Deutschland sucht den Superstar

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Seriendaten
Originaltitel Deutschland sucht den Superstar
DSDS-Logo-2013.jpg
Produktionsland Deutschland
Jahr(e) seit 2002
Produktions-
unternehmen
UFA Show GmbH
Länge 45 bis 150 Minuten
Episoden 226 in 11+ Staffeln
Ausstrahlungs-
turnus
mittwochs und samstags; Liveshows samstags (in Ausnahmefällen mit einwöchiger Pause)
Genre Castingshow
Idee Simon Fuller
Musik J. Gingell, B. Stone, C. Dennis
Moderation Aktuelle Moderatoren:
Erstausstrahlung 9. November 2002 auf RTL
DSDS-Logo 2006–2012
DSDS-Logo 2002–2005

Deutschland sucht den Superstar, kurz DSDS genannt, ist eine deutsche Castingshow, die erstmals im Herbst 2002 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Sie ist ein Ableger der britischen Sendung Pop Idol, eines Konzepts, das weltweit seit 2002 lizenziert wurde. In Deutschland wird die Sendung von Grundy Light Entertainment im Coloneum in Köln produziert.

Konzept und Marketing

Inhalt der Sendung ist es, in einem Talentwettbewerb einen Sänger oder eine Sängerin zu ermitteln. Durch Castings und Bewerbungen werden Kandidaten gefunden, deren Anzahl in sogenannten „Recalls“ durch Urteil der Jury reduziert wird. Die verbleibenden zehn Kandidaten der Qualifikationsrunden treten in den folgenden Show-Sendungen, sogenannte „Motto-Shows“, auf. Die Jury beurteilt nach jedem Auftritt den Gesang, die Kleidung und das Auftreten der Teilnehmer. Über das Weiterkommen der Teilnehmer und den späteren Sieger entscheiden ab den Motto-Shows die Zuschauer per Telefonabstimmung. Bis zum Finale scheidet der Teilnehmer mit den wenigsten Stimmen aus. Das Ergebnis der Abstimmung wird in einer Folgesendung am selben Abend bekanntgegeben.

Der Sieger erhält einen Plattenvertrag, ab der neunten Staffel zusätzlich 500.000 Euro. Alle Stufen des Wettbewerbs, sowie das Leben der Teilnehmer selbst, werden in den wöchentlichen Sendungen und in weiteren RTL-Magazinen thematisiert.

Bisherige Staffeln

Erste Staffel (2002–2003)

Alexander Klaws, Sieger der ersten Staffel
  1. Alexander Klaws
  2. Juliette Schoppmann
  3. Daniel Küblböck
  4. Vanessa Struhler
  5. Gracia Baur
  6. Nicole Süßmilch
  7. Daniel Lopes
  8. Nektarios Bamiatzis
  9. Judith Lefeber
  10. Andrea Josten
  11. Stephanie Brauckmeyer

Moderiert wurde die erste Staffel von Michelle Hunziker und Carsten Spengemann. Die Jury bestand aus dem Produzenten, Komponisten und Sänger Dieter Bohlen, dem Radiomoderator Thomas Bug, der Musikjournalistin Shona Fraser und Thomas M. Stein von BMG-Ariola. Das Magazin wurde von Peer Kusmagk und Tamara Gräfin von Nayhauß moderiert.

Die Finalshow der ersten deutschen Staffel am 8. März 2003 erreichte (bei Spitzenwerten bis zu 15,01 Millionen) eine durchschnittliche Einschaltquote von 12,8 Millionen Zuschauern.

Auch die Vermarktung der Nachwuchs-Sänger nach dem Ende der Staffel war anfangs erfolgreich. Alle fünf Erstplatzierten der ersten Staffel erreichten 2003 in den deutschen Singlecharts Plätze in den Top 10, Alexander Klaws und Daniel Küblböck erreichten sogar Platz 1. Die von allen Teilnehmern der ersten Staffel gesungene Single We Have a Dream war vom 13. Januar bis zum 17. Februar 2003 die meistverkaufte Single in Deutschland. Später brachte auch das Album United u. a. wegen der Produktion von Deutschland sucht den Superstar wieder Gewinne.

Nach den Castings folgten insgesamt neun Shows, die jeweils einem bestimmten Motto unterstanden. Nach jeder dieser Shows schied einer der Kandidaten aus. In den ersten beiden Mottoshows (Mein Superstar und Love Songs) lag, wie RTL nach dem Ende der Staffel bekannt gab, Judith Lefeber mit deutlichem Vorsprung vor Daniel Küblböck. Der spätere Sieger Alexander Klaws begann als Viertplatzierter und fiel in der zweiten Show sogar auf den fünften Platz zurück. Lefeber entschied sich jedoch nach zwei Sendungen, nicht weiter am Wettbewerb teilzunehmen. Ihre Stelle nahm die bereits im Vorfeld ausgeschiedene Nicole Süßmilch ein. Die dritte Mottoshow (Hits 2002) entschied Küblböck für sich (vor Juliette Schoppmann). Und die vierte Mottoshow (Musical) entschied Gracia Baur für sich (vor Küblböck), während Schoppmann in dieser Kategorie, die sie vorher beruflich ausgeübt hatte, Vorletzte wurde. In der fünften und sechsten Mottoshow (Hits der 80er-Jahre und Big Band) lag Küblböck vor Klaws. In den letzten drei Shows (Disco, Filmmusik und Finale) führte Klaws vor Schoppmann. Mit 70,2 Prozent zu 29,8 Prozent der Stimmen entschied Klaws das Finale für sich.

Zweite Staffel (2003–2004)

Elli Erl, Siegerin der zweiten Staffel
  1. Elli Erl
  2. Denise Tillmanns
  3. Philippe Bühler
  4. Benjamin Martell
  5. Gunther Göbbel
  6. Anke Wagner
  7. Aida Ilijasevic
  8. Judith Burmeister
  9. Kemi Awosogba
  10. Lorenzo Woodard
  11. Steffen Frommberger
  12. Ricky Ord und
    Jessica Houston

Die zweite Staffel von Deutschland sucht den Superstar startete im Herbst 2003. Sowohl das Moderatorenpaar, als auch die Jury blieben unverändert. Die Show konnte an den Erfolg der ersten Staffel jedoch nicht anknüpfen. Dies spiegelte sich sowohl in den Einschaltquoten, als auch in der Zahl der Telefonanrufe wider. Ebenso gab es eine große Differenz beim Verkauf der gemeinsam aufgenommenen Platten der Finalkandidaten. Auch der kommerzielle Erfolg der Siegerin war deutlich geringer als bei der ersten Staffel.

Nur durchschnittlich 5,33 Millionen Zuschauer sahen das Finale am 13. März 2004. Die erfolgreichste Sendung der zweiten Staffel war das erste Casting mit 6,65 Millionen Zuschauern.

In dieser Staffel nahm auch der spätere Popstars-Gewinner Sascha Schmitz teil. Dieser kam unter die Top 50, schied dann aber aus.

Keine Plattenveröffentlichung, die mit der zweiten Staffel von DSDS in Verbindung stand, konnte die Nummer Eins der deutschen Verkaufscharts erreichen: Die gemeinsame Single Believe in Miracles erreichte Platz acht, das gemeinsame Album Magic of Music erreichte Platz zwei, hatte aber mit neun Wochen eine ungewöhnlich kurze Verweildauer in den Top 100. Lediglich die Siegerin, Elli Erl, veröffentlichte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel drei Singles und ein Album, welche mit Ausnahme des Siegertitels This Is My Life (Platz drei), nicht in die Top 30 kamen. Der Drittplatzierte Philippe Bühler startete seine Karriere Ende 2005 erst mit deutlichem zeitlichen Abstand. Gunther Göbbel veröffentlichte als Mitglied des Duos Lemon Ice das Lied Stand by Me.

