Dacian Cioloș

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Dacian Ciolos February 2013.jpg

Dacian Cioloș (* 27. Juli 1969 in Zalău) ist ein rumänischer Agraringenieur und parteiloser Politiker. Er ist derzeit in der Europäischen Kommission für das Ressort Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständig.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Cioloș an der Universität für Bodenkultur und Veterinärmedizin in Klausenburg/Cluj-Napoca und schloss 1994 als Diplom-Gartenbauingenieur ab. Nach verschiedenen Praktika und Aufbaustudien in Frankreich wurde er in Volkswirtschaftslehre an der École Nationale Supérieure Agronomique in Montpellier promoviert. Von 2002 bis 2003 war er bei der EU-Delegation in Rumänien als Task-Manager für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung tätig.

Seit Januar 2005 arbeitete er im rumänischen Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und ländliche Entwicklung, von Oktober 2007 bis Dezember 2008 bekleidete er das Ministeramt im liberal dominierten Kabinett Tăriceanu II. 2010 wurde er von der konservativ dominierten Regierung unter Emil Boc als Mitglied der Kommission Barroso II vorgeschlagen.

Politische Positionen[Bearbeiten]

In seinem Amt setzt sich Cioloș für eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union bis 2013 ein. Er will die ökologische Landwirtschaft fördern, indem die EU-Agrarsubventionen stärker von Kriterien wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz abhängig gemacht werden.[1] Dabei soll die Höhe der Agrarsubventionen insgesamt nicht gekürzt werden, die Verteilung zwischen den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten jedoch ausgewogener werden. Landwirte, die für den regionalen oder lokalen Markt produzieren, sollten gegenüber industriellen Agrarbetrieben besser gestellt werden.[2] Unter seiner Leitung hat der Einheitliche Verwaltungsausschuss Obst und Gemüse das Verbot offener Olivenölkännchen in Restaurants beschlossen.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung, 24. Januar 2011: Der Bauern-Schreck.
  2. Konrad-Adenauer-Stiftung, Europabüro: Dacian Cioloș.
  3. Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2013: EU räumt Restauranttische auf.