Deutscher Industrie- und Handelskammertag

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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist die Dachorganisation der 79 deutschen Industrie- und Handelskammern. Im Auftrag und in Abstimmung mit den IHKs übernimmt der DIHK die Interessenvertretung der gesamten gewerblichen deutschen Wirtschaft gegenüber Entscheidern der Bundespolitik und den europäischen Institutionen. Er hat den Rechtsstatus eines eingetragenen Vereins. Mitglieder des DIHK sind die Industrie- und Handelskammern, die selbst Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Sitz des DIHK ist das Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Tätigkeit

Die IHK-Organisation legt mit seinen Wirtschaftspolitischen Positionen jährlich zentrale Vorschläge für mehr Wachstum und Beschäftigung vor. Die Wirtschaftspolitischen Positionen umfassen für zentrale Handlungsfelder eine Darstellung der Ausgangslage und der wichtigsten Forderungen an die Politik.

Seit 1958 ist der DIHK auch in Brüssel vertreten, um vor Ort die europäische Gesetzgebung zu beeinflussen. Der Sitz ist im Haus der Europäischen Kammern, in dem auch der Europäische Dachverband Eurochambres anzutreffen ist.

[Bearbeiten] Präsidenten

An der Spitze des DIHK steht der Präsident. Langjähriger Präsident und später Ehrenpräsident während der Weimarer Republik war Franz von Mendelssohn. Seit 1949 hatten folgende Personen dieses Amt inne:

DIHK-Vizepräsidenten sind Paul Bauwens-Adenauer, Alfred Clouth, Frank Horch und Klaus Olbricht. Seit November 2001 ist Martin Wansleben Hauptgeschäftsführer. Stellvertreter sind Achim Dercks und Axel Nitschke.

[Bearbeiten] Mitgliedschaften

Der DIHK ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung. Vertreter im Vorstand ist Thomas Ilka.

[Bearbeiten] Geschichte

Sitzung des DIHT 1961 in Bonn

Die Geschichte des DIHK beginnt 1861, als Vertreter der Handelskammern im Gebiet des Deutschen Zollvereins in Heidelberg den "Allgemeinen Deutschen Handelstag" (DHT) konstituierten. Damals standen die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Maße und Gewichte, die Aufhebung der Zollgrenzen und die Einführung eines einheitlichen Handelsgesetzbuches im Mittelpunkt der Verbandstätigkeit. 1918 benannte sich der DHT in "Deutscher Industrie- und Handelstag" (DIHT) um.

Im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung verlor der DIHT seine Eigenständigkeit als Interessenverband und wurde als 1935 "Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern" in die Reichswirtschaftskammer eingegliedert.

20. April 1942 trat der Vorstand aus Protest gegen Gleichschaltungsmaßnahmen der Nazis zurück, der DIHT wurde aufgelöst.

Nach Kriegsende 1945 nahmen die Industrie- und Handelskammern ihre Tätigkeit wieder auf. Aus den regionalen Zusammenschlüssen der westdeutschen Besatzungszonen wurde der Deutsche Industrie- und Handelstag 1949 in Ludwigshafen wiederbegründet. 1950 wurde der Standort des DIHT in die Bundeshauptstadt Bonn verlegt. Seit seiner Wiederbegründung bekannte sich der DIHT zur Sozialen Marktwirtschaft.

1965 bezog der DIHT ein neues Gebäude in der Koblenzer Straße 148, später Adenauerallee, das bis Oktober 1999 seine Wirkungsstätte war.

Mit dem Mauerfall 1989 entstanden im Jahre 1990 auch im Osten Deutschlands unabhängige IHKn, die einen maßgeblichen Beitrag zum Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft und dem Entstehen eines freien Unternehmertums leisteten.

20. Juni 1991 beschloss der DIHT seinen Umzug in die Hauptstadt Berlin. Am 4. Oktober 1999 wurde der Sitz nach Berlin verlegt, seit 2001 trägt der Verband den heutigen Namen "Deutscher Industrie- und Handelskammertag" (DIHK)

[Bearbeiten] Einzelnachweise


[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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