DVV Media Group

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DVV Media Group
Logo DVV Media Group
Rechtsform GmbH
Gründung 1947
Sitz Hamburg, Deutschland
Leitung Martin Weber (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 200
Produkte Fachzeitungen und -zeitschriften, Bücher, Web-Portale, EventsVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.dvvmedia.com

Die DVV Media Group ist ein weltweit agierendes Medienunternehmen mit etwa 300 Mitarbeitern. Die Zentrale ist in Hamburg.

Die DVV Media Group GmbH firmierte bis 2007 als Deutscher Verkehrs-Verlag. Zudem gingen in der DVV Media Group GmbH die bisherigen Tochterverlage Seehafen-Verlag GmbH & Co. KG, Griephan-Verlag GmbH & Co. KG sowie Tetzlaff-Verlag GmbH & Co. KG auf. Zur Fachverlagsgruppe gehört in Deutschland zudem die T&M Media GmbH & Co. KG in Darmstadt. Die DVV Media Group hat Tochterverlage in Dänemark, Tschechien, Polen, Ungarn, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Bulgarien, Indien sowie in Dubai.

Das Kerngeschäft der Gruppe gliedert sich in die Unternehmensbereiche Transport und Logistik, Verkehr und Technik, Travel & Meetings, sowie Äußere und Innere Sicherheit. Bekanntester Titel aus dem Hause DVV ist die DVZ Deutsche Logistik-Zeitung.

An dem 31. Juli 2013 erwarb die Rheinische Post Mediengruppe alle Anteile der DVV Media Group GmbH und gliederte sie damit vollständig in ihr Portfolio als Fachsegment ein.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Der Deutsche Verkehrs-Verlag wurde am 1. Juli 1947 in Heidelberg gegründet. Ziel war die Herausgabe der Deutschen Verkehrs-Zeitung, die am 10. Juli 1947 erstmals erschien. 1948 zog das Unternehmen nach Hamburg.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Ursprünge der DVZ und des Deutschen Verkehrs-Verlages liegen jedoch weiter zurück. Der Verleger und Drucker Guilleaume (Wilhelm) Brichet gab in Hamburg bereits 1796 die 'Hamburg-Altonaer Waaren-Einfuhr-Liste' heraus. Die 1885 gegründete Firma 'Franke & Scheibe' übernahm 1891 die 'Verlagsdruckerei W. Brichet' und verschmolz die Hamburg-Altonaer Waaren-Einfuhr-Liste mit den eigenen 'Schiffsnachrichten'. In den dreißiger Jahren verließ das Hamburger Druck- und Verlagshaus das bisherige Stammgeschäft der Hafenwirtschaft und Seeschiffahrt und gab ab 1933 die verkehrsträgerübergreifende Zeitung 'DVN Deutsche Verkehrs-Nachrichten' heraus. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Verlag Franke & Scheibe keine Lizenz der britischen Verwaltung zur erneuten Herausgabe der Deutschen Verkehrs-Nachrichten. Der Verleger des Heidelberger Tagesblattes, Otto Pfeffer, erhielt eine Lizenz der Amerikaner zur Herausgabe einer Verkehrszeitung. So kam es zur Zusammenarbeit der Hamburger mit dem Heidelberger Verleger.

Jüngere Geschichte[Bearbeiten]

1982 übernahm der Deutsche Verkehrs-Verlag erst 75 % des Seehafen Verlages. Vom Hoppenstedt Verlag erwarb der DVV den Tetzlaff-Verlag. Weitere Akquisitionen der 1980er und 1990er Jahre waren die 'Griephan Briefe' und die Zeitschrift 'CIM Conference & Incentive Management'. 2005 stieg die Verlagsgruppe Handelsblatt als strategischer Investor bei der DVV-Gruppe ein und übernahm zum Teil die Anteile der Erben der Verlagsgründer.[1] Zum Jahreswechsel 2008/2009 erwarb der DVV-Geschäftsführer zusätzlich zu seinem bisherigen Gesellschafteranteil von 4 % den von der Verlagsgruppe Handelsblatt gehaltenen Anteil und stieg somit zum zweiten Großgesellschafter mit 49 % auf.[2] Zum 1. April 2009 übernahm Flechsenberger bis auf weiteres in Personalunion die Aufgabe des Verlagsleiters 'Logistik & Transport'.[3] Am 1. Oktober 2009 stieg die Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft als Gesellschafter der DVV Media Group ein und übernahm 40 % der Anteile.[4] Seit dem 17. August 2011 gehört der britische Fachverlag Air Cargo Media Ltd. mit der Fachzeitschrift Air Cargo News zu 100 % zur DVV Media Group.[5] Zur gleichen Zeit trennt sich die Verlagsgruppe im Rahmen einer Portfolio-Bereinigung über ein Management-Buy-out von ihrer Tochter in Bulgarien (BTP – Bulgarian Transport Press OOD/Bulgarsko Transportno Izdatelstvo OOD).[6]

Struktur[Bearbeiten]

Die DVV Media Group agiert sowohl als Holding der Verlagsgruppe, als auch als operative Gesellschaft in Deutschland. Geschäftsführer ist Martin Weber.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die DVV Media Group strukturiert sich in die Geschäftsfelder

  • Logistik & Transport, Verlagsleitung: Oliver Detje
  • Technik & Verkehr, Verlagsleitung: Detlev K. Suchanek
  • Travel & Meetings, Geschäftsführung: Richard Redling

Marken der DVV Media Group[Bearbeiten]

  • Eurailpress l DVV Media Group GmbH
  • Griephan l DVV Media Group GmbH
  • Seehafen-Verlag l DVV Media Group GmbH

Tochterfirmen der DVV Media Group[Bearbeiten]

In Deutschland:

  • T&M Media GmbH & Co. KG., Darmstadt
  • DVV Kundenmagazine GmbH, Hamburg

International:

  • DVV Media UK Ltd., Sutton, Großbritannien
  • Air Cargo Media Ltd., Großbritannien
  • NT Publishers bv, Niederlande

Publikationen[Bearbeiten]

Die DVV Media Group verlegt mehr als 30 Fachzeitungen und Fachzeitzeitschriften, unter anderem sind dies die Titel:

Geschäftsfeld Logistik & Transport[Bearbeiten]

  • Air Cargo News

Geschäftsfeld Technik & Verkehr[Bearbeiten]

  • Griephan Global Security
  • Griephan Briefe

Travel & Meetings[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dirk Bavendamm, Lorenz Sönnichsen: DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung 50 Jahre. Dt. Verkehrsverl., Hamburg 1997, ISBN 3-87154-228-8. Chronik der DVZ.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VG Handelsblatt steigt beim Deutschen Verkehrs-Verlag ein, Artikel in new business vom 23. Juni 2005
  2. VG Verlagsgruppe Handelsblatt tritt DVV-Anteile an Flechsenberger ab, Artikel in Horizont (Zeitschrift) vom 22. Dezember 2008
  3. DVZ-Verlagsleiter Jastorff geht, Meldung in DVZ Deutsche Logistik-Zeitung vom 6. April 2009
  4. Mediengruppe Rheinische Post steigt bei DVV Media Group ein, Meldung in Kress Der Mediendienst vom 28. September 2009
  5. DVV Media buys Air Cargo News, Meldung in Air Cargo News vom 22. August 2011
  6. Management der Bulgarian Transport Press, Stand September 2011