DEMO

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DEMO (DEMOnstration Power Plant) könnte das Nachfolgeprojekt zum im Bau befindlichen experimentellen Kernfusionsreaktor ITER werden. DEMO würde der Entwicklung und dem Test von Technologien, physikalischen Betriebsbereichen und Steuerungsalgorithmen dienen und soll einen sogenannten „geschlossenen Brennstoffkreislauf“, d. h. das Erbrüten des laufend benötigten Tritiums im Blanket des Reaktors, demonstrieren. Als Demonstrationskraftwerk würde DEMO alle Komponenten zur Stromerzeugung enthalten und bei 2 bis 4 Gigawatt Fusionsleistung frühestens ab 2040 oder 2050 1 bis 1,5 Gigawatt ins Netz einspeisen. Kommerzielle Fusionskraftwerke, im letzten Viertel dieses Jahrhunderts, müssten größer sein, um wirtschaftlich zu arbeiten.[1][2].

Zurzeit ist DEMO mehr ein Schlagwort für die Einwerbung von Fördermitteln[3] als ein konkretes Projekt. Nach einem Ansatz würde sich die konkrete Planung und Konstruktion von DEMO auf etwa 10 Jahre Plasmaforschung mit ITER stützen, die 2020 beginnen soll. Ein anderer Ansatz (K-DEMO)[4] geht zugunsten eines Beginns der Konstruktionsphase schon 2022 von dann noch unbestätigten, aber konservativeren Annahmen für die erreichbaren Parameter aus. Auch ist noch nicht sicher, ob mit dem Tokamak-Prinzip ein dauerhaft brennendes Plasma wirtschaftlich möglich ist; DEMO könnte auch ein Nachfolger des Stellarators Wendelstein 7-X werden.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. EFDA: DEMO (Eintrag im Glossar auf der EFDA-Website).
  2. EFDA: EFDA DEMO Meeting: Where does fusion research stand?, Eintrag am 17. Dezember 2009 über die Konferenz in Garching am 29./30. September.
  3. MPI für Plasmaphysik, Forschungszentrum Karlsruhe, Forschungszentrum Jülich: Strategiepapier der deutschen Fusionsforschung, April 2009.
  4. EFDA: Bridging the gap, 22. Februar 2013.
  5. Power Plant Physics and Technology Department (PPP&T) des EFDA, abgerufen 18. Januar 2014.