DRF Luftrettung

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DRF Stiftung Luftrettung AG
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Rechtsform gemeinnützige Aktiengesellschaft
Gründung 2008
Sitz Filderstadt

Leitung

  • Steffen Lutz
  • Hans Jörg Eyrich
Mitarbeiter 374[1]
Umsatz 66,221 Mio. EUR (2011)[1]
Branche Luftrettung
Stand: 2011 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2011
MBB/Kawasaki BK 117 und Rettungswagen
Eurocopter EC 135 P2+ beim Start
Learjet 35A der DRF

Die DRF Luftrettung (Deutsche Rettungsflugwacht e. V.) mit Sitz in Filderstadt ist Teil des deutschen Rettungsdienstes auf dem Gebiet der Luftrettung.

Geschichte[Bearbeiten]

In Deutschland wurde Anfang der 1970er Jahre durch den Verkehrstod des Jungen Björn Steiger eine Verfügbarkeitslücke in der schnellen medizinischen Soforthilfe offenbar. Seine Eltern gründeten daraufhin die Björn-Steiger-Stiftung, deren Initiative im Jahr 1972 zur Gründung der Deutsche Rettungsflugwacht e. V. führte. Im darauffolgenden Jahr kam es zu ihrem ersten Rettungseinsatz per Hubschrauber. Nach ihrer Umorganisierung heißt sie heute DRF Luftrettung.[2] Sie besteht aus einem Förderverein, dessen Präsident der Stuttgarter Unternehmer Helmut Nanz ist, und einer Stiftung, die beide gemeinnützig sind. Zusammen betreiben sie die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige Aktiengesellschaft, die mit ihren Tochterunternehmen HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH und HSD Luftrettung gemeinnützige GmbH den Betrieb der Rettungsstationen mit deren Hubschraubern durchführt. Zur DRF Luftrettung gehört außerdem in Österreich die ARA-Flugrettungs GmbH, in Dänemark die Falck DRF Luftambulance A/S.[3]

In Deutschland ist die DRF Luftrettung neben der ADAC-Luftrettung der größte nicht kommerzielle Luftrettungsdienst.

Die Einsatzzahlen sind seit der Gründung kontinuierlich ansteigend. Im Jahr 2008 leistete die DRF Luftrettung insgesamt 40.602 Einsätze, was einem Anstieg von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2009 ging die Zahl der Rettungsflüge leicht auf 40.375 zurück.[4] In Deutschland hingegen flogen die Besatzungen im vergangenen Jahr 33.731 Einsätze, 1.224 mehr als im Jahr zuvor.[5]

Aufgaben[Bearbeiten]

Die DRF Luftrettung verpflichtet sich seit ihrer Gründung am 6. September 1972 der schnellen Hilfe von Notfallpatienten. In den Anfängen betrieb die DRF Luftrettung in Deutschland zunächst nur Luftrettung mit Rettungshubschraubern. Seit den 1980er Jahren stellt sie zudem mehrere Intensivtransporthubschrauber, die zum Teil auch nachts einsatzbereit sind.

Außerdem führt die DRF Luftrettung mit Ambulanzflugzeugen Rückholungsflüge aus dem Ausland durch. Die Flugzeuge sind am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beheimatet. Diese Leistungen werden seitens der DRF den Fördermitgliedern der DRF gewährt, die für ihre Mitgliedschaft jährliche Beiträge leisten müssen und im Rahmen dieser Fördermitgliedschaft entsprechend versichert werden, jedoch können auch Urlauber, Geschäftsleute und andere diese Leistung in Anspruch nehmen. Koordiniert werden die Einsätze von der DRF eigenen Einsatzzentrale, welche am Flughafen Karlsruhe/Baden beheimatet ist.[6][7]

Ausstattung[Bearbeiten]

Die DRF Luftrettung verfügt nach eigenen Angaben über 50 Hubschrauber im In- und Ausland, die in den Farben Rot und Weiß gehalten sind. Ein einheitliches Design der Flotte wird angestrebt.

Zum Einsatz kommen bei der DRF Hubschrauber der Typen MBB/Kawasaki BK 117/EC 145, EC 135 und Bell 412.

Für weltweite Repatriierungen von erkrankten und verletzten Personen werden außerdem drei Flugzeuge des Typs Learjet 35A und Learjet 45 eingesetzt. Die Maschinen wurden hierfür speziell umgebaut und mit intensivmedizinischer Ausstattung aufgerüstet. Die drei Jets sind am Flughafen Karlsruhe-Baden stationiert.

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2000 gehören die folgenden Betreiber zur DRF Luftrettung:

Hinzu kommen international folgende Luftrettungsanbieter:

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Jahresabschluss 2011
  2. Team DRF wird zu DRF Luftrettung. RTH Info. 23. August 2008. Abgerufen am 30. April 2010.
  3. Struktur. DRF Luftrettung. 2010. Abgerufen am 4. Mai 2010.
  4. Struktur. DRF Luftrettung. 2010. Abgerufen am 30. April 2010.
  5. pressmitteilungen-archiv10. DRF Luftrettung. 2010. Abgerufen am 4. Mai 2010.
  6. Allgemeine Bedingungen für die Versicherung von Rettungs-, Rückhol- und Verlegungsflügen für Fördermitglieder des DRF e. V. (60 KB; PDF) DRF Luftrettung. 15. September 2008. Abgerufen am 30. April 2010.
  7. Internationale Ambulanzflüge. DRF Luftrettung. 2010. Abgerufen am 30. April 2010.