Da im Gegensatz zur ersten Staffel 13 Teilnehmer an der ersten Mottoshow teilnahmen, gab es zwei Shows mehr (und in der ersten Show schieden ausnahmsweise zwei Teilnehmer aus).

Die elf Shows standen jeweils wieder unter einem musikalischen Thema. Den nach Ende der Staffel von RTL veröffentlichten Zahlen zufolge, führte nach der ersten Mottoshow (Mein Pop-Idol) Philippe Bühler vor Anke Wagner und Denise Tillmanns. Die spätere Siegerin Elli Erl wurde Vierte und konnte erst in der zehnten Mottoshow die Mehrheit der Telefonanrufe auf sich vereinigen. Die zweite Mottoshow (Rock- und Popballaden) entschied wiederum Philippe Bühler vor Denise Tillmanns für sich. Beide Teilnehmer tauschten die Plätze in der dritten Mottoshow (Mein Geburtsjahr), und in der Christmas Show lag Bühler wieder vor Tillmanns. In der fünften Mottoshow (Elton John und Madonna) war wieder Tillmanns vorne (vor Benjamin Martell). Ihre Führung behielt sie in der sechsten Mottoshow (Big Band), dann wieder mit Bühler als Zweitem. In der siebten und achten Mottoshow (Hits der 1970er-Jahre und Filmmusik) lag wieder Bühler vor Tillmanns. Beide tauschten in der neunten Mottoshow (Songs der Jury) erneut die Plätze, wohingegen in der zehnten Mottoshow (Hits der 60er) erstmals Elli Erl vorne lag. Sie gewann das Finale mit 61 Prozent zu 39 Prozent der Stimmen gegen Denise Tillmanns.

Dritte Staffel (2005–2006)

Tobias Regner, Sieger der dritten Staffel
  1. Tobias Regner
  2. Mike Leon Grosch
  3. Vanessa Jean Dedmon
  4. Nevio Passaro
  5. Didi Knoblauch
  6. Anna-Maria Zimmermann
  7. Daniel Munoz
  8. Lena Hanenberg
  9. Dascha Semcov
  10. Carolina Escolano
  11. Stephan Darnstaedt

Am 16. November 2005 begann die Ausstrahlung der dritten Staffel. Die bisherigen Moderatoren wurden von Tooske Ragas und Marco Schreyl abgelöst. Das Magazin zur Sendung wurde von Nina Moghaddam und David Wilms moderiert. Die Jury wurde auf drei Personen verkleinert, und überwiegend neu besetzt; neben Dieter Bohlen bewerteten Sylvia Kollek und Heinz Henn die Kandidaten.

In der ersten Top-20-Show nahm der spätere Popstars-Gewinner Julian Kasprzik teil und schied aus.

Die Themen der Mottoshows waren in chronologischer Reihenfolge Greatest Hits, 80er Jahre, Rock, Big Band, Love Songs, Nummer-eins-Hits, Soul und Kuschelrock. Nachdem die Einschaltquoten in der zweiten Staffel nicht zufriedenstellend waren, kehrte RTL mit der dritten Staffel wieder zum in Staffel 1 erprobten Aufbau der Sendung mit nur neun statt elf Mottoshows zurück.

In der ersten Mottoshow lag Vanessa Jean Dedmon mit 35,1 Prozent weit vor Nevio Passaro mit 13,3 Prozent. Schon in der zweiten Mottoshow lag der spätere Gewinner Tobias Regner mit 28,3 Prozent vor Vanessa Jean Dedmon. Der nachgerückte Didi Knoblauch konnte die dritte Mottoshow mit 20 Prozent vor Mike Leon Grosch (mit 19,7 Prozent) für sich entscheiden. Die Big Band-Show ging auf das Konto von Mike Leon Grosch, Zweite wurde Vanessa Jean Dedmon, knapp vor Anna-Maria Zimmermann und Tobias Regner. Die fünfte Show entschied wiederum Mike Leon Grosch vor Vanessa Jean Dedmon für sich, während Tobias Regner, als Fünfter von sechs, knapp am Ausscheiden vorbeigekommen war. Im Halbfinale entfielen 59 Prozent der Stimmen auf Tobias Regner.

Der Kandidat Stephan Darnstaedt gab vor der dritten Mottoshow seinen freiwilligen Ausstieg bekannt. Als Grund nannte er die zu hohe psychische Belastung. Nachrücker für Darnstaedt wurde der zuvor in den Top-20-Shows knapp gescheiterte Didi Knoblauch. Das Finale am 18. März 2006 bestritten Mike Leon Grosch und Tobias Regner, der sich mit 54,6 Prozent der Stimmen knapp durchsetzen konnte.

Die Einschaltquote der Finalshow lag bei 7,04 Millionen Zuschauern. Im Vergleich zur zweiten Staffel war die dritte Staffel wieder erfolgreicher, erreichte jedoch nicht die Spitzenwerte der ersten Staffel.

Das Ausscheiden des Kandidaten Didi Knoblauch in der Sendung vom 19. Februar 2006 wurde bereits vor der Entscheidung im Videotext bei RTL bekanntgegeben, und das Siegerlied von Tobias Regner, I Still Burn, war nicht, wie von RTL behauptet, eigens für ihn geschrieben, sondern eingekauft worden.

Vierte Staffel (2007)

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Mark Medlock, Sieger der vierten Staffel
  1. Mark Medlock
  2. Martin Stosch[1]
  3. Lisa Bund
  4. Max Buskohl[2]
  5. Lauren Talbot
  6. Thomas Enns
  7. Francisca Urio
  8. Julia Falke
  9. Jonathan Enns
  10. Laura Martin

Aufgrund der hohen Einschaltquoten der dritten Staffel wurde eine vierte Staffel produziert, bei der die Moderatoren die gleichen blieben. In dieser Staffel moderierte wieder Nina Moghaddam das Magazin zur Sendung. Die Jury war mit Dieter Bohlen und Heinz Henn besetzt; Sylvia Kollek wurde durch Anja Lukaseder ersetzt.

Die Castings der vierten Staffel fanden im August, September und Oktober 2006 in den deutschen Städten Hamburg, München, Berlin, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und Dresden, sowie auf der spanischen Insel Mallorca statt. Insgesamt bewarben sich 28.597 Kandidaten.

Die Top-20-Shows der männlichen Kandidaten entschied jeweils Mark Medlock mit zuerst 41,25 Prozent und dann mit 33,23 Prozent für sich. Zweitplatzierter waren jeweils Thomas Enns (12,89 Prozent) und Martin Stosch (20,40 Prozent). Die Top-20-Shows der weiblichen Kandidaten hatten jeweils Lisa Bund zur Siegerin (38,52 Prozent und 31,33 Prozent). Zweitplatzierte war beide Male Francisca Urio (19,46 Prozent und 30,05 Prozent). Der als Favorit gehandelte Dennis Haberlach schied als Drittletzter mit 8,59 Prozent nur knapp gegen den späteren Favoriten Max Buskohl (9,24 Prozent) aus. Der für Roman Lob nachgerückte Tristan Iser hatte 0,92 Prozent der Anrufer.

