DVD-Rip
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Unter einem DVD-Rip versteht man den Transfer von Video- und Audiodaten von einer DVD auf ein anderes Speichermedium (meistens zunächst auf die Festplatte eines PCs) und die darauf folgende Komprimierung in ein kleineres Speicherformat, oft unter Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen (Rippen). Hierzu wird entsprechende Encoder-Software verwendet, welche die Daten umwandelt. Die meistgenutzten Containerformate für das DVD-Ripping sind das AVI-, und das MPEG-Format, wobei die bekanntesten für den Vorgang verwendeten Codecs H.264, Xvid und DivX sind. Mittlerweile erhält aber auch das Containerformat Matroska aufgrund seiner Fähigkeiten (beispielsweise Untertitel und Kapitel) immer mehr Zuspruch.
Oftmals soll dabei eine Filmdatei erzeugt werden, die von der Größe her um einiges kleiner ist als die Original-DVD, welche meistens eine Gesamtgröße von 4,5 Gigabyte oder mehr hat, und dabei trotzdem möglichst viel von der ursprünglichen Qualität zu behalten. Bei der Erstellung wird normalerweise versucht die Filmdaten so zu komprimieren und aufzuteilen, dass sie auf eine (700 MB) oder mehrere (1,4 Gigabyte; 2,1 Gigabyte) CD-R passen. Bei dieser Art des Rippens verschlechtert sich sowohl die Video- als auch die Audio-Qualität des Films umso stärker, je kleiner die Zieldatei werden soll. Im Allgemeinen gehen beim Rippen zusätzliche Daten der DVD, wie Menüs, Extras, alternative Tonspuren, Untertitel usw. verloren, sodass auf der CD nur der eigentliche Film landet. Dies ist dadurch bedingt, dass nur wenige Containerformate Daten wie Menüs und Bonusmaterial speichern können.
Der Begriff des DVD-Rippens, auch DVD-Ripping genannt, kam Anfang des 21. Jahrhunderts im Filmpiraten-Jargon auf, als das DVD-Format selbst noch relativ jung war. Heute ist es eine allgemein geläufige Bezeichnung.
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[Bearbeiten] DVD-Kopie
Zwar können mit Double-Layer-DVD-Rohlingen nahezu exakte Kopien von Film-DVDs angefertigt werden, doch aufgrund der hohen Preise für solche Rohlinge und möglichen Kompatibilitätsproblemen entscheiden sich oft viele Anwender für das Recodieren. Da die meisten Original-DVDs meistens eine Gesamtgröße von über 4,5 Gigabyte haben (DVD 9), und somit den Speicherplatz einer handelsüblichen Single-Layer-DVD (DVD 5) übersteigen, wird die Datengröße durch Recodieren reduziert. Zum Recodieren kommen spezielle Software-Programme wie DVD Shrink zum Einsatz, die schließlich das Brennen auf eine Single-Layer-DVD (DVD 5) ermöglichen. Durch das Weglassen von Tonspuren, Untertitel oder Zusatzmaterial (Menü, Interviews) kann möglicherweise eine Neukompression für den Hauptfilm erspart werden oder es ist nur eine geringfügige Komprimierung nötig.
[Bearbeiten] Literatur
- Daniel Warner (2003): Videokomprimierung & DVD-Ripping von Anfang an. SYBEX-Verlag, ISBN 3-8155-8055-2
[Bearbeiten] Siehe auch
- Rippen, alle Arten der digitalen Aufzeichnung von Filmen
[Bearbeiten] Weblinks
- Übersicht über Programme zum Rippen von DVDs, kommerzielle Software und Freeware (in englischer Sprache)

