DW-TV

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DW-TV[1]
Senderlogo
Senderlogo seit 6. Februar 2012
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel, Satellit
Digital: DVB-C, DVB-S, IPTV
Länder: weltweit
Eigentümer: Deutsche Welle
Intendant: Erik Bettermann
Sendebeginn: 1. April 1992
Programmtyp: Auslandsfernsehen
Liste von Fernsehsendern
Senderlogo bis 5. Februar 2012

DW-TV ist der offizielle staatliche deutsche Auslandsfernsehsender der Deutschen Welle. Das nachrichten- und informationsorientierte Programm der Deutschen Welle ging am 1. April 1992 auf Sendung und wird über Satellit verbreitet. Produktionsort für das Fernsehprogramm DW ist Berlin. Am 6. Februar 2012 unterzog sich die Deutsche Welle einem kompletten Relaunch und tritt seit dem auf allen Wegen nur noch als DW auf. Zudem wurde das TV-Programm grundlegend überarbeitet. [2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufgabe

DW hat vor allem den Auftrag, ein umfassendes Bild Deutschlands im Ausland zu vermitteln. Die rechtliche Grundlage für die Ausstrahlung dieses Fernsehprogramms ist das Gesetz über die Rundfunkanstalt des Bundesrechts »Deutsche Welle« vom 16. Dezember 1997 in der Fassung vom 28. Oktober 2004. Daraus ergibt sich die Aufgabe, für das Ausland Rundfunk und Telemedien zu produzieren und weiterzuverbreiten. Ziel soll sein, Deutschland nach außen hin in seinen freiheitlich-demokratischen Wurzeln und Werten zu vertreten. Beinhalten sollen die DW-Programme zudem unterschiedliche Sichtweisen zu wesentlichen Themen vor allem der Politik, Kultur und Wirtschaft sowohl in Europa wie in anderen Kontinenten ein Forum geben mit dem Ziel, das Verständnis und den Austausch der Kulturen und Völker zu fördern.

[Bearbeiten] Organisation

Das wesentlichste Aufsichtsgremium der Deutschen Welle und beim Fernsehsender DW ist der Rundfunkrat, der die Interessen der Allgemeinheit vertritt. Seine Zusammensetzung besteht aus insgesamt 17 Mitgliedern. Das zweite Gremium ist der Verwaltungsrat, dieser überwacht die Geschäftsführung des Intendanten und besteht aus sieben Mitgliedern (d.h. aus Mitgliedern des Rundfunkrates, des Bundestages, des Bundesrats und der Bundesregierung).

Die Aufgabe der Gesamtleitung für den Betrieb und die Programmgestaltung hat der Intendant inne, welcher eine Amtsperiode von sechs Jahren hat. Für DW fungiert zudem in der Führungsetage ein Fernsehdirektor sowie Verwaltungsdirektor und Verwaltungsangestellte.

[Bearbeiten] Finanzierung

Die Deutsche Welle finanziert sich aus Bundesetatmitteln der Bundesrepublik Deutschland und aus weiteren Erträgen. Jährlich stehen der Rundfunkanstalt circa 310 Mio. Euro zur Verfügung.

[Bearbeiten] Verbreitung

Der Sender wird über die Satelliten AsiaSat 3S, Insat, Nilesat 102, Atlantic Bird 3, Hot Bird 8, AMC-1 und Intelsat 9 verbreitet. Die Ausstrahlung für Europa über den Satelliten ASTRA wurde zum 31. Dezember 2009 beendet. Seit 1. Januar 2010 ist die Deutsche Welle in Europa nur noch über Hotbird 8 direkt zu empfangen.[3] Aus technischen Gründen kann es vorkommen, dass der automatische Suchlauf mancher Receiver den Senderkanal (auf dem Transponder 11604 H 27500) nicht findet.

Des Weiteren nutzt die Deutsche Welle zur Verbreitung ihrer Programme das Internet sowie terrestrische Sender, früher auch die Kurzwelle. Relaisstationen in Kigali/Ruanda, Sines/Portugal, auf Antigua und Sri Lanka wurden hierzu betrieben. Weltweit werden die DW-Programme an sogenannte DW-Partnerstationen wie Deukom, insgesamt sind es rund 3.500, die DW-TV oder DW-RADIO ganz oder teilweise übernehmen und erneut senden.

[Bearbeiten] Störung der Satellitenübertragung von DW-TV

Am 7. und 8. Dezember 2009 wurde der auch von DW-TV genutzte Transponder auf Hotbird 8 gestört. Nach Aussagen des Satellitenbetreibers Eutelsat konnte man den Störsender eindeutig im Iran lokalisieren.[4] Der Betreiber versuchte damals durch Hochfahren der Sendeleistung den störungsfreien Empfang zu ermöglichen, daraufhin wurde aber auch das Störsignal verstärkt.[5] Als Ursache für die Störungen wird die Zensur der Berichterstattung über die Unruhen und die Proteste von Oppositionellen im Iran vermutet.[5]

Vom 10. bis zum 13. Februar 2010, also im Umfeld des 31. Jahrestages der Islamischen Revolution traten erneut Störungen auf.[6]

Die ARD war nach Beobachtungen eines Zuschauers in Amman/Jordanien auch von der Störaktion betroffen.[7]

[Bearbeiten] Programminhalte

DW-Reporterin

Seit dem 6. Februar 2012 kann die Deutsche Welle verstärkt auf Programme zurückgreifen, für die ARD und ZDF die Weltrechte innehaben. Vor allem selbst produzierte Talkshows wie Günther Jauch, Maybrit Illner und Menschen bei Maischberger sollen das Nachrichtenprogramm ergänzen, das nur noch zu 40 Prozent von der Deutschen Welle selbst gemacht wird. Das bisher abwechselnd im Stundentakt deutsch und englisch produzierte Programm wird für Nordamerika, Afrika, Asien und Australien nun rund um die Uhr auf Englisch angeboten. Weitere Sendesprachen gibt es in einem zweiten Kanal, darunter auf Deutsch. Das spanischsprachige Programm für Lateinamerika wird von einer auf 20 Stunden täglich ausgedehnt. Online-Inhalte sind nun auch über eine App nutzbar. Nur nach Subsahara-Afrika wird noch ein Radioprogramm auf Kurzwelle gesendet.[8]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.dw.de/popups/popup_pdf/0,,10579658,00.pdf
  2. DW introduces new website and TV program
  3. Deutsche Welle, Empfangsmöglichkeiten
  4. Iran stört wieder Empfang von Deutsche Welle TV via Sat Digitalfernsehen.de vom 11. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2010
  5. a b Teheran störte Deutsche Welle TV Spiegel.de vom 2. Januar 2010, abgerufen am 15. Februar 2010.
  6. Deutsche Welle: Ausstrahlung wieder vom Iran gestört DW-World.de vom 11. Februar 2010, abgerufen am 14. Februar 2010
  7. Forumseintrag aus Amman, Jordanien, zum ARD- und DW-TV-Ausfall auf Hotbird vom 10. Februar 2010, 18:39 Uhr, abgerufen am 15. Februar 2010
  8. Sonja Pohlmann: Neuausrichtung. Neue Deutsche Welle. In: Der Tagesspiegel. 31. Januar 2012. Abgerufen am 6. Februar 2012.
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