In der ersten Mottoshow lag Mark Medlock mit 25,85 Prozent vor Lisa Bund (21,24 Prozent) und Francisca Urio (15 Prozent). Das war das erste und einzige Mal, dass Medlock unter der 30-Prozent-Marke lag, was mit der hohen Teilnehmerzahl (insgesamt zehn Kandidaten) zu erklären sein kann. In der zweiten Mottoshow konnte Mark Medlock mit 30,77 Prozent seinen Vorsprung gegen die nun Zweitplatzierte Lauren Talbot (11,8 Prozent) und die knapp dahinterliegende Dritte Lisa Bund (11,79 Prozent) ausbauen. In der dritten Mottoshow konnte Mark Medlock seine Position mit 30,43 Prozent erneut verteidigen, und war nun als Favorit prädestiniert. Zweitplatzierte war wiederum Lisa Bund mit 14,99 Prozent. Auch in der „Hits von Heute“-Show ging der Sieg an Mark Medlock mit 31,64 Prozent, während Francisca Urio, die als Favoritin gegolten hatte, mit 10,46 Prozent knapp gegen den späteren Finalisten Martin Stosch (10,61 Prozent) ausschied. Die in der Show viel gescholtene Lauren Talbot (12,38 Prozent) wurde Zweite, hatte aber nicht einmal zwei Prozent Vorsprung vor Urio; alle Kandidaten hinter Medlock erhielten somit Stimmenanteile zwischen 12,38 Prozent und 10,46 Prozent. Mark Medlock siegte in der Big-Band-Show mit 34,62 Prozent; erstmals stand Max Buskohl mit 17,78 Prozent auf Platz 2 und Martin Stosch mit 15,36 Prozent auf dem vorletzten Platz. Wenig Änderung gab es in der sechsten Mottoshow: Mark Medlock stand mit 36,06 Prozent auf Platz eins, Max Buskohl mit 19,88 Prozent auf Platz zwei und Martin Stosch mit 15,36 Prozent auf dem vorletzten Platz. In der siebten Mottoshow, in der die Kandidaten erstmals mit zwei Liedern antreten mussten, erreichte Mark Medlock 48,13 Prozent. Martin Stosch hätte mit 15,43 Prozent ausscheiden müssen, was zuerst auch der Fall war, doch tatsächlich ausgeschieden war, kaum zwölf Stunden später, Max Buskohl, der in seiner letzten Show mit 19,8 Prozent wieder den zweiten Platz belegte. Zunächst tauchten Behauptungen auf, Buskohl wäre durch RTL vorzeitig disqualifiziert worden, da er Interviews und andere Pressetermine nicht wahrnahm, mehrfach mit dem Ausstieg aus der Show gedroht hatte und auf einen Vertrag mit seiner Band Empty Trash bestand. Der Sender bezeichnete jedoch den Vorgang im Anschluss als freiwilligen Rücktritt. Nach diesem Ausstieg setzte sich Martin Stosch im Halbfinale mit 22,27 Prozent diesmal gegen Lisa Bund (18,74 Prozent) durch, jedoch nicht gegen den Favoriten Mark Medlock, der – ebenfalls wie einst Tobias Regner im Halbfinale der dritten Staffel – 59 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. Beim Finale am 5. Mai 2007 gewann Mark Medlock mit 78,02 Prozent der Anrufe vor Martin Stosch (21,98 Prozent) die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Medlock bekam in dieser Staffel, genau wie in der fünften Thomas Godoj, von der ersten Top-20-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen. Die Einschaltquoten der Finalshow betrugen 5,99 Millionen (30,4 Prozent Marktanteil) und 3,63 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe (40,8 Prozent Marktanteil). Somit konnte RTL nicht an die Quoten der Finalshow der dritten Staffel heranreichen, in der der Marktanteil mehr als 50 Prozent in der werberelevanten Gruppe betrug. Obwohl die Quoten der gesamten vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar die bis dahin schlechtesten waren, lag RTL mit diesem Format noch weit über dem Senderschnitt.

Fünfte Staffel (2008)

Thomas Godoj, Sieger der fünften Staffel
  1. Thomas Godoj
  2. Fady Maalouf
  3. Linda Teodosiu
  4. Monika Ivkic
  5. Rania Zeriri
  6. Benjamin Herd
  7. Collins Owusu
  8. Stella Salato
  9. Sahra Drone
  10. Jermaine Alford

Aufgrund des Erfolges der vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde bereits vor dem Finale der Staffel bekanntgegeben, dass 2008 eine fünfte Staffel produziert werden sollte.[3] Dieter Bohlen und Anja Lukaseder blieben Jury-Mitglieder, während Heinz Henn durch den Manager der Fantastischen Vier, Andreas „Bär“ Läsker, ersetzt wurde. Moderatorin Tooske Ragas war ebenfalls nicht mehr dabei, sodass Marco Schreyl die Sendung alleine moderierte. Die Moderation des Magazins zur Sendung übernahm wieder Nina Moghaddam.

Die Top-20-Shows wurden durch eine einzige Live-Show Jetzt oder Nie ersetzt. Aus den 15 Kandidaten, die aus dem Recall verbliebenen waren, wählten Zuschauer und Jury je fünf Teilnehmer aus, die in die Mottoshows einzogen.[4]

Neben sechs deutschen Städten, darunter Berlin als einzige Stadt in Ostdeutschland, fanden die Castings von August bis November 2007 auch auf Mallorca, sowie zum ersten Mal auf Ibiza statt.

Roman Lob, der in der vierten Staffel aufgrund einer Kehlkopfentzündung ausscheiden musste, aber von Bohlen eine weitere Chance auf den Superstar-Titel in Staffel 5 erhielt, verzichtete auf dieses Freilos, da er seine begonnene Ausbildung nicht gefährden wollte.[5]

Es gewann Thomas Godoj mit 62,20 Prozent der Stimmen.[6] Er hatte, wie Mark Medlock, von der ersten Top-15-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen.

Sechste Staffel (2009)

Daniel Schuhmacher, Sieger der sechsten Staffel
  1. Daniel Schuhmacher
  2. Sarah Kreuz
  3. Annemarie Eilfeld
  4. Dominik Büchele
  5. Benny Kieckhäben
  6. Vanessa Neigert
  7. Holger Göpfert
  8. Marc Jentzen
  9. Cornelia Patzlsperger
  10. Michelle Bowers[7]
  11. Vanessa Civiello

In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (WR) bestätigte der RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Mai 2008, dass es eine sechste Staffel geben werde. Dies hatte Moderator Marco Schreyl bereits in der finalen Mottoshow der fünften Staffel einige Tage zuvor angekündigt. Als Grund gab Sänger an, dass der Marktanteil mit über 30 Prozent in der werberelevanten Gruppe zu einer Fortsetzung verpflichte. Er sagte weiter, dass es einige Veränderungen in der neuen Staffel geben werde, vor allem der dokumentarische Aspekt solle gestärkt werden. Grundsätzlich bleibe jedoch alles beim Alten.[8]

RTL wollte für das Casting in Bremen das Rathaus mieten, was die Stadtregierung jedoch verweigerte. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sagte dazu: „Unsere bremischen Bemühungen um eine von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägte Jugendkultur, für die die jährliche Nacht der Jugend im Rathaus beispielhaft steht, werden durch ein solches Sendeformat geradezu konterkariert.“ Das Rathaus werde auf keinen Fall für eine Show-Veranstaltung geöffnet, in der Menschen „gezielt erniedrigt“ würden. Dieter Bohlen erwiderte darauf: „Ich wäre sowieso lieber nach Oldenburg gegangen. Da bin ich geboren und da gefällt es mir sowieso besser. Bei uns kommen die Leute freiwillig, weil sie Spaß an der Sendung haben. Diesen Spaß hat der Bürgermeister seinen Bremern jetzt genommen.“ Das Casting fand schließlich tatsächlich in Oldenburg statt.

Die Kandidaten der Sendung wurden erstmals mit einem sogenannten „Casting-Truck“ ermittelt. Die Vorcastings fanden in Oldenburg, Stuttgart, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Erfurt, Dresden, Hamburg, Rostock, Hannover, Münster und München statt. Hierbei war die Jury wie üblich nicht anwesend. Die Bewerbungen für das Casting dauerten bis zum 15. August 2008 an.[9]

Am 3. Oktober 2008 gab RTL bekannt, dass man sich von den bisherigen Jurymitgliedern Anja Lukaseder und Andreas „Bär“ Läsker getrennt habe. Sie wurden in der Saison 2009 durch Musikmanager Volker Neumüller, sowie die MTV-Moderatorin Nina Eichinger ersetzt. Der ursprünglich vorgesehene Max von Thun trat aufgrund ernster Differenzen mit Chef-Juror Dieter Bohlen nach dem ersten Casting freiwillig zurück.[10]

Die sechste Staffel startete bei RTL am 21. Januar 2009 und wurde wieder von Marco Schreyl moderiert. Nina Moghaddam übernahm erneut die Moderation des Magazins zur Sendung.

