Dachsberg (Südschwarzwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dachsberg (Südschwarzwald)
Dachsberg (Südschwarzwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dachsberg (Südschwarzwald) hervorgehoben
47.7016666666678.0888888888889934Koordinaten: 47° 42′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 934 m ü. NHN
Fläche: 35,6 km²
Einwohner: 1335 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 79875,
79837 (Oberkutterau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 07672, 07755
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 027
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
79875 Dachsberg
Webpräsenz: www.dachsberg.de
Bürgermeister: Helmut Kaiser
Lage der Gemeinde Dachsberg (Südschwarzwald) im Landkreis Waldshut
Aare Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Lörrach Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Schwarzwald-Baar-Kreis Albbruck Bad Säckingen Bernau im Schwarzwald Bonndorf im Schwarzwald Dachsberg (Südschwarzwald) Dettighofen Dogern Eggingen Görwihl Grafenhausen Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein Ibach (Schwarzwald) Jestetten Klettgau (Gemeinde) Küssaberg Lauchringen Laufenburg (Baden) Lottstetten Murg (Hochrhein) Rickenbach (Hotzenwald) St. Blasien Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf Waldshut-Tiengen Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wutach (Gemeinde) Wutöschingen Schweiz RheinKarte
Über dieses Bild
Schwand
Andreaskapelle in Wittenschwand

Dachsberg ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Dachsberg liegt im Hotzenwald im Südschwarzwald auf der Westseite des Albtals in 543 bis 1105 Meter Höhe. Die Dachsberglandschaft ist gekennzeichnet durch verschieden große Hochebenen, die terrassenartig gestuft nach Süden hin abfallen. Die meisten Ortsteile liegen auf solchen Hochebenen. Eine Ausnahme bildet der Ortsteil Oberkutterau, der im Albtal liegt und von Dachsberg aus mit dem Auto nur über Straßen des Nachbarortes St. Blasien erreichbar ist. Das Horbacher Moor ist ein Naturschutzgebiet, hier liegt auch der Klosterweiher.

63 % der Gemeindefläche besteht aus Wald.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden und Osten an die Stadt St. Blasien, im Süden an Albbruck, im Südwesten an Görwihl und im Nordwesten an Ibach.

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dachsberg wurde 1971 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Urberg, Wittenschwand, Wolpadingen und Wilfingen und ihren zahlreichen Ortsteilen geschaffen. Der Name Dachsberg geht auf einen seit Jahrhunderten gebräuchlichen Gebietsnamen zurück.

Wappen Urberg Urberg mit Schmalenberg, Rüttewies, Oberbildstein, Schwand, Oberkutterau, Urbergersäge und Höll
Wappen Wittenschwand Wittenschwand mit Horbach, Laithe, Arnoldsloch und Ruchenschwand
Wappen Wolpadingen Wolpadingen mit Hierholz, Fröhnd, Finsterlingen und Ennersbach
Wappen Wilfingen Wilfingen mit Happingen, Vogelbach und Hierbach

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedelung des heutigen Gemeindegebiets ging im 11. Jahrhundert teilweise vom Kloster St. Blasien, teilweise von weltlichen Herrschaften wie den Herren von Tiefenstein aus. Die vielen kleinen Orte und Weiler sind meist aus Einzelgehöften hervorgegangen. Über Jahrhunderte gehörte der nördliche Teil der heutigen Gemeinde, vor allem der Ortsteil Urberg, zum "Zwing und Bann von St. Blasien"; der südliche Teil bildete die "Einung Wolpadingen" der Grafschaft Hauenstein. Die Grenze verlief durch die Ortschaft Wittenschwand. Beide Gebiete waren Teil von Vorderösterreich. 1806 kamen sie zu dem neu geschaffenen Großherzogtum Baden.[2]

Die heutige Gemeinde Dachsberg (Südschwarzwald) wurde am 1. Januar 1971 durch Vereinigung der Gemeinden Urberg, Wilfingen, Wittenschwand und Wolpadingen gebildet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dachsberg hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[3]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,1 %
45,9 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,0 %p
+7,0 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 54,1 5 61,1 8
FB Freie Bürgerliste Dachsberg 45,9 5 38,9 5
gesamt 100,0 10 100,0 13
Wahlbeteiligung 70,5 % 68,8 %

Verwaltung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dachsberg gehört dem Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien an. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Wittenschwand.

Sport[Bearbeiten]

1968 wurde der FC Dachsberg 1968 e.V. gegründet, der mit zwei Herren-Fußballmannschaften in der Kreisliga antritt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt keine große Rolle mehr, 2007 gab es noch acht Haupterwerbsbetriebe und 66 Nebenerwerbslandwirte. Die Mehrheit der Arbeitnehmer verdient ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde. Mehrere Handwerksbetriebe (Schreiner, Elektriker, Maurer, Zimmerer, Sanitärtechnik, KFZ-Meisterbetriebe, Metallbearbeitung u.a.) und Dienstleister (Steuerberater, Rechtsanwalt, Architekten, Planungsbüro für Gebäudesystemtechnik, Fuhrunternehmer u.a.) stellen etwa 70 Arbeitsplätze in der Gemeinde. Daneben gibt es den Tourismus, der im weitesten Sinne einschließlich der Gastronomie etwa 30 Arbeitsplätze bietet. Dachsberg zählt jährlich rund 45.000 Übernachtungen, wovon 28.000 touristischen Ursprungs sind. Es stehen etwa 500 Gästebetten zur Verfügung. 17.000 Übernachtungen gehen auf Dauercamper auf dem Campingplatz, Zweitwohnsitze, den Jugendzeltplatz, betriebliche oder kirchliche Erholungs- und Seminarhäuser sowie Familienbesucher zurück. Dachsberg ist seit 1. Januar 2012 eines der vier Mitglieder der Tourismuskooperation FERIEN SÜDSCHWARZWALD der Kur- und Erholungsorte Höchenschwand, Dachsberg, Weilheim und Ibach. Es gehört auch der zum 1. Juli 2012 gegründeten Tourismuskooperation FERIENWELT SÜDSCHWARZWALD an, die aus den 14 Orten Albbruck, Bad Säckingen, Bernau, Dachsberg, Görwihl, Herrischried, Höchenschwand, Ibach, Laufenburg, Murg, Rickenbach, Todtmoos, Wehr und Weilheim besteht.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Seit 1953 findet jährlich das Internationale Dachsbergturnfest statt, ein Bergsportfest auf dem Dachsberg, das Sportler aus Deutschland und den Nachbarländern anzieht. Seit 1996 findet auf dem Waldsportplatz in Wolpadingen alljährlich das Kohlenmeilerfest statt. Brauchtumsköhler bauen einen Original Schwarzwälder Rundmeiler auf, setzen ihn in Glut und lassen ihn kontrolliert verkohlen. Die Kohlenernte findet nach dem Auskühlen zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Details zur Geschichte auf www.grafschaft-hauenstein.de; dort findet sich auch eine aktualisierte Landkarte.
  3. Vorläufiges Wahlergebnis des Statistischen Landesamts

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dachsberg (Südschwarzwald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien