A4-Format

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Papierformate A0 bis A8, Anschauungsmodell 1:1 im Wissenschaftsmuseum von Barcelona: „Die Invasion der Quadratwurzeln“

Das A4-Format (oft auch DIN A4 genannt) ist das in Europa gebräuchlichste Papierformat und international genormt. Es hat die Abmessungen 210 mm × 297 mm, eine Fläche von 623,70 cm² (entspricht 116 ) und ist – neben dem halb so großen A5-Format (148 mm × 210 mm) – die häufigste Form von Schreibheften. Ein DIN-A4-Bogen in der für Büro- und Kopierpapier typischen Grammatur 80 g/m² wiegt genau 5 Gramm.

Die meisten Aktenmappen und Schnellhefter sind auf A4-Blätter im Hochformat ausgelegt, ferner die meisten Drucker, Kopierer und so weiter. Auch viele Publikationsreihen, ferner fast alle Dissertationen, Seminararbeiten und Tischvorlagen besitzen dieses Format.

Es leitet sich vom „Vierfachbogen“ (A0, sprich A-Null) ab, der 841 mm × 1189 mm misst und 1 m² Fläche hat. Einmal gefaltet ergibt sich A1, zweimal gefaltet A2 und so weiter. Alle Formate der internationalen „A-Reihe“ haben ein Seitenverhältnis von  1:\sqrt{2}  (ca. 1 : 1,41), ebenso wie auch die anderen international genormten Reihen B, C und D.

Die Normung erfolgte erstmals 1922 vom Deutschen Institut für Normung (DIN) in der Norm Nr. 476, die frühere Entwürfe aus der Französischen Revolution aufgriff. Diese DIN-Norm wurde ins europäische beziehungsweise internationale Äquivalent EN und ISO (ISO 216) übernommen und gilt in fast allen Staaten der Welt. Parallel existieren, etwa in Nordamerika, andere, weniger systematische Formatreihen.

Das A4-Format geht wesentlich auf Walter Porstmann zurück, der das Weltformat seines vormaligen Vorgesetzten und Chemie-Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald mit einem Seitenverhältnis von 1 : √2 (ungefähr 1:1,41) aufgriff und auf eine Fläche von einem Quadratmeter für A0 übertrug. Damit hatte das DIN A4-Format fast dieselbe Größe wie das ältere Folio-Format, das lediglich 3 cm länger war. Zudem gab es bereits während der Französischen Revolution exakt gleiche Papierformate.[1][2] Ein wichtiges Ziel der Normierung in der Nachkriegszeit mit Papierknappheit war, den Beschnitt zu vermeiden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Porstmann: DIN Buch 1: Normformate, Beuth-Verlag, 1930, S. 157
  2. 1798: “Loi sur le Timbre” www.goethe.de/ins/se/prj/afo/evo/deindex.htm