120 Teilnehmer schafften es in den Recall, der sich über vier Ausstrahlungstermine erstreckte. Im neuen Recall auf Teneriffa (Spanien) mussten die Teilnehmer erstmals Mutproben durchstehen. So wurde den Kandidatinnen beispielsweise eine Riesenschlange um den Hals gelegt. Die männlichen Kandidaten hatten von einer hohen Plattform kopfüber an einem Seil herabhängend ein Lied zu singen. Zurück in Deutschland mussten alle Teilnehmer im Tonstudio den späteren Siegertitel Anything but Love singen. Die Jury gab anschließend bekannt, dass sie die späteren Finalisten Daniel Schuhmacher und Sarah Kreuz für die besten Sänger hielten. Nach den vier Terminen reisten fünfundzwanzig DSDS-Kandidaten nach Berlin und traten dort im Theater am Potsdamer Platz erneut einzeln vor der Jury auf.

Am 28. Februar fand die Jetzt oder nie-Show statt, die über den Einzug der fünfzehn besten Kandidaten in die Mottoshows bestimmte. Hierbei wurde – wie bereits in der fünften Staffel – eine Telefonabstimmung durchgeführt. Die fünf Kandidaten mit den meisten Anrufen zogen direkt in die Mottoshows ein. Aus den zehn Restlichen wählte die Jury fünf weitere aus.

RTL warb damit, dass sich unter den Teilnehmern der Endrunde besonders viele außergewöhnliche Kandidaten befänden: So trat Cornelia Patzlsperger stets mit einer Harfe auf, Vanessa Neigert sang fast ausschließlich deutsche Schlager, und Holger Göpfert, der vor der Teilnahme als Alleinunterhalter tätig gewesen war, begleitete sich häufig auf dem Klavier. Marc Jentzen hatte bereits einige Jahre zuvor, als Teil der Boyband Part Six Erfahrungen im Musikgeschäft gesammelt.

Vanessa Civiello stieg aus persönlichen Gründen noch vor der ersten Mottoshow aus dem Wettbewerb aus.[11] Für sie durfte Michelle Bowers teilnehmen.

Im Finale am 9. Mai gewann Daniel Schuhmacher gegen Sarah Kreuz mit 50,47 Prozent der Anrufe.

Siebte Staffel (2010)

Mehrzad Marashi, Sieger der siebten Staffel
  1. Mehrzad Marashi
  2. Menowin Fröhlich
  3. Manuel Hoffmann[12]
  4. Kim Debkowski
  5. Thomas Karaoglan
  6. Helmut Orosz[13]
  7. Ines Redjeb
  8. Nelson Sangaré
  9. Marcel Pluschke
  10. Steffi Landerer

Die siebte Staffel startete am 6. Januar 2010[14] mit der wieder aus Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller bestehenden Jury. Aus 34.420 Castingteilnehmern wurden 120 für den ersten Recall ausgewählt. 35 von ihnen erreichten den zweiten Recall in der Karibik (Dominikanische Republik), 25 von diesen den dritten Recall, aus denen die 15 Kandidaten für die Jetzt oder nie-Show am 13. Februar ausgewählt wurden. In dieser sollten sieben Mottoshow-Kandidaten durch die Telefonabstimmung und drei durch die Jury nominiert werden. Die Jury entschied jedoch, die Zuschauerabstimmung auch auf ihre drei Nominierungen anzuwenden. Diese waren Marcel Pluschke, Steffi Landerer und Ines Redjeb. So gelangten die zehn Bewerber mit den meisten Anrufen in die Mottoshows. Mit nur drei weiblichen Kandidaten waren es die wenigsten Endrundenteilnehmerinnen aller bisheriger DSDS-Staffeln.

Bereits in der ersten Mottoshow am 20. Februar 2010 wurde eine von ihnen, Steffi Landerer, abgewählt.[15] In der zweiten Mottoshow traf es einen männlichen Kandidaten, Marcel Pluschke. Nelson Sangaré, der vorher noch als einer der Favoriten galt, wurde in der dritten Mottoshow vom Publikum herausgewählt. Die zweite Frau, Ines Redjeb, schied in der vierten Mottoshow aus, sodass unter den letzten sechs die einzige Kandidatin Kim Debkowski war. In der fünften Mottoshow unterlag Manuel Hoffmann Helmut Orosz im Abstimmungsergebnis um den letzten Platz für die nächste Runde, obwohl Hoffmann von der Jury sehr positive Kritiken erhielt und Orosz’ partielles Vergessen seines Songtextes besonders gerügt wurde. Einen Tag später teilte RTL den zusammen mit der Produktionsfirma GRUNDY Light Entertainment GmbH gefassten Beschluss mit, dass Helmut Orosz wegen Drogenkonsums die Show verlassen müsse. Das Konsumieren von Kokain entspreche nicht der Vorbildfunktion, die ein DSDS-Kandidat haben sollte, begründete eine Sprecherin von RTL den Entscheid.[16] Nachdem Orosz mit einem RTL vorliegenden Video, in dem eindeutig zu erkennen war, wie er mit einem Freund Kokain zum eigenen Konsum vorbereitet, konfrontiert wurde, räumte er den Konsum ein. RTL gab bekannt, dass Manuel Hoffmann den freigewordenen Platz einnimmt. Dieser konnte in der sechsten Mottoshow seinen Platz bei DSDS verteidigen, während Mitfavorit Thomas Karaoglan abgewählt wurde. Am 3. April wurde Kim Debkowski vom Publikum herausgewählt.

In der darauffolgenden Mottoshow, in der jeder Kandidat drei Lieder sang, schied Manuel Hoffmann aufgrund des Publikumsvotings aus, sodass das Finale zwischen Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich entschieden wurde. Letzterer war den Zuschauern bereits aus der dritten DSDS-Staffel bekannt. Damals schied er aufgrund einer Freiheitsstrafe vorzeitig aus, nach deren Verbüßung er in der siebten Staffel erneut an der Castingshow teilnahm. Dieses Mal geriet er nach einem Zerwürfnis mit den anderen Kandidaten durch seinen Auszug aus dem „Loft“ in die Schlagzeilen. Gewinner der siebten Staffel wurde Mehrzad Marashi, mit 56,04 % aller Anrufer, obwohl Menowin Fröhlich jede vorherige Mottoshow gewann.

