Daddeln

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Daddeln steht für dumpfes, sinnloses Spielen an einem Automaten oder an einem Computer. Dabei bezieht sich daddeln eher auf Spiele bei denen der Spieler viel und schnell mit dem Eingabegerät (Maus, Gamecontroller, Tastatur) agieren muss und die Bewegungen nicht mehr bewusst vom Spieler ausgeführt werden, sondern reflexartig oder kognitiv. Dabei schüttet der Körper Stresshormone aus, die das Gehirn in einen Zustand vollster Konzentration für das Spiel versetzen und den Spieler den Bezug zur realen Welt vergessen lassen. Diese Tätigkeit wird dann als daddeln bezeichnet.

Daddeln stammt aus dem Plattdeutschen und heißt: „Etwas unsinniges tun, herumspielen“. [1] nennt auch die sinnverwandten Wörter tatteln (Bayrisch), dätteln (Schwäbisch), däddelich (Hessisch), tateln oder täteln (Bremer Platt) für kindisches Tun.

Mittlerweile gehört der Begriff des Daddelns zum festen Repertoire der Netzsprache.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary
 Wiktionary: daddeln – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

[Bearbeiten] Quellen

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. (in 32 Teilbänden). Leipzig: S. Hirzel 1854-1960, Band 2, Spalten 827–851
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