DIECAD

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DIECAD (engl.: die=Stanze) ist eine CAD-Software speziell für den Bereich der Verpackungsentwicklung und Stanzformenbau.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich für Interactive- bzw. HP-UNIX entwickelt, wurde DIECAD in den Jahren 1999 – 2000 an die Windows-Plattform angepasst.

Mit der Version 10.5 liegt die aktuelle Ausbaustufe von DIECAD vor. Neben der komplett überarbeiteten Oberfläche auf Basis einer X-Umgebung sowie zahlreicher Funktionen zur freien Konstruktion von Verpackungsdesigns findet der Anwender hier die meisten Standards nach ECMA (European Carton Makers Association) und FEFCO (European Federation of Corrugated Board Manufacturers) komplett mit Vermaßung und Gegenzurichtung. Die Entwicklung wurde 2002 eingestellt. Das Nachfolgeprodukt DIECAD NT wird in Ungarn entwickelt und hat nichts mit dem Ursprungsprogramm gemeinsam.

Zusatzmodule[Bearbeiten]

Zusätzlich zur reinen CAD-Anwendung erhält der Verpackungsentwickler oder Stanzformenbauer mit NConvert und NJob zwei Hilfswerkzeuge zur Konvertierung bzw. Verwaltung seiner CAD-Daten. Neben verschiedenen Formaten zum Datenaustausch und grundlegenden Bearbeitungsfunktionen sind in NConvert die Möglichkeiten zur Mehrfachkonvertierung, Skalierfunktion für Stanzfiguren oder die Erzeugung von Brücken zur Datenabarbeitung auf Lasermaschinen zu nennen. NJob, das zweite Modul, welches sich im Lieferumfang von DIECAD V.10.5 befindet, ermöglicht dem Anwender, auf einfache Weise Arbeitskarten für seine Entwicklungen und den Workflow zu erstellen. Es können Daten aus der in DIECAD integrierten Datenverwaltung übernommen werden.

Funktionalitäten von DIECAD V.10.5[Bearbeiten]

  • Freie Konstruktion von Verpackungsdesigns auf Basis von Linien und Kreiselementen
  • Standardbibliotheken für Faltschachteln und Wellpappzuschnitte nach ECMA und FEFCO
  • Makrobibliothek zur Konstruktion oder Vereinfachung von Arbeitsschritten
  • Erstellung von Nutzenanordnungen (bei entsprechender Sektionsstruktur auch mit eingedrehten Nutzen)
  • Integrierte Gegenzurichtung in den meisten Standards sowie die Möglichkeit zur manuellen Erzeugung von Gegenzurichtungen
  • Erstellung von Ausbrechformen
  • Import und Export von Daten in diversen Fremdformaten (.N, .CFF, .CF2, .AI bis Illustrator 7, .PS, .EPS, .DXF, .PLT sowie den Ausgabeformaten .JPG, .GIF, .BMP und .PDF)
  • Datenausgabe auf Maschinen wie Plottern, Laserschneideanlagen sowie Fräs- oder Wasserstrahlmaschinen