In der Zielgruppe erreichte die Staffel im Durchschnitt 4,24 Mio. Zuschauer, was 32,71 % Marktanteil entspricht. Insgesamt erreichte sie durchschnittlich 6,51 Mio. Zuschauer (Marktanteil 19,86 %). Die Zuschauerzahlen bei den Castings lagen vor denen der Mottoshows. Das Finale erreichte die insgesamt höchste Zuschauerzahl aller Folgen; damit war es die erfolgreichste Folge seit dem Finale der ersten Staffel und erreichte fast zwei Millionen Zuschauer mehr als das Finale der vorherigen Staffel.[17]

Achte Staffel (2011)

Pietro Lombardi, Sieger der achten Staffel
  1. Pietro Lombardi
  2. Sarah Engels
  3. Ardian Bujupi
  4. Marco Angelini
  5. Sebastian Wurth
  6. Zazou Mall
  7. Norman Langen
  8. Anna-Carina Woitschack
  9. Nina Richel
  10. Marvin Cybulski

Die Ausstrahlung der achten Staffel von DSDS begann am 8. Januar 2011. Die Jury bestand aus Dieter Bohlen, Fernanda Brandao und Patrick Nuo. Die Castings sowie der Recall der besten 35 Kandidaten auf den Malediven fanden im Sommer und Herbst 2010 statt und wurden im Januar und Februar 2011 ausgestrahlt. Die besten 15 Kandidaten traten am 19. Februar 2011 in der ersten Liveshow auf. Wie im Vorjahr wurden sieben Mottoshow-Kandidaten per Televoting und drei durch die Jury ausgewählt. Die Jury entschied sich wiederum für die Plätze acht bis zehn der Zuschauerabstimmung, so dass die zehn Bewerber mit den meisten Zuschauerstimmen in die Mottoshows kamen. Für die achte Staffel wurde das seit der fünften Staffel in Benutzung befindliche Studio-Design der Motto-Shows grundlegend geändert. Statt der vielen verschiedenen LED-Lichtelemente die sich im Hintergrund der Bühne befanden, wurde diese komplett durch eine durchgängige Fläche von Video-Wänden ersetzt. Zusätzlich gibt es seitdem neben der bereits vorher vorhandenen großen Video-Wand, die zentral als Eingang für die Künstler eingesetzt und mittig teilbar ist, zwei weitere ebenso große Video-Wände beidseitig davon eingesetzt. Im Zuge des Umbaus des Bühnenrückraums, wurde erstmals auf die Live-Band unter Leitung von Lillo Scrimali verzichtet.

Am 10. März entschied RTL, dass Nina Richel wegen gesundheitlicher Probleme die Show verlassen muss.[18] Als Ersatz kehrte die bereits in der ersten Show ausgeschiedene Sarah Engels zurück.[19]

Seit der Sendung am 12. März 2011 wird das Jugendarbeitsschutzgesetz von der Bezirksregierung Köln im Bezug auf die Sendung durchgesetzt. Schulpflichtige Kandidaten wie Sebastian Wurth aus der achten Staffel dürfen danach nur bis 22 Uhr auftreten.[20][21]

In der fünften Mottoshow am 2. April 2011 wurde eine Grafik mit vertauschten Telefonnummern der Kandidaten Zazou Mall und Marco Angelini eingeblendet. Deshalb wurde ein Teil der Zuschaueranrufe anderen Kandidaten zugerechnet als beabsichtigt. RTL entschied daraufhin, alle sechs Kandidaten in der nächsten Show nochmals antreten zu lassen; alle Anrufe, die bis zur Einblendung der falschen Grafik eingingen, wurden für die nächste Sendung gewertet, die folgenden nicht. RTL kündigte an, die Kosten der ungültigen Anrufe durch die Telefonanbieter nicht in Rechnung stellen zu lassen oder, falls dies nicht möglich sei, zu erstatten. Wegen dieses Vorfalls bestand die Staffel aus einer Sendung mehr als ursprünglich geplant.[22]

Im Finale am 7. Mai gewann Pietro Lombardi gegen Sarah Engels mit 51,9 Prozent der Anrufe.

Neunte Staffel (2012)

Luca Hänni, Sieger der neunten Staffel
  1. Luca Hänni
  2. Daniele Negroni
  3. Jesse Ritch
  4. Fabienne Rothe
  5. Joey Heindle
  6. Kristof Hering
  7. Hamed Anousheh
  8. Vanessa Krasniqi
  9. Silvia Amaru
  10. Thomas Pegram

Die Ausstrahlung der neunten Staffel begann am 7. Januar 2012. Neue Juroren neben Dieter Bohlen waren Natalie Horler und Bruce Darnell. Die in früheren Staffeln für Kandidaten gültige Altersobergrenze von 30 Jahren wurde aufgehoben. Erstmals erhielt der Gewinner neben einem Plattenvertrag auch eine Siegprämie von 500.000 Euro. 35.401 Kandidaten sangen in den Castings vor, die in 35 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfanden.[23] Der Recall mit den besten 36 Kandidaten fand erneut auf den Malediven statt.

Zu den Liveshows wurde ein zuvor bereits ausgeschiedener Kandidat zugelassen, so dass an der ersten Liveshow 16 statt wie geplant 15 Kandidaten teilnahmen.[24][25] In der Top-16-Show wählte ausschließlich das Publikum die Top-10-Kandidaten, die Jury hatte kein Stimmrecht.

In der Top-16-Show vertauschte Marco Schreyl einmalig die Endziffern der Kandidaten Silvia Amaru, die weiterkam, und Christian Schöne, der ausschied. Auf Protest von Schöne führte RTL drei Tage nach der Show ein 24-stündiges Online-Voting über einen Wiedereinstieg von Schöne durch. Die Mehrheit der Abstimmenden (52,44 %) entschied sich dagegen.[26]

In die Top Ten kamen nur drei Kandidatinnen, womit die bislang niedrigste Anzahl weiblicher Endrundenteilnehmer aus der siebten Staffel eingestellt wurde. Zum ersten Mal schaffte es lediglich eine weibliche Kandidatin unter die letzten sieben. Wie in der siebten Staffel belegten drei männliche Kandidaten die ersten drei Plätze.

Von den vier Kandidaten der siebten Mottoshow waren drei erst 16 oder 17 Jahre alt. Daher wurden ab dieser Liveshow die Entscheidungen nicht erst etwa eine Stunde später, sondern direkt nach der Mottoshow bekanntgegeben, um die Sendung wegen des Jugendarbeitsschutzgesetzes bis 23:00 Uhr beenden zu können.

Am Mittwoch vor der Finalsendung mit den Kandidaten Luca Hänni und Daniele Negroni kam es bei der von RTL beauftragten Firma Print your Ticket zu einer technischen Panne: Für rund eine Stunde wurde versehentlich eine Testseite online gestellt, die den Ticketverkauf für eine Tour von Daniele Negroni unter der Überschrift „Der neue DSDS Superstar 2012“ ankündigte.[27]

Im Finale am 28. April 2012 konnte sich Luca Hänni gegen Daniele Negroni mit 52,85 Prozent der Zuschauerstimmen durchsetzen.[28]

Zehnte Staffel (2013)

Beatrice Egli, Siegerin der zehnten Staffel
  1. Beatrice Egli
  2. Lisa Wohlgemuth
  3. Ricardo Bielecki
  4. Susan Albers
  5. Erwin Kintop
  6. Tim David Weller
  7. Simone Mangiapane
  8. Timo Tiggeler
  9. Maurice Glover
  10. Nora Ferjani

Am 30. April 2012 gab RTL bekannt, dass DSDS trotz der in der 9. Staffel gesunkenen Einschaltquoten im Jahr 2013 fortgesetzt wird. Gleichzeitig kündigte der Sender personelle Veränderungen an: die Jurymitglieder Natalie Horler und Bruce Darnell wurden durch die Tokio-Hotel-Mitglieder Bill und Tom Kaulitz, sowie den Sänger der Band Culcha Candela, Mateo „Itchyban“ Jaschik, ersetzt.[29] Moderiert wurden die Sendungen von Schauspieler Raúl Richter und Nazan Eckes.[30] Der bisherige Moderator Marco Schreyl trat nicht mehr in Erscheinung. Start der zehnten Staffel war am 5. Januar 2013.

Am 6. März 2013 verpflichtete RTL Olivia Jones als Begleiterin für die Kandidaten.

In der dritten Mottoshow am 30. März 2013 bewertete erstmals ein Originalinterpret seinen eigenen von einem Kandidaten gesungenen Song: Andrea Berg verfolgte während eines ihrer Konzerte mit ihrem Publikum den Auftritt von Beatrice Egli, die ihren Hit Du hast mich tausendmal belogen sang, und wurde von Dieter Bohlen per Telefon zugeschaltet. In der siebten Mottoshow am 27. April saß sie als Gastjurorin in der Jury.

