DG-1000

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DG-1000
DG-1000
Typ: Segelflugzeug der Doppelsitzerklasse
Entwurfsland: Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Hersteller: DG Flugzeugbau
Erstflug: 27. Juli 2000
Produktionszeit: 2000 bis heute
Stückzahl: 156 (Stand Ende 2010)[1]

Die DG-1000 ist ein Segelflugzeug des deutschen Segelflugzeugherstellers DG Flugzeugbau. Sie ist die Weiterentwicklung der DG-505, ihr Erstflug fand am 27. Juli 2000 statt.

Neben dem vollkommen neu entwickelten Flügel wird optional ein neues Fahrwerk angeboten, welches so weit nach vorn schwenkt, dass auf ein Bugrad verzichtet werden kann. Bei den Bedienelementen kam als Neuheit der „Piggott-Haken“ dazu, der das unbeabsichtigte Ausfahren der Bremsklappen verhindert. Die Tragflügel bestehen aus CFK. Der Segelflug-Index beträgt 110.

Versionen[Bearbeiten]

DG-1000 über der Fabrik

Es gibt bislang acht Versionen:

  • DG-1000S ist die Standard-Ausführung mit 20 m Spannweite. Vorgesehen für Streckenflüge und als die klassische Wettbewerbsmaschine.
  • DG-1000S-18/20m ist die Variante mit zusätzlichen Flächenenden für die 18-m-Version.
  • DG-1000S Club besitzt „feste“ 18-m-Spannweite und ist eine preisgünstigere Variante für Vereine. Falls eine spätere Umrüstung auf DG-1000S-18/20 m geplant ist, muss die Flächenteilung mitbestellt werden.
  • DG-1000T mit Heimkehrhilfe – einem 30-PS-Triebwerk mit einer speziell entwickelten Luftschraube.
  • DG-1000J: Diese nichtoffizielle Variante der DG-1000 besitzt ein Strahltriebwerk mit 400 N Schub, das als Heimkehrhilfe statt des Turbos verwendet werden kann. Es sind dabei hohe Horizontalfluggeschwindigkeiten möglich. Das Strahltriebwerk wurde von der Akaflieg Karlsruhe in das Flugzeug integriert.
  • DG-1001M ist die erste eigenstartfähige Version der DG-1000 mit einem etwa 70 PS starken Solo-Motor
  • DG-1001TE ist eine DG-1000T mit Elektromotor. Aufgrund fehlender Nachfrage blieb es bei nur einem Prototyp.

Die Turbovariante ist für beide Spannweiten erhältlich. Das neu entwickelte Motor-Steuerungsystem „DEI-NT“ entlastet dabei die Piloten weitgehend von der Bedienung des Triebwerks. In 20-m-Konfiguration ist sie für einfachen Kunstflug, mit 18 m (mit und ohne Motor) sogar für vollen Kunstflug zugelassen. Seit dem Februar 2009 wird das Flugzeug unter dem Namen „DG-1001“ produziert. Diese Version bietet im Gegensatz zur DG-1000 einige Neuerungen wie beispielsweise ein elektrisches Einziehfahrwerk und die sogenannte „Mandl-Absaugung“, die ein geringes Leistungsplus bringt. Die Akaflieg Karlsruhe hat ihre DG-1000 (D-KAKJ) mit einem Strahltriebwerk versehen.[2]. Der Erstflug fand im August 2011 auf dem Idaflieg-Sommertreffen in Aalen-Elchingen statt.[3]

Die erste Lieferung der eigenstartfähigen DG-1001M erfolgte im April 2010.

Hergestellt wurden bis Ende 2010 99 Maschinen als reine Segler, 51 mit Turbomotor und sechs Eigenstarter.[1]

Nutzung[Bearbeiten]

Im Februar und März 2011 bestellte die US-Air Force Academy insgesamt 19 DG-1001 Club als Kunstflug-Trainer und als „Basic Trainer“.[4]

Im Dezember 2011 bestellte auch die Indonesische Luftwaffe zu Ausbildungszwecken drei Exemplare der DG-1001 Club.[5]

Technische Daten[Bearbeiten]

Spannweite: 20 m 18 m
Flügelfläche: 17,53 m² 16,72 m²
Rumpflänge: 8,57 m 8,57 m
Rüstgewicht: 415 kg 411 kg
Max. Fluggewicht: 750 kg 750 kg
VNE: 270 km / h
Bestes Gleiten: 46,6 bei 120 km/h 42 bei 123 km/h

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Typenübersicht (PDF; 126 kB) bei dg-flugzeugbau.de, abgerufen am 11. Januar 2012
  2. http://www.akaflieg.uni-karlsruhe.de/projekte/turbine.html
  3. Erstflug DG-1000 Turbine. 23. August 2011, abgerufen am 28. August 2011.
  4. Stefan Göldner: 19 DG-1001 für die US-Air Force. DG Flugzeugbau GmbH, abgerufen am 9. Mai 2011: „Pressemitteilung zur DG-1000 Club“
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDG Piloten-Info Dezember 2011. In: dg-flugzeugbau.de. DG Flugzeugbau, Dezember 2011, abgerufen am 11. Januar 2012.

Weblinks[Bearbeiten]