
Relegation gegen Bezirksmeister
(N) Neuling

Relegation (Gruppenliga – Bezirksliga)[Bearbeiten]

Es ist nicht bekannt, ob weitere Relegationsspiele der Staffel-Letzten gegen die jeweiligen Bezirksmeister stattgefunden hatten.

BSG Traktor Eibenstock BSG Traktor Oberwiesenthal  ??
(Gruppenliga-Letzter Staffel 3) (Bezirksmeister Karl-Marx-Stadt)

Die BSG Traktor Oberwiesenthal startete damit kommende Saison in der Gruppenliga. Weitere Bezirksligisten, die für die Gruppenliga meldeten, waren:

Namensänderungen[Bearbeiten]

1Die HSG TH Chemie Merseburg startete in der Vorsaison unter dem Namen BSG Chemie Leuna II.
2Die SG Dynamo Zittau startete in der Vorsaison unter dem Namen ESG Zittau.
4Die SG Dynamo Zittau II startete in der Vorsaison unter dem Namen SG Dynamo Zittau.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephan Müller: Deutsche Eishockey-Meisterschaften. Books On Demand, Norderstedt 2000, ISBN 3-8311-0997-4