DFB-Pokal 1956/57

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DFB-Pokalsieger 1957 wurde erstmals der FC Bayern München. Das Finale fand am 29. Dezember 1957 im Rosenaustadion in Augsburg statt.

Ausscheidungsspiel[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
So 04.08.1957 Spandauer SV 1:4 FC Bayern München

Halbfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
So 17.11.1957 FC Bayern München 3:1 n.V. 1. FC Saarbrücken
So 24.11.1957 Fortuna Düsseldorf 1:0 Hamburger SV

Finale[Bearbeiten]

Spielstatistik[Bearbeiten]

Paarung Fortuna Düsseldorf Fortuna DüsseldorfFC Bayern München FC Bayern München
Ergebnis 0:1 (0:0)
Datum Sonntag 29. Dezember 1957 um 14:00 Uhr
Stadion Rosenaustadion, Augsburg[1]
Zuschauer 44.000
Schiedsrichter Albert Dusch (Kaiserslautern)
Tore 0:1 Jobst (77.)
Fortuna Düsseldorf Albert Görtz, Matthias Mauritz, Erich Juskowiak, Herbert Bayer, Günter Jäger, Martin Gramminger, Bernhard Steffen, Franz-Josef Wolfframm, Karl Gramminger, Heinz Jansen, Hans Neuschäfer
Trainer: Hermann Lindemann
FC Bayern München Árpád Fazekas, Willi Knauer, Hans Bauer (C)Kapitän der Mannschaft, Thomas Mayer, Ludwig Landerer, Siegfried Manthey, Gerhard Siedl, Kurt Sommerlatt, Peter Velhorn, Rudi Jobst, Werner Huber
Trainer: Willibald Hahn (OsterreichÖsterreich Österreich)


Spielbericht
Eigentlich galten die Düsseldorfer vor dem Spiel als Favorit. Starke Schneefälle veränderten quasi über Nacht die Vorzeichen. "Der schneebedeckte Boden kam uns entgegen. Wir hatten beim Aufwärmen dreimal die Schuhe gewechselt, frohlockte Kurt Sommerlatt. Der Neu-Münchener wollte zum drittenmal hintereinander Pokalsieger werden, nachdem er in den zwei Jahren zuvor jeweils mit dem Karlsruher SC erfolgreich war.

Die Münchener kamen auf dem glatten Untergrund tatsächlich wesentlich besser zurecht. Von Beginn an setzten sie die Düsseldorfer Deckung um den glänzenden Torwart Görtz enorm unter Druck. Der Fortuna-Keeper rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Gleich serienweise wehrte er die Geschosse von Siedl, Jobst, Sommerlatt und Co. ab. Auch der gute Kaiserslauterer Schiedsrichter Albert Dusch mußte Schwerstarbeit verrichten und hatte seine liebe Mühe bei der Gretchenfrage: Foul oder ausgerutscht? Die beiden Trainer waren sich einig: "Der Schiri war in Ordnung".

Auf der Tribüne zeigte sich Bundestrainer Sepp Herberger besonders von Rudi Jobst beeindruckt. Er war schneller als es aussah, da er den Ball gekonnt laufen ließ. In der 77. Minute krönte der "Nationalspieler in spe" seine Leistung: Erst rettete ein Verteidiger auf der Linie, dann war noch mal Keeper Görtz zur Stelle; der dritte Schuß zappelte dann im Düsseldorfer Gehäuse. Endlich kamen die weiß-roten Fähnchen und die Trompeten der rund 15.000 mitgereisten Münchener Fans zum Einsatz, die bis zum Schlußpfiff das "goldene Tor" bejubelten.

Versöhnliche Geste beim DFB-Bankett am Abend im Hotel "Drei Mohren". Bayerns Spielführer Hans Bauer reichte Fortunas Nationalspieler Erich Juskowiak den sektgefüllten Pokal zum ersten Schluck: Prost auf den ersten Pokalsieg des FC Bayern München.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadionprogramm Finale