Drei weibliche Kandidaten unter den letzten vier stellten ein Novum in der DSDS-Geschichte dar. Erst zum zweiten Mal fand ein Frauenfinale statt. Am 11. Mai 2013 gewann Beatrice Egli gegen Lisa Wohlgemuth mit 70,25 Prozent der Anrufe. Damit siegte zum zweiten Mal hintereinander ein Kandidat aus der Schweiz.

Elfte Staffel (2014)

Aneta Sablik, Siegerin der elften Staffel
  1. Aneta Sablik
  2. Meltem Acikgöz
  3. Daniel Ceylan
  4. Richard Schlögl
  5. Christopher Schnell
  6. Yasemin Kocak
  7. Elif Batman
  8. Enrico von Krawczynski
  9. Vanessa Valera Rojas
  10. Alessandro Di Lella
  11. Sophia Akkara
    Larissa Melody Haase

Am 13. März 2013 gab RTL bekannt, dass es eine elfte Staffel geben wird.[31][32] Bewerben konnte man sich ab dem 16. März 2013 auf der Website des Senders. Neben Dauerjuror Dieter Bohlen saßen Rapper Kay One, Schlagersängerin Marianne Rosenberg und Mieze Katz, Sängerin der Band MIA., am Jurypult. Moderiert wurde die Sendung durch Nazan Eckes. Start der Staffel war am 8. Januar 2014.

Es gab einige Neuerungen, so wurde die Anzahl der Liveshows von neun auf sechs reduziert und mit sogenannten Challenges verbunden, bei der Sieger einen Kleinwagen gewannen. Die Sieger dieser Challenges wurden von der Jury bestimmt. Durch die Reduzierung der Shows schieden in jeder Liveshow gleich zwei Kandidaten aus. Einzig im Halbfinale, der fünften Live-Challenge-Show, musste nur ein Kandidat gehen.

Das Finale wurde demnach zum ersten Mal von drei Kandidaten bestritten. Dabei komponierte Dieter Bohlen nicht die potentiellen Siegertitel der Kandidaten. Dem Motto der Staffel Kandidaten an die Macht entsprechend, mussten die Finalisten das Stück selbst komponieren oder von einem Produzententeam komponieren lassen. Im Finale am 3. Mai 2014 konnte sich Aneta Sablik gegen Meltem Acikgöz mit 57,9 Prozent der Stimmen durchsetzen. Somit gab es zum zweiten Mal in Folge eine Gewinnerin bei DSDS.

Zwölfte Staffel (2015)

Am 29. März 2014 gab Nazan Eckes in der ersten Live-Challenge-Show bekannt, dass es 2015 eine zwölfte Staffel geben wird und man sich ab sofort für diese bewerben kann. [33] Am 29. August 2014 gab RTL bekannt, dass Heino 2015 neben Dieter Bohlen am Jury-Pult platz nehmen wird.

Mitwirkende

Jury

Jury-Mitglieder der DSDS-Staffeln
Staffel Juroren
1 Dieter Bohlen Shona Fraser Thomas Bug Thomas M. Stein
2
3 Sylvia Kollek Heinz Henn
4 Anja Lukaseder
5 Andreas „Bär“ Läsker
6 Nina Eichinger Volker Neumüller
7
8 Fernanda Brandao Patrick Nuo
9 Natalie Horler Bruce Darnell
10 Bill Kaulitz Tom Kaulitz Mateo Jaschik
11 Mieze Katz Marianne Rosenberg Kay One
12 N.N. N.N. Heino

Anmerkungen

Moderation

DSDS

Staffel Moderatoren
1 Michelle Hunziker Carsten Spengemann
2
3 Marco Schreyl Tooske Ragas
4
5  
6
7
8
9
10 Nazan Eckes Raúl Richter
11  
12 N.N.  


Anmerkungen

  • Yvonne Catterfeld vertrat in der zweiten Staffel am 22. Oktober 2003 Michelle Hunziker.
  • Daniel Hartwich vertrat in der elften Staffel am 26. April 2014 Nazan Eckes.

DSDS – Das Magazin

Staffel Moderatoren
1 Peer Kusmagk Tamara Gräfin von Nayhauß
2
3 Nina Moghaddam David Wilms
4  
5
6
7
8
9

DSDS Kids

Im Jahr 2012 wurde die Spin-off-Sendung Deutschland sucht den Superstar Kids (Akronym: DSDS Kids) lanciert. Sie basiert auf dem Format des Originals und konzentriert sich auf Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. Produziert wird die Sendung von Grundy Light Entertainment im Coloneum in Köln. Die dreiköpfige Jury bestand aus Dieter Bohlen, Michelle Hunziker und Dana Schweiger.

Der Sieger des Talentwettbewerbes bekam ein Ausbildungsstipendium und ein Preisgeld. DSDS Kids wurde von Daniel Aßmann moderiert.

DSDS Kids wurde in vier Sendungen ausgestrahlt. In den ersten drei Sendungen wurden drei von zehn Personen per Telefonvoting für das Finale ausgewählt. Die erste Sendung wurde am 5. Mai 2012 ausgestrahlt,[34] konnte aber nicht an die Erfolge von DSDS anschließen und verlor mit 1,95 Mio. Zuschauern in der Zielgruppe deutlich gegen die 35. Ausgabe von Schlag den Raab.[35]

Im Finale am 25. Mai gewann der zehnjährige Marco den Wettbewerb.

„Das große Wiedersehen“

Am 31. Mai 2008 strahlte RTL die Sendung „DSDS – Das große Wiedersehen“ aus. Es trafen sich Teilnehmer aus allen fünf bis damals durchgeführten Staffeln und wählten ihren Star der Stars. Es gewann Linda Teodosiu aus der fünften Staffel, Zweite wurde Juliette Schoppmann aus der ersten Staffel und Dritte Francisca Urio aus der vierten Staffel.

Anwesende Kandidaten waren:

Werdegang der Sieger

Die Berühmtheit der Gewinner ist oft nur von kurzer Dauer. Die Siegersingle und das erste Album der Sieger sind in den Charts erfolgreich, dieser Erfolg kann aber danach selten wiederholt werden.

Die achte Staffel war die erste, in der beide Finalisten zur selben Zeit erfolgreich wurden. Pietro Lombardi (Platz 1) und Sarah Engels (Platz 2) erreichten mit ihrer Version der Single Call My Name Platz 1 und 2 der Single-Charts.

Besonderheiten

Menderes Bağcı

Der Kandidat Menderes Bağcı bewarb sich in allen zehn Staffeln, wurde jedoch in den ersten sieben abgelehnt. Als Belohnung für seine Hartnäckigkeit wurde ihm in der vierten Mottoshow der vierten Staffel ein Auftritt zugesagt. Ab der fünften Staffel wurde ihm von Dieter Bohlen Auftrittsverbot bei Deutschland sucht den Superstar erteilt, welches er in einem seiner Bücher jedoch wieder aufhob. In der achten und neunten Staffel schaffte Bağcı den Einzug in den Recall der letzten 60 Kandidaten, bevor er ausschied.[36] In der zehnten Staffel wurde er erneut im Casting von drei der vier Juroren abgelehnt. In der elften Staffel erreichte er wieder den Recall, wurde mittels eines Zuschauervotings mit zwei anderen Kandidaten direkt zum Recall auf Kuba gewählt, schied dort aber zusammen mit einem anderen Kandidaten direkt in der 1. Runde aus.

Max Buskohl und SSDSDSSWEMUGABRTLAD

In der vierten Staffel wurde der Kandidat Max Buskohl aus der Sendung entlassen – nach der Aussage von RTL auf seinen Wunsch hin –, da er lieber mit seiner Band Empty Trash Musik machen wollte. Da Max Buskohl eine Woche später nicht mit seiner Band in der Sendung TV total des Fernsehsenders ProSieben auftreten durfte, veranstaltete deren Moderator Stefan Raab die Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar der singen soll was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf).

RTL-DSDS-Clipcontest

Begleitend zur vierten Staffel rief RTL interactive zusammen mit Clipfish den RTL-DSDS-Clipcontest ins Leben. Wie auch bei anderen Casting-Shows, wie beispielsweise Popstars, haben Kandidaten die Möglichkeit sich über ein Online-Video zu bewerben. Die Gewinner der Wettbewerbe hatten bisher nur mäßigen Erfolg bei der Staffel. Mandy schaffte es 2006 nicht in den Recall, und JanAR scheiterte 2007 im Recall. Seit 2008 wird der Wettbewerb nicht mehr als solcher durchgeführt. RTL und Clipfish ermöglichen aber weiterhin die Option der Online-Bewerbung. Gute Teilnehmer erhalten eine Einladung zum Casting.

Bild-Zeitung

Es wurden insbesondere die erste, dritte und vierte Staffel durch intensive Berichterstattung in der Boulevardzeitung Bild begleitet. Typischerweise geschieht dies durch mehrtägige Kampagnen über die Beteiligten – Kandidaten und deren Umfeld, Moderatoren, Mitglieder der Jury – vor und nach den Sendeterminen und durch das Aufbauschen von in der Sendung gezeigten Ereignissen. Mehrere Teilnehmer konnten sich über einen beachtlichen Zeitraum in der Welt des Boulevards in der Rolle eines Prominenten etablieren, auch außerhalb der RTL-Gruppe. Außerdem unterstützte die Bildzeitung in der sechsten Staffel gezielt Annemarie Eilfeld, deren SMS-Abstimmer bei Weiterleitung des Bestätigungscodes 10.000 Euro gewinnen konnten.[37]

Massenpanik bei Autogrammstunde 2011

Bei einer Autogrammstunde der DSDS-Stars in einem Einkaufszentrum in Oberhausen wurden am Sonntag, dem 27. März 2011, über 80 Kinder und Jugendliche bei einer Massenpanik verletzt. 14 junge Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Oberhausen erlitten drei von ihnen Knochenbrüche, viele weitere mussten wegen Quetschungen oder Kreislaufzusammenbrüchen behandelt werden. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. Grund für die Panik war der große Andrang, da deutlich mehr als die erwarteten 5.000 Fans zu der Veranstaltung drängten.[38]

Rezension

Kritik

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) leitete im Januar 2007 ein Prüfverfahren zu DSDS wegen „möglicher sozialethischer Desorientierung von Kindern und Jugendlichen“ ein. Bei der KJM waren bis dahin auch eine Reihe von Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen. Antisoziales Verhalten, so die KJM, werde von einer Identifikationsfigur wie Dieter Bohlen als cool und erfolgversprechend dargestellt. Respektlosigkeiten im Umgang miteinander gehörten zur Machart der Sendung. Es handele sich nicht um singuläre Entgleisungen, sondern offenbar um eine bewusste Inszenierung durch den Sender, so der Vorsitzende der KJM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring. In einer Sitzung Anfang März 2007 diskutierte die KJM im Rahmen einer Anhörung mit Vertretern des Senders RTL über das Sendungsformat von DSDS. Der Sender hatte vorangehend in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt, dass die Programmverantwortlichen die Sendung nicht als Verstoß gegen die Jugendschutzbestimmungen betrachteten, gleichzeitig aber auch eingeräumt, dass Dieter Bohlen Kandidaten in zum Teil grenzwertiger Weise bewerte.

Die RTL-Vertreter betonten im Gespräch den Drang zur Selbstdarstellung der Kandidaten, die „im Übrigen auch über die redaktionelle Gestaltung ihres Auftritts umfassend aufgeklärt“ würden. Unter Berücksichtigung der Anhörungsergebnisse entschied die KJM, dass RTL in bestimmten Nachmittags-Sendungen im Januar 2007 gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen habe. Beleidigende Kommentare der Jury, sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten seien geeignet, die Entwicklung von Kindern unter zwölf Jahren zu beeinträchtigen. In einem Massenmedium werde vorgeführt, wie Menschen herabgesetzt, verspottet und lächerlich gemacht werden. Antisoziales Verhalten werde auf diese Weise als Normalität dargestellt. Dies könne Werten wie Mitgefühl, Respekt und Solidarität mit anderen entgegenwirken. Auch die Ausstrahlung der betreffenden Sendungen im Hauptabendprogramm sieht die KJM in Hinblick auf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 kritisch und erwartet künftig die Vorlage bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) bereits in den Produktionsprozessen, sowie eine intensive Diskussion über mögliche Jugendschutzprobleme. Trotz der Feststellungen der KJM musste DSDS nicht ins Spätprogramm von RTL verschoben werden, was eine übliche Vorgehensweise bei jugendgefährdenden Sendungen ist. Die KJM werde DSDS jedoch verstärkt kontrollieren und analysieren.

Ende 2003/Anfang 2004 initiierte der seinerseits in Teilen seiner Medienauftritte umstrittene Stefan Raab in seiner Sendung TV total des Fernsehsenders ProSieben den Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star) bewusst als Kontrast zu Deutschland sucht den Superstar. Raab bezeichnete DSDS in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel als „inszeniertes Abwatschen armer Seelen, das nur niederste Instinkte befriedige“. Für das Konzept seiner eigenen Castingshow erhielt Raab 2005 den Adolf-Grimme-Preis (Spezialpreis). Die Jury des Grimme-Instituts zog in der Begründung unter anderem einen Vergleich zwischen SSDSGPS und DSDS und stellte fest: „… ‚SSDSGPS‘ kann dabei als Gegenmodell gesehen werden zu gelackten Megaveranstaltungen, wo mit bigottem Ernst suggeriert wird, echte Superstars zu kreieren, tatsächlich aber synthetische Sangesmarionetten installiert werden, zum schnellstmöglichen kommerziellen Gebrauch, mit Nachhaltigkeitsfaktor Null – es sei denn, sie existieren in einer Witzfigurenfunktion für die Klatschpresse weiter“ (was sich auf Daniel Küblböck bezog). Raab kritisierte mit seiner Aktion „Freiheit für Max Buskohl“ die „Knebelverträge“ von RTL für die Kandidaten in der vierten Staffel, da es diesem Kandidaten durch seine Vertragsbindung an RTL nicht gestattet sei, auf ProSieben bei TV Total aufzutreten.

Laut der Hamburger Medien-Professorin Joan Kristin Bleicher „werden die Sprüche von Dieter Bohlen bewusst lanciert, um einen begleitenden Skandal zu haben“.

Im Verlauf der vierten Staffel wurde nach einem quotenstarken Beginn ein deutlicher Zuschauerrückgang in der Phase der „Top 20“-Shows registriert. Das Medienmagazin DWDL.de führt dies darauf zurück, dass die anfängliche Castingphase, die „inzwischen aber eher einer Comedyshow als einem Musikwettbewerb“ gleiche, zur Hauptsache geworden sei.[39]

RTL trat aufgekommenen Manipulationsvorwürfen in Bezug auf Telefonabstimmungen, welche auch bei anderen Castingshows vorkamen, durch Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse entgegen.

RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger bezeichnete DSDS Anfang 2010 als „im Kern eine Symbiose aus Neugierde und Freude an der Selbstdarstellung“, […] aus Exhibitionismus und Voyeurismus.[40]

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) rügte die erste Folge der siebten Staffel mit einem „herabwürdigendem Verhalten der Jury“ und einer „redaktionellen Gestaltung der Sendung, die die Kandidaten gezielt lächerlich macht und dem Spott eines Millionenpublikums aussetzt.“ Der Vorsitzende der KJM beklagte, dass antisoziales Verhalten und beleidigende Äußerungen als normale Umgangsformen dargestellt würden. Die Regeln der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) seien zwar nicht überschritten worden, aber es bestehe Diskussionsbedarf.[41]

Haben Kandidaten die erste Runde überstanden, bekommen sie einen Fragebogen mit über 130 Fragen der Produktionsfirma Grundy vorgelegt, der „intimste Details“[42] abfragt, die zum Teil arbeitsrechtlich problematisch sind.

Auszeichnungen

Im Jahr 2003 sowie im Jahr 2008 wurde Deutschland sucht den Superstar als „Beste Unterhaltungssendung“ mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Drei Jahre später wurde der Preis erneut an die Castingshow verliehen: Florian Wieder erhielt insbesondere für das Bühnenbild von DSDS den Deutschen Fernsehpreis 2006 in der Kategorie „Beste Ausstattung (Bühnenbild/Studiodesign)“.

Im Juni 2008 erhielt das Mobile-Angebot von DSDS den Konvergenz-Preis des jährlich verliehenen made for mobile Awards.[43]

Diskografie

Die erste im Rahmen von DSDS veröffentlichte Single, We Have a Dream von den Allstars der ersten Staffel, erreichte Platz eins der deutschen Charts. Bis heute (Stand: September 2012) gingen aus Deutschland sucht den Superstar vierzehn Singles und neun Alben hervor, die in Deutschland Platz eins erreichten. Lediglich die zweite Staffel brachte weder ein Album noch eine Single auf den ersten Platz der Charts.

Literatur

  • Ralf von Appen: Die Wertungskriterien der Deutschland sucht den Superstar-Jury vor dem Hintergrund sozialer Milieus und kulturindustrieller Strategien. In: Dietrich Helms, Thomas Phleps (Hrsg.): Keiner wird gewinnen. Populäre Musik im Wettbewerb. Transcript, Bielefeld 2005, S. 187–208 (= Beiträge zur Popularmusikforschung 33),
  • „‚Bild‘ erklärt den Daniel“ oder „Wo ist Küblböcks Brille?“ – Medienkritik zur Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar“. In: Ralph Weiß (Hrsg.): Zur Kritik der Medienkritik. Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten. Vistas, Berlin 2005, S. 337–394 (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen 48).
  • Martin Kesici mit Markus Grimm und Patrick S. Berger Sex, Drugs & Castingshows: Die Wahrheit über DSDS, Popstars & Co, 2009, riva Verlag, ISBN 978-3-86883-023-1
  • Bernd Gäbler: Hohle Idole. Was Dieter Bohlen, Heidi Klum und Daniela Katzenberger so erfolgreich macht. Arbeitsheft, 72. Otto-Brenner-Stiftung OBS, 2012 Presse-Echo. Als Print bei der OBS zu bestelllen oder download[44]

Weblinks

 Commons: Deutschland sucht den Superstar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Martin Stosch trat für den disqualifizierten Max Buskohl an.
  2. Max Buskohl schied nach eigener Angabe freiwillig aus.
  3. idealo.de: Staffel 5 auch wieder mit Dieter Bohlen, zuletzt abgerufen am 31. Januar 2012
  4. dsds.de: [1]
  5. Express.de
  6. DPA: Rocksänger Thomas Godoj ist der neue RTL-«Superstar», vom 18. Mai 2008, abgerufen am 18. Mai 2008
  7. Michelle Bowers hatte die Top-15-Show nicht überstanden. Sie rückte jedoch für Vanessa Civiello nach, die noch vor der ersten Mottoshow zurückgetreten war.
  8. dwdl.de: „DSDS“: Staffel 6 mit „deutlichen Veränderungen“ – DWDL.de, 23. Mai 2008
  9. (Zugriff am 2. Juli 2008)
  10. (Zugriff am 20. Oktober 2008)
  11. Vanessa Civiello steigt bei DSDS aus! – RTL.de – Abgerufen am 6. März 2009
  12. Manuel Hoffmann rückte für den disqualifizierten Helmut Orosz nach: Helmut Orosz bei DSDS gefeuert (rtl.de)
  13. Helmut Orosz wurde nach Mottoshow 5 disqualifiziert: Drogen! Rauswurf! Für Helmut Orosz ist die Show vorbei (bild.de)
  14. dwdl.de: „DSDS 7“: RTL will „mehr Drama, mehr Komik“, abgerufen am 20. Dezember 2009
  15. Steffi Landerer ist rausgeflogen – Fast nur noch Jungs im DSDS-Rennen! – Frauen-Männer-Verhältnis 2:7
  16. DWDl.de – Rauswurf bei „DSDS“: Neue Chance für Ex-Kandidat
  17. DWDL.de – RTL im Glück: Bestwert für „DSDS“-Mottoshows
  18. DSDS 2011: Nina Richel verlässt DSDS – RTL.de
  19. Castingshow: Nina Richel muss nach Psychotest „DSDS“ verlassen – Nachrichten Fernsehen – WELT ONLINE
  20. Düsseldorf: NRW-Minister legt sich mit DSDS an | RP ONLINE
  21. Jugendarbeitsschutzgesetz: § 2 Kind, Jugendlicher § 6 Behördliche Ausnahmen für Veranstaltungen § 14 Nachtruhe
  22. RTL: Rückerstattung der Telefonkosten – Chaos bei DSDS – sueddeutsche.de
  23. http://rtl-now.rtl.de/deutschland-sucht-den-superstar/castings-folge-4-2012-01-18-20-15-00.php?film_id=58674&productdetail=1
  24. DSDS 2012: Thomas Pegram bekommt 16. Platz für erste Liveshow. rtl.de, 24. Februar 2012
  25. DSDS-Sensation! Thomas ist als 16. Kandidat dabei. Promiflash, 24. Februar 2012
  26. Zuschauer entscheiden: Keine zweite Chance für „Herrn Schöne“, Augsburger Allgemeine, 29. Februar 2012
  27. DSDS 2012: Technische Panne – Aufregung um Online-Seite auf RTL.de vom 25. April 2012
  28. DSDS 2012: Luca Hänni ist Superstar 2012 auf RTL.de vom 28. April 2012
  29. DWDL.de: Tokio Hotel und Culcha Candela in neuer „DSDS“-Jury, aufgerufen am 14. September 2012
  30. Nazan Eckes und Raúl Richter sind neue Moderatoren von „DSDS“, aufgerufen am 14. September 2012
  31. RTL will DSDS trotz Zuschauer-Schwund fortsetzen., abgerufen am 16. März 2013
  32. DSDS wird trotz schlechter Quoten fortgesetzt. abgerufen am 17. März 2013
  33. RTL setzt DSDS 2015 fort., abgerufen am 29. März 2014
  34. RTL.de vom 2. Mai 2012: DSDS Kids: Die Sendetermine der neuen Show
  35. Alexander Krei: Schwacher Start: Raab schlägt „DSDS Kids“ klar. In: DWDL.de. 6. Mai 2012, abgerufen am 6. Mai 2012.
  36. Ausstrahlung am 26. Januar 2011
  37. Peer Schader: Langeweile schlägt Vorstadt-Luder. letzter Absatz. In: Spiegel Online. 3. Mai 2009, abgerufen am 6. Mai 2012.
  38. Massenpanik bei „DSDS“-Autogrammstunde
  39. dwdl.de: DWDL: „DSDS“ – 4. Staffel mit enttäuschender Entwicklung
  40. Herr Sänger, was erlaubt sich RTL eigentlich bei „DSDS“?, 3. Februar 2010, dwdl.de.
  41. DSDS gegen Jugendschutz, In: Digital Fernsehen, 3/2010, S. 8
  42. Alexander Kühn, Hannes Ross: „Hast du schon einmal Nacktfotos machen lassen?“, In: Stern 12/2010, 13. März 2010, S. 150–151, gekürzter Artikel bei Stern.de: „DSDS“: Die Kandidaten im verbalen Nacktscanner
  43. Medienforum.NRW: Kreative Kunst für die Displays von Handy & Co. Pressemeldung vom 12. Juni 2008
  44. eine Untersuchung zur Wirkungsmacht und Ideologiekritik der